In dieser Podcastfolge spricht Stefanie Stahl mit Hanna, die ein Problem hat: Sie wechselt ständig den Job. Hanna erklärt, dass sie Sozialarbeiterin ist und in einer Suchtklinik arbeitet, in den letzten Jahren jedoch häufig die Stelle gewechselt hat. Sie erkennt, dass ihr ständiger Jobwechsel mit ihrer Angst vor Autoritätspersonen und ihrem geringen Selbstwertgefühl zusammenhängt, die beide aus ihrer Kindheit stammen.
Hanna erzählt von ihrer schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter, die sie als unberechenbar und herrisch erlebt hat. Diese Erfahrungen haben dazu geführt, dass sie sich in Gegenwart von Autoritäten klein und unsicher fühlt. Dies beeinflusst auch ihre Beziehungen zu Vorgesetzten und Kollegen, da sie oft denkt, dass andere überheblich sind oder sie nicht ernst nehmen.
Stefanie hilft Hanna, ihre Gedanken zu hinterfragen, und Hanna erkennt, dass sie durch ihre negative Wahrnehmung anderen Unrecht tut. Stefanie ermutigt Hanna, ihre Sichtweise zu ändern und offener mit ihren Anliegen umzugehen – insbesondere, wenn es darum geht, über ihr Gehalt zu verhandeln.
Hanna lernt, dass sie ihre Ängste überwinden kann, indem sie ihre Wahrnehmungen objektiv betrachtet und sich selbst hinterfragt. Letztendlich möchte Hanna lernen, wie sie stabiler in ihrer Karriere werden kann, ohne ständig den Job zu wechseln, und dass es wichtig ist, ihre Bedürfnisse klar zu kommunizieren.
Podcastfolge „RTL+ / Stefanie Stahl Ich wechsle dauernd den Job“ vom –06.07.2022– aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.
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In dieser Podcastfolge zum Thema chronische Migräne teilen Janina und Dr. Holger Kaube ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zu dieser schmerzhaften Erkrankung. Janina berichtet, dass sie seit ihrer Pubertät unter Migräne leidet und in schwierigen Phasen bis zu 20 Tage im Monat betroffen war. Die Schmerzen sind oft so intensiv, dass sie sich isoliert und unfähig fühlt, am Leben teilzunehmen. Sie stellt fest, dass Stress und emotionale Belastungen einen starken Einfluss auf die Häufigkeit und Intensität ihrer Migräneattacken haben.
Dr. Kaube erklärt, dass es verschiedene Arten von Kopfschmerzen gibt, wobei Migräne, Spannungskopfschmerz und Clusterkopfschmerz am häufigsten vorkommen. Er hebt hervor, dass die genauen Ursachen von Migräne noch nicht vollständig verstanden sind, obwohl es viele Forschungsergebnisse zu den Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten gibt. Triptane, eine spezielle Gruppe von Medikamenten, gelten als wirksam bei der Behandlung von Migräneattacken.
Janina betont, wie wichtig es ist, neben der medizinischen auch psychologische Unterstützung zu suchen, um die Ursachen ihrer Migräne besser zu verstehen. Sie hat gelernt, ihre Migräne als eine Art Signal zu akzeptieren, das sie dazu zwingt, sich zurückzuziehen und auf sich selbst zu achten. Die Diskussion verdeutlicht, dass Migräne nicht nur eine physische, sondern auch eine psychische Dimension hat und dass ein ganzheitlicher Behandlungsansatz notwendig ist.
Podcastfolge „Chronische Migräne: Was sind mögliche Wege aus dem ständigen Schmerz? mit Dr. Holger Kaube“ vom –31.07.2024– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.
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In dieser Podcast-Folge sucht Lina Rat, da sie unter extremen Selbstzweifeln, ständiger Selbstüberprüfung und massiver Verlustangst leidet.
Die Ursache liegt in der traumatischen Trennung ihrer Eltern, bei der Lina als Kind zwischen widersprüchlichen Aussagen zerrieben wurde und ihre eigene Wahrnehmung immer wieder infrage gestellt wurde.
Dadurch verlor sie das Vertrauen in ihre Gefühle und entwickelte ein enormes Bedürfnis nach Kontrolle, um sich vor künftigen Enttäuschungen und Ablehnung zu schützen.
Stefanie Stahl verdeutlicht, dass dieses ständige Analysieren ein anstrengender, aber letztlich aussichtsloser Versuch ist, emotionale Sicherheit zu erzwingen.
Lina tendiert auch heute noch dazu, die komplette Verantwortung für die Gefühle und unausgesprochenen Erwartungen ihrer Mitmenschen zu übernehmen.
Die Psychologin rät ihr daher, klare Maßstäbe zu setzen und zu verinnerlichen, dass in jeder zwischenmenschlichen Beziehung beide Parteien zu 50 Prozent verantwortlich sind.
Lina muss lernen, alte Gefühle aus der Kindheit von der Realität im Hier und Jetzt zu trennen, da sie mittlerweile über gesunde und stabile Freundschaften verfügt.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist ein freundlicherer Umgangston mit sich selbst, bei dem ihr erwachsenes Ich aktiv das verunsicherte innere Kind schützt.
Anstatt ihre Gedanken zwanghaft abstellen zu wollen, darf Lina ihren Verstand künftig nutzen, um ihr Bauchgefühl mit rationalen Argumenten zu untermauern.
In einem späteren Feedback berichtet Lina, dass ihr diese neuen Perspektiven enorm viel Druck genommen haben und sie nun deutlich ruhiger durchs Leben geht.
Podcastfolge „In meinem Kopf herrscht Chaos – wie weiß ich was richtig und falsch für mich ist?“ vom –14.12.2025– aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.
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In dieser Podcastfolge geht es um Anja und Matthias, ein Paar, das seit 28 Jahren zusammen ist und vier Kinder hat. Sie durchleben eine Ehekrise und suchen die Hilfe des Paartherapeuten Eric Hegmann.
Anja beschreibt, dass sie sich in ihrer Beziehung oft unverstanden und unsicher fühlt. Ein konkretes Beispiel ist ein Konflikt am Muttertag, der eskaliert, weil Anja ihre Pläne nicht richtig kommuniziert hat. Matthias fühlt sich übergangen und verletzt, was zu einem emotionalen Streit führt. Beide wünschen sich, dass sie auf Augenhöhe streiten und ihre Konflikte besser lösen können.
Der Therapeut erklärt ihnen, dass in langen Beziehungen oft festgefahrene Muster entstehen, die schwer zu durchbrechen sind. Anja und Matthias erkennen, dass sie in vielen Punkten unterschiedlich ticken, was zu Spannungen führt. Matthias hat beispielsweise das Gefühl, dass Anja oft Entscheidungen trifft, die ihn betreffen, ohne ihn zu fragen. Dadurch fühlt er sich fremdbestimmt.
Im Laufe des Gesprächs wird deutlich, dass Anja sich mehr Abenteuer und Leben in ihrer Beziehung wünscht, während Matthias mit dem Alltag und der Verantwortung für die Familie beschäftigt ist. Dies führt zu einem Missverhältnis ihrer Bedürfnisse und Erwartungen.
Ein wichtiger Punkt ist außerdem, dass Anja in der Vergangenheit eine kurze Affäre hatte, was Matthias sehr verletzt hat. Sie beschreibt, dass diese Affäre ihr das Gefühl gegeben hat, lebendig zu sein, was in ihrer Beziehung gefehlt hat. Trotz der Schwierigkeiten haben beide den Wunsch, an ihrer Beziehung festzuhalten und Lösungen zu finden.
Diese Podcastfolge zeigt, wie wichtig Kommunikation und Verständnis in einer langjährigen Beziehung sind und dass es oft notwendig ist, an sich selbst zu arbeiten, um gemeinsam einen Weg zu finden.
Podcastfolge „28 Jahre Beziehung, 4 Kinder, eine Ehekrise: Bleiben oder gehen?“ vom –29.11.2024– aus dem NDR-Podcast „Die Paartherapie„; verfügbar bis -29.11.2029-.
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In dieser Podcast-Folge sprechen Lukas Klaschinski und die Psychologin Stefanie Stahl mit Coach Nicola Sieverling über die Überwindung von Entscheidungsängsten und das Wagnis eines beruflichen Neustarts.
Sieverling schildert, wie sie nach starken Stresssymptomen ihre erfolgreiche PR-Agentur aufgab, um einen „Plan B“ für ein entschleunigtes und sinnhafteres Leben zu verwirklichen. Oft geben Krisen den nötigen Anstoß für eine solche Veränderung. Diese lässt sich durch sichere Zwischenschritte und das realistische Durchdenken von Worst-Case-Szenarien sanft einleiten.
Dabei ist es entscheidend, sich von Kritikern abzugrenzen und sich stattdessen mit Menschen zu umgeben, die einen unterstützen. Um den eigenen Weg zu finden, empfiehlt Sieverling, persönliche Werte zu klären, blockierende Glaubenssätze aufzulösen und neben der Vernunft stärker auf die eigene Intuition zu hören. Stefanie Stahl ergänzt, dass chronisch unentschlossene Menschen oft stark überangepasst sind und erst ihr körperliches Gespür für ein klares „Ja” oder „Nein” wiederentdecken müssen.
Sollte man im Leben dennoch eine unumkehrbare Fehlentscheidung treffen, hilft die versöhnliche Erkenntnis, im damaligen Moment nach bestem Wissen gehandelt zu haben.
Da Ängste stets im Kopf entstehen, liegt es letztlich in unserer eigenen Macht, sie durch veränderte Gedanken zu steuern und mutig neue Richtungen einzuschlagen.
Podcastfolge „Ich kann mich einfach nicht entscheiden! (mit Nicola Sieverling)“ vom –02.12.2020– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.
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In dieser Podcastfolge führt Stefanie Stahl ein emotionales Gespräch mit einer Frau namens Sarah, die als alleinerziehende Mutter mit den Herausforderungen nach der Trennung von ihrem Partner zu kämpfen hat. Sarah erzählt von ihrer Kindheit, die von hohem Druck und großen Erwartungen ihrer Eltern geprägt war. Sie fühlte sich oft unfrei und war froh, als sie ihren Partner traf, der ihr ein Gefühl von Freiheit und Sicherheit gab.
Nach der Geburt ihres Sohnes erlebte Sarah jedoch eine postnatale Depression und fühlte sich überfordert. Die Beziehung zu ihrem Partner verschlechterte sich, da beide mit den neuen Anforderungen des Elternseins nicht zurechtkamen. Sarah beschreibt, wie sie und ihr Partner emotional voneinander abhängig wurden, was letztlich zur Trennung führte. Ihr Partner fühlte sich ebenfalls überfordert und gab an, dass er nicht mehr glücklich sei.
Nach der Trennung musste Sarah lernen, alleine zurechtzukommen, was für sie sehr schwierig war. Sie fühlte sich oft einsam und überfordert, hatte aber auch die Unterstützung ihrer Familie. Im Laufe der Zeit begann sie, sich emotional weiterzuentwickeln und die Beziehung zu ihrem Kind zu verbessern. Sie erkannte, dass die Trennung eine wichtige Lektion für sie war, um unabhängig zu werden und ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen.
Insgesamt beschreibt diese Podcastfolge die emotionalen Herausforderungen von Sarah und ihre Reise zur Selbstfindung nach einer schwierigen Trennung, während sie gleichzeitig die Verantwortung für ihr Kind trägt.
Podcastfolge „Warum lässt du uns im Stich? Trennung mit Kind“ vom –13.10.2021– aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.
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In dieser Podcastfolge sprechen die Psychologen Steffi Stahl und Lukas Klaschinski über die Bedeutung von Freundschaften im Leben. Sie diskutieren unter anderem, wie viele Freunde man braucht und was eine gute Freundschaft ausmacht.
Steffi erzählt, dass sie seit ihrer Kindheit enge Freundschaften pflegt und dass es ihr wichtig ist, dass Freunde ähnliche Interessen, Humor und Lebenshintergründe haben. Sie betont, dass regelmäßiger Kontakt und Vertrauen entscheidend für eine Freundschaft sind. Lukas stellt fest, dass viele Menschen im Laufe ihres Lebens Freundschaften verlieren und dass die durchschnittliche Anzahl enger Freunde oft nur drei bis vier beträgt.
Zudem sprechen sie darüber, wie sich Freundschaften auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität auswirken. Studien zeigen, dass gute Beziehungen das Immunsystem stärken und die Lebenserwartung erhöhen können. Steffi erklärt, dass Freundschaften ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Menschen, die in ihrer Kindheit negative Beziehungserfahrungen gemacht haben, können laut ihr Schwierigkeiten haben, Vertrauen aufzubauen.
Das Gespräch geht weiter zu den verschiedenen Arten von Freundschaften, die Aristoteles unterscheidet: Freundschaften aus Nützlichkeit, aus Vergnügen sowie Tugendfreundschaften, die auf gegenseitiger Wertschätzung basieren. Die Gesprächsteilnehmer:innen betonen, wie wichtig es ist, Freundschaften aktiv zu pflegen, sich für andere zu interessieren und auch in schwierigen Zeiten füreinander da zu sein.
Abschließend geben sie Tipps, wie man neue Freundschaften schließen kann, und betonen, wie wichtig es ist, sich verletzlich zu zeigen und Vertrauen aufzubauen, um tiefere Beziehungen zu entwickeln.
Podcastfolge „Freundschaft oder Ballast – Wie viele Freunde brauchen wir im Leben?“ vom –26.02.2025– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.
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In dieser Podcastfolge geht es um Melanie, die immer wieder zu ihren Ex-Partnern zurückkehrt und Schwierigkeiten hat, sich von ihnen zu lösen. Im Gespräch mit der Psychotherapeutin Stefanie Stahl spricht sie über ihre On-Off-Beziehungen und ihre Probleme, Grenzen zu setzen und loszulassen. Melanie erkennt, dass ihr Verhalten mit Mustern aus ihrer Kindheit zusammenhängt, insbesondere mit ihrem niedrigen Selbstwertgefühl und dem Bedürfnis, um Liebe kämpfen zu müssen.
Stefanie erklärt ihr, dass ihre Schwierigkeiten, sich von unglücklichen Beziehungen zu lösen, oft mit Kontrollverlust und Bindungsangst verbunden sind. Melanie hat gelernt, ihre Wut zu unterdrücken und sich anzupassen, um die Zuneigung ihrer Eltern zu gewinnen. Diese Erfahrungen prägen ihr Verhalten in Beziehungen, in denen sie oft Partner trifft, die sich nicht fest binden können.
Im Gespräch wird deutlich, dass Melanie sich oft schuldig fühlt und denkt, sie sei nicht gut genug. Das bringt sie dazu, sich in Beziehungen zu verbiegen und immer wieder um Liebe zu kämpfen. Stefanie ermutigt Melanie, ihre Wut zuzulassen und sich von den schädlichen Botschaften ihrer Kindheit zu lösen, um gesündere Beziehungen führen zu können.
Zusammenfassend geht es in dieser Podcast-Folge um die Wiederholung alter Beziehungsmuster, die Suche nach Selbstwert und die Notwendigkeit, sich von belastenden familiären Prägungen zu befreien.
Podcastfolge „Alte Liebe – warum kehre ich immer wieder zu meinem Ex zurück?“ vom –31.12.2023– aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.
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In diesem Podcast wird die Frage behandelt, wie Paare mit internen (partnerschaftlichen) und externen (schicksalshaften) Krisen umgehen können, warum viele Beziehungen daran scheitern und welche psychologischen Mechanismen dabei wirken.
Wie und warum Krisen entstehen.
Schleichende Prozesse: Viele Krisen entstehen nicht durch einen plötzlichen Knall, sondern weil Partner den Kontakt zueinander und zu sich selbst verlieren. Man funktioniert nur noch im „Alltagsmodus” oder ist „überangepasst”, schluckt Unzufriedenheit herunter und merkt erst, dass etwas nicht stimmt, wenn die Gefühle bereits erkaltet sind.
Projektionen: Ein Großteil der partnerschaftlichen Konflikte entsteht, weil unreflektierte Themen und alte Verletzungen aus der Kindheit („Schattenkinder”) auf den Partner projiziert werden. Letztlich geht es fast immer um dasselbe Grundbedürfnis: Man möchte vom anderen in seinem wahren Wesen gesehen und respektiert werden.
Externe Schicksalsschläge: Krankheiten, Jobverlust oder Dauerbelastungen (wie die Pflege von Angehörigen) bringen Stress von außen in die Beziehung und erfordern ein hohes Maß an Zusammenhalt.
Zentrale Strategien zur Konflikt- und Krisenbewältigung:
Klarheit und Aufrichtigkeit (das Beispiel Rebecca): Wenn eine Beziehung am Ende zu sein scheint, neigen Menschen oft aus Angst, den anderen zu verletzen, dazu, in einer zermürbenden Ambivalenz zu verharren.
Erkenntnis: Diese Unentschlossenheit und Vermeidung erzeugt meist mehr Leid und Schmerz als ein klarer, aufrichtiger Schnitt.
Lösungsansatz: Die eigenen Anteile an der Krise von denen des Partners trennen. Ein klarer Standpunkt hilft, Entscheidungen zu treffen – notfalls auch für eine Trennung, die beiden die Chance auf einen Neuanfang gibt.
Kommunikation und „Zwiegespräche”
Um präventiv Resilienz und Vertrauen aufzubauen, muss das Tempo aus dem Alltag genommen werden.
Erkenntnis: Ständige Aktivität dient oft der Konfliktvermeidung.
Lösungsansatz: Etablieren Sie regelmäßige Rituale, bei denen ein Partner (z. B. für 15 Minuten) redet, während der andere nur wertfrei zuhört, ohne direkt nach Lösungen oder Fehlern zu suchen.
Umgang mit emotionaler Überforderung (das Beispiel Anja): Wenn ein Partner durch externe Faktoren (z. B. ein neuer Job und Nachwuchs) völlig überlastet ist und sich verschließt.
Erkenntnis: Ein „Ich will nicht darüber reden” ist oft ein „Ich kann nicht”, da insbesondere viele Männer über keine ausreichende Kommunikationskompetenz für derartige emotionale Krisen verfügen. Ein direktes Gegenübersitzen baut dann oft noch mehr Druck auf.
Lösungsansatz: Gespräche sollten lieber in eine gemeinsame, neutrale Aktivität (wie einen Spaziergang) eingebunden werden. Zudem helfen praktische Entlastung im Alltag und die Rückbesinnung auf Ressourcen („Wir stehen das gemeinsam durch“), anstatt sich nur auf das Problem zu fokussieren.
Das Gleichgewicht aus Unterstützung und Selbstfürsorge
Bei externen Krisen ist aktive Hilfe für den betroffenen Partner essenziell. Genauso wichtig ist jedoch die Abgrenzung: Der unterstützende Partner muss darauf achten, die eigenen Batterien immer wieder aufzuladen (Selbstfürsorge), um nicht selbst auszubrennen.
Podcastfolge „Krisen gemeinsam bewältigen“ vom –12.07.2023– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.
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In dem Podcast „Stahl, aber herzlich“ spricht die Autorin und Aktivistin Sophie über ihre Erfahrungen, als sie bei den Zeugen Jehovas aufwuchs und schließlich im Alter von 17 Jahren aus der Gemeinschaft ausbrach. Sie erzählt von den Ängsten, die sie ihr ganzes Leben begleiteten, darunter die Angst vor Gott und dem Teufel. Sie beschreibt, wie sie in einer strengen Umgebung lebte, in der es viele Regeln gab und in der sie sich ständig anpassen musste, wodurch sie sich wie eine Marionette fühlte.
Sophie hatte eine schwierige Kindheit, geprägt von einer gewalttätigen Mutter und dem Druck, perfekt zu sein. Sie durfte keine normalen Kinderfeste feiern und fühlte sich oft wie ein Außenseiter, was dazu führte, dass sie sich von ihren Mitschülern isolierte. Diese Isolation führte zu einem tiefen Gefühl von Einsamkeit und sogar zu Suizidversuchen in ihrer Jugend.
Im Gespräch reflektiert Sophie darüber, wie sie es trotz all dieser Herausforderungen geschafft hat zu überleben und schließlich den Entschluss zu fassen, die Zeugen Jehovas zu verlassen. Sie erkannte, dass das vorgelebte Leben nicht ihrem eigenen Glück diente und dass sie selbst dafür verantwortlich war. Sophie spricht auch über den inneren Konflikt zwischen den Erwartungen der Gemeinschaft und ihrem eigenen Wunsch nach Freiheit und Identität.
Heute hat sie einen besseren Zugang zu ihren Gefühlen und versucht, sich selbst zu akzeptieren. Sie hat gelernt, dass es wichtig ist, Wut und Traurigkeit zuzulassen und sich nicht von der Vergangenheit definieren zu lassen. Sophie ist ein Beispiel dafür, wie man aus einer belastenden Kindheit herauswachsen und die eigene Identität finden kann.
Podcastfolge „Sophie Jones – wie die Sekte mich geprägt hat“ vom –08.04.2023– aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.
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