Elsa Dutton ist die zentrale Figur und Erzählerin des Yellowstone-Prequels „1883”. Sie bildet das emotionale Zentrum der Geschichte und durchläuft die tiefgreifendste Veränderung aller Charaktere.
Zu Beginn ihrer beschwerlichen Reise von Texas nach Norden ist die 18-jährige Elsa ein behütet aufgewachsenes, romantisch veranlagtes Mädchen aus Tennessee. Sie blickt mit fast kindlicher Faszination und einer gewissen Naivität auf die raue Welt um sich herum. Doch die brutale Realität des Oregon Trails zwingt sie, extrem schnell erwachsen zu werden. Sie lernt, Rinder zu treiben, wie ein Cowboy zu reiten und im Angesicht der Gefahr Waffen einzusetzen. Am Ende der Reise ist sie eine gezeichnete, harte und unglaublich widerstandsfähige junge Frau, die den Wilden Westen vollständig verinnerlicht hat.
Elsa wehrt sich vehement gegen die engen gesellschaftlichen Rollenbilder des späten 19. Jahrhunderts – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.
Sie legt ihre einengenden, traditionellen Kleider und Korsetts ab und tauscht sie gegen die Kleidung der Cowboys: Hosen, Hemden und Chaps.
Sie weigert sich, die traditionelle Rolle der passiven Frau im Planwagen einzunehmen. Stattdessen fordert sie ihren Platz auf dem Pferderücken ein und arbeitet gleichwertig neben den Männern.
Elsa liebt und trauert mit einer fast grenzenlosen, ungeschützten Intensität. Ihre oft sehr poetischen und philosophischen Voice-over-Monologe gewähren einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben.
Ihre erste große Liebe zu dem Cowboy Ennis weckt eine wilde Leidenschaft in ihr. Sein plötzlicher, gewaltsamer Tod bricht ihr das Herz, härtet sie aber auch ab. Später verliebt sie sich in den Comanche-Krieger Sam. Diese Liebe überschreitet alle damaligen kulturellen Grenzen und zeigt Elsas fundamentale Offenheit für Menschen, die mit der Natur und nicht gegen sie leben.
Während viele europäische Einwanderer und Siedler den Westen als feindliche Umgebung betrachten, die es zu erobern gilt, sieht Elsa seine raue Schönheit. Sie passt sich der Natur an, anstatt sie bekämpfen zu wollen. Durch ihre Ehe mit Sam und ihre furchtlose Art wird sie von den Comanche respektiert und als „Lightning with the Yellow Hair“ (Blitz mit dem gelben Haar) in ihre Kultur aufgenommen.
Elsas Schicksal bildet den Gründungsmythos der gesamten Dutton-Dynastie. Als sie durch einen vergifteten Pfeil der Lakota tödlich verletzt wird, entscheidet ihr Vater James, dass die Familie ihre Reise beendet und genau dort siedeln wird, wo Elsa ihre letzte Ruhe findet. Ihr Tod im Paradise Valley in Montana ist der direkte Auslöser dafür, dass die Familie das Land in Besitz nimmt, das später zur gigantischen „Yellowstone“-Ranch wird.
Sie ist das personifizierte Symbol für den amerikanischen Westen der Serie: wunderschön, ungezähmt, wild und letztlich zutiefst tragisch. ✨
Diese Filmfigur, grandios gespielt von der jungen Schauspielerin Isabel May, ist mir in den zehn Episoden der Miniserie ans Herz gewachsen. Für einen Moment waren Fiktion und Realität eins. Ihr Filmtod hat mich zuletzt für eine halbe Stunde zerrissen.
Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
~ Der erste Schöpfungsbericht (1. Mose (Genesis) 1,27), in der Übersetzung der Lutherbibel 2017
Da machte Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
~ Der zweite Schöpfungsbericht (1. Mose (Genesis) 2,7), in der Übersetzung der Lutherbibel 2017
Tägliche Schreibanregung
Wenn du ein Ereignis aus der Geschichte ausradieren könntest – welches wäre das?
Eine Verschwörungstheorie ist der Versuch, Ereignisse, Zustände oder Entwicklungen durch eine geheime Verschwörung, also das zielgerichtete, konspirative Wirken von zwei oder mehr Personen zu einem verborgenen, illegalen oder illegitimen Zweck, zu erklären.
Zunächst einmal ist eine Verschwörungstheorie eine Theorie oder These bzw. Behauptung.
Ich spreche hier nicht von Theorien oder Behauptungen, die Menschen aus diffusen Ängsten oder Psychosen heraus erstellen oder um Aufmerksamkeit oder Klickzahlen zu erhalten.
Ich spreche hier ausschließlich von Expert:innen auf ihrem Gebiet, z. B. (Investigativ-)Journalist:innen, Wissenschaftler:innen, Architekt:innen, Ingenieur:innen, Generäle usw.
Diese Menschen stellen die richtigen Fragen zu einem merkwürdig erscheinenden Ereignis (bekannte und aufgelöste Beispiele siehe am Ende des Blogbeitrags). 9/11 hat sich beispielsweise tief in unser Erleben eingebrannt. Dieses Ereignis in seiner Vorbereitung, seinen Begleitumständen, seiner Ausführung sowie seinen unmittelbaren und längerfristigen Folgen hat viele der oben genannten Expert:innen sachlich fundierte Fragen stellen lassen. Allein in den USA waren es Tausende, die sich zum Teil auch zusammengeschlossen hatten. Ihre berechtigten Fragen wurden bis heute nicht ausreichend und abschließend beantwortet.
In einem internen Strategiepapier von 1967 (Dokument 1035-960) wies die CIA ihre Agenten an, Kritiker der offiziellen Untersuchungskommission zur Ermordung von John F. Kennedy systematisch zu diskreditieren, indem sie deren Argumente als „Verschwörungstheorien” abstempelten. Das Ziel war es, Zweifel lächerlich zu machen und die Zweifler:innen als paranoid, irrational oder politisch motiviert darzustellen.
Diese Methode der Herrschenden wurde bis heute immer weiter verfeinert; die Inhaber großer „sozialer“ Netzwerke gehen ihnen dabei dienstbar zur Hand. Aktuell werden Menschen, die öffentlich kritische Fragen stellen, nicht mehr als Verschwörungstheoretiker verächtlich gemacht, sondern man beraubt sie ihrer wirtschaftlichen Existenz. Sanktionen nennen die Herrschenden das.
Hüseyin Doğru ist ein in Frankfurt am Main geborener deutsch-türkischer Journalist und Gründer der Medienplattform Red (AFA Medya). Er wurde im Mai 2025 im Rahmen des 17. EU-Sanktionspakets auf die Liste gesetzt. Die EU warf ihm und seiner Plattform vor, enge Verbindungen zu russischer Staatspropaganda zu unterhalten und Falschinformationen zu verbreiten, um Zwietracht zu säen. Die Plattform hatte sich in ihrer Berichterstattung stark auf den Krieg in Gaza und pro-palästinensische Proteste fokussiert. Doğru weist die Vorwürfe zurück.
Seine Konten und sein Vermögen wurden eingefroren. Ihm wurde ein Betrag von gut 500 Euro monatlich für Grundbedürfnisse zugestanden. Die Maßnahmen wurden durch die Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) zeitweise auch auf seine Familie ausgeweitet. Die Konten seiner Ehefrau und seiner Mutter wurden wegen angeblicher „Sanktionsumgehung” gesperrt. Laut seinem Anwalt brachte dies die Familie in existenzielle Not, da es theoretisch sogar für Nachbarn strafbar wäre, Lebensmittel zu spenden. Das Verwaltungsgericht Köln hat die Sperrung des Kontos seiner Ehefrau jedoch kürzlich wegen ernsthafter rechtlicher Zweifel aufgehoben.
Jacques Baud ist ein ehemaliger Offizier des Schweizer Nachrichtendienstes, Analyst und UN-Mitarbeiter. Er wurde am 15. Dezember 2025 auf die EU-Sanktionsliste gesetzt. Baud vertrat in Publikationen und Analysen unter anderem die These, die Ukraine habe den russischen Angriff provoziert. Die EU stufte dies als „Putin-Propaganda” ein.
Seine Bankkonten wurden eingefroren und es wurde ein Einreiseverbot in die EU verhängt. Da Baud in Brüssel lebt, sitzt er dort nun faktisch fest, da er ohne funktionsfähige Konten und Einkommen ist. Zudem kann er nicht legal in die Schweiz zurückreisen, da dieses Land das spezifische Sanktionsregime der EU nicht übernommen hat.
Bestrafe einen, erziehe hunderte. Um nur zwei Beispiele zu nennen.
Der deutsche Psychiater, Psychotherapeut, römisch-katholische Theologe, Berater des Vatikans, ehemalige Leiter des Alexianer-Krankenhauses in Köln und Buchautor Manfred Lütz veröffentlichte 2012 sein Buch „Bluff! Die Fälschung der Welt“, in dem er aus theologischer und psychologischer Sicht die Welt und die Menschen beleuchtet.
Ich habe dieses Buch mehrmals gelesen, lange darüber nachgedacht und seitdem habe ich meine eigene Verschwörungstheorie:
Wir sind alle wie Truman Burbank in „Die Truman Show”. Die Herrschenden haben über Jahrzehnte Fassaden für uns aufgebaut und lassen uns zwischen diesen Kulissen leben. Das wahre Leben findet abgeschirmt dahinter statt. Unsere Politiker:innen stehen auf der Bühne eines Theaters und spielen Demokratie, während wir im Zuschauerraum gebannt zuschauen. Es ist ein Theaterstück, bei dem das Publikum dazwischenrufen oder auch einmal auf die Bühne treten darf. So bleibt das Publikum im Glauben, es könne etwas bewirken.
Tatsächlich finde ich nur meine eigene Verschwörungstheorie glaubwürdig. (-;
In den letzten 100 Jahren gab es mehrere historische Vorfälle, bei denen angebliche „Verschwörungstheorien” oder hartnäckige Gerüchte durch offizielle Dokumente, Whistleblower:innen oder Untersuchungsausschüsse als Fakten bestätigt wurden. In einigen dieser Fälle übertraf die Realität sogar die schlimmsten Befürchtungen.
1. Projekt MKUltra (Gedankenkontrolle der CIA)
Der Verdacht: Der amerikanische Geheimdienst entführt Menschen und führt geheime Experimente zur Gedankenkontrolle und Gehirnwäsche durch.
Die Realität: In den 1970er Jahren deckte das sogenannte Church Committee (ein Untersuchungsausschuss des US-Senats) auf, dass die CIA von 1953 bis in die 1970er Jahre ein illegales, streng geheimes Forschungsprogramm namens „MKUltra” betrieb. Dabei wurden US-Bürgern und Kanadiern – darunter Krankenhauspatienten, Gefangene und Prostituierte – ohne ihr Wissen LSD und andere Drogen verabreicht. Es kam zu extremem Schlafentzug, Hypnose und psychologischer Folter. Das Ziel bestand darin, Methoden für Verhöre und mentale Manipulation im Kalten Krieg zu entwickeln.
2. Die Tuskegee-Syphilis-Studie
Der Verdacht: Die Regierung benutzt arme, schwarze Bürger als menschliche Versuchskaninchen für tödliche Krankheiten und verweigert ihnen die medizinische Hilfe.
Die Realität: Von 1932 bis 1972 führte der US-amerikanische Public Health Service eine medizinische Studie mit 399 an Syphilis erkrankten afroamerikanischen Pächtern in Alabama durch. Den Männern wurde die Diagnose verheimlicht. Noch viel gravierender ist, dass den Patienten, als in den 1940er Jahren Penicillin als extrem wirksames Heilmittel auf den Markt kam, dieses absichtlich vorenthalten wurde. Die Ärzte wollten den tödlichen Verlauf der Krankheit ungestört bis zur Autopsie studieren. Der Skandal wurde erst 1972 durch einen Whistleblower öffentlich gemacht.
3. Globale Massenüberwachung (NSA-Skandal)
Der Verdacht: Die Regierungen der Welt hören jedes Telefonat ab, lesen jede E-Mail mit und überwachen die gesamte digitale Kommunikation der Bürger.
Die Realität: Bis 2013 wurde diese Behauptung oft als paranoider Wahn abgetan. Dann veröffentlichte der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden Tausende streng geheime Dokumente, die zeigten, dass die US-Behörde NSA (oft in Zusammenarbeit mit anderen Diensten wie dem britischen GCHQ) Programme wie PRISM betrieb. Das Ausmaß der Überwachung übertraf die Annahmen der meisten Kritiker: Fast die gesamte globale Internetkommunikation, Verbindungsdaten und sogar die Handys verbündeter Staatschefs wurden systematisch und verdachtsunabhängig erfasst.
4. Der Tonkin-Zwischenfall (der Vorwand für den Vietnamkrieg)
Der Verdacht: Die US-Regierung hat einen Angriff auf eigene Schiffe erfunden, um einen legalen Kriegsgrund für die Intervention in Vietnam zu erzwingen.
Die Realität: Im August 1964 meldete die US-Regierung unter Präsident Lyndon B. Johnson, dass amerikanische Zerstörer im Golf von Tonkin von nordvietnamesischen Torpedobooten angegriffen worden seien. Dies führte zur sogenannten Tonkin-Resolution und zur direkten militärischen Eskalation der USA im Vietnamkrieg. Später veröffentlichte Pentagon-Papiere und freigegebene NSA-Dokumente belegten jedoch eindeutig, dass der entscheidende „zweite Angriff” am 4. August 1964 niemals stattgefunden hatte. Geheimdienstinformationen wurden gezielt manipuliert, um den Kriegseintritt vor dem Kongress zu rechtfertigen.
5. Operation Paperclip (Operation Büroklammer)
Der Verdacht: Die USA haben nach dem Zweiten Weltkrieg heimlich hochrangige Nazi-Wissenschaftler ins Land geholt und sie vor der Strafverfolgung wegen Kriegsverbrechen geschützt.
Die Realität: Um im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion einen technologischen Vorteil (insbesondere in der Raumfahrt und Raketentechnik) zu erlangen, rekrutierten amerikanische Geheimdienste ab 1945 über 1 600 deutsche Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker. Darunter befanden sich überzeugte Nationalsozialisten und Kriegsverbrecher wie Wernher von Braun, der später eine zentrale Rolle beim Apollo-Mondprogramm der NASA spielte. Die Akten dieser Männer wurden oft manipuliert („gesäubert”), um ihre Einreise in die USA trotz direkter Befehle des US-Präsidenten zu legalisieren.
Honi soit qui mal y pense.
Tägliche Schreibanregung
Welche Verschwörungstheorie findest du tatsächlich glaubwürdig?
Die Antwort auf die heutige Schreibanregung, wie ich mit Unsicherheiten umgehe, ist spätestens seit 2019, eher seit dem 11. September 2001, eine existenzielle.
Der Kabarettist Georg Schramm machte ab ca. 2008 mit seiner Kunstfigur Lothar Dombrowski auf das Interview aufmerksam, das Warren Buffett am 26. November 2006 der New York Times gab und in dem er sagte: »There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.« [Es gibt zwar einen Klassenkampf, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die diesen Kampf führt – und wir gewinnen.]
In Deutschland begann dieser von oben geführte Klassenkampf mit dem Sturz Helmut Schmidts durch ein konstruktives Misstrauensvotum der Mehrheit des Deutschen Bundestags, durch das Helmut Kohl zum Bundeskanzler gewählt wurde. Seitdem findet eine Umverteilung von unten nach oben statt. Die von Willy Brandt eingeleitete Politik wurde zunichte gemacht, nämlich die Politik des Ausbaus des Sozialstaats, der Bildungsreform, der Stärkung der Arbeitnehmer:innen, der Familien, der Gleichberechtigung von Frauen und der gesellschaftlichen Liberalisierung, erst ganz langsam und verdeckt, dann immer schneller und unverhohlener.
Dass die Klasse der Nicht-Reichen vor diesem mittlerweile offenen Klassenkampf sitzt wie das Kaninchen vor der Schlange und viele dies noch nicht einmal sehen wollen oder können, verunsichert mich zutiefst.
Das Mundtotmachen von „Fridays for Future”, die Pandemie, das regelrechte Befeuern der Klimakatastrophe und die direkt und indirekt angezettelten aktuellen Kriege und Völkermorde, die Vorbereitungen für einen zukünftigen aktiven Krieg in wenigen Jahren mittels unvorstellbarer Schulden, mit denen die Umverteilung von unten nach oben ihren finalen Höhepunkt erreicht, sowie der gleichzeitig begonnene Abbau von Transferleistungen und Steuererleichterungen, beginnend bei den Ärmsten und Schwächsten, sind nur Symptome des von Warren Buffett vor 20 Jahren angekündigten Klassenkampfes.
Mit dieser elementaren Unsicherheit und anderen Unsicherheiten gehe ich aber relativ gelassen um:
Zunächst halte ich das unangenehme Gefühl der Unsicherheit bzw. der Ungewissheit einfach aus, indem ich mich durch Meditation und Atmung beruhige und die Dinge, die ich möglicherweise beeinflussen kann, von den Dingen, auf die ich keinen Einfluss habe, gedanklich trenne.
Anschließend beschaffe ich mir so viele Informationen wie möglich aus den unterschiedlichsten Quellen, gerne auch gegensätzliche, um mir daraus eine eigene Meinung und Strategie zu bilden.
Ich überlege, was ich als Nächstes tun oder unterlassen kann, und denke auch über einen Plan B als Workaround nach, für den Fall, dass Plan A nicht funktioniert.
Ich schätze das Risiko für mich ein und versuche, es zu minimieren. Risiken zu vermeiden ist unmöglich.
Ich überlege, wie ich das bedrohliche Gefühl der Unsicherheit als Chance, Abenteuer oder Lernprozess umdeuten kann.
Ich verdränge die Unsicherheit keinesfalls oder lenke mich ab. Auch tappe ich nicht in die Falle eines Kontrollzwangs. Entscheidungen treffe ich in unsicheren Zeiten ohne schuldhaftes Zögern sofort. Prokrastination kann tödlich sein.
Wenn ich ins Grübeln gerate, versuche ich, die Gedankenschleife zu durchbrechen und mich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren.
Glaube und Spiritualität helfen mir dabei überhaupt nicht. Sie lähmen mich nur und verhindern, dass ich das Erforderliche unverzüglich tue, auch wenn es bitter ist.
In einer akut unsicheren Lage verliere ich dagegen meine Kreativität.
Aktuell sehe ich angesichts der Verheerungen in der Welt die Chance für persönliche Veränderungen.
Die Welt steht auf mit euch, und Anfang glänzt an allen Bruchstelln unseres Mißlingens …
– Rainer Maria Rilke, titellos, Muzot im Oktober 1925
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Frage mit dem Wort „officially”/„offiziell” auf den 18. Geburtstag abzielt. Das war der Tag, an dem ich offiziell erwachsen bzw. volljährig wurde.
Wann wurde mir klar, dass ich kein Adoleszent/Jugendlicher mehr, sondern ein Erwachsener bin?
Einen solchen Zeitpunkt gab es bei mir nie. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass ich nur ein unbestimmtes Zeitgefühl habe. Ich erinnere mich heute noch so an meine Kindheit, Pubertät und Jugend, als ob sie gestern gewesen wäre. Zeit spielt dabei kaum eine Rolle. Sie ist für mich nur nützlich, um Termine wahrnehmen zu können.
Bereits in der Pubertät fragte ich mich, wann der Zeitpunkt kommen würde, ab dem ich mich erwachsen fühlen würde. Die erste Freundin? Der Schulabschluss? Der Eintritt ins Berufsleben? Der erste Tag als „vollwertiger” Arbeitnehmer? Der Grundwehrdienst? Die erste eigene Wohnung? Das erste Petting? Der erste Sex? Die Hochzeit? Der regelmäßige Tod lieber Menschen? Die Adoption? Die Trennung? …
Nichts davon gab mir das Gefühl, erwachsen zu sein. Auch fühle ich mich weder als Kind noch als Pubertierender oder Jugendlicher.
Ich fühle mich als Mensch, als Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.
Jede Altersstufe – ich nenne sie lieber Erfahrungsstufen – hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Durch die gemachten Erfahrungen fühle ich mich reifer. Und mir ist bewusst, dass ich dem Tod zustrebe. Ich kenne weder Tag noch Stunde. Doch auch mein bewusster Umgang mit meiner Endlichkeit vermittelt mir kein Gefühl von Erwachsensein.
Ich habe ein Leben und empfinde es als ganzheitlich, so, als ob es ein einziger langer Tag wäre.
Tägliche Schreibanregung
Was war der Moment, in dem dir klar wurde: Okay, jetzt bin ich offiziell erwachsen?
Neuwied ist die Stadt der Döner, der Systemgastronomie und der industriellen Bäckereiketten. Diese haben in den letzten Jahren die besten Restaurants verdrängt. Es gibt hier keinen Lieblingsitaliener, keinen Lieblingsasiaten und keinen Lieblingsgriechen mehr. Das liegt auch, aber nicht allein, daran, dass sie keine Angebote für Menschen machen, die sich ausschließlich pflanzlich ernähren.
Im Umkreis von 20 bis 40 Kilometern findet man hingegen gute Restaurants, bei denen man spürt und schmeckt, dass die Chefköchin oder der Chefkoch zusammen mit ihren Teams mit viel Liebe kocht. Qualität und Personaleinsatz haben ihren Preis. Und wo die Kaufkraft fehlt, fehlen die guten Restaurants. So wie in Neuwied. Den letzten hervorragenden Italiener hat die Stadt vermutlich zum letzten Jahresende aus einer städtischen Immobilie herausgeekelt. Kochkünstler haben halt oft ihren eigenen Kopf, Rückgrat oder einen Dickkopf. So etwas ertragen rückgratlose Politiker:innen selten. Da sind keine Kompromisse möglich.
Ein paar Kilometer rheinaufwärts gibt es ein Hotel, das ein Herz für ALLE Esser und Esserinnen hat. Es gibt eine oft wechselnde Speisekarte für Allesesser und Pflanzenesser. Und alles wird mit ausgesprochen viel Liebe gekocht und zubereitet. Mir wurde erzählt, dass die Chefköchin aus den USA stammt und mit einem Deutschen verheiratet ist, der sich rein pflanzlich ernährt. Sie selbst ist keine Veganerin, kocht aber aus Liebe für ihn pflanzlich. Als Restaurantgast darf ich davon profitieren. Vierteljährlich gibt es sonntags ein der Jahreszeit entsprechendes Menü für Allesesser und Veganer mit Weinbegleitung. Ebenso zu „Rhein in Flammen”. Bei der Reservierung werden Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten erfragt und entsprechend berücksichtigt.
Hier in meiner Gegend ist das das beste Restaurant.
Meine Nachricht an mein früheres Ich: Lieber Bernd, du bist in Ordnung, so wie du bist. Du bist introvertiert!
Es ist in Ordnung,
wenn du die Smalltalks beim Friseur nicht leiden kannst
dass du gut beobachten kannst
gewissenhaft, genau und ordnungsbewusst zu sein
zuverlässig zu sein, pünktlich zu sein, Schuldgefühle zu haben, wenn du andere Menschen in unangenehme Situationen gebracht hast
viel zu lesen anstatt draußen zu spielen
kenntnisreich zu sein
über alles lange nachzudenken
alles zu hinterfragen
mit anderen mitzufühlen, schäme dich nicht deiner eigenen Gefühle, auch Indianer kennen Schmerz und können weinen
andere zu verstehen
bescheiden zu sein
wenig zu reden und vor allem langsam, weil es gut ist, alles zu bedenken
deine Kreativität auszuleben
vorausschauen zu können, das ist kein Pessimismus, das ist eine Gabe
vieles zu planen
gut vorbereitet zu sein
vom Guten im Menschen auszugehen, doch: sei wachsam
nichts im Äußeren zu tun und dich im Inneren zu beschäftigen
geduldig und ausdauernd zu sein
vorsichtig zu sein und Risiken abzuwägen
nicht von Anderen abhängig zu sein und Zeit allein zu verbringen
offen für Neues zu bleiben
sich lange konzentrieren zu können
dich nicht für Statussymbole zu interessieren
ruhig zu sein
nachdenklich zu sein
Tagträumen nachzugehen
nur wenige Freund:innen zu haben, die wenigen wirst du lange haben
das Leben nicht leicht zu nehmen und ernsthaft zu sein
von Gefühlen überwältigt zu werden und sensibel zu sein
dich nur mit wenigen Menschen zu umgeben und eine Zeit lang allein zu sein
in die Natur zu gehen und dich an der Schöpfung zu erfreuen
nicht stundenlang einkaufen zu wollen
noch keine Freundin zu haben, wenn alle anderen eine haben
nicht zu jedem Thema etwas beitragen zu müssen
dich mit einer Sache unterbrechungsfrei beschäftigen zu können
nicht im Mittelpunkt stehen zu wollen
Kunst zu mögen
wenn andere dich aufgrund deiner Introversion auf den ersten Blick „mysteriös“ empfinden, der zweite Blick wird es korrigieren
dich zurückzuziehen, wenn du erschöpft bist
sehr direkt zu sein; übe, dich zu entschuldigen
nicht euphorisch zu sein; es darf in dir toben
gehemmt zu sein; sprich darüber
dich in großen Gruppen unwohl zu fühlen
überstimuliert zu sein und dich dann zurückzuziehen und dir Pausen zu gönnen
nicht vor anderen Menschen Reden zu halten
leise zu reden
Telefonieren zu meiden; schreibe, schreibe, schreibe
bei hitzigen Streits, mit den Extravertierten nicht mithalten zu können
kein Partylöwe zu sein und die Menschen mit Geschichten zu unterhalten
beim Sprechen Denkpausen einzulegen
dich auf Parties unwohl zu fühlen
Augenkontakt zu vermeiden
nicht spontan sein zu können, das lernst du im Laufe deines Lebens
nur wenig von dir preiszugeben, auch das lernst du
dich unwohl zu fühlen, wenn du neue Umgebungen betrittst oder fremde Menschen kennenlernst
dich unterlegen zu fühlen, wenn du auf Menschen mit viel mehr Erfahrung triffst, irgendwann wirst du der Erfahrene sein
Dinge nicht parallel sonder seriell zu erledigen
nervös zu werden, wenn du beobachtet wirst; sprich es an
dich schneller und heftiger zu verlieben, verliere dich nicht dabei
weniger zu lächeln als andere, Introvertierte lächeln nach innen
nicht aus sich herauszugehen, auch das wird sich mit der Zeit wandeln
Mama und Papa haben keine Worte für eine Introversion. Die Gesellschaft in deiner Kindheit und Jugend betrachtet Introversion als Makel. Sie ist aber eine Stärke. Höre nicht auf Mama und Papa, wenn sie dich verbiegen möchten. Passe dich nicht an. Sei freundlich widerständig.
Tägliche Schreibanregung
Wenn du eine Zeitmaschine hättest und deinem früheren Ich nur eine einzige Nachricht schicken könntest: Was würdest du schreiben?
If you had a time machine and could send just one message to your past self, what would it say? | Wenn du eine Zeitmaschine hättest und deinem früheren Ich nur eine einzige Nachricht schicken könntest, wie würde diese lauten?
Als ich am 10. Oktober 2024 die Meldung hörte, dass der Literaturnobelpreis 2024 am 10. Dezember an die südkoreanische Autorin Han Kang verliehen wird, klickte ich spontan auf ihren Wikipedia-Eintrag. Ich kann nicht beschreiben, warum ich sofort von dieser Autorin, von diesem Menschen, fasziniert war. Sie wurde am gleichen Tag geboren wie meine Oma mütterlicherseits, allerdings Jahrzehnte später.
Schnell kaufte ich mir das am häufigsten genannte Buch von ihr: „Die Vegetarierin”, das 2007 in Südkorea und 2016 in Deutschland erschien. Danach las ich die anderen ins Deutsche übersetzten Bücher chronologisch nach dem Original-Erscheinungsjahr: „Deine kalten Hände”, „Griechischstunden”, „Menschenwerk”, „Weiß” und „Unmöglicher Abschied”. Jeder dieser Romane hat eine eigene Atmosphäre. Und diese unterschiedlichen Atmosphären sprechen mich an, ziehen mich in die Geschichten, die weit von meiner Realität entfernt sind. Ich vermute, dass die Romane sehr sorgfältig und feinfühlig von Ki-Hyang Lee ins Deutsche übersetzt wurden. Ki-Hyang Lee hat außer einem Roman alle anderen übersetzt.
Ich habe sehr viel von dem, was über Han Kang aus den unterschiedlichsten Quellen geschrieben wurde, gelesen.
Han Kang beschreibt extreme emotionale und körperliche Zustände oft in einer sehr kargen, fast sachlichen Sprache. Gerade durch das Weglassen von Pathos entfaltet diese eine unheimliche Wucht und Atmosphäre. Um gesellschaftliche Zwänge und inneren Schmerz greifbar zu machen, nutzt sie surreale Bilder. So hat die Protagonistin in ihrem bekanntesten Roman „Die Vegetarierin” zunehmend das Gefühl, sich in eine Pflanze zu verwandeln.
Ein wiederkehrendes Motiv ist die Auseinandersetzung mit der Verletzlichkeit des Menschen. Besonders das Massaker in ihrer Geburtsstadt Gwangju im Jahr 1980 hat sie tief geprägt. In Werken wie „Menschenwerk” versucht sie, dem kollektiven Trauma und den Opfern eine Stimme zu geben. Ihre Figuren sind oft Außenseiter, die nicht in die normativ geprägte, oft harte und patriarchale Gesellschaft Südkoreas passen. Wenn sie rebellieren, dann selten laut, sondern durch extreme körperliche oder psychische Verweigerung, beispielsweise durch den radikalen Verzicht auf das Essen von Tieren.
Han Kang treibt unentwegt die Frage um, wie man als Teil einer Menschheit leben kann, der so viel Grausamkeit und Gewalttätigkeit innewohnt.
Der Versuch, sich dieser allgegenwärtigen Gewaltspirale zu entziehen, ist ihr ein zentrales Anliegen. Dieser zutiefst pazifistische Gedanke, der Respekt vor allem Lebendigen, spiegelt sich in ihren Werken wider. Ihre Figuren ziehen sich oft aus einer als brutal empfundenen menschlichen Welt zurück, um niemandem mehr Leid zuzufügen.
Es ist ihr ein tiefes Bedürfnis, das Schweigen über historische Verbrechen zu brechen und den Opfern von Gewalt Solidarität und Erinnerung zu schenken.
Ich erkenne in ihrem Empfinden Ähnlichkeiten mit meinem eigenen. Gerne würde ich mit ihr in einer südkoreanischen Stadt in einem Restaurant ihrer Wahl zu Abend essen. Ich würde mit Small Talk beginnen und wäre gespannt, ob und in welche Tiefe uns das Gespräch führen würde. Keinesfalls würde ich vergessen, sie zu fragen, was ihr heute im Leben wichtig ist – die Frage, die Michael Steinbrecher jedem Gast in seinem Podcast „Das wahre Leben“ am Ende stellt.
Am 20. August 2018 begann sie mit ihrem Schulstreik vor dem schwedischen Parlament in Stockholm. Mit einem handgemalten Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ protestierte sie allein für mehr Klimaschutz. Daraus entstand später die weltweite Bewegung Fridays for Future.
Im Herbst 2018 übernahmen Tausende Schülerinnen und Schüler in vielen Ländern ihre Idee und begannen, jeweils freitags für den Klimaschutz zu streiken.
Am 4. und 12. Dezember 2018 machte sie auf der UN-Klimakonferenz (COP24) in Katowice mit ihrer scharfen Kritik weltweit auf sich aufmerksam.
2019 wurde Fridays for Future zu einer globalen Massenbewegung. Millionen Menschen beteiligten sich an weltweiten Klimastreiks und Greta wurde zur Symbolfigur der Bewegung.
Um am UN-Klimagipfel in New York teilnehmen zu können, überquerte sie im August 2019 mit dem Segelboot „Malizia II” emissionsfrei den Atlantik und machte damit auf die Klimabelastung des Flugverkehrs aufmerksam.
„How dare you!” Ihre emotionale Ansprache am 23. September 2019 beim UN Climate Action Summit an die Staats- und Regierungschefs wurde zu einer der bekanntesten Reden der Klimabewegung.
Am 20. und 27. September 2019 nahmen weltweit etwa 6 bis 7,6 Millionen Menschen an den bis dahin größten Klimademonstrationen teil.
Am 31. Dezember 2019 verbreitete sich die Nachricht von einem neuartigen Virus, der sich rasend schnell ausbreitete. Die Regierenden der meisten Länder nutzten die Pandemie, um verbriefte Freiheitsrechte außer Kraft zu setzen und damit ihre Macht zu demonstrieren. Durch Kontaktverbote, Lockdowns und Kontaktbeschränkungen wurde die Fridays-for-Future-Bewegung faktisch bedeutungslos gemacht.
Greta Thunberg hat mir für einen Augenblick mein Vertrauen in die Menschheit wieder vollständig gestärkt. Die weltpolitischen und bundesrepublikanischen Ereignisse seit dem 16.03.2020 haben diesen Glauben jedoch restlos zerstört.
Greta Thunberg sagte am 23.09.2019 sinngemäß:
Meine Botschaft lautet: Wir werden euch im Auge behalten.
Das ist alles falsch. Ich sollte gar nicht hier oben stehen. Ich sollte eigentlich wieder in der Schule sein, auf der anderen Seite des Ozeans. Und trotzdem wendet ihr euch alle an uns junge Menschen, um Hoffnung zu finden. Wie könnt ihr es wagen!
Ihr habt mir mit euren leeren Worten meine Träume und meine Kindheit gestohlen. Und doch gehöre ich zu den Glücklichen. Menschen leiden. Menschen sterben. Ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Anfang eines Massensterbens, und alles, worüber ihr reden könnt, ist Geld und Märchen vom ewigen Wirtschaftswachstum. Wie könnt ihr es wagen!
Seit mehr als 30 Jahren ist die Wissenschaft glasklar. Wie könnt ihr es wagen, weiterhin wegzuschauen und hierherzukommen und zu sagen, dass ihr genug tut, wo doch die notwendigen politischen Maßnahmen und Lösungen noch immer nicht in Sicht sind.
Ihr sagt, ihr hört uns und versteht die Dringlichkeit. Aber egal, wie traurig und wütend ich bin, ich will das nicht glauben. Denn wenn ihr die Situation wirklich verstehen würdet und trotzdem weiterhin untätig bliebe, dann wärt ihr böse. Und das weigere ich mich zu glauben.
Die weit verbreitete Vorstellung, unsere Emissionen in 10 Jahren zu halbieren, gibt uns nur eine 50-prozentige Chance, unter 1,5 Grad [Celsius] zu bleiben – und birgt das Risiko, irreversible Kettenreaktionen auszulösen, die sich der menschlichen Kontrolle entziehen.
Fünfzig Prozent mögen für euch akzeptabel sein. Aber diese Zahlen berücksichtigen weder Kipppunkte noch die meisten Rückkopplungsschleifen, noch die durch giftige Luftverschmutzung verdeckte zusätzliche Erwärmung oder die Aspekte der Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit. Sie beruhen zudem darauf, dass meine Generation Hunderte von Milliarden Tonnen eures CO₂ mit Technologien aus der Luft filtert, die es kaum gibt.
Ein 50-prozentiges Risiko ist für uns – die wir mit den Folgen leben müssen – also schlichtweg nicht akzeptabel.
Um eine 67-prozentige Chance zu haben, unter einem globalen Temperaturanstieg von 1,5 Grad zu bleiben – die besten Chancen, die der [Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimawandel] angibt –, standen der Welt am 1. Januar 2018 noch 420 Gigatonnen CO₂ zur Emission zur Verfügung. Heute ist diese Zahl bereits auf weniger als 350 Gigatonnen gesunken.
Wie könnt ihr es wagen, so zu tun, als ließe sich das Problem einfach mit „Business as usual“ und ein paar technischen Lösungen lösen? Bei den heutigen Emissionswerten wird dieses verbleibende CO₂-Budget in weniger als 8½ Jahren vollständig aufgebraucht sein.
Hier werden heute keine Lösungen oder Pläne vorgestellt, die diesen Zahlen gerecht werden, weil diese Zahlen zu unbequem sind. Und ihr seid immer noch nicht reif genug, um die Dinge beim Namen zu nennen.
Ihr lasst uns im Stich. Aber die jungen Menschen beginnen, euren Verrat zu durchschauen. Die Augen aller zukünftigen Generationen sind auf euch gerichtet. Und wenn ihr euch entscheidet, uns im Stich zu lassen, sage ich: Wir werden euch das niemals verzeihen.
Wir werden euch damit nicht davonkommen lassen. Genau hier und jetzt ziehen wir die Grenze. Die Welt wacht auf. Und der Wandel kommt, ob es euch gefällt oder nicht.
Danke.
Tägliche Schreibanregung
Wann hat dir ein fremder Mensch deinen Glauben an die Menschheit komplett zurückgegeben?
What’s a moment when a stranger completely restored your faith in people? | Wann hat ein Fremder dein Vertrauen in die Menschen wieder vollständig gestärkt?
If your future self could send you one sentence, what do you hope it would say? | Wenn dein zukünftiges Ich dir einen Satz schicken könnte, was würdest du dir wünschen, dass darin steht?