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Spontan bin ich, wenn ich etwas ohne lange Überlegung oder Planung aus eigenem inneren Antrieb mache oder entscheide. Der Impuls kann dabei auch von außen kommen.
In einer zweiten Bedeutung ist spontan zu sein ohne äußere Anregung oder Einfluss, also aus mir selbst heraus.
Als Kleinkind habe ich spontan die heiße Herdplatte angefasst und auch einmal spontan die leere Leuchtmittelfassung einer Nachttischlampe berührt, die unter Strom stand.
Seitdem habe ich glaube ich nicht mehr spontan gehandelt oder mich entschieden.
Von außen betrachtet wirke ich möglicherweise sehr spontan. Wenn du mich fragst, ob ich sofort mit dir nach Domburg auf einen Kaffee mitfahre, könnte ich in Sekundenschnelle „ja” oder „nein” sagen. Eher „ja”.
Innerlich ist das nicht spontan. Innerlich wäge ich in Sekundenschnelle alle Fürs und Widers ab, checke die Risiken und Chancen.
Nein, ich würde mich nicht als spontan bezeichnen, aber als entscheidungsfreudig.
Nach dem Wortlaut „ohne lange Überlegung“ dann doch. Für mich bezieht sich „lang” jedoch nicht auf eine Zeitspanne, sondern auf die Intensität des Überlegens. Dann doch nicht.
Tägliche Schreibanregung
Was war die spontanste Entscheidung, die du je getroffen hast?
In hektischen, stressigen oder unübersichtlichen Momenten behalte ich oft meine äußere Ruhe. Ich beobachte, analysiere und denke nach, bevor ich handle. Dafür erfahre ich Wertschätzung.
In entspannteren, geselligen oder leistungsorientierten Momenten wird genau diese Ruhe jedoch plötzlich negativ ausgelegt. Sie wird oft fälschlicherweise als Desinteresse, Schüchternheit, Arroganz oder mangelnde Initiative ausgelegt. Dafür erfahre ich Geringschätzung.