Die frohe Botschaft von Ostern ist nicht, dass wir eine neue Welt finden, sondern dass wir die alte Welt mit neuen Augen sehen lernen. Wir erfahren, dass das Dunkel zwar mächtig scheint, aber am Ende dem Licht weichen muss. In dieser Hoffnung können wir heute mutig vorangehen und für das Gute einstehen.
Alhazen wurde um 965 in Basra geboren, arbeitete in Kairo und ist für seine bahnbrechenden Forschungen im Bereich der Optik bekannt. Nachdem er in einen Konflikt mit dem Kalifen geraten war, kam er in Hausarrest, den er zur Durchführung von Experimenten über Licht und Sehen nutzte. In seinem Hauptwerk „Buch der Optik” dokumentierte er seine Erkenntnisse und entwickelte die erste Camera obscura, welche das Verständnis von Licht und Sicht revolutionierte. Trotz seines Einflusses auf die moderne Experimentalphysik gerieten Alhazens Leben und Werk weitgehend in Vergessenheit.
Aus der Podcastfolge „Er verstand das Sehen: Alhazen, der vergessene Wissenschaftler“ vom 21.09.2025 des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.
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In dieser Podcast-Folge geht es um das Thema Biohacking und insbesondere darum, wie man seinen Schlaf optimieren kann. Biohacking umfasst verschiedene Methoden, die Menschen anwenden, um ihre Gesundheit und Produktivität zu steigern. Ein wichtiger Aspekt ist der zirkadiane Rhythmus, also der natürliche 24-Stunden-Rhythmus des Körpers, der durch Licht und Dunkelheit beeinflusst wird.
Podcastfolge „Biohacking – Wie können wir den Schlaf optimieren?“ vom 18.06.2024 aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Über Schlafen“.
Die Schlafforscherin Christine erklärt, wie wichtig ein entspanntes Verhältnis zum Schlaf ist und dass Stress sich negativ auf den Schlaf auswirken kann. Zu den Tipps gehören regelmäßige Schlafzeiten, der Verzicht auf Koffein am Nachmittag sowie die Nutzung von Licht, um die innere Uhr zu regulieren. Licht am Morgen kann beispielsweise dabei helfen, den Körper wach zu machen und den Schlafrhythmus zu stabilisieren.
Es werden auch verschiedene Gadgets und Techniken erwähnt, wie beispielsweise Blaulichtfilterbrillen. Diese sollen den Schlaf verbessern, indem sie das blaue Licht am Abend reduzieren. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass die Wirkung solcher Produkte oft überbewertet wird und persönliche Vorlieben und Empfindlichkeiten berücksichtigt werden sollten.
Die Podcastfolge schließt mit der Feststellung, dass das Experimentieren mit verschiedenen Hacks hilfreich sein kann, man sich dabei aber nicht unter Druck setzen sollte. Letztlich ist es wichtig, einen gesunden Schlafrhythmus zu finden, der zu einem passt, ohne sich dabei zu stressen.
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Eine Studie der Cranfield University zeigt, dass Lichtverschmutzung durch nächtliche Beleuchtung den CO₂-Ausstoß von Pflanzen und anderen Organismen erhöht und somit den Klimawandel verstärkt. Der Grund: Pflanzen können bei künstlichem Licht keine Photosynthese betreiben.
Eine Studie der Cranfield University in England zeigt, dass Lichtverschmutzung durch dauerhaft leuchtende Straßenlaternen und andere Beleuchtungen negative Auswirkungen auf das Weltklima hat. Nachts erhöht sich der Kohlenstoffdioxidausstoß von Pflanzen, Bakterien und Tieren, während gleichzeitig die Photosynthese der Pflanzen beeinträchtigt wird. Dies führt zu einer zusätzlichen CO₂-Anreicherung in der Atmosphäre. Die Forschenden betonen, dass das Einsparen von nächtlichem Licht den CO2-Ausstoß reduzieren und den Stromverbrauch senken könnte. Somit würde ebenfalls die CO2-Emission verringert.
»Studie: Lichtverschmutzung wirkt sich auf CO2-Ausstoß von Pflanzen und damit auf das Weltklima aus – Die so genannte Lichtverschmutzung hat laut Forschenden der Cranfield Uni in England Auswirkungen auf das Weltklima. Ihre Feststellung: Wenn nachts künstliches Licht leuchtet, stoßen Pflanzen, Bakterien und Tiere mehr Kohlenstoffdioxid aus als im Dunkeln. Gleichzeitig können Pflanzen mit dem künstlichen Licht keine Photosynthese betreiben, also kein CO2 aus der Luft verbrauchen. Demnach führt nächtliche Beleuchtung zu mehr CO2 in der Atmosphäre, was den Klimawandel zusätzlich anheizt.«, 13.11.2025, https://www.deutschlandfunk.de/studie-lichtverschmutzung-wirkt-sich-auf-co2-ausstoss-von-pflanzen-und-damit-auf-das-weltklima-aus-102.html
Früher wachte ich mit dem Sonnenlicht auf, das durch das Fenster schien. Jetzt weckt mich eine Rakete, die zwei Wohnblöcke entfernt einschlägt. Es gibt keinen Morgen mehr – keine Arbeit, keine Schule, keine Mahlzeiten. Es gibt nur noch den nächsten Augenblick und die Angst, dass wir ihn nicht überleben werden.
Sogar der Himmel über Gaza hat sich verändert. Die Sonne geht auf, aber sie wärmt nicht mehr. Die Nacht senkt sich über uns, aber sie bietet keine Ruhe.
Was wir Schlaf nennen, ist kein Schlaf mehr. Es ist Müdigkeit mit einem geöffneten Auge. Wir packen unsere Taschen. Wir lassen unsere Kinder vollständig angezogen. Jedes Summen über uns lässt uns den Atem anhalten. Wenn es länger als zehn Minuten still ist, entspannen wir uns ein wenig.
In der vierten Nacht des Oktobers 2023[1] leuchtete der Himmel auf. Ein Feuergürtel peitschte über unsere Straße. Ich lag neben meinem Bruder auf dem Boden. Wir hörten Kreischen. Dann nichts mehr. Dann Staub und Schreien. Ich sah, wie die Brust meines Cousins aufgerissen wurde. Sein Körper fiel zu Boden und machte ein Geräusch wie kein anderes. Mein Bruder und ich krochen unter Glasscherben hervor. Die Hälfte des Gebäudes auf der anderen Straßenseite war verschwunden. Wir hatten keine Zeit, meinen Cousin ordentlich zu begraben. Keine Tücher. Kein Licht. Zum ersten Mal stellte ich die Gerechtigkeit meines Überlebens in Frage. Etwas in mir erstarrte und zersplitterte dann. Ich weinte nicht. Ich blieb gebrochen. Schließlich hörte der Krieg nicht auf. Reparatur würde nur darauf vorbereiten, erneut zerbrochen zu werden.
In einem Schutzraum weinte ein Kind um seinen Vater, der am Morgen zuvor gestorben war. Seine Mutter hielt ihn mit steinernen Armen fest, stumm und mit starrem Blick. „Mama, warum weinst du nicht?“, fragte das Kind. Die Mutter brach zusammen. Ich wünschte, ich hätte es nicht gesehen, wie ihr Gesicht in sich zusammenfiel.
Früher habe ich unter einer Lampe gelernt. Ich habe Bücher gelesen. Ich habe vom Leben geträumt. Jetzt lässt mich das Leuchten meines Handys zusammenzucken. Eine Kerze ist ein Ziel. Ein Streichholz ein Verrat. Die Drohnen suchen nach Lichtquellen. Ich erinnere mich an die Nacht, in der die Taschenlampe eines Nachbarn ihn sein Zuhause gekostet hat. Das Flugzeug kreiste. Dann kam das Licht. Dann das Ende.
Wir verdecken unsere Fenster. Wir sprechen flüsternd. Ich lerne jeden Winkel unserer zerstörten Wohnung auswendig. Die Anzahl der Schritte zwischen dem Flur und dem Waschbecken. Das Muster der Risse auf dem Boden. Den Geruch von Verbranntem in der Ferne.
Kinder spielen Stille-Spiele. Ich greife nach der Hand meiner Mutter, um mich zu vergewissern, dass sie da ist. Wir stellen keine Fragen mehr. Die Antworten sind erbarmungslos: Nirgendwo ist es sicher, niemand ist unversehrt.
Im Dezember 2023 suchten wir Schutz in einem Industriegebiet. Panzer umzingelten uns. Kein Ausweg. Keine Zukunft. Mein Vater sagte: „Rennt jetzt.“ Ich sah den Staub unter den Ketten der Panzer. Ich roch ihren Stahl. Ich weiß nicht, wie wir es geschafft haben – aber das ist alles, was mir geblieben ist: die schlichte Tatsache, dass wir überlebt haben, und das Gefühl der Schuld, dass es bei anderen nicht so war.
Ich habe Angst vor Licht. Ich habe Angst vor Dunkelheit. Ich habe Angst vor Stille. Ich fürchte mich vor Lärm. Wenn die Explosionen aufhören, wird meine Angst stärker. Die Stille ist nur ein Vorspiel. Jede Sekunde fühlt sich wie Warten an. Worauf warten wir? Wir wissen es nicht.
Am Abgrund jedes Augenblicks sprechen zwei Stimmen zu mir. Die eine sagt: „Du hast überlebt.“ Die andere: „Es fängt bald wieder an.“
Ein Teil von mir möchte an den Morgen glauben. Ein Teil von mir bereitet sich auf eine weitere Nacht vor.
Früher kannte ich Zeit als Kalender, als Plan, als Ziel. Jetzt ist Zeit nur noch etwas, das wir ertragen.
Manchmal schließe ich die Augen und stelle mir einen Sonnenaufgang vor, der Kaffee mit sich bringt, nicht Angst. Ich träume davon, gedankenlos ein Fenster zu öffnen, um die Brise zu spüren; davon, ein Buch zu lesen ohne das Geräusch von Drohnen über mir. Ich träume von Nächten in Gaza, wie sie einmal waren: Verliebte, die durch vom Mond erhellte Straßen spazieren, spielende Kinder. Aber ich glaube diesen Träumen nicht.
Ich frage mich, wer ich sein werde, wenn das hier endet; ob ich jemals wieder ohne Angst neben einer Lampe sitzen werde; ob die Kinder meiner Kinder jemals wieder dem Licht vertrauen werden. In Gaza gibt es keine Metaphern. Es gibt nur das, was verschwunden ist, und das, was bleibt – dieses Leben zwischen Schatten und die Erinnerung an ein anderes Licht.
12.08.2025; von Abdullah Hany Daher, palästinensischer Schriftsteller und Journalist aus Gaza
Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Englisch in der Zeitschrift Jewish Currents. Übersetzung: Maike Gosch, NachDenkSeiten