Meine Muttersprache ist Deutsch. Daneben spreche ich Schulenglisch und -französisch. Zudem habe ich einen Anfängerkurs in Niederländisch besucht.
Ich wüsste nicht, wie sich das auf mein Leben ausgewirkt hat. Außer meiner Muttersprache habe ich die anderen Sprachen so gut wie nicht angewendet.
Die deutsche Sprache und Kultur haben mein Denken sicherlich beeinflusst. Ich bin froh, Deutsch zu sprechen, in Deutsch zu denken und in Deutsch zu träumen. Die deutsche Sprache ist nuancenreich und detailgenau. Auf Deutsch wurden viele der einflussreichsten literarischen, philosophischen und wissenschaftlichen Werke der Weltgeschichte verfasst. Der komplexe Satzbau zwingt dazu, einen Gedanken erst vollständig zu Ende zu denken (was in der Gesellschaft jedoch zunehmend seltener der Fall ist). Die deutsche Grammatik ist weitgehend logisch aufgebaut und bildet ein verlässliches Regelwerk. Im Deutschen wird fast alles so ausgesprochen, wie es geschrieben wird. Kennt man die grundlegenden Lautregeln, lassen sich auch bislang unbekannte Wörter korrekt aussprechen.
Für kreatives Schreiben und Sprechen kann ich mir keine bessere Sprache vorstellen.
Täglicher Schreibanreiz
Welche Sprachen sprichst du – und wie hat das dein Leben beeinflusst?
Um den wichtigsten Tipp für ein erfolgreiches Leben geben zu können, müssten zunächst die individuellen Vorstellungen von Erfolg definiert werden. Um den heutigen Schreibanreiz zu beantworten, versuche ich, einen allgemeingültigen, wichtigsten Tipp zu geben:
Richte dein Leben konsequent nach deiner eigenen inneren Natur aus und widerstehe dem Drang, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Wahrer Erfolg stellt sich ein, wenn die täglichen Handlungen im Einklang mit dem stehen, wer man im Kern ist.
Wer versucht, einer gesellschaftlichen Norm zu entsprechen – beispielsweise immer laut, gesellig oder nach außen gekehrt sein zu müssen, obwohl das eigene Wesen eigentlich nach Ruhe und Reflexion verlangt –, brennt auf Dauer aus. Wer seine eigene, vielleicht leisere Natur akzeptiert, behält seine Energie für die Dinge, die ihm wirklich etwas bedeuten.
Erfolg verbirgt sich vielmehr in der Qualität des Alltags. Wenn du deine eigenen Rhythmen kennst und schätzt – seien es bewusste, ruhige Momente am Morgen, ausgedehnte Spaziergänge in der Natur oder das schriftliche Festhalten deiner Gedanken –, baust du dir ein Fundament aus kleinen Freuden, das dich jeden Tag trägt.
Ein erfolgreiches Leben misst sich nicht an der Quantität flüchtiger Ereignisse. Oft sind es die wenigen, über Jahrzehnte gewachsenen Verbindungen und die tiefgreifenden Austausche mit Vertrauten, die am Ende das größte Gefühl von Erfüllung und Sinnhaftigkeit hinterlassen.
Das bedeutet auch, ganz bewusst „Nein” zu Dingen zu sagen, die einem nicht entsprechen, und sich Räume für sich selbst zu schaffen. Es bedeutet auch, sich dafür nicht zu rechtfertigen, wenn man seine Batterien in einer wohltuenden Umgebung und im eigenen Tempo auflädt.
Letztlich ist ein erfolgreiches Leben eines, bei dem du am Ende des Tages in den Spiegel schauen und sagen kannst: „Ich habe heute nach meinen eigenen Maßstäben gelebt.”
Täglicher Schreibanreiz
Was ist dein bester Tipp, um im Leben erfolgreich zu sein?
Die Frage, ob die Menschen den Mars irgendwann besiedeln werden, ist keine Glaubensfrage. Es ist eine Frage der technischen Machbarkeit und des Überlebenswillens einzelner, unvorstellbar vermögender Menschen.
Die Besiedlung ist eine Ausbreitung in der Fläche, anders als eine einzelne Forschungsstation.
Die Vorbereitungen für die Besiedlung des Mars haben längst begonnen. Gerade fangen die unvorstellbar Vermögenden an, dies auf dem Mond zu üben.
Angesichts der unaufhaltsam auf uns zukommenden Vernichtung großer Teile der Menschheit durch eine von den Share- und Stakeholdern fossiler Bodenschätze angefeuerte Klimakatastrophe sowie dem Auslöschen weiterer großer Teile der Menschheit durch einen Russland und Europa vernichtenden Atomkrieg, von dem der militärisch-industrielle Komplex der Vereinigten Staaten von Amerika profitiert, haben die unvorstellbar Vermögenden längst irdische Bunker für sich und ihre Bediensteten gebaut – da gab es in den 2000er Jahren einen entsprechenden glaubwürdigen Bericht auf heise.de – und suchen nun nach Möglichkeiten, die Erde zu verlassen.
Ich glaube, dass dies technisch lösbar ist und die Hybris der Superreichen sie antreibt.
Es wäre ein untermarsisches Leben (unterirdisch würde nicht ganz passen) oder ein Leben unter Kuppeln auf der Marsoberfläche, das einem modernen, mit allem Komfort ausgestatteten Höhlenleben ähneln wird. Es wird von einer Gruppe unvorstellbar Vermögender oder ihrer Stellvertreter:innen angeführt und alle anderen Bewohner:innen werden sklavenähnlich gehalten.
Ein solches Leben wurde in der Science-Fiction-Literatur der letzten Jahrzehnte und in entsprechenden Kinofilmen hinlänglich beschrieben, aktuell in der Apple-TV+-Serie „Silo”.
Die oben erwähnte Hybris wird dafür sorgen, dass die unvorstellbar Vermögenden kläglich scheitern, erkennen, dass sie „nur“ Leben sind, das leben will, inmitten von Leben, das leben will, und in Demut sterben werden.
Täglicher Schreibanreiz
Glaubst du, dass Menschen irgendwann den Mars besiedeln? Und wie würde das Leben dort wirklich aussehen?
Do you think humans will ever colonize Mars? What would life there actually look like? | Glaubst du, dass Menschen den Mars jemals besiedeln werden? Wie würde das Leben dort eigentlich aussehen?
Viele berühmte Menschen haben sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens auseinandergesetzt: Beispielsweise Leo Tolstoi, Albert Camus, Arthur Schopenhauer und Søren Kierkegaard.
Meiner Meinung nach ist es die Hybris des Menschen, dass er als „einfaches“ Leben einen Sinn sucht, inmitten von Leben, das einfach nur leben will. Meistens findet er ihn in seiner eigenen Überhöhung und der Unterdrückung von Menschen, Tieren und der Natur.
Es ist einfach Evolution. Sie entzieht sich jeder Sinnsuche. Noch.
Albert Schweitzer hat es ganz einfach formuliert:
„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.”
Mehr braucht es nicht, um sich anständig zu verhalten.
Das als Überschrift verwendete sinngemäße Zitat stammt von Jacobus Johannes van der Leeuw („Die Eroberung der Illusion”), 1928.
Ich empfinde die Frage, welche kleine Freude mich im Alltag richtig glücklich macht, als doch sehr einengend. Es soll nicht irgendeine Freude sein, sondern nur eine kleine. Diese kleine Freude soll nicht nur einen Glücksmoment erzeugen, sondern mich richtig glücklich machen. Ich halte mich daher an die englischsprachige Frage und meine deutsche Übersetzung: Welche kleine Freude bereitet mir im Leben oder im Alltag Freude?
Es gibt täglich mehrere kleine Freuden, die mir Glücksmomente zaubern beziehungsweise mir Freude bereiten.
Dazu zählen mein täglicher Spaziergang durch die Natur, die tägliche Tasse Kaffee in einem Café mit etwas Gebäck und dem Lesen einer Zeitschrift, das mehrmalige Spazierengehen pro Woche über Wiesen und Felder mit einem Leihhund sowie das tägliche Hören einiger Lieblingssongs.
Täglicher Schreibanreiz
Welche kleine Freude im Alltag macht dich richtig glücklich?
Allgemein ist Orientierung das Sich-Zurechtfinden der eigenen Person in Raum und Zeit, das Sich-Verschaffen eines Überblicks, auch in unübersichtlichen Situationen. Sie ist die grundlegende Bedingung für Handlungsfähigkeit.
Orientierung ist auch die Haltung, die Einstellung oder die Ausrichtung, beispielsweise in politischen Fragen oder in Fragen der Sexualität.
Interessant ist, dass die folgende Definition ehemals nur in der DDR gebräuchlich gewesen sein soll: das Konzentrieren auf bestimmte Grundsätze und Ziele, sich gedanklich danach ausrichten und einen Leitfaden bzw. eine Leitlinie zu eigen machen.
Ich bezweifle, dass diese Definition nur in der DDR gebräuchlich war. Diese Definition kommt mir als „Wessie” am nächsten.
Über diese Frage habe ich tatsächlich noch nie bewusst nachgedacht.
Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“
„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz.“
„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Diskriminierung Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. In dieser Hinsicht hat das Gesetz jede Diskriminierung zu verbieten und allen Personen gleichen und wirksamen Schutz gegen Diskriminierung wegen Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigen Status zu gewährleisten.“
Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Reinhold Niebuhr, US-amerikanischer Theologe, um 1932
In einem Lernbrief meiner Fortbildung wurde Johann Wolfgang von Goethe mit den Worten zitiert: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“
Dieses Zitat kam mir sofort in den Sinn, als ich den heutigen Daily Prompt las. Nach diesem Zitat lebe ich zwar nicht, aber ich denke oft an es.
Erworbenes Wissen, das nie angewendet wird, verflüchtigt sich mit der Zeit. Es verschwindet jedoch nie vollständig. Wenn ich nach Jahren oder Jahrzehnten auf einmal auf gelerntes Wissen zurückgreifen möchte, kommt die Erinnerung allmählich wieder an die Oberfläche bzw. das einmal erworbene Wissen kann viel leichter wieder erneuert werden.
Für mich hat der zweite Teil des Zitats die größere Bedeutung, da ich mich schwer tue, vom Denken ins Handeln zu kommen. In wichtigen Momenten meines Lebens, in denen ich mit mir hadere, etwas zu tun, denke ich an dieses Zitat, und es hilft mir, mein Wollen in die Tat umzusetzen.
PS: Ich habe die Quelle dieses Zitats überprüft. ChatGPT erklärte mir im Brustton der Überzeugung, dass dieses Zitat nicht von Goethe stamme, da es keinen verlässlichen Beleg dafür in seinen Werken gebe, und ordnete es einem französischen Schriftsteller zu. Dagegen fanden IONOS, Le Chat und Gemini die korrekten Stellen. Ich nehme gerne Quellenkritik entgegen.
Täglicher Schreibanreiz
Gibt es ein Zitat, nach dem du dein Leben lebst oder an das du oft denkst?
Eine positive Veränderung, die ich in meinem Leben vorgenommen habe, hat einen Domino-Effekt positiver Gewohnheiten ausgelöst.
Vor fast 40 Jahren fand das Buch „Endzeit für Tiere: Ein Aufruf zu ihrer Befreiung” von Sina Walden und Gisela Bulla aus dem Jahr 1984 seinen Platz in meinem Bücherregal. Auf dem Cover war ein einzelnes Äffchen in einem Käfig mit Gitterboden abgebildet. Es kauert in einer Ecke, die linke Hand ruht auf dem Schädel, die rechte Hand stützt den linken Unterarm. Es stiert vor sich hin. Laut Inhaltsbeschreibung sollte es um Tierversuche, Nutztiere, Haustiere, Wildtiere, Zoos, modische Nerze, Jagd und Fleischkonsum gehen. Ich mied das Buch wie der Teufel das Weihwasser. Mein Unterbewusstsein wusste, dass nach dem Lesen dieses Buches nichts mehr so sein würde wie vorher. Ich habe es bis heute nicht gelesen. Denn das, was wir allen Tieren – direkt oder indirekt – antun, übersteigt das Vorstellungsvermögen jedes Einzelnen.
Vor fast genau 14 Jahren holte mich das Thema dann doch ein. Eine Mutter und Studentin des Umweltingenieurwesens begegnete mir virtuell, wir hatten einen sehr ähnlichen Musik- und Kabarettgeschmack. Sie ernährte sich rein pflanzlich und erzählte mir, warum. Langsam begann ich, meine Ernährung zu verändern. Ich aß weniger Fisch, Fleisch und Wurst und wurde im Laufe der nächsten vier Jahre fast Vegetarier. Vor fast genau zehn Jahren wurde eine andere virtuelle Bekannte eine reale Kollegin. Auch sie ernährte sich rein pflanzlich und gab mir den letzten Anstoß, vollständig auf tierische Produkte zu verzichten.
Ich beschäftigte mich intensiv mit vollwertiger Ernährung und machte mir einen Plan. Da ich vor zehn Jahren Übergewicht hatte, nutzte ich die Gunst der Stunde, um abzunehmen. Nach einem halben Jahr waren Blutdruck- und Cholesterinsenker unnötig. Ich begann zu joggen. Seitdem halte ich mein normales Gewicht und bin altersgerecht wohlauf. Nach und nach stellte ich alles, was ich kaufte, auf tierleidfreie Produkte um. Heute kaufe ich ca. 99 Prozent aller Produkte tierleidfrei, wobei es schwierig bleibt, tierversuchsfrei zu leben, da diese Informationen von den Herstellern gerne verborgen werden.
Der Blick auf das Tierleid öffnet auch den Blick auf das Leid der Menschen und die Verbrechen an unseren Lebensgrundlagen.
Hier nur einige weitere Stichworte: Klimakatastrophe (Erderwärmung, Verbrennung fossiler Brennstoffe), Ewigkeitschemikalien aus Erdöl, (Plastik-)Vermüllung (Plastik aus Erdöl), Kriege (Kämpfen und Überfallen statt Verhandeln, Verhandlungen torpedieren), Atommüllkatastrophe.
Ich lebe flug- und autofrei. Mein Stromverbrauch ist minimal. Ich trinke Leitungswasser. Ich verzichte auf Coffee-to-go. Ich wohne auf weniger als 30 Quadratmetern, ernähre mich nahezu tierleidfrei und kleide mich entsprechend. Eine Baustelle ist noch, auf Flugobst und -gemüse zu verzichten. Ich scheitere daran, plastikverpackungsfrei zu leben.
Das unsägliche Leid der Tiere an mich heranzulassen, war die beste Entscheidung und die positivste Veränderung in meinem Leben.