📅❓ Betriebstemperatur

Ich fühle mich auf der körperlichen Ebene richtig lebendig, wenn ich mich ausgepowert habe. In meiner Jugend waren es lange Fahrradtouren oder Läufe bergauf und bergab. Beim Fußballspielen. Später blieb nur das Laufen. Nach einer sehr langen Ruhephase gab es diesen einen Moment am 12. Oktober eines Jahres, in dem ich wieder mit dem Laufen begann. Ausgepowert kam ich zu Hause an, war überglücklich und fühlte mich richtig lebendig.

Auf der geistigen Ebene fühle ich mich lebendig, wenn ich gefordert werde. Wenn ich ein oder mehrere Probleme durchdenken muss, wenn ich etwas Komplexeres organisieren muss oder schwierige Gespräche führe. Wenn ich dabei meine „Betriebstemperatur” erreiche, fühle ich mich wirklich lebendig. So geschah es in der vergangenen Woche, als ich zwei Personen dabei half, gegen die unsäglichen Hürden der Bürokratie im Jobcenter zu kämpfen und Eingliederungshilfe bei der Kreisverwaltung oder BAföG beim Amt für Ausbildungsförderung zu beantragen.

Auf der seelischen Ebene fühle ich mich richtig lebendig, wenn ich eine Seelenverwandte treffe, mich verliebe oder mich mit jemandem unterhalten kann, sodass die Worte nur so fliegen. Insgesamt fühle ich mich lebendig, wenn sich ein Kontakt oder eine Beziehung leicht anfühlt.


Welcher Moment in deinem Leben hat dich so richtig lebendig fühlen lassen?

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What’s a moment in your life that made you feel truly alive?  |  Was war ein Moment in deinem Leben, in dem du dich wirklich lebendig gefühlt hast?

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📔 Der introvertierte Gestalter: Mitwirkung ohne Rampenlicht

Ich bezeichne mich weder als Anführer noch als Mitläufer.

Ein Anführer ist eine Person, die eine Gruppe oder Organisation durch eine klare Vision leitet und dabei als inspirierendes Vorbild agiert, statt sich nur auf formale Befehlsgewalt zu stützen. Er gewinnt das Vertrauen seiner Mitmenschen, um gemeinsam Ziele zu erreichen und die individuellen Potenziale der Teammitglieder gezielt zu fördern. Dabei trägt er die zentrale Verantwortung für die strategische Ausrichtung sowie den Zusammenhalt der Gemeinschaft.

Ein Mitläufer hingegen schließt sich einer Gruppe oder Bewegung an, ohne eine aktive Führungsrolle zu übernehmen oder eigene kritische Standpunkte deutlich zu vertreten. Meist treibt ihn der Wunsch nach Sicherheit und Zugehörigkeit dazu, sich passiv der Mehrheitsmeinung anzupassen. Er trägt die kollektiven Ziele zwar mit, scheut jedoch die individuelle Verantwortung für die daraus resultierenden Konsequenzen.

Ein Mitläufer bin ich nicht. Es gibt nur wenige Gruppen oder Bewegungen, denen ich mich anschließe, meistens auch nur vorübergehend. Wenn es sich ergibt, bin ich bereit, zeitweise eine aktive Führungsrolle zu übernehmen. Kritische Standpunkte vertrete ich deutlich. Weicht die Mehrheitsmeinung fundamental von meiner Meinung ab, halte ich Distanz zur Gruppe oder Bewegung. Als Verantwortungsethiker übernehme ich selbstverständlich die individuelle Verantwortung für die Konsequenzen meiner Mitgliedschaft.

Ein Anführer bin ich jedoch nicht, da mich diese Rolle als zutiefst introvertierter Mensch überfordern und ungesund stressen würde. Für einen überschaubaren Zeitraum bin ich jedoch bereit, eine Führungsrolle zu übernehmen. Gerne unterstütze ich selbstlos Anführer, deren Ziele, Werte und Verhalten ich gutheiße.

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