📅❓ I see skies of blue, black coffee too, I see trees of green and muesli clean …

Meine Morgenroutine und meine Aktivitäten in der ersten Stunde des Tages ändern sich mit der Zeit. Ich mag Rituale, vor allem neue. Wenn sie sich jedoch irgendwann starr und unbeweglich anfühlen, „erfinde” ich neue.

Geweckt werde ich nach wie vor durch das Programm des Deutschlandfunks. Ich lausche noch ein paar Minuten dem aktuellen Bericht, den darauffolgenden Nachrichten und der Presseschau. Wenn die Nachrichtenredaktionen mich mal wieder mit irgendwelchen Narrativen und/oder einseitigen Betrachtungen indoktrinieren wollen, bin ich hellwach. Das hilft mir ungemein, meine Träume hinter mir zu lassen, im Hier und Jetzt anzukommen und mich darin zu bestätigen, diesen Inszenierungen den Rücken gekehrt zu haben.

Wenn ich dann mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen stehe – also heil die Leiter meines großen Hochbettes heruntergestiegen bin –, entscheide ich spontan, ob ich mich zuerst frisch mache (z. B. Rasieren, Duschen, Zähneputzen) oder frühstücke. Ich frühstücke mein abends zuvor vorbereitetes Müsli und koche mir einen Becher Kaffee. Während des Frühstücks höre ich einen meiner abonnierten Podcasts. Wenn ich ihn für teilenswert halte, teile ich ihn später im Blog.

Ich liebe es, wenn der Sonnenaufgang in meine Morgenroutine fällt. Ich ziehe dann die Rollläden und die Innenjalousien nach oben. Während ich frühstücke, fällt mein Blick himmelwärts und ich erhasche vielleicht die ersten von rechts kommenden Sonnenstrahlen. Ich blicke ins beruhigende Grün der Baumkronen.

Für Frühstück, Podcast und den Badbesuch lasse ich mir Zeit, sodass am Ende schon eineinhalb Stunden des neuen Tages vergangen sind.


Erzähl uns von deiner Morgenroutine.

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Tell us about your morning routine.  |  Erzähl uns etwas über deine Morgenroutine.

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🐚 zurückhaltend

Introvertierte sind nicht besonders spontan. Sie beobachten lieber erst andere, bevor sie selbst aktiv werden.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

Am 23. September hatte ich etwas zu meiner Spontaneität geschrieben. Ich gleiche die wenig vorhandene Spontaneität meines introvertierten Ichs mit meiner Entscheidungsfreudigkeit aus.

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📅❓ Stadtführung

Am liebsten erkunde ich eine neue Stadt, indem ich aus dem Zug steige, durch den Bahnhof schreite, den Bahnhofsvorplatz betrete, innehalte, mich umschaue und mich dann treiben lasse. Wohin meine Füße und meine Neugier mich tragen. Meistens führt mich mein Weg zuerst in ein nahegelegenes Café. Dort komme ich zur Ruhe, nehme den Dialekt der Menschen und ihre Stimmung auf, fokussiere mich und akklimatisiere mich.

Wenn ich einen Koffer dabei habe, ist der erste Weg zum Hotel. Einchecken. Bei einer privaten Reise starte ich danach wie oben beschrieben. Bei einer beruflichen Reise geht es zum temporären Arbeitsplatz der nächsten Tage oder Wochen. Abends erkunde ich die neue Stadt auf dem Weg ins Restaurant. Möglichst jeden Abend ein anderes.

Irgendwann bilden sich ein Stadtplan und ein Netzplan der Busse und Bahnen in meinem Kopf. Plötzlich erkenne ich Straßen, Gebäude und Plätze wieder.

Welche Sehenswürdigkeiten hat die Stadt, die mich interessieren?

Am liebsten erkunde ich eine neue Stadt zu zweit: Zeig mir deine Stadt – nicht die touristischen Sehenswürdigkeiten, sondern deine persönlichen Ecken, Straßen, Plätze, Parks, Kraftorte, Lieblingscafés und -restaurants.


Wie erkundest du am liebsten eine neue Stadt?

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What’s the best way to explore a new city?  |  Wie lässt sich eine neue Stadt am besten erkunden?

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📅❓ »Schreibe so, wie du sprichst, und sprich nicht so, wie du schreibst.«

Wie schreibt man etwas, das die Leute tatsächlich lesen wollen? So schreiben, dass die Leute es wirklich lesen wollen?

„Leute” sind schlicht eine unbestimmte Anzahl von Menschen. Sie haben Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede. Es sind Individuen mit Vorlieben und Abneigungen.

Wer versucht, möglichst vielen Leser:innen zu gefallen, wird letztendlich beliebig und behält keine Stammleser:innen.

Ich mache mir keine Gedanken darüber, wie ich schreiben müsste, damit viele Menschen meinen Text tatsächlich lesen wollen.

In dieser Zeit des sogenannten Aufmerksamkeitsterrorismus wäre es ideal, meine Texte kurz zu halten, so um die 400 Wörter. Ich zähle meine Wörter nicht. Gefühlt verstoße ich regelmäßig gegen dieses Gebot.

Ich schreibe meine Texte so, wie mir die Gedanken in den Sinn kommen. Möglichst spontan.

Es bereitet mir Freude, über meine Lebenserfahrungen und Alltagsanekdoten zu berichten.

Kurze Absätze sind lesefreundlicher als absatzlose Texte und ermöglichen es den Leser:innen, an einer beliebigen Stelle aus dem Text auszusteigen. Ich möchte niemandem Zeit stehlen.

Ich möchte kein Influencer sein. Ich freue mich über jede Leserin und jeden Leser. Selbst wenn es nur eine einzige Person sein sollte.

Tägliche Schreibanregung
Wie schreibst du so, dass Leute es wirklich lesen wollen?

How do you write what people actually want to read?  |  Wie schreibt man das, was die Leute tatsächlich lesen wollen?

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📅❓ Spontan antworte ich nur auf die täglichen Schreibanregungen.

Spontan bin ich, wenn ich etwas ohne lange Überlegung oder Planung aus eigenem inneren Antrieb mache oder entscheide. Der Impuls kann dabei auch von außen kommen.

In einer zweiten Bedeutung ist spontan zu sein ohne äußere Anregung oder Einfluss, also aus mir selbst heraus.

Als Kleinkind habe ich spontan die heiße Herdplatte angefasst und auch einmal spontan die leere Leuchtmittelfassung einer Nachttischlampe berührt, die unter Strom stand.

Seitdem habe ich glaube ich nicht mehr spontan gehandelt oder mich entschieden.

Von außen betrachtet wirke ich möglicherweise sehr spontan. Wenn du mich fragst, ob ich sofort mit dir nach Domburg auf einen Kaffee mitfahre, könnte ich in Sekundenschnelle „ja” oder „nein” sagen. Eher „ja”.

Innerlich ist das nicht spontan. Innerlich wäge ich in Sekundenschnelle alle Fürs und Widers ab, checke die Risiken und Chancen.

Nein, ich würde mich nicht als spontan bezeichnen, aber als entscheidungsfreudig.

Nach dem Wortlaut „ohne lange Überlegung“ dann doch. Für mich bezieht sich „lang” jedoch nicht auf eine Zeitspanne, sondern auf die Intensität des Überlegens. Dann doch nicht.

Tägliche Schreibanregung
Was war die spontanste Entscheidung, die du je getroffen hast?

What’s the most spontaneous thing you’ve ever done?  |  Was war das Spontaneste, was du je getan hast?

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📅❓ Ruhepuls statt Schreibfluss. Warum heute die Stille gewinnt.

Ich nutze die Gelegenheit, mir heute keine Gedanken zum Daily Prompt machen zu „müssen“, und lege eine Meditationspause ein. So komme ich zur Ruhe und kann anschließend meinen Ruhe-Blutdruck für mein Blutdruck-Tagebuch messen. Dann habe ich zwei Seiten des Tagebuchs vollgeschrieben und kann es für meinen morgigen Vorsorgetermin beim Kardiologen ausdrucken.

Täglicher Schreibanreiz
Notiere einfach das erste, was dir in den Sinn kommt.

Jot down the first thing that comes to your mind.  |  Schreib einfach das erste auf, was dir in den Sinn kommt.

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Wenn ich eine großartige, unglaublich fantastische Neuigkeit erhalte, mache ich als erstes …

Die Frage unterstellt, dass ich bereits mindestens einmal in meinem Leben eine großartige, unglaublich fantastische Neuigkeit erhalten habe und weiß, was ich als Erstes mache. Die Frage ist nicht, was ich machen würde.

Tatsächlich habe ich bereits zwei Mal in meinem Leben eine solche Neuigkeit erhalten.

Beim ersten Mal habe ich gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd und bin tanzend und hüpfend auf dem Trottoir vorwärtsgekommen. Ich war extrem glücklich und habe mich riesig gefreut.

Beim zweiten Mal, 25 Jahre später, erreichte mich die Neuigkeit zu Hause am Schreibtisch per Anruf. Dieses Mal war es eine mehr nach innen gerichtete Freude. Der Anruf war eine Erlösung nach einer sehr langen Wartezeit. Er befreite mich aus einer Depression, deren Vorhandensein ich erst rückblickend begriff. Ausgelöst wurde sie einerseits durch diese Ungewissheit während der Wartezeit und andererseits durch die totale Sonnenfinsternis drei Jahre zuvor.

Randnotiz: Ich stand am 11.08.1999 auf der Terrasse und beobachtete das Schauspiel. Ich erschauderte, als ich die Kälte spürte, die sich ausbreitete, als die Sonne verschwand. Eine Kälte, wie ich sie niemals zuvor oder danach gespürt habe. Danach bewegte ich mich durch mein Leben wie durch einen dichten Nebel.

Vermutlich verstärkte die Sonnenfinsternis meine depressive Verstimmung, die durch die lange Zeit des Wartens auf ein Ereignis ausgelöst wurde, zu einer Depression. Diese löste sich durch den erlösenden Anruf auf.

Nach dem Anruf notierte ich sofort und möglichst wörtlich den Gesprächsinhalt. Ich griff erneut zum Telefon und versuchte, diese Neuigkeit einer weiteren betroffenen Person zu übermitteln. Sie nahm das Gespräch nicht an, konnte es nicht annehmen. Später konnte ich ihr die frohe Botschaft persönlich übermitteln.

Falls ich noch einmal eine großartige Neuigkeit erhalte, weiß ich nicht, was ich zuerst mache.

Da die Daily Prompts aus den USA stammen, verstehen Amerikaner unter „great, amazingly fantastic news” vermutlich etwas Alltäglicheres als ich.

Täglicher Schreibanreiz
Du erhältst großartige, unglaublich fantastische Neuigkeiten. Was machst du als erstes?

You get some great, amazingly fantastic news. What’s the first thing you do?  |  Du bekommst großartige, unglaublich fantastische Neuigkeiten. Was machst du als Erstes?

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