🎙 Tauendes Eis, bröckelnder Fels: Eine Gletscherforscherin über die neuen Gefahren in den Bergen.

In dem Interview werden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Berge sowie die damit verbundenen Risiken für die dort lebenden Menschen thematisiert. Vor eineinhalb Wochen gab es im Grenzgebiet von Tibet und Nepal eine schwere Sturzflut, bei der viele Dörfer zerstört wurden und über 1.000 Menschen starben. Experten vermuten, dass ein großer Fels- und Gletscherabbruch die Ursache war.

Andrea Fischer, Geophysikerin und Glaziologin, erklärt, dass solche Katastrophen zwar grundsätzlich vorhersehbar sind, die genauen Ereignisse jedoch schwer zu prognostizieren sind. Der Klimawandel spielt eine Rolle, da er die Temperaturen in den Bergen erhöht und somit dazu führt, dass der gefrorene Boden und die Gletscher auftauen. Dies destabilisiert das Gebirge und kann zu Sturzprozessen führen.

Fischer betont die Notwendigkeit eines besseren Monitorings, um solche Ereignisse frühzeitig zu erkennen und die Bevölkerung zu warnen. In den Alpen gibt es bereits gute Überwachungsmethoden, in Nepal fehlen diese jedoch, was die Situation dort gefährlicher macht.

Um die Berge bewohnbar zu erhalten, müssen Wissenschaftler die Prozesse, die zu diesen Katastrophen führen, besser verstehen und die Behörden und die Bevölkerung entsprechend informieren. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit und das Sammeln von Daten, um rechtzeitig warnen zu können.


Aus dem Interview „Klimawandel – Was getan werden muss, damit die Berge bewohnbar bleiben“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –06.09.2026-.


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📅❓ Mein bester Tipp für günstiges Reisen

Das günstigste Reisen ist nicht das Reisen mit dem geringsten Geldeinsatz, sondern das Vermeiden von Reisen. Das ist Teil der weltweiten Rettungsaktion, die unseren Kindern, Enkeln, Urenkeln und Ururenkeln ein gerade noch lebenswertes Leben ermöglicht.

Heute kann ich mittellange Distanzen in wenigen Stunden mit dem Flugzeug für ein 29-Euro-Ticket überbrücken. Die wahren Kosten dieses Fluges sind dabei ausgelagert: Die Kosten für die Folgen der CO2-Emissionen – wie die Beseitigung von Unwetterschäden, Ernteausfälle oder der Bau höherer Deiche – tauchen auf keinem Ticket auf. Sie werden von der Allgemeinheit getragen. Es ist die klassische Privatisierung von Gewinnen (für Fluggesellschaften und Schnäppchenjäger) und die Sozialisierung von Verlusten (für die Umwelt und die Gesellschaft).

Eine Reise ist dann klimaneutral, wenn die Klimabilanz für Transport, Unterkunft, Verpflegung und alle Aktivitäten vor Ort bei exakt null liegt. Bei jeder anderen Reise ist die Währung nicht der Euro, sondern das Leben. Das eigene vielleicht in wenigen Jahrzehnten, das Leben der nachfolgenden Generationen bestimmt.

Die Menschen, die am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben, zahlen den höchsten Preis. Ein „billiger” Wochenendtrip auf die Kanaren wird mit der Existenzgrundlage von Menschen bezahlt, die durch Dürren oder Überflutungen ihre Heimat verlieren. Inzwischen trifft dieser Preis auch uns in Europa immer häufiger und direkter, wie Überschwemmungen und extreme Hitzewellen zeigen.

Eine „günstige”, fossil betriebene Reise ist im Grunde ein Kredit, der im Namen kommender Generationen unter Zwang aufgenommen wird. Was wir heute vermeintlich an Geld sparen, hinterlassen wir jungen Erwachsenen und künftigen Generationen als unbezahlbare Schuldenlast. Es ist ein „Leben auf Pump” in der extremsten Form, bei dem die nachfolgende Generation die Rechnung in Form einer unbewohnbaren Welt präsentiert bekommt.

Wahrer Luxus beim Reisen ist nicht die zurückgelegte Entfernung, sondern die Entschleunigung. Wer sich auf den Weg macht – ob bei einer ausgedehnten Wanderung, einer Radtour oder beim sanften Gleiten auf Schienen – der lässt den Stress von Flughafenkontrollen und Staus hinter sich.

Beim langsamen, bodengebundenen Reisen beginnt die Erholung bereits an der eigenen Haustür. Das ist Balsam für die Seele, stärkt die innere Gelassenheit und belastet den Planeten nicht.

Es ist die einzige Form des Reisens, die uns wirklich bereichert, anstatt uns etwas zu nehmen.

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Was ist dein bester Tipp für günstiges Reisen?

What’s your best tip for budget travel?  |  Was ist dein bester Tipp für preisgünstiges Reisen?

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📅❓ Homo sapiens – der weise, einsichtige oder vernünftige Mensch

Wer eine solche Frage, nach dem besten bzw. schlimmsten Flughafen, stellt, hat den Ernst der mittlerweile unaufhaltsamen Klimakatastrophe immer noch nicht begriffen.

Flughäfen sind der Ausgangs- und Endpunkt der mit Abstand klimaschädlichsten Art der Fortbewegung. Wer in ein Flugzeug steigt, trägt in kurzer Zeit massiv zur Erderwärmung bei. Das liegt nicht nur am Treibstoffverbrauch, sondern auch daran, dass die Emissionen in großer Höhe freigesetzt werden.

Flugzeuge verbrennen enorme Mengen Kerosin, einen fossilen Brennstoff. Das dabei entstehende CO₂ (Kohlendioxid) wird direkt in die Atmosphäre abgegeben.

Bei einem einzigen Hin- und Rückflug von Frankfurt nach New York verursacht eine Person rund zwei bis drei Tonnen CO₂. Das übersteigt das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen, wenn die weltweiten Klimaziele eingehalten werden sollen.

Was das Fliegen besonders problematisch macht, ist die Reiseflughöhe. In 9 bis 12 Kilometern Höhe wirken die Emissionen physikalisch und chemisch völlig anders als am Boden.

Der Wasserdampf und die Rußpartikel aus den Triebwerken gefrieren in der kalten Luft sofort. Es entstehen feine Zirruswolken. Diese künstlichen Wolken lassen zwar kurzwellige Sonnenstrahlung herein, hindern aber die langwellige Wärmestrahlung der Erde daran, ins All zu entweichen – sie wirken wie ein massiver Treibhauseffekt.

Stickoxide (NO_x) führen in der Reiseflughöhe zur Bildung von Ozon, welches in dieser Atmosphärenschicht ebenfalls als starkes Treibhausgas wirkt.

Wissenschaftler fassen diese Effekte im sogenannten RFI-Wert (Radiative Forcing Index) zusammen. Die Faustregel besagt, dass die tatsächliche Klimawirkung eines Fluges zwei- bis dreimal so hoch ist wie die der reinen CO₂-Emissionen aus dem Triebwerk.

Im Jahr 2024 lag das weltweite Passagieraufkommen bei etwa 9 Billionen Passagierkilometern, also 9.000 Milliarden Kilometern.

Der internationale Luftfahrtverband IATA geht davon aus, dass sich diese Zahl durch die wachsende Nachfrage bis zum Jahr 2050 auf über 20,8 Billionen Passagierkilometer verdoppeln wird.

Bei einem durchschnittlichen Ausstoß von etwa 110 bis 130 Gramm CO₂ pro Passagierkilometer (abhängig von Auslastung, Flugzeugtyp und Strecke) wurden direkt etwa eine Milliarde Tonnen CO₂ erzeugt. Das entspricht in etwa den jährlichen Gesamtemissionen eines Industriestaates wie Japan.

Berücksichtigt man die zusätzlichen heizenden Effekte von Kondensstreifen, Zirruswolken und Stickoxiden in der Reiseflughöhe (mit dem gängigen Multiplikator von ca. 2 bis 3), steigt die reale Klimawirkung auf das Äquivalent von 2,5 bis 3 Milliarden Tonnen CO₂ pro Jahr.

Somit ist der globale Flugverkehr einer der intensivsten Treiber der Erderwärmung – gemessen an der verhältnismäßig geringen Zahl von Menschen, die überhaupt regelmäßig fliegen.

„How dare you!”

Meine Botschaft lautet: Wir werden euch im Auge behalten!

Das alles ist falsch. Ich sollte gar nicht hier oben stehen. Eigentlich sollte ich wieder in der Schule sein, auf der anderen Seite des Ozeans. Und trotzdem wendet ihr euch an uns junge Menschen, um Hoffnung zu finden. Wie könnt ihr es wagen!

Mit euren leeren Worten habt ihr mir meine Träume und meine Kindheit geraubt. Und doch gehöre ich zu den Glücklichen. Menschen leiden. Menschen sterben. Ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Anfang eines Massensterbens und alles, worüber ihr reden könnt, ist Geld und Märchen von ewigem Wirtschaftswachstum. Wie könnt ihr es wagen!

Seit mehr als 30 Jahren ist die wissenschaftliche Lage glasklar. Wie können Sie es wagen, weiterhin wegzuschauen, hierherzukommen und zu behaupten, Sie würden genug tun, obwohl die notwendigen politischen Maßnahmen und Lösungen noch immer nicht in Sicht sind?

Ihr sagt, ihr hörtet uns zu und versteht, wie dringend die Lage ist. Aber egal, wie traurig und wütend ich bin, das will ich nicht glauben. Wenn ihr die Situation wirklich verstehen würdet und trotzdem untätig bliebt, dann wärt ihr böse. Und das weigere ich mich zu glauben.

Die weit verbreitete Vorstellung, unsere Emissionen innerhalb von zehn Jahren zu halbieren, bietet uns lediglich eine 50-prozentige Chance, die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Zudem birgt sie das Risiko irreversibler Kettenreaktionen, die sich der menschlichen Kontrolle entziehen.

Fünfzig Prozent mögen für euch akzeptabel sein. Diese Zahlen berücksichtigen jedoch weder Kipppunkte noch die meisten Rückkopplungsschleifen, die durch giftige Luftverschmutzung verursachte zusätzliche Erwärmung oder Aspekte der Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit. Außerdem setzen sie voraus, dass meine Generation Hunderte von Milliarden Tonnen Ihres CO₂ mit kaum vorhandenen Technologien aus der Luft filtert.

Ein Risiko von 50 Prozent ist für uns, die wir mit den Folgen leben müssen, daher schlichtweg inakzeptabel.

Um eine Wahrscheinlichkeit von 67 % zu erreichen, dass die globale Erwärmung unter 1,5 °C bleibt – die vom Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimawandel als bestes Ergebnis angegebene Wahrscheinlichkeit –, standen der Welt am 1. Januar 2018 noch 420 Gigatonnen CO₂ zur Emission zur Verfügung. Heute ist diese Zahl bereits auf weniger als 350 Gigatonnen gesunken.

Wie können Sie es wagen, so zu tun, als ließe sich das Problem einfach durch „Business as usual“ und ein paar technische Lösungen lösen? Bei den heutigen Emissionswerten wird das verbleibende CO₂-Budget in weniger als achteinhalb Jahren vollständig aufgebraucht sein.

Hier werden keine Lösungen oder Pläne vorgestellt, die diesen Zahlen entsprechen, denn sie sind zu unbequem. Und ihr seid noch nicht reif genug, um die Dinge beim Namen zu nennen.

Ihr lasst uns im Stich. Aber die jungen Menschen beginnen, euren Verrat zu durchschauen. Die Augen aller zukünftigen Generationen sind auf euch gerichtet. Wenn ihr euch entscheidet, uns im Stich zu lassen, dann sage ich euch: Wir werden euch niemals vergeben.

Damit werdet ihr nicht durchkommen. Genau hier und jetzt ziehen wir die Grenze. Die Welt erwacht. Und der Wandel kommt, ob es euch gefällt oder nicht.

Danke.

~ Greta Thunberg, 23.09.2019

Tägliche Schreibanregung
Was war der beste und was der schlimmste Flughafen, an dem du je warst?

What’s the best and worst airport you’ve been to?  |  Welcher ist der beste und welcher der schlechteste Flughafen, an dem du schon einmal warst?

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🎙 „Klimaschutz, Klimaschutz“: Warum die Gletscher im Himalaya so schnell und unwiederbringlich schmelzen.

In diesem Interview geht es um die verheerende Sturzflut im Himalaya, die zu den größten ihrer Art zählt. Im Folgenden sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Die Sturzflut, die die Grenzregion zwischen Nepal und Tibet betraf, war so gewaltig, dass sie innerhalb von Sekunden ein ganzes Tal zerstörte. Die Zahl der Opfer wird kontinuierlich nach oben korrigiert, da die Rettungsarbeiten aufgrund erneuter Überflutungsgefahr immer wieder unterbrochen werden mussten.

Professor Christian Huggel, Klimaexperte, erklärt, dass der Ursprung des Desasters ein massiver Felssturz in Höhenlagen von etwa 5.000 Metern war. Dieser löste eine gewaltige Eislawine aus, die durch ihre hohe Energie auch viel Geröll und Wasser mit sich führte.

Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, jedoch wird vermutet, dass der Klimawandel eine Rolle gespielt hat, indem er die Gletscher schmelzen ließ und somit die Stabilität der Gesteinsmassen beeinträchtigte. Professor Huggel betont, dass die Geologie der Region bereits vorbelastet war und der Klimawandel diese Bedingungen verschärfen könnte.

Huggel und sein Team arbeiten an einem Frühwarnsystem für die Region, um zukünftige Katastrophen besser vorherzusagen und die Bevölkerung zu schützen. Dies erfordert ein Zusammenspiel zwischen technischen Systemen und der Aufklärung der Bevölkerung.

Die Gletscher im Himalaya schmelzen schnell und es wird erwartet, dass sie nicht zurückkehren werden. Der Klimaschutz wird als entscheidend angesehen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern und die verbleibenden Gletscher zu schützen.

Insgesamt macht dieses Interview die Dringlichkeit deutlich, sowohl den Klimawandel zu bekämpfen als auch effektive Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Naturkatastrophen zu entwickeln.


Aus dem Interview „Sturzflut in Nepal – Ein Desaster von historischem Ausmaß“ des Deutschlandfunks vom –28.08.2026-.


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Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/nepal-warum-gletscher-abbrechen-interview-mit-christian-huggel-uni-zuerich-100.html

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🎙 Die Natur als Vorbild: Warum unsere Gesellschaft mehr Kooperation als Konkurrenz braucht.

In dem Radiobeitrag „Denk ich an Deutschland“ teilt der Förster und Autor Peter Wohlleben seine Gedanken über Deutschland und die aktuellen Herausforderungen. Er glaubt, dass viele Menschen in Deutschland Angst haben – vor allem wegen des Klimawandels und politischer Themen – und dadurch Chancen übersehen. Wohlleben beschreibt Deutschland als ein Land, das sich stark verändert hat, mit vielen gerodeten Wäldern und einer ausgetrockneten Landschaft. Er erinnert an den Wissenschaftler Alexander von Humboldt, der bereits früh erkannte, dass die Abholzung von Wäldern sich negativ auf das Klima auswirkt.

Wohlleben sieht jedoch auch Möglichkeiten zur Verbesserung. Er schlägt vor, weniger Fleisch zu konsumieren und mehr Wälder zu pflanzen, da dies das Klima kühlen und die Biodiversität fördern würde. Er betont, dass die Natur auf Zusammenarbeit basiert und dieses Prinzip auch auf die Gesellschaft angewendet werden sollte. Anstatt sich mit Neid und Konkurrenz zu belasten, sollten die Menschen in Deutschland offener und toleranter miteinander umgehen.

Er kritisiert, dass Deutsche oft zu viel planen und sich kleinmachen, anstatt das Leben zu genießen. Wohlleben wünscht sich eine positive Veränderung, in der die Menschen zufriedener sind und mehr Freude am Leben haben.


Aus dem Radiobeitrag „Denk ich an Deutschland: der Förster und Autor Peter Wohlleben“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –23.08.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/08/23/denk_ich_an_deutschland_der_foerster_und_autor_peter_dlf_20260823_0820_a996bc35.mp3

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📰 »Die leeren Flüsse Europas in diesem Jahr sprechen für sich.«

In diesem Kommentar kritisiert Ulrike Winkelmann, dass sich Friedrich Merz, der Bundeskanzler, während der extremen Hitze, Brände und Dürre in Deutschland nicht geäußert hat. Es wird als fatal angesehen, dass er die Gelegenheit verpasst hat, den Opfern und Feuerwehrleuten sein Mitgefühl auszudrücken. Andere europäische Politiker wie die Premierminister von Großbritannien und Spanien haben sich bereits frühzeitig solidarisch mit den Helfern gezeigt.

Die Sprachlosigkeit des Kanzlers währte viel zu lang. Sein Nichtsprechen war deutlicher Ausdruck des Nichtwillens von CDU und CSU, sich überhaupt mit dem Thema Hitze und Dürre zu befassen.

Denn dann müssten sie ja das Wort Klima aussprechen, und davon geht nach Ansicht der Union quasi zustimmungsverdorrende Strahlung aus.

Klima wird bei CDU und CSU als Grünen-Thema identifiziert und Grünen-Themen hat die Union ja selbst so lange mit allem beworfen, was als Dreck hängen bleibt, dass sie jetzt damit naheliegenderweise nichts mehr zu tun haben will.

Winkelmann bemängelt auch, dass die CDU/CSU das Thema Klima ignorieren, da sie es als Thema der Grünen betrachten. Sie befürchten, dass sie durch eine Auseinandersetzung mit dem Klimawandel die Grünen stärken könnten. Diese Haltung führt jedoch dazu, dass wichtige Maßnahmen zum Klimaschutz nicht ergriffen werden, obwohl die Auswirkungen des Klimawandels in Europa immer deutlicher werden.

Aber keine Sekunde darf es darüber hinwegtäuschen, dass diese Koalition gemäß dem Willen von CDU und CSU den Weg zur Klimaneutralität aufgegeben hat.

Dass sie eingeknickt ist vor der Aufgabe, Klimaschutz und Industriepolitik zu verbinden. Dass sie keine Vorstellung hat, wie Deutschland wirtschaften könnte, ohne die Lebensgrundlagen und damit auch die Wirtschaftsgrundlagen kommender Generationen weiter zu zerrütten.

Der Kommentar weist außerdem darauf hin, dass sich die Union nicht um den Klimaschutz kümmert, sondern nur über Hitzeschutz spricht, ohne die zugrunde liegenden Ursachen anzugehen. Es wird betont, dass die Politik der Union den Weg zur Klimaneutralität aufgegeben hat, was langfristige negative Folgen für Umwelt und Wirtschaft haben könnte.


»Kommentar zu Hitze, Brände und Dürre: Merz‘ Schweigen ist fatal gewesen« | Ulrike Winkelmann | 22.08.2026 | Kommentare und Themen der Woche | Deutschlandfunk | https://www.deutschlandfunk.de/kommentar-zu-hitze-braende-und-duerre-merz-schweigen-ist-fatal-gewesen-100.html


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📅❓ 23. September 2019

Am 20. August 2018 begann sie mit ihrem Schulstreik vor dem schwedischen Parlament in Stockholm. Mit einem handgemalten Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ protestierte sie allein für mehr Klimaschutz. Daraus entstand später die weltweite Bewegung Fridays for Future.

Im Herbst 2018 übernahmen Tausende Schülerinnen und Schüler in vielen Ländern ihre Idee und begannen, jeweils freitags für den Klimaschutz zu streiken.

Am 4. und 12. Dezember 2018 machte sie auf der UN-Klimakonferenz (COP24) in Katowice mit ihrer scharfen Kritik weltweit auf sich aufmerksam.

2019 wurde Fridays for Future zu einer globalen Massenbewegung. Millionen Menschen beteiligten sich an weltweiten Klimastreiks und Greta wurde zur Symbolfigur der Bewegung.

Um am UN-Klimagipfel in New York teilnehmen zu können, überquerte sie im August 2019 mit dem Segelboot „Malizia II” emissionsfrei den Atlantik und machte damit auf die Klimabelastung des Flugverkehrs aufmerksam.

„How dare you!” Ihre emotionale Ansprache am 23. September 2019 beim UN Climate Action Summit an die Staats- und Regierungschefs wurde zu einer der bekanntesten Reden der Klimabewegung.

Am 20. und 27. September 2019 nahmen weltweit etwa 6 bis 7,6 Millionen Menschen an den bis dahin größten Klimademonstrationen teil.

Am 31. Dezember 2019 verbreitete sich die Nachricht von einem neuartigen Virus, der sich rasend schnell ausbreitete. Die Regierenden der meisten Länder nutzten die Pandemie, um verbriefte Freiheitsrechte außer Kraft zu setzen und damit ihre Macht zu demonstrieren. Durch Kontaktverbote, Lockdowns und Kontaktbeschränkungen wurde die Fridays-for-Future-Bewegung faktisch bedeutungslos gemacht.

Greta Thunberg hat mir für einen Augenblick mein Vertrauen in die Menschheit wieder vollständig gestärkt. Die weltpolitischen und bundesrepublikanischen Ereignisse seit dem 16.03.2020 haben diesen Glauben jedoch restlos zerstört.


Greta Thunberg sagte am 23.09.2019 sinngemäß:

Meine Botschaft lautet: Wir werden euch im Auge behalten.

Das ist alles falsch. Ich sollte gar nicht hier oben stehen. Ich sollte eigentlich wieder in der Schule sein, auf der anderen Seite des Ozeans. Und trotzdem wendet ihr euch alle an uns junge Menschen, um Hoffnung zu finden. Wie könnt ihr es wagen!

Ihr habt mir mit euren leeren Worten meine Träume und meine Kindheit gestohlen. Und doch gehöre ich zu den Glücklichen. Menschen leiden. Menschen sterben. Ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Anfang eines Massensterbens, und alles, worüber ihr reden könnt, ist Geld und Märchen vom ewigen Wirtschaftswachstum. Wie könnt ihr es wagen!

Seit mehr als 30 Jahren ist die Wissenschaft glasklar. Wie könnt ihr es wagen, weiterhin wegzuschauen und hierherzukommen und zu sagen, dass ihr genug tut, wo doch die notwendigen politischen Maßnahmen und Lösungen noch immer nicht in Sicht sind.

Ihr sagt, ihr hört uns und versteht die Dringlichkeit. Aber egal, wie traurig und wütend ich bin, ich will das nicht glauben. Denn wenn ihr die Situation wirklich verstehen würdet und trotzdem weiterhin untätig bliebe, dann wärt ihr böse. Und das weigere ich mich zu glauben.

Die weit verbreitete Vorstellung, unsere Emissionen in 10 Jahren zu halbieren, gibt uns nur eine 50-prozentige Chance, unter 1,5 Grad [Celsius] zu bleiben – und birgt das Risiko, irreversible Kettenreaktionen auszulösen, die sich der menschlichen Kontrolle entziehen.

Fünfzig Prozent mögen für euch akzeptabel sein. Aber diese Zahlen berücksichtigen weder Kipppunkte noch die meisten Rückkopplungsschleifen, noch die durch giftige Luftverschmutzung verdeckte zusätzliche Erwärmung oder die Aspekte der Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit. Sie beruhen zudem darauf, dass meine Generation Hunderte von Milliarden Tonnen eures CO₂ mit Technologien aus der Luft filtert, die es kaum gibt.

Ein 50-prozentiges Risiko ist für uns – die wir mit den Folgen leben müssen – also schlichtweg nicht akzeptabel.

Um eine 67-prozentige Chance zu haben, unter einem globalen Temperaturanstieg von 1,5 Grad zu bleiben – die besten Chancen, die der [Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimawandel] angibt –, standen der Welt am 1. Januar 2018 noch 420 Gigatonnen CO₂ zur Emission zur Verfügung. Heute ist diese Zahl bereits auf weniger als 350 Gigatonnen gesunken.

Wie könnt ihr es wagen, so zu tun, als ließe sich das Problem einfach mit „Business as usual“ und ein paar technischen Lösungen lösen? Bei den heutigen Emissionswerten wird dieses verbleibende CO₂-Budget in weniger als 8½ Jahren vollständig aufgebraucht sein.

Hier werden heute keine Lösungen oder Pläne vorgestellt, die diesen Zahlen gerecht werden, weil diese Zahlen zu unbequem sind. Und ihr seid immer noch nicht reif genug, um die Dinge beim Namen zu nennen.

Ihr lasst uns im Stich. Aber die jungen Menschen beginnen, euren Verrat zu durchschauen. Die Augen aller zukünftigen Generationen sind auf euch gerichtet. Und wenn ihr euch entscheidet, uns im Stich zu lassen, sage ich: Wir werden euch das niemals verzeihen.

Wir werden euch damit nicht davonkommen lassen. Genau hier und jetzt ziehen wir die Grenze. Die Welt wacht auf. Und der Wandel kommt, ob es euch gefällt oder nicht.

Danke.

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Wann hat dir ein fremder Mensch deinen Glauben an die Menschheit komplett zurückgegeben?

What’s a moment when a stranger completely restored your faith in people?  |  Wann hat ein Fremder dein Vertrauen in die Menschen wieder vollständig gestärkt?

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🎬 Vom Gedanken des Erhabenen erfüllte verworrene Schönheit.

Der Artikel bespricht den Experimentalfilm „Die Welt braucht mehr Zauberer – Mare’s Nest“ von Ben Rivers. Das Werk verzichtet bewusst auf konventionelle Erzählstrukturen und Handlungslogiken. Stattdessen begleitet er das junge Mädchen Moon auf einer assoziativen Reise durch eine postapokalyptische Welt, in der nur noch Kinder zu überleben scheinen. Diese treten jedoch wie „alte Seelen“ auf und bewahren das Wissen und die Mythen der vergangenen Menschheit.

Der Film reflektiert Themen wie den Klimawandel durch aneinandergereihte, oft rätselhafte und bruchstückhafte Szenen. Dabei liefert er keine klaren Antworten und entzieht sich absichtlich einer eindeutigen Interpretation, um stattdessen durch seine poetische, unzugängliche Bildsprache und seine Atmosphäre zu wirken.

epd film, 06.08.2026, arte-Mediathek: »Die Welt braucht mehr Zauberer« von Sascha Westphal

https://www.epd-film.de/tipps/2026/arte-mediathek-die-welt-braucht-mehr-zauberer

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📅❓ Spielverderber!

So sehr es mir auch das Herz bricht, der Zustand der Erde ist desolat und befindet sich im freien Fall. Die Menschheit, die Menschen, du und ich, wir alle müssen sofort damit aufhören, klimaschädliche Gase freizusetzen. Nur dann besteht die Möglichkeit, dass der Temperaturanstieg in einigen Jahrhunderten oder in einem Jahrtausend an einem Punkt stehen bleibt, der wenigstens einer Handvoll Milliarden Menschen ein menschenwürdiges Leben sichert.

Mein aktiver Beitrag dazu ist, auf Auto-, Flug- und Schiffsreisen zu verzichten.

Wenn ich davon absähe, würden die skandinavischen Länder, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, afrikanische Länder, insbesondere Südafrika (dem Geburts- und Herkunftsland meines Adoptivsohnes) und ausgewählte Städte in Mittel- und Südamerika zu meinen Top-10-Reisezielen gehören.

Außerdem stehen Wien, Paris, Budapest, Prag, Bratislava und Venedig auf den Spuren Tizians auf meiner Liste.

Dazu müsste ich allerdings meine Trägheit überwinden und/oder gegen meine Werte, insbesondere die anzustrebende Klimaneutralität, verstoßen. (-;

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Was sind deine Top 10 Reiseziele?

What are your top 10 travel destinations?  |  Was sind deine 10 beliebtesten Reiseziele?

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🎙 Wie „wir“ mit Wasser umgehen.

Im Gespräch mit Stephan Lorenz geht es um die Frage, wem das Wasser gehört und wie es in Zukunft verteilt werden könnte. Er betont, dass Wasser ein lebenswichtiger Stoff ist, der in Deutschland zwar bisher reichlich vorhanden war, durch den Klimawandel und andere Faktoren jedoch zunehmend knapp werden könnte.

Lorenz erklärt, dass Wasserknappheit nicht nur ein physisches, sondern auch ein wirtschaftliches und regulatorisches Problem ist. Er weist darauf hin, dass die Gesellschaft bereits ein gewisses Bewusstsein für Wasserprobleme entwickelt hat – besonders seit den heißen Jahren ab 2018 –, und dass politische Strategien zur Wasserbewirtschaftung eingeführt wurden. Zudem gibt es Diskussionen über die Nutzung und den Schutz von Wasserressourcen.

Lorenz beschreibt, dass viele verschiedene Akteure – wie Landwirtschaft, Industrie und Zivilgesellschaft – an der Wassernutzung beteiligt sind, was die Situation kompliziert macht. Auf individueller Ebene zeigen Umfragen, dass die Menschen unterschiedliche Gewohnheiten im Umgang mit Wasser haben. Diese sind oft weniger vom Preis als vielmehr von Gewohnheiten und Sauberkeitsvorstellungen geprägt.

Lorenz betont, dass sich die Gesellschaft an eine mögliche Wasserknappheit anpassen muss, obwohl Wasser in Deutschland bisher eine Selbstverständlichkeit war. Es gibt Möglichkeiten, Wasser besser zu nutzen und zu schützen, um die Verfügbarkeit zu erhöhen.


Aus dem Interview „Wem gehört das Wasser? Die Konflikte der Zukunft. Stephan Lorenz, Soziologe“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –19.07.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/07/19/wem_gehoert_das_wasser_die_konflikte_der_zukunft_stephan_dlf_20260719_0737_4f492a26.mp3

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