🎙 Tanzstunden für Fortgeschrittene: Warum Stefanie und Dominique lernen, die Musik zu wechseln.

In dieser Podcastfolge geht es um die Herausforderungen einer Fernbeziehung am Beispiel von Stefanie und Dominik, die in ihrer Beziehung häufig streiten. Stefanie hat das Gefühl, dass Dominique den Streit provoziert, während Dominique sich nach mehr Nähe sehnt und das Gefühl hat, von Stefanie nicht wahrgenommen zu werden. Ihre unterschiedlichen Erwartungen führen zu einem ständigen Konflikt.


Podcastfolge „Fernbeziehung: Örtliche und emotionale Distanz?“ vom 19.04.2025 aus dem NDR-Podcast „Die Paartherapie„; verfügbar bis 19.04.2026.


Ein Experte namens Eric gibt Ratschläge, wie sie mit ihrer Situation umgehen können. Er betont, wie wichtig Nähe ist und dass Paare darüber sprechen sollten, welche Art von Nähe sie brauchen – emotional, körperlich oder örtlich. Stressreaktionen sind normal, sollten aber reflektiert werden, um Konflikte zu vermeiden. Auch das Akzeptieren von „Nein“ ist wichtig, um Unsicherheiten in der Beziehung zu verringern.

Die Beziehung wird zusätzlich durch die bevorstehende Fernbeziehung belastet, was gemischte Gefühle bei beiden auslöst. Stefanie sieht darin auch Vorteile, da sie Zeit für sich selbst gewinnt, während Dominique Angst vor der Distanz hat und sich fragt, ob ihre Verbindung stark genug ist.

Ein wichtiger Punkt ist die Kommunikation auf emotionaler Ebene statt nur auf sachlicher Basis. Erik empfiehlt die Übung „Daily Double“, bei der beide Partner täglich zwei Dinge füreinander tun, um Achtsamkeit und Dankbarkeit zu fördern.

Insgesamt zeigt die Podcastfolge, dass unterschiedliche Bedürfnisse in einer Beziehung normal sind und dass es wichtig ist, diese Unterschiede zu verstehen und zu akzeptieren, um gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ndr-podcast.ard-mcdn.de/progressive/2024/0418/AU-20240418-1611-5400.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.ndr.de/ndr2/podcasts/Die-Paartherapie-Der-NDR-2-Podcast,audio1617196.html

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🎙 Wenn die Welt zu laut wird: Ein Gespräch über Hochsensibilität und den Alltag.

Die 64-jährige Renate hat eine interessante Lebensgeschichte. Obwohl sie sich oft so fühlt, bezeichnet sie sich selbst nicht als „hochsensibel”. Renate hat Schwierigkeiten mit Lärm und fand den Schulalltag als Lehrerin sehr anstrengend. In ihrer Kindheit hat sie viel durchgemacht: Sie hatte liebevolle, aber überforderte Eltern und kämpfte später mit Essstörungen und Depressionen.


Aus der Podcastfolge „Hochsensibel oder nicht? Ein Leben auf der Suche“ vom 26.06.2024 des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis 12.09.2026).


Durch Selbsthilfegruppen lernte sie, ihre Probleme zu verstehen und mit ihrer Sensibilität umzugehen. Sie hat gelernt, auf ihre innere Stimme zu hören, und hat Frieden mit ihren Besonderheiten geschlossen. Heute malt und musiziert sie gerne und findet Freude in kleinen Dingen wie den Schatten an der Wand oder Insekten im Gras.

Renate spricht offen darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Empfindlichkeiten zu akzeptieren, und davon, wie sie trotz ihrer Herausforderungen ein erfülltes Leben führt. Sie hat ein tiefes Verständnis für psychische Erkrankungen entwickelt und möchte anderen helfen, die ähnliche Erfahrungen machen.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/139/139256/139256_00548308_audio_stereo.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-renate-100.html

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🎙 Sie thematisiert die Einsamkeit als alleinerziehende Mutter.

In dieser Podcastfolge spricht Dalma, eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern, über ihre Erfahrungen mit Einsamkeit. Im Gespräch mit Michael Steinbrecher erzählt sie, wie sie sich nach der Trennung von ihrem Mann oft allein und überfordert fühlt, während sie Job und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen muss.


Aus der Podcastfolge „Dalma: Einsam als Alleinerziehende“ vom 19.10.2025 des SWR-Podcasts „Das wahre Leben – Der NACHTCAFÉ Podcast„.


Dalma berichtet, dass sie bereits in ihrer Kindheit Einsamkeit erlebt hat, da sie in einer gewalttätigen Familie aufgewachsen ist und das Elternhaus früh verlassen musste. Diese Erfahrungen prägen ihr Leben und ihre Beziehungen bis heute. Trotz ihrer Bemühungen, Kontakte zu anderen Müttern zu knüpfen, fühlt sie sich oft isoliert und nicht wahrgenommen.

Als sie schließlich eine Ausbildung zur Gestalttherapeutin beginnt, trifft sie auf emotional zugängliche Menschen, was ihr die Augen öffnet und sie zu der Entscheidung führt, sich von ihrem Mann zu trennen. Nach der Trennung hat sie Schwierigkeiten, die Kinderbetreuung zu organisieren, und fühlt sich vom Jugendamt nicht ausreichend unterstützt.

Dalma spricht auch über ihre Zeit in einer Klinik, in der sie lernte, für sich selbst einzustehen und ihre Einsamkeit zu akzeptieren. Sie betont, dass Einsamkeit nicht nur bedeutet, allein zu sein, sondern auch in Gesellschaft einsam sein zu können.

Am Ende des Gesprächs äußert sie den Wunsch, mit anderen alleinerziehenden Müttern in Kontakt zu treten und einen Raum für Austausch zu schaffen, um der Einsamkeit entgegenzuwirken. Sie erkennt, wie wichtig es ist, sichtbar zu sein und über ihre Gefühle zu sprechen.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://pdodswr-a.akamaihd.net/swr/video/nachtcafe/podcast/ich-bin-alleinerziehend-und-einsam-dalma.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.swr.de/specials/exit-einsamkeit/das-wahre-leben-podcast-einsam-mama-100.html

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🎙 Bargeld ist und bleibt wichtig für die Gesellschaft und die Freiheit.

In ihrem Vortrag behandelt Heike Wörlen, Wirtschaftswissenschaftlerin bei der Deutschen Bundesbank, die Bedeutung von Bargeld in der heutigen Gesellschaft und warum es auch in Zukunft wichtig bleibt. Sie kommt zu dem Schluss, dass Bargeld trotz der zunehmenden Nutzung digitaler Zahlungsmethoden nach wie vor eine wichtige Rolle spielt.


Podcastfolge „Warum wir Bargeld auch in Zukunft brauchen“ aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal“ vom 12.12.2025.


Wörlen erklärt, dass Bargeld nicht nur für alltägliche Einkäufe verwendet wird, sondern auch als Wertaufbewahrungsmittel dient. Viele Menschen horten Bargeld zu Hause oder nutzen es in Krisensituationen, wenn digitale Zahlungsmethoden nicht verfügbar sind. Wörlen betont, dass Bargeld Datenschutz und Anonymität ermöglicht, was in einer zunehmend digitalen Welt wichtig ist.

Zudem hebt sie hervor, dass Bargeld für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich ist, einschließlich Kinder und Menschen ohne technischen Zugang. Es fördert die finanzielle Bildung und das Verständnis für Geld. Wörlen warnt jedoch auch, dass Bargeld keine Selbstverständlichkeit ist und dass es wichtig ist, seine Nutzung und Akzeptanz zu fördern, um nicht in eine Zukunft zu geraten, in der Bargeld an Bedeutung verliert.

Abschließend appelliert sie, Bargeld zu schätzen und zu bewahren, da es ein unverzichtbarer Teil des Zahlungssystems ist und Freiheit, Sicherheit sowie Teilhabe bietet.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2025/12/12/deutschlandfunknova_cash_warum_wir_bargeld_20251212_50cb017d.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/cash-warum-wir-bargeld-auch-in-zukunft-brauchen

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Was von der Woche übrig blieb. | 202549

Starlink & Co. werden fast alle Bilder künftiger Weltraumteleskope kontaminieren

Die zunehmende Anzahl von Satelliten – insbesondere durch Megakonstellationen wie Starlink – beeinträchtigt nicht nur die erdgebundene Astronomie, sondern auch Weltraumteleskope erheblich. Eine Analyse zeigt, dass bei der gegenwärtig geplanten Anzahl von Satelliten bis zu einem Drittel der Aufnahmen des Hubble-Teleskops kontaminiert werden könnten, während es bei neueren Teleskopen wie ARRAKIHS und Xuntian bis zu 96 Prozent sein könnten. Diese Satelliten hinterlassen im Durchschnitt zahlreiche Streifen auf den Bildern, wodurch sich die Qualität der Forschungsergebnisse erheblich verschlechtern könnte. Experten warnen, dass die Auswirkungen auf die zukünftige Astronomie gravierend sein werden und es keine einfachen Lösungen zur Minderung dieser Probleme gibt. 04.12.2025 https://www.heise.de/news/Starlink-Co-werden-fast-alle-Bilder-kuenftiger-Weltraumteleskope-kontaminieren-11102855.html

Wenn Korrektur schadet – über Demenz, Würde und den stoischen Weg

Der Artikel thematisiert die Herausforderungen, mit denen Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen konfrontiert sind, und betont die Bedeutung von Akzeptanz und Empathie im Umgang mit der Krankheit. Anstatt die betroffene Person zu korrigieren, sollte man ihre Gefühle validieren und ihr Sicherheit geben. Korrekturen können nämlich oft zu Stress führen und den Abbau der kognitiven Fähigkeiten beschleunigen. Als Leitfaden wird die stoische Philosophie vorgestellt, um sowohl den Umgang mit der Demenz als auch die eigene emotionale Gesundheit zu verbessern. Der Artikel schließt mit der Aufforderung, die Würde der an Demenz erkrankten Person zu bewahren und sich selbst nicht zu verlieren, indem man authentisch bleibt. 03.12.2025 https://lichtstim.me/2025/12/03/wenn-korrektur-schadet-uber-demenz-wurde-und-den-stoischen-weg/

Anpassung des Grundgesetzes an die Realität

Der Artikel kritisiert die Notwendigkeit, das Grundgesetz an die moderne Realität anzupassen, und argumentiert, dass solche Anpassungen häufig zu Verschlechterungen führen. Der Autor betont, dass das Bundesverfassungsgericht einen Artikel des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt hat. Dies sieht er als problematisch an, da den Deutschen somit die Möglichkeit verwehrt wird, selbst über ihre Verfassung zu entscheiden. Zudem kritisiert er den Fraktionszwang der Abgeordneten, der ihrer Unabhängigkeit widerspricht, sowie die unzureichende Umsetzung von Kinderrechten im Grundgesetz. Insgesamt wird die Gefahr einer Erosion der Demokratie in Deutschland thematisiert. 02.12.2025 https://autorenseite.wordpress.com/2025/12/02/anpassung-des-grundgesetzes-an-die-realitat/

Cécile Colombo: Collagen aus fernen Ländern und Farben der Kindheit.

Cécile Colombo kreiert ihre Kunstwerke auf Papier und Leinwand, indem sie verschiedene Fragmente des Lebens – wie alte Papiere und Stoffreste – zu emotionalen Collagen verbindet. Ihre Werke zeichnen sich durch eine Mischung aus unterschiedlichen Materialien und Techniken aus, die lebendige und träumerische Kompositionen entstehen lassen. Von ihren Reisen nach Afrika und Südamerika inspiriert, fängt sie die Essenz der Kulturen und Stimmungen dieser Länder in ihren Bildern ein. Colombos Kunst vermittelt eine Botschaft der Freundlichkeit und kindlichen Leichtigkeit und lädt den Betrachter ein, an die Schönheit der Welt zu glauben. 07.11.2025 https://harleyte.wordpress.com/2025/11/07/cecile-colombo/

Wie man einen Brief voller Erinnerungen schreibt, komponiert Cécile Colombo auf Papier oder Leinwand: Sie klebt Fragmente des Lebens, die sie zufällig im Laufe der Tage gesammelt hat, darauf. Alte Papiere, die sie auf Flohmärkten gefunden hat, Etiketten, die sie von ihren Reisen mitgebracht hat, zerknülltes Seidenpapier und ausgefranste Stoffreste – all das wird zum Rohstoff für Werke, die von Erlebnissen, Reisen und Empfindsamkeit zeugen.
Doch das ist erst der Anfang. Sobald der Hintergrund neu erfunden und fast traumhaft ist, zeichnet sie mit Tusche, Walnussbrühe, farbiger Tinte oder Acrylfarbe. Wie einen letzten Hauch verstärkt sie dann die Aquarellfarben mit Öl- oder Trockenpastellfarben und fügt hier einen Glanz, dort eine Sanftheit hinzu. Sie liebt diese Mischung aus Materialien, Intuition und Techniken, die ihre Bilder so lebendig und dynamisch macht.

Jedes Bild vermittelt den Eindruck eines flüchtig eingefangenen Augenblicks, eines Tagtraums, der aus der Tinte entsteht, die spritzt, fließt und sich anmutig und frei ausbreitet. Der Einfluss des expressionistischen Malers Pierre Alechinsky ist spürbar: Auch für Cécile ist Malen ein Sich-Hingeben, ein freudiges Eintauchen in Gestik und Farbe.
Auf ihren zahlreichen Reisen nach Afrika und Südamerika hat sie gelernt zu beobachten, zuzuhören und aufzunehmen. Mit wenigen Pinselstrichen und Linien gibt sie die Bräuche, die Stimmung, das Licht und die Gesänge eines Landes wieder. Ihre Gemälde sind wie Reisetagebücher: Sie öffnen ein Fenster zum unendlichen Blau des Meeres, zum Ocker der Fassaden und zur vibrierenden Wärme des Mittelmeers.

Céciles Werke sind voller Wohlwollen. Sie empfangen den Betrachter wie einen Freund: mit einem offenen Lächeln, einer Tasse dampfendem Tee und einer Prise guter Laune. Die Farben, Formen und Figuren ihrer Bilder tanzen, lachen und erzählen Geschichten. In ihrer Kunst steckt etwas von einer wiedergefundenen Kindheit: Spontaneität, Fantasie und das Recht, unbeschwert zu sein.
Ihre Bilder sind eine ausgestreckte Hand für all jene, die noch an die Schönheit der Welt glauben möchten.

Es formiert sich eine breite Bevölkerungsschicht, die sich gegen Veränderungen wendet. |

Der Soziologe Dennis Eversberg erläutert, dass die Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen stark von sozialen Ungleichheiten und dem Widerstand gegen Veränderungen geprägt ist. Dabei formiert sich eine breite Bevölkerungsschicht gegen die notwendigen Transformationen.

Vor der UN-Klimakonferenz COP30 in Brasilien wird die unzureichende Erreichung der Pariser Klimaziele thematisiert, während der Soziologe Dennis Eversberg auf die sozialen Dimensionen der Klimapolitik hinweist. Er identifiziert drei Reaktionstypen in der Bevölkerung: ein ökosoziales Spektrum, das für Veränderungen eintritt, ein defensiv-reaktives Spektrum, das Veränderungen ablehnt, sowie ein konservativ-wachstumsorientiertes Spektrum, das an einem wachstumsorientierten Lebensmodell festhält. Eversberg warnt vor einem neuen Verteidigungskonsens gegen Klimapolitik. Dieser speist sich aus den Ängsten vor dem Verlust des gewohnten Lebensstils und erschwert die gesellschaftliche Diskussion über notwendige Veränderungen.

»Interview mit Soziologe Dennis Eversberg – Nicht über klimapolitische Fragen wollen wir nun sprechen, sondern über die Akzeptanz von Klimaschutzpolitik und ihren Maßnahmen. Einfacher gesagt, Lastenfahrräder und Gasheizung sind genauso politisch wie Kohlekraftwerke und Windräder. Mit dem Frankfurter Soziologen Dennis Eversberg habe ich darüber gesprochen, ihn gefragt, warum ist die Mobilitätswende, die Klimakrise nicht nur ein ökologisches Transformationsthema, sondern wesentlich auch ein soziales?«, 09.11.2025, https://www.deutschlandfunk.de/vor-der-cop30-der-klimapolitische-abwehr-konsens-soziologe-dennis-eversberg-100.html

hören:

Vor der COP30: Der klimapolitische Abwehr-Konsens – Soziologe Dennis Eversberg

Köhler, Michael – http://www.deutschlandfunk.de, Information und Musik

Vor der COP30: Gesellschaftlicher Widerstand gegen Klimapolitik

Die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen ist in der Gesellschaft sehr unterschiedlich. Widerstände, die Angst vor Änderungen des Lebensmodells und die gesellschaftliche Verdrängung erschweren den Wandel.

Key Points

  • Klimapolitischer Widerstand ist stark sozial abhängig.
  • Veränderungskonzepte treffen auf Verteidigung des bisherigen Lebensmodells.
  • Gesellschaft zerfällt in Gruppen mit unterschiedlichen Klimahaltungen.
  • Veränderungsresistenz wächst mit sozialer Schichtung.
  • Public-Infra ist essenziell für Akzeptanz nachhaltiger Politik.

Gesellschaftliche Einstellungen zur Klimakrise

Dennis Eversberg betont, dass die Klimapolitik tief in den sozialen Normen und Ungleichheiten verwurzelt ist. Lebensmodelle rund um Haus, Heizung und Mobilität sind eng mit dem persönlichen Wohlstand verbunden. Anpassungswiderstand entsteht vor allem bei jenen, die von Veränderungen profitieren würden oder deren bisheriges Leben bedroht ist. Die Krise wird zudem als Teil einer „Polykrise“ verstanden, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen verbindet.

Reaktionsmuster der Bevölkerung

Eversberg identifiziert drei Hauptreaktionstypen:

  • Das ökosoziale Spektrum, das transformationsoffen ist.
  • Das defensiv-reaktive Spektrum, das Veränderungen ablehnt.
  • Die wohlstandsbezogene Mitte, die bisher auf Wachstum und Wohlstand setzte, aber an Überzeugungskraft verliert. Die letzte Gruppe sieht Klimaschutz zunehmend als Belastung.

Herausforderungen und Kommunikationsstrategie

Der Widerstand ist emotional und sozial bedingt. Insbesondere die Ablehnung öko-emanzipatorischer Projekte nimmt zu. Um die Akzeptanz zu erhöhen, betont Eversberg die Bedeutung lokaler Infrastruktur, Nutzenkommunikation und positiver Geschichten, die die Vorteile nachhaltiger Politik sichtbar machen. Er weist auf die zunehmende gesellschaftliche Spaltung hin und betont, dass der Widerstand gegen Veränderungen häufig mit sozialer Ungleichheit verknüpft ist.

Gesellschaftlicher Wandel und Zukunftsausblick

Die Daten zeigen eine Zersplitterung der Gesellschaft in Gruppen, die den Klimawandel leugnen oder ablehnen. Es entsteht ein „Verteidigungskonsens“ in der Gesellschaft gegen Transformationsmaßnahmen, was eine Herausforderung für die Klimapolitik darstellt. Eversberg betont, dass eine breite Akzeptanz nur durch gesellschaftliche Dialoge und verständliche sowie faire Maßnahmen erreicht werden kann.

Schlussfolgerung

Der gesellschaftliche Widerstand gegen den Klimaschutz ist tief verankert, doch durch gezielte Kommunikation und den Aufbau entsprechender Infrastrukturen kann ein Konsens für nachhaltigen Wandel entwickelt werden. Es bleibt wichtig, politische Auseinandersetzungen zu führen und dabei auf soziale Gerechtigkeit zu achten.

Der aussichtslose Kampf der Gletscher gegen den Klimawandel.

Eine neue Studie des ISTA zeigt, dass Gletscher weltweit in einem aussichtslosen Kampf gegen den Klimawandel stehen. Bis in die 2030er Jahre wird ihre Selbstkühlung ihren Höhepunkt erreichen, bevor die Gletscherschmelze sich beschleunigt und zu einem drastischen Rückgang führt.

Die ISTA-Studie zeigt, dass Gletscher weltweit in einem aussichtslosen Kampf gegen den Klimawandel stehen. Ihre Selbstkühlung wird in den nächsten Jahren ihren Höhepunkt erreichen, bevor sich die Gletscherschmelze beschleunigt. Trotz ihrer kurzfristigen Fähigkeit, ihre Umgebung zu kühlen, wird erwartet, dass sie sich bis zur Mitte des Jahrhunderts wieder an die sich erwärmende Atmosphäre anpassen und ihr Rückgang somit beschleunigt wird. Die Forscher betonen, dass es notwendig ist, den unvermeidbaren Eisverlust zu akzeptieren und sich auf effektive Klimaschutzmaßnahmen zu konzentrieren, um eine weitere Erwärmung zu verhindern.

»Zum Schmelzen verurteilt – Gletscher wehren sich gegen die Klimaerhitzung. Sie kühlen die Luft, die ihre Oberfläche berührt. Aber wie lange noch? ISTA-Studie bestätigt: Gletscher weltweit in aussichtslosem Kampf gegen Klimawandel.«, 17.10.2025, https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/zum-schmelzen-verurteilt/