💬 „Die Welt wird von einer Handvoll Tyrannen verwüstet“

Die Kriegsherren tun so, als wüssten sie nicht, dass es nur einen Augenblick dauert, etwas zu zerstören, doch oft reicht ein ganzes Leben nicht aus, um es wieder aufzubauen. Sie verschließen die Augen vor der Tatsache, dass Milliarden von Dollar für Tötung und Zerstörung ausgegeben werden, während die für Heilung, Bildung und Wiederaufbau benötigten Ressourcen nirgends zu finden sind.

~ Papst Leo XIV., 16.04.2026, Kathedrale St. Joseph (Bamenda), Friedensbegegnung mit der Gemeinde Bamenda, https://www.vatican.va/content/leo-xiv/en/speeches/2026/april/documents/20260416-camerun-incontro-pace.html

Diejenigen, die eurem Land seine Ressourcen rauben, investieren in der Regel einen Großteil des Gewinns in Waffen und perpetuieren so einen endlosen Kreislauf aus Destabilisierung und Tod. Es ist eine auf den Kopf gestellte Welt, eine Ausbeutung der Schöpfung Gottes, die von jedem ehrlichen Gewissen angeprangert und abgelehnt werden muss. Wir müssen einen entschiedenen Kurswechsel vollziehen – eine echte Umkehr –, der uns in die entgegengesetzte Richtung führt, auf einen nachhaltigen Weg, reich an menschlicher Brüderlichkeit.

~ Papst Leo XIV., 16.04.2026, Kathedrale St. Joseph (Bamenda), Friedensbegegnung mit der Gemeinde Bamenda, https://www.vatican.va/content/leo-xiv/en/speeches/2026/april/documents/20260416-camerun-incontro-pace.html

Die Welt wird von einer Handvoll Tyrannen verwüstet, doch sie wird von einer Vielzahl unterstützender Brüder und Schwestern zusammengehalten! Sie sind die Nachkommen Abrahams, so zahlreich wie die Sterne am Himmel und die Sandkörner am Meeresufer. Lasst uns einander in die Augen schauen: Wir sind dieses immense Volk! Frieden ist nichts, was wir erfinden müssen: Er ist etwas, das wir annehmen müssen, indem wir unseren Nächsten als unseren Bruder und als unsere Schwester annehmen. Wir suchen uns unsere Brüder und Schwestern nicht aus: Wir müssen einander einfach annehmen! Wir sind eine Familie, die dasselbe Zuhause bewohnt: diesen wunderbaren Planeten, den alte Kulturen über Jahrtausende hinweg gepflegt haben.

~ Papst Leo XIV., 16.04.2026, Kathedrale St. Joseph (Bamenda), Friedensbegegnung mit der Gemeinde Bamenda, https://www.vatican.va/content/leo-xiv/en/speeches/2026/april/documents/20260416-camerun-incontro-pace.html

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🎙 Wachstum ist kein Selbstzweck: Warum wir endlich über echten Wohlstand sprechen müssen

In dieser Podcastfolge werden die aktuellen Diskussionen über Wirtschaftswachstum und dessen Bedeutung für die Gesellschaft behandelt. Der Autor Achim Truger ist Wirtschaftswissenschaftler, berät die Politik und thematisiert die Kritik am traditionellen Wachstumskonzept.


Aus der Podcastfolge „Wachstum NEU DENKEN mit Achim Truger“ vom 14.10.2025 des Podcasts „NEU DENKEN„.


Truger und die Moderatorin Maja Göpel bemängeln, dass die Debatten über Wirtschaftswachstum oft oberflächlich und vorhersehbar sind. Sie argumentieren, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Maßstab für Erfolg nicht alle wichtigen Aspekte des Wohlstands erfasst. Insbesondere kritisieren sie, dass Umweltzerstörung, soziale Ungleichheit und unbezahlte Arbeit nicht berücksichtigt werden.

Truger betont, dass Wachstum in der Vergangenheit zwar wichtig war, um den Lebensstandard zu heben, die negativen Folgen wie die Zerstörung natürlicher Ressourcen und das Ungleichgewicht in der Verteilung des Wohlstands jedoch nicht ignoriert werden dürfen. Er fordert ein Umdenken: Anstelle von blindem Wachstum sollten soziale und ökologische Ziele im Vordergrund stehen.

Die Podcastfolge leuchtet auch die Herausforderungen, die durch wirtschaftliche Krisen entstehen, und wie Ängste in dieser Situation oft genutzt werden, um soziale Kürzungen zu rechtfertigen. Truger plädiert für eine differenzierte Diskussion darüber, wie Wohlstand definiert werden kann und welche Rolle Wachstum dabei spielt. Er betont, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse der Menschen und eine nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt zu stellen, statt sich nur auf quantitative Wachstumszahlen zu konzentrieren.

Insgesamt fordert der Artikel ein Umdenken in der Wirtschaftspolitik, um eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft zu schaffen.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://audio.podigee-cdn.net/2104869-m-3f431d7e67dcf4c14bad20b65628fbcf.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://neu-denken-podcast.podigee.io/s1e1-wachstum-neu-denken-mit-achim-truger

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🎙 Das „Skript“ des Leids: Betroffene werden nur gehört, wenn ihre Geschichte ins politische Bild passt.

In dieser Vorlesung wird das Thema „Sexuelle Gewalt im Krieg” und deren Verwendung als Waffe behandelt. Die Vorstellung, dass Vergewaltigung in Konflikten gezielt eingesetzt wird, ist historisch gesehen relativ neu und hat sich insbesondere seit den 1990er Jahren verbreitet. Diese Form der Gewalt dient dazu, den Gegner zu erniedrigen und soziale Strukturen zu zerstören. Beispiele hierfür sind Konflikte in Bosnien, dem Sudan und der Ukraine.


Podcastfolge „Vergewaltigungen: Militär und Männlichkeit – Sexuelle Gewalt im Krieg“ aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal“ vom 17.04.2025.


Regina Mühlhäuser, Historikerin, erklärt, dass das Verständnis von sexueller Gewalt als Kriegswaffe dazu geführt hat, dass diese Gewalt als politisches Verbrechen anerkannt wird. Dadurch können Betroffene ihre Erfahrungen nicht nur als persönliche Tragödien, sondern auch als Teil eines größeren militärischen Unrechts betrachten.

Jedoch gibt es auch Probleme mit diesem Narrativ. So kann die Komplexität und die unterschiedlichen Ursachen sexueller Gewalt verschleiert werden. Oft wird sexuelle Gewalt nur im Kontext von Kriegen betrachtet, während andere Formen von Gewalt wie häusliche Gewalt oder sexuelle Übergriffe innerhalb der eigenen Gemeinschaft ignoriert werden.

Mühlhäuser betont, wie wichtig es ist, den Betroffenen eine Stimme zu geben und ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihre Erfahrungen zu teilen, ohne sie in politische Narrative zu drängen. Der Artikel betont die Notwendigkeit, die Realität sexueller Gewalt im Krieg differenziert zu betrachten und sie nicht nur auf ihre Verwendung als Waffe zu reduzieren.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2025/04/17/deutschlandfunknova_militaer_und_20250417_f8cca841.mp3

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