📅❓ »Schreibe so, wie du sprichst, und sprich nicht so, wie du schreibst.«

Wie schreibt man etwas, das die Leute tatsächlich lesen wollen? So schreiben, dass die Leute es wirklich lesen wollen?

„Leute” sind schlicht eine unbestimmte Anzahl von Menschen. Sie haben Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede. Es sind Individuen mit Vorlieben und Abneigungen.

Wer versucht, möglichst vielen Leser:innen zu gefallen, wird letztendlich beliebig und behält keine Stammleser:innen.

Ich mache mir keine Gedanken darüber, wie ich schreiben müsste, damit viele Menschen meinen Text tatsächlich lesen wollen.

In dieser Zeit des sogenannten Aufmerksamkeitsterrorismus wäre es ideal, meine Texte kurz zu halten, so um die 400 Wörter. Ich zähle meine Wörter nicht. Gefühlt verstoße ich regelmäßig gegen dieses Gebot.

Ich schreibe meine Texte so, wie mir die Gedanken in den Sinn kommen. Möglichst spontan.

Es bereitet mir Freude, über meine Lebenserfahrungen und Alltagsanekdoten zu berichten.

Kurze Absätze sind lesefreundlicher als absatzlose Texte und ermöglichen es den Leser:innen, an einer beliebigen Stelle aus dem Text auszusteigen. Ich möchte niemandem Zeit stehlen.

Ich möchte kein Influencer sein. Ich freue mich über jede Leserin und jeden Leser. Selbst wenn es nur eine einzige Person sein sollte.

Tägliche Schreibanregung
Wie schreibst du so, dass Leute es wirklich lesen wollen?

How do you write what people actually want to read?  |  Wie schreibt man das, was die Leute tatsächlich lesen wollen?

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📅❓ The great silent one.

Am meisten dabei geholfen, mich weiterzuentwickeln, hat mir die Lebenserfahrung, dass Reden besser ist als Schweigen.

Sprich, damit ich dich sehe.

  • Sokrates

Ich entstamme einer redseligen Familie, die schwieg. Es wurde unablässig über die Dinge im Außen gesprochen, aber nie über das Wesentliche im Inneren. So wurde ich zum großen Schweiger. Die wenigen Momente, in denen ich mein Schneckenhaus verließ, waren wenig erfolgreich, sodass ich mich sofort wieder zurückzog. Die Folge war, dass ich nicht mit meinen Gefühlen verbunden war. Dieses Verbundensein kam dann irgendwann viel später eruptiv durch einen äußeren Anlass, der mich zwang, mein Schweigen zu durchbrechen. Natürlich überwältigten mich nun meine Gefühle. In den darauffolgenden Jahren führte ich viele intensive, tiefschürfende Gespräche mit zahlreichen Frauen, mit denen ich kollegial und/oder freundschaftlich verbunden war. Ich lernte, dass ich Gefühle habe, aber nicht meine Gefühle bin.

Heute bin ich mit meinen Gefühlen verbunden und behalte die Kontrolle über sie. Meistens bin ich entspannt und ausgeglichen.

Äußere Auslöser veranlassten mich, mein Schneckenhaus zu verlassen, meine Gefühle wahrzunehmen und über mein Innerstes zu sprechen. Es waren die intensiven Gespräche mit anderen Menschen, in denen ich mich spiegeln, erkennen und beruhigen konnte und in denen ich zu dem wachsen konnte, der ich aktuell bin. Ich bin mir sicher, dass diese Entwicklung nie abgeschlossen sein wird.

Täglicher Schreibanreiz
Welche Lebenserfahrungen haben dir am meisten geholfen?

What experiences in life helped you grow the most?  |  Welche Erfahrungen in deinem Leben haben dir am meisten geholfen, dich weiterzuentwickeln?

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