📰 unerwidert

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📅❓ gesucht – gefunden

Ich würde ein Fundbüro gründen. Ein Fundbüro für Gefühle, Hoffnungen und Wünsche. Jeder könnte eintreten und fragen: „Guten Tag, haben Sie mein Glück gefunden?” Dies ist die Fortsetzung der Idee der Schweizer Autor:innen Andrea Keller und Patrick Bolle.

Die beiden Schweizer Autor:innen betrieben das interaktive Kunst- und Lebensprojekt „Fundbüro2“. Anstatt nach verlorenen Schlüsseln oder Regenschirmen zu suchen, gaben Menschen dort immaterielle Dinge auf – oder suchten danach. Das Buch „Guten Tag, haben Sie mein Glück gefunden? Im Fundbüro für Gefühle, Hoffnungen und Wünsche, Rowohlt Verlag, 2018) bündelt diese realen, sehr persönlichen Verlust- und Fundgeschichten.

Die Autor:innen gehen der Frage nach, wo wir suchen sollen, wenn uns plötzlich Träume, Gefühle, Leichtigkeit, Mut oder Motivation abhandenkommen. Gleichzeitig erzählen Menschen davon, wie sie unerwartet eine neue Leidenschaft, den Glauben an sich selbst oder an etwas Größeres (wieder-)entdeckt haben.

Die beiden Autoren schreiben im Vorwort ihres Buches sinngemäß:

‚Wenn uns Träume oder Gefühle abhandenkommen – wo sollen wir suchen? Eine Einladung zum Nachdenken darüber, was uns im Leben wichtig ist.

Im Laufe des Lebens verlieren und finden wir immer wieder Dinge wie Handschuhe oder Schlüssel, aber auch Nicht-Dinge, Immaterielles: eine Idee, eine Überzeugung, ein Gefühl. Plötzlich merken wir, dass die Hoffnung auf der Strecke geblieben ist und die Motivation abhandengekommen ist. Oder wir entdecken eine Leidenschaft, den Glauben an uns selbst oder an etwas Größeres. Die Autoren sammeln persönliche Verlust- und Fundgeschichten und laden die Leserschaft ein, sie auf eine anregende und eindringliche Reise zu begleiten – eine Expedition ins Innenleben der Mitmenschen und gleichzeitig zum eigenen Selbst und Sein.‘

Ich würde mit einem Pop-up-Fundbüro auf Tournee gehen, von Stadt zu Stadt, um den Menschen einen geschützten Raum zu bieten und ihnen die Gelegenheit zu geben, eine Suchanfrage nach ihrem verloren geglaubten Glück aufzugeben oder zu erzählen, wo und wann sie es verloren oder gefunden haben – oder auch, warum sie es bisher noch nicht getroffen haben.

Idealerweise würden sich meine materiellen Selbstkosten durch freiwillige Spenden, Sponsoring oder Crowdfunding decken.

Happiness will be my business.

Tägliche Schreibanregung
Wenn du jetzt sofort ein neues Business starten könntest – was wäre es?

If you could start a new business right now, what would it be?  |  Wenn Sie jetzt ein neues Unternehmen gründen könnten, was wäre das?

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📅❓ Spontan antworte ich nur auf die täglichen Schreibanregungen.

Spontan bin ich, wenn ich etwas ohne lange Überlegung oder Planung aus eigenem inneren Antrieb mache oder entscheide. Der Impuls kann dabei auch von außen kommen.

In einer zweiten Bedeutung ist spontan zu sein ohne äußere Anregung oder Einfluss, also aus mir selbst heraus.

Als Kleinkind habe ich spontan die heiße Herdplatte angefasst und auch einmal spontan die leere Leuchtmittelfassung einer Nachttischlampe berührt, die unter Strom stand.

Seitdem habe ich glaube ich nicht mehr spontan gehandelt oder mich entschieden.

Von außen betrachtet wirke ich möglicherweise sehr spontan. Wenn du mich fragst, ob ich sofort mit dir nach Domburg auf einen Kaffee mitfahre, könnte ich in Sekundenschnelle „ja” oder „nein” sagen. Eher „ja”.

Innerlich ist das nicht spontan. Innerlich wäge ich in Sekundenschnelle alle Fürs und Widers ab, checke die Risiken und Chancen.

Nein, ich würde mich nicht als spontan bezeichnen, aber als entscheidungsfreudig.

Nach dem Wortlaut „ohne lange Überlegung“ dann doch. Für mich bezieht sich „lang” jedoch nicht auf eine Zeitspanne, sondern auf die Intensität des Überlegens. Dann doch nicht.

Tägliche Schreibanregung
Was war die spontanste Entscheidung, die du je getroffen hast?

What’s the most spontaneous thing you’ve ever done?  |  Was war das Spontaneste, was du je getan hast?

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🐚 Erst denken, dann sprechen! 🐚

Introvertierte denken, bevor sie sprechen. Sie reden wenig, spät und langsam, weil sie nicht sprechen (können), ohne nachgedacht zu haben.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

Das ist heute nicht mehr so. In meinen ersten Schuljahren war das jedoch sehr ausgeprägt. Wenn mein Gegenüber mir keine Zeit ließ, meine Gedanken zu sortieren, und dann auch noch deutliche Zeichen der Ungeduld zeigte oder mich gar aufforderte, endlich zu sprechen, bekam ich einen Blackout und sagte nichts mehr.
In diesen ersten Lebensjahren begann ich irgendwann auch zu stottern. Vermutlich, weil mein Vater ungeduldig und mit Druck auf mich reagierte. Durch eine Therapie konnte ich das Stottern überwinden und es ist nie wieder aufgetreten.

Meine Umwelt und ich hatten für diese „Generalpausen” keinen Namen, denn der Begriff „Introversion” war noch nicht geläufig. Ich fühlte mich falsch und war bemüht, mich „richtig” zu verhalten. Unbewusst versuchte ich, die Lücke zwischen Denken und Sprechen zu verkleinern, was mir spätestens mit Beginn meiner Ausbildung auch gelang. Das war aber auch ein Grund, warum ich nach solchen Situationen oder am Ende eines (Arbeits-)Tages erschöpft war.

Heute kann ich meinem Gegenüber signalisieren, dass ich noch etwas Zeit zum Denken benötige, bevor ich antworte oder spreche.

Wenn ihr also jemanden trefft, der nicht oder nur langsam antwortet, habt ihr vermutlich eine Person mit introvertierten Anteilen vor euch.
Gebt ihr Gelegenheit zu denken. (-:

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Jetzt | dailyprompt

Die Antworten auf die „Daily Prompts” führen zwangsläufig dazu, dass ich über die Vergangenheit und die Zukunft nachdenke. Darüber hinaus grübele ich nicht, schlage mich nicht mit quälenden Gedanken herum.

Ich habe meine Lehren aus der Vergangenheit gezogen und ziehe sie auch aus dem jüngst Vergangenen. Großartige zukünftige Ziele strebe ich nicht an.

Wie bereits geschrieben, lasse ich mich gerne treiben und überraschen. Ebenfalls habe ich bereits einmal geschrieben, dass ich hoffe, dass „die Leute” über mich sagen: „Er liebt.” Er lebt. Er ist …

Denk ich an Deutschland
in der Nacht dann bin ich um
meinen Schlaf gebracht

… treu, zuverlässig, freundlich, umgänglich, verträglich, genügsam, mitfühlend, vorausschauend, selbstlos, hilfsbereit, neugierig, aufgeschlossen, agil, anpassungswillig und veränderungsbereit.“ … Kurz: Er ist lebendig.

Das erreiche ich nicht, wenn ich mich mit der Vergangenheit oder der Zukunft beschäftige. Die Grundsteine dafür möchte ich täglich in der Gegenwart legen.

„Ich erwarte getrost, was kommen mag.” Ich vertraue darauf, dass sich alles fügt. Nicht, dass es so wird, wie ich es mir wünsche, sondern dass rückblickend alles Sinn gehabt hat.

Angst vor dem Tod habe ich nicht. Lampenfieber vielleicht.

Täglicher Schreibanreiz
Denkst du öfter über die Zukunft oder die Vergangenheit nach? Warum?

Do you spend more time thinking about the future or the past? Why? | Verbringst du mehr Zeit damit, über die Zukunft oder über die Vergangenheit nachzudenken? Warum?

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