🎙 Tauendes Eis, bröckelnder Fels: Eine Gletscherforscherin über die neuen Gefahren in den Bergen.

In dem Interview werden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Berge sowie die damit verbundenen Risiken für die dort lebenden Menschen thematisiert. Vor eineinhalb Wochen gab es im Grenzgebiet von Tibet und Nepal eine schwere Sturzflut, bei der viele Dörfer zerstört wurden und über 1.000 Menschen starben. Experten vermuten, dass ein großer Fels- und Gletscherabbruch die Ursache war.

Andrea Fischer, Geophysikerin und Glaziologin, erklärt, dass solche Katastrophen zwar grundsätzlich vorhersehbar sind, die genauen Ereignisse jedoch schwer zu prognostizieren sind. Der Klimawandel spielt eine Rolle, da er die Temperaturen in den Bergen erhöht und somit dazu führt, dass der gefrorene Boden und die Gletscher auftauen. Dies destabilisiert das Gebirge und kann zu Sturzprozessen führen.

Fischer betont die Notwendigkeit eines besseren Monitorings, um solche Ereignisse frühzeitig zu erkennen und die Bevölkerung zu warnen. In den Alpen gibt es bereits gute Überwachungsmethoden, in Nepal fehlen diese jedoch, was die Situation dort gefährlicher macht.

Um die Berge bewohnbar zu erhalten, müssen Wissenschaftler die Prozesse, die zu diesen Katastrophen führen, besser verstehen und die Behörden und die Bevölkerung entsprechend informieren. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit und das Sammeln von Daten, um rechtzeitig warnen zu können.


Aus dem Interview „Klimawandel – Was getan werden muss, damit die Berge bewohnbar bleiben“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –06.09.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/09/06/hochgebirge_klimawandel_fluten_und_felsstuerze_als_neue_dlf_20260906_0714_708f660a.mp3

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🎙 „Klimaschutz, Klimaschutz“: Warum die Gletscher im Himalaya so schnell und unwiederbringlich schmelzen.

In diesem Interview geht es um die verheerende Sturzflut im Himalaya, die zu den größten ihrer Art zählt. Im Folgenden sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Die Sturzflut, die die Grenzregion zwischen Nepal und Tibet betraf, war so gewaltig, dass sie innerhalb von Sekunden ein ganzes Tal zerstörte. Die Zahl der Opfer wird kontinuierlich nach oben korrigiert, da die Rettungsarbeiten aufgrund erneuter Überflutungsgefahr immer wieder unterbrochen werden mussten.

Professor Christian Huggel, Klimaexperte, erklärt, dass der Ursprung des Desasters ein massiver Felssturz in Höhenlagen von etwa 5.000 Metern war. Dieser löste eine gewaltige Eislawine aus, die durch ihre hohe Energie auch viel Geröll und Wasser mit sich führte.

Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, jedoch wird vermutet, dass der Klimawandel eine Rolle gespielt hat, indem er die Gletscher schmelzen ließ und somit die Stabilität der Gesteinsmassen beeinträchtigte. Professor Huggel betont, dass die Geologie der Region bereits vorbelastet war und der Klimawandel diese Bedingungen verschärfen könnte.

Huggel und sein Team arbeiten an einem Frühwarnsystem für die Region, um zukünftige Katastrophen besser vorherzusagen und die Bevölkerung zu schützen. Dies erfordert ein Zusammenspiel zwischen technischen Systemen und der Aufklärung der Bevölkerung.

Die Gletscher im Himalaya schmelzen schnell und es wird erwartet, dass sie nicht zurückkehren werden. Der Klimaschutz wird als entscheidend angesehen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern und die verbleibenden Gletscher zu schützen.

Insgesamt macht dieses Interview die Dringlichkeit deutlich, sowohl den Klimawandel zu bekämpfen als auch effektive Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Naturkatastrophen zu entwickeln.


Aus dem Interview „Sturzflut in Nepal – Ein Desaster von historischem Ausmaß“ des Deutschlandfunks vom –28.08.2026-.


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