📔 Der introvertierte Gestalter: Mitwirkung ohne Rampenlicht

Ich bezeichne mich weder als Anführer noch als Mitläufer.

Ein Anführer ist eine Person, die eine Gruppe oder Organisation durch eine klare Vision leitet und dabei als inspirierendes Vorbild agiert, statt sich nur auf formale Befehlsgewalt zu stützen. Er gewinnt das Vertrauen seiner Mitmenschen, um gemeinsam Ziele zu erreichen und die individuellen Potenziale der Teammitglieder gezielt zu fördern. Dabei trägt er die zentrale Verantwortung für die strategische Ausrichtung sowie den Zusammenhalt der Gemeinschaft.

Ein Mitläufer hingegen schließt sich einer Gruppe oder Bewegung an, ohne eine aktive Führungsrolle zu übernehmen oder eigene kritische Standpunkte deutlich zu vertreten. Meist treibt ihn der Wunsch nach Sicherheit und Zugehörigkeit dazu, sich passiv der Mehrheitsmeinung anzupassen. Er trägt die kollektiven Ziele zwar mit, scheut jedoch die individuelle Verantwortung für die daraus resultierenden Konsequenzen.

Ein Mitläufer bin ich nicht. Es gibt nur wenige Gruppen oder Bewegungen, denen ich mich anschließe, meistens auch nur vorübergehend. Wenn es sich ergibt, bin ich bereit, zeitweise eine aktive Führungsrolle zu übernehmen. Kritische Standpunkte vertrete ich deutlich. Weicht die Mehrheitsmeinung fundamental von meiner Meinung ab, halte ich Distanz zur Gruppe oder Bewegung. Als Verantwortungsethiker übernehme ich selbstverständlich die individuelle Verantwortung für die Konsequenzen meiner Mitgliedschaft.

Ein Anführer bin ich jedoch nicht, da mich diese Rolle als zutiefst introvertierter Mensch überfordern und ungesund stressen würde. Für einen überschaubaren Zeitraum bin ich jedoch bereit, eine Führungsrolle zu übernehmen. Gerne unterstütze ich selbstlos Anführer, deren Ziele, Werte und Verhalten ich gutheiße.

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📔 Mabanavoberfel

Zu meinen fünf Lieblingsfrüchten gehören: Äpfel, Blaubeeren, Bananen, Avocados und Mangos.

An Äpfeln gefällt mir die große Sorten- und Geschmacksvielfalt. Da die Auswahl im Supermarkt begrenzt ist, kaufe ich sie gerne in Naturkostläden. Ich esse Äpfel auch gerne als Mus oder Mark oder trinke sie als naturtrüben Saft.

Blaubeeren und Mangos kaufe ich tiefgefroren. An den Geschmack der Mangos musste ich mich erst gewöhnen. Ich süße sie mit Ahornsirup nach. Die Blaubeeren esse ich gerne in meinem morgendlichen Müsli

Bei Bananen und Avocados halte ich mich zurück, da sie für Menschen mit Histaminintoleranz problematisch sein können.

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📔 Ausmisten und Möbelrücken.

„Ausmisten“ wäre eine kleine Verbesserung, die ich in meinem Leben umsetzen könnte.

Nach fast zwölf Jahren in meiner kleinen Wohnung finden sich nun überall Stapel: Zeitschriften, Bücher, Briefe und alles, was sich sonst noch so stapeln lässt. Hinzu kommen Altlasten in Umzugskartons, Regalen und Schränken, von denen ich mich trennen könnte. Auch von einigen Kleidungsstücken könnte ich mich trennen.

Dadurch würde sich meine Wohnumgebung luftiger anfühlen.

Und bei dieser Gelegenheit könnte ich auch meine Möbel neu arrangieren.

Die Zeit ist reif für diese kleinen Verbesserungen in meinem Leben.

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📔 ‚Cogito, ergo sum‘, ‚contradictio in se‘, ‚deus ex machina‘.

Dies ist die kurze Geschichte über einen Menschen, der mein Leben positiv beeinflusst hat.

Es war mein Deutschlehrer H., der Konrektor des Gymnasiums, ein sogenannter alter Knochen, geprägt durch die Erfahrungen der Nazi-, Kriegs- und Nachkriegszeit. Sein Tick waren lateinische Sprüche. Er war ein Lehrer, der die Klasse verstummen ließ, wenn er den Raum betrat. Ich hatte Probleme mit Autoritäten. Ich machte mich klein und hoffte, unsichtbar zu sein. Ich war einer der schlechtesten Deutschschüler. Bis zu dem einen Morgen nach der großen Pause.

In dieser Pause nahm ich meinen kleineren Klassenkameraden P. spaßeshalber unter den Arm. In der darauffolgenden Deutschstunde wurde P. übel und H. fragte ihn, ob er wisse, woher seine Übelkeit komme. P. berichtete von meinem Armgriff.

Danach wackelten die Wände. H. schrie mich an, machte mir die größten Vorwürfe und trug mir auf, bis zum nächsten Tag zwölf DIN-A4-Seiten zu beschriften. Zuhause angekommen, war ich außer mir. Ich bebte vor empfundener Ungerechtigkeit. Ich hatte lediglich in der Pause mit P. geflachst und ihn möglicherweise unglücklich gegriffen. Meine Eltern suchten das Gespräch mit H., und ich gab meine zwölf DIN-A4-Seiten ab. Dann geschah etwas Überraschendes.

In den folgenden Wochen und Monaten gehörte ich immer zu denjenigen, die ihre Deutschhausaufgaben vor der Klasse stehend vortragen mussten. Nicht, weil H. mich vorführen oder beschämen wollte, sondern, wie ich gleich beim ersten Mal merkte, weil er mich von nun an fördern wollte. Im Laufe der Zeit wurde ich zu einem guten Deutschschüler. Ohne H. wäre ich heute vermutlich ein anderer Mensch.

Unsere gegenseitige Sympathie ging sogar so weit, dass mein befreundeter Klassenkamerad R. und ich eine Radtour auf die andere Rheinseite unternahmen, um H. zu Hause überraschend zu besuchen. Wir wurden freundlich empfangen. Ich lernte, was der Spruch „Harte Schale, weicher Kern” bedeutet.

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📔 Nein!

Freiheit ist ein Zustand, in dem man von allen Zwängen und Pflichten befreit ist. Freiheit bedeutet auch, sich in der Natur bewegen zu können, ohne eingesperrt zu sein.

Im Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes wird die freie Entfaltung der Persönlichkeit garantiert, auch als allgemeine Handlungsfreiheit bezeichnet. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Rechte anderer verletzt werden oder wo der Einzelne gegen die verfassungsmäßige Grundordnung verstößt (Schrankentrias). Daneben gibt es spezielle Freiheitsrechte wie den Schutz vor willkürlicher Verhaftung oder körperlichem Zwang (Freiheit der Person), das Recht, (keine) Religion oder Weltanschauung zu haben (Glaubens- und Gewissensfreiheit), Meinungs- und Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und Berufsfreiheit.

Diese Freiheitsrechte sind eine notwendige Bedingung, um als würdevolles, eigenverantwortliches Wesen zu existieren, denn die Würde des Menschen ist unantastbar.

Es gibt nur wenige Personen, die frei von allen Zwängen und Pflichten sind.

Für mich ist die Gedankenfreiheit die wichtigste Freiheit. Alle anderen Freiheiten können eingeschränkt werden, bis hin zu deren (zeitweisem) Verlust. Meine Gedanken kann mir niemand nehmen. Bis jetzt. Die Forschung ist jedoch bereits so weit, dass sie in der Lage ist, Gedankenfragmente von Menschen „lesen” zu können. Es wird nicht mehr lange dauern, bis es die Freiheit der Gedanken nicht mehr geben wird.

Die größte Freiheit ist es, ungestraft „Nein” sagen zu können.

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