Anlässlich des 40. Jahrestags der Tschernobyl-Katastrophe analysiert der Physiker und Philosoph Armin Grunwald den Wandel des deutschen Verhältnisses zur Kernenergie – von der einstigen Ablehnung bis hin zu den aktuellen Wiedereinstiegsdebatten.
Er führt die laut einer Umfrage aus dem Jahr 2025 steigende Zustimmung zur Atomkraft darauf zurück, dass Katastrophenerinnerungen mit der Zeit verblassen und aktuelle politische Prioritäten in den Vordergrund rücken.
Trotz der theoretischen Machbarkeit steht er der Nutzung neuer Reaktoren skeptisch gegenüber, da diese ökonomisch kaum mit erneuerbaren Energien konkurrieren können und belastbare Daten zur Marktreife kleinerer Reaktoren fehlen.
Grunwald betont zudem, dass die Atomkraft aufgrund langer Entwicklungszeiten keine kurzfristige Lösung für die gegenwärtige Energiekrise darstellt.
Abschließend bewertet er die damalige Reaktion der Bundesrepublik Deutschland auf den GAU als gelungenes Beispiel für staatliche Vorsorge und einen reifen gesellschaftlichen Diskurs im Umgang mit unerwarteten Krisen.
Aus dem Interview „40 Jahre Tschernobyl und die Folgen für Deutschland“ der Deutschlandfunk-Kultur-Sendung „Studio 9“ vom –23.04.2026-.
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In dieser Podcastfolge werden die aktuellen Diskussionen über Wirtschaftswachstum und dessen Bedeutung für die Gesellschaft behandelt. Der Autor Achim Truger ist Wirtschaftswissenschaftler, berät die Politik und thematisiert die Kritik am traditionellen Wachstumskonzept.
Aus der Podcastfolge „Wachstum NEU DENKEN mit Achim Truger“ vom 14.10.2025 des Podcasts „NEU DENKEN„.
Truger und die Moderatorin Maja Göpel bemängeln, dass die Debatten über Wirtschaftswachstum oft oberflächlich und vorhersehbar sind. Sie argumentieren, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Maßstab für Erfolg nicht alle wichtigen Aspekte des Wohlstands erfasst. Insbesondere kritisieren sie, dass Umweltzerstörung, soziale Ungleichheit und unbezahlte Arbeit nicht berücksichtigt werden.
Truger betont, dass Wachstum in der Vergangenheit zwar wichtig war, um den Lebensstandard zu heben, die negativen Folgen wie die Zerstörung natürlicher Ressourcen und das Ungleichgewicht in der Verteilung des Wohlstands jedoch nicht ignoriert werden dürfen. Er fordert ein Umdenken: Anstelle von blindem Wachstum sollten soziale und ökologische Ziele im Vordergrund stehen.
Die Podcastfolge leuchtet auch die Herausforderungen, die durch wirtschaftliche Krisen entstehen, und wie Ängste in dieser Situation oft genutzt werden, um soziale Kürzungen zu rechtfertigen. Truger plädiert für eine differenzierte Diskussion darüber, wie Wohlstand definiert werden kann und welche Rolle Wachstum dabei spielt. Er betont, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse der Menschen und eine nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt zu stellen, statt sich nur auf quantitative Wachstumszahlen zu konzentrieren.
Insgesamt fordert der Artikel ein Umdenken in der Wirtschaftspolitik, um eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft zu schaffen.
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Der Artikel behandelt die Parallelen zwischen der politischen und sozialen Situation vor dem Ersten Weltkrieg und der heutigen Zeit, wie sie vom Historiker Oliver Rathkolb beschrieben werden. Rathkolb argumentiert, dass in beiden Epochen eine aggressive, starke Führungspersönlichkeit im Vordergrund steht und die Menschen unter einem Gefühl der Unsicherheit und Angst leiden. Er kritisiert die Abwesenheit von Zukunftsentwürfen in westlichen Demokratien und warnt vor der Rückkehr autoritärer Tendenzen, von denen die „Ökonomie der Angst“ profitiert. Zudem wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, geopolitische und wirtschaftliche Entwicklungen ganzheitlich zu betrachten, um Frieden und Stabilität zu fördern.
»Ein russischer Machthaber, der aus territorialen Besitzgründen ein anderes Land überfällt und einen furchtbaren Krieg anzettelt. Ein amerikanischer Präsident, der ohne völkerrechtliches Mandat gerade einen Regierungswechsel in Venezuela erzwingen will und außerdem Kanada und Grönland für sich beansprucht. Und ein chinesisches Staatsoberhaupt, das immer wieder die Nachbarinsel Taiwan bedroht. Die Liste ließe sich noch fortsetzen. Eine für Jahrzehnte gültige Weltordnung wird zusehends durch das Recht des Stärkeren abgelöst. Das ist auch das Thema, das sie als Hörer umtreibt. Mehr als 74.000 Menschen haben sich bei der Wahl für dieses Denkfabrik-Thema im Deutschlandfunk 2026 entschieden. Wie Machthaber die Welt neu ordnen, das hat sich auch der österreichische Historiker Oliver Radkolb in seinem neuen Buch angeschaut, nämlich in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Ökonomie der Angst, die Rückkehr des nervösen Zeitalters, heißt es, nominiert für das beste Wissenschaftsbuch des Jahres 2026 in Österreich. Ich habe Oliver Radkolb gefragt, ob er Parallelen zwischen dieser Zeit und heute sieht und wenn ja, welche. Von Anja Reinhardt«, 04.01.2026, https://www.deutschlandfunk.de/oekonomie-der-angst-in-der-geschichte-und-heute-oliver-rathkolb-historiker-100.html
hören:
Die Ökonomie der Angst in Geschichte und Gegenwart
Der Historiker Oliver Rathkolb vergleicht die aktuelle globale Unsicherheit mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, betont die Rolle autoritärer Führer und die fehlenden Zukunftspläne in Demokratien.
Key Points
~ Demokratische Systeme fehlen es an klaren Zukunftsentwürfen.
~ Autoritäre Führer nutzen die „Ökonomie der Angst“ zur Machtabsicherung.
~ Es gibt Parallelen zwischen 1914 und der heutigen westlichen und östlichen Politik.
~ Die Krise der europäischen Friedenspolitik und die mangelnde Konfliktprävention.
~ Globale Rückkehr zum Nationalismus und Unsicherheit bei Partnerschaften.
Historische Parallelen
~ Vor dem Ersten Weltkrieg führte die technologische Entwicklung zu einem gesellschaftlichen Umbruch.
~ Heute verursacht die digitale Revolution ähnliche Spannungen.
~ Es gibt zunehmend aggressive Führungen, beispielsweise Putin in Russland und Xi in China.
~ Es fehlen ernsthafte Friedensinitiativen in Europa nach den Kriegen des 20. Jahrhunderts.
~ Die Gefahr, in eine neue weltweite Krise zu steuern, ist real.
Gegenwart und Herausforderungen
~ Die „Ökonomie der Angst” begünstigt autoritäre Regime wie in Russland und China.
~ Es fehlt ein europäisches Zukunftskonzept, die EU-Politik ist schwach.
~ Die Rüstungsausgaben steigen und es werden historische Analogien zu 1914 sichtbar.
~ Die europäische Friedenspolitik ist schwach und es fehlt an Konfliktprävention.
~ Globale Machtverschiebungen erfordern neue Partnerschaften und Strategien.
Schlussfolgerung:
~ Laut Rathkolb leben wir in einem nervösen Zeitalter, das von Unsicherheit und fehlenden Visionen geprägt ist. Die Gefahr besteht darin, dass autoritäre Kräfte die Angst für ihre Machtprojekte instrumentalisieren, während westliche Demokratien zögerlich reagieren.
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