💬 »wer einen Posten übernimmt, übernimmt Verantwortung, und zwar für die ganze Gesellschaft«

»Ich glaube, dass sich die Deutschen sehr deutlich in zwei Richtungen entwickeln. Leider.

Ich hätte auch vor einiger Zeit noch gesagt, Deutschland ist ein privilegiertes Land, in dem es uns doch so gut geht. Und ich habe Hemmungen, das inzwischen zu sagen, weil ich gar nicht mehr von den Deutschen reden kann und wie es uns geht. Die soziale Schere wird immer größer und die Verbindung zwischen diesen beiden Gruppen verliert sich.

Und das halte ich für sehr gefährlich, vor allem weil der Reichtum unter anderem da ist, wo die politischen Entscheider sind.

Und was mich wirklich richtig wütend macht, ist, dass die politische Führung ihre Verantwortung nicht mehr wahrnimmt.

Also wer einen Posten übernimmt, übernimmt Verantwortung, und zwar für die ganze Gesellschaft. Und inzwischen kommt es mir vor wie so ein moderner Feudalismus, dass es da so eine Elite gibt, die ihre Macht nicht für die Gemeinschaft ausnutzt, sondern die Entscheidung so trifft, dass es ihnen besser geht.

Und ich glaube, das spüren die Leute im Land und dieses Gefühl der Ungerechtigkeit, das ist, glaube ich, etwas, was sehr gefährlich ist.«

~ Stephanie Schneider, deutsche Schriftstellerin, Autorin für Kinderbücher, 03.05.2026, Deutschlandfunk, Information und Musik, Denk ich an Deutschland: die Kinderbuchautorin Stephanie Schneider

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🐚 „Je mehr Leute desto besser“

Introvertierte fühlen sich unwohl in großen Gruppen. „Je mehr Leute desto besser“ könnte aus Sicht eines Introvertierten nicht falscher sein. Sie fühlen sich am wohlsten in kleinen Runden.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

Vor zwei Wochen schrieb ich zum Thema „Partys“: Als Introvertierter fühle ich mich in einem Kreis von zehn Personen wohl. Alles darüber hinaus ist für mich eine Party, bei der ich mich unwohl fühle.

In großen Runden bin ich die graue Maus, in kleinen Runden kann ich hingegen auch mal der Partylöwe sein. (-;

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Die Barbaren sind wir.  |  Citation.

Die Personalisierung unseres Geschichtsbildes, die Dämonisierung von Personen und Gruppen ist keine Politik, sondern Dummheit. […]

Der Narzissmus unserer wertewestlichen Welt überträgt sich in menschliches Leben auf allen Ebenen als Katastrophe.

Unter dem Vorwand von Kriegsgegnerschaft hetzen wir die Ukraine in einen Krieg gegen Russland. Unter dem Vorwand von Gesundheitspolitik stehlen wir den Afrikanern ihr Immunsystem. Unter dem Vorwand von Freiheit bereiten wir uns auf einen Krieg gegen China vor. Unter dem Vorwand von gedachten Bedrohungen überfallen wir den Iran. Kein Land ist vor unseren Regime-Changes sicher. […]

Denn die Barbaren sind wir.

~ Gabriele Gysi, 21.06.2025, Friedensdemo, Berlin, https://www.gabriele-gysi.de/news-details/eine-lizenz-zum-toeten

GABRIELE GYSI ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin.
Sie wurde 1946 in Berlin als Tochter der kommunistisch-jüdischen Verleger Klaus und Irene Gysi geboren.
Sie besuchte die Staatliche Schauspielschule Berlin. Anschließend wurde sie an die Volksbühne Berlin engagiert.
1984 verließ sie die DDR und wechselte das Engagement ans Stadttheater Bochum. Nach Tätigkeiten an verschiedenen Theatern und Schauspielschulen kehrte sie 2006 als Assistentin der Intendanz und später als Chefdramaturgin an die Volksbühne Berlin zurück.
Seit 2010 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Berlin.