🎙 Die Schatten der Vergangenheit: Wie viel Ausbruch verträgt eine Ehe?

In dieser Podcastfolge geht es um Anja und Matthias, ein Paar, das seit 28 Jahren zusammen ist und vier Kinder hat. Sie durchleben eine Ehekrise und suchen die Hilfe des Paartherapeuten Eric Hegmann.

Anja beschreibt, dass sie sich in ihrer Beziehung oft unverstanden und unsicher fühlt. Ein konkretes Beispiel ist ein Konflikt am Muttertag, der eskaliert, weil Anja ihre Pläne nicht richtig kommuniziert hat. Matthias fühlt sich übergangen und verletzt, was zu einem emotionalen Streit führt. Beide wünschen sich, dass sie auf Augenhöhe streiten und ihre Konflikte besser lösen können.

Der Therapeut erklärt ihnen, dass in langen Beziehungen oft festgefahrene Muster entstehen, die schwer zu durchbrechen sind. Anja und Matthias erkennen, dass sie in vielen Punkten unterschiedlich ticken, was zu Spannungen führt. Matthias hat beispielsweise das Gefühl, dass Anja oft Entscheidungen trifft, die ihn betreffen, ohne ihn zu fragen. Dadurch fühlt er sich fremdbestimmt.

Im Laufe des Gesprächs wird deutlich, dass Anja sich mehr Abenteuer und Leben in ihrer Beziehung wünscht, während Matthias mit dem Alltag und der Verantwortung für die Familie beschäftigt ist. Dies führt zu einem Missverhältnis ihrer Bedürfnisse und Erwartungen.

Ein wichtiger Punkt ist außerdem, dass Anja in der Vergangenheit eine kurze Affäre hatte, was Matthias sehr verletzt hat. Sie beschreibt, dass diese Affäre ihr das Gefühl gegeben hat, lebendig zu sein, was in ihrer Beziehung gefehlt hat. Trotz der Schwierigkeiten haben beide den Wunsch, an ihrer Beziehung festzuhalten und Lösungen zu finden.

Diese Podcastfolge zeigt, wie wichtig Kommunikation und Verständnis in einer langjährigen Beziehung sind und dass es oft notwendig ist, an sich selbst zu arbeiten, um gemeinsam einen Weg zu finden.


Podcastfolge „28 Jahre Beziehung, 4 Kinder, eine Ehekrise: Bleiben oder gehen?“ vom –29.11.2024– aus dem NDR-Podcast „Die Paartherapie„; verfügbar bis -29.11.2029-.


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🎙 Das Leben vor dem Tod wählen – wer bin ich eigentlich, wenn ich aufhöre, mich anzupassen?

In dem Podcast „Stahl, aber herzlich“ spricht die Autorin und Aktivistin Sophie über ihre Erfahrungen, als sie bei den Zeugen Jehovas aufwuchs und schließlich im Alter von 17 Jahren aus der Gemeinschaft ausbrach. Sie erzählt von den Ängsten, die sie ihr ganzes Leben begleiteten, darunter die Angst vor Gott und dem Teufel. Sie beschreibt, wie sie in einer strengen Umgebung lebte, in der es viele Regeln gab und in der sie sich ständig anpassen musste, wodurch sie sich wie eine Marionette fühlte.

Sophie hatte eine schwierige Kindheit, geprägt von einer gewalttätigen Mutter und dem Druck, perfekt zu sein. Sie durfte keine normalen Kinderfeste feiern und fühlte sich oft wie ein Außenseiter, was dazu führte, dass sie sich von ihren Mitschülern isolierte. Diese Isolation führte zu einem tiefen Gefühl von Einsamkeit und sogar zu Suizidversuchen in ihrer Jugend.

Im Gespräch reflektiert Sophie darüber, wie sie es trotz all dieser Herausforderungen geschafft hat zu überleben und schließlich den Entschluss zu fassen, die Zeugen Jehovas zu verlassen. Sie erkannte, dass das vorgelebte Leben nicht ihrem eigenen Glück diente und dass sie selbst dafür verantwortlich war. Sophie spricht auch über den inneren Konflikt zwischen den Erwartungen der Gemeinschaft und ihrem eigenen Wunsch nach Freiheit und Identität.

Heute hat sie einen besseren Zugang zu ihren Gefühlen und versucht, sich selbst zu akzeptieren. Sie hat gelernt, dass es wichtig ist, Wut und Traurigkeit zuzulassen und sich nicht von der Vergangenheit definieren zu lassen. Sophie ist ein Beispiel dafür, wie man aus einer belastenden Kindheit herauswachsen und die eigene Identität finden kann.


Podcastfolge „Sophie Jones – wie die Sekte mich geprägt hat“ vom –08.04.2023– aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.


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