🎙 Ein Überlebender eines rechtsextremen Terroranschlags erzählt seine Geschichte.

Conrad Roeßler überlebte im Oktober 2019 einen rechtsextremen Terroranschlag in Halle, als ein Attentäter versuchte, eine Synagoge zu stürmen und anschließend einen Döner-Imbiss angriff, in dem sich Roeßler gerade aufhielt.

Während des Angriffs versteckte er sich in der Toilette des Imbisses und schickte eine letzte Nachricht an seine Familie, in der er ihnen seine Liebe ausdrückte – ohne zu wissen, ob er den Angriff überleben würde. Nach dem Angriff erlebte er eine Mischung aus Erleichterung und Schock, als er erfuhr, dass ein anderer Gast getötet worden war.

Seitdem hat Roeßler an Therapien teilgenommen und sich aktiv mit den Folgen des Anschlags auseinandergesetzt, einschließlich der Teilnahme an den Gerichtsverfahren gegen den Attentäter.

Heute lebt er in Berlin, hat sich umgeschult und betont die Wichtigkeit, die Erinnerung an den Terroranschlag wachzuhalten und sich gegen rechte Ideologien zu positionieren.


Aus der Podcastfolge „Ich bin Überlebender von rechtem Terror – Conrad Roeßler“ vom –20.04.2025– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


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💬 Die Revolte der Kupfermünzen. Warum Kleingeld die letzte Bastion gegen totale Beschleunigung ist.

» […] Mit Transaktionen vermittels Bargeldes entstehen Pausen im rigiden konsumistischen Betriebsablauf, die sinnlos und quälend wirken mögen, in Wahrheit aber eine Bastion des Widerstands gegen die Alleinherrschaft der Akzeleration [Beschleunigung] bilden.

Die Dame, die an der Supermarktkasse ihr Portemonnaie aus der Tasche zieht und in aller Seelenruhe darin herumkramt, um den exakten Betrag in kleinstmöglichen Münzen zu bezahlen, sie ist eine Widerstandskämpferin.

Der Herr im Imbiss, dessentwegen die Bedienung genervt aufschnaubt, weil er seine Ramennudeln mit einem 100-Euro-Schein bezahlt, auch er leistet Widerstand. […] «

  • Jörg Scheller in „Konsumkritik: Bargeld“ aus PSYCHOLOGIE HEUTE 04/2026, Seite 7

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