🎙 Epic Dreaming und das Dornröschen-Syndrom: Wenn Schlafen zur Belastung wird.

In dieser Podcast-Folge beleuchten Dr. Christine Blume und Ilka Knigge die außergewöhnlichen Phänomene „Epic Dreaming”, das „Dornröschen-Syndrom” und das „Exploding-Head-Syndrom”.

Epic Dreaming zeichnet sich durch erschöpfende, repetitive Träume aus und ist nicht offiziell als Krankheit eingestuft. Das seltene Dornröschen-Syndrom führt zu tagelangen Episoden mit extremem Schlafpensum und Verhaltensänderungen. Beim Exploding-Head-Syndrom treten hingegen harmlose, aber beängstigende Knalle oder Lichtblitze beim Einschlafen auf, was vermutlich auf Synchronisationsfehler im Gehirn zurückzuführen ist.

Die Expertinnen betonen, dass für diese Phänomene noch dringender Forschungsbedarf besteht, eine fachliche Aufklärung der Betroffenen jedoch oft schon zur psychischen Entlastung beiträgt.

Im abschließenden Mythencheck wird klargestellt, dass gesunde Menschen biologisch nicht „zu viel“ schlafen können, da der Körper ein natürliches Maximum besitzt und exzessiver Schlaf meist nur Defizite ausgleicht oder auf andere Grundkrankheiten hindeutet.


Podcastfolge „Schlafphänomene – Was steckt hinter Epic Dreaming und Co.?“ vom –04.06.2024– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Über Schlafen“.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2025/09/09/deutschlandfunknova_schlafphaenomene_was_20250909_cf4c7119.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/schlafphaenomene-epic-dreaming-und-andere-naechtliche-mysterien

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🎙 Vom manischen Rausch ins dunkle Loch: Warum die Früherkennung von Bipolarität Leben rettet.

In dieser Podcast-Folge erklärt Expertin Nora Bruckhoff die bipolare Störung als affektive Erkrankung, bei der Betroffene zwischen extremen manischen Hochphasen und schweren depressiven Episoden pendeln.

Die Diskussion verdeutlicht, dass manische Schübe oft zu Realitätsverlust und riskantem Verhalten führen. Dies kann in der späteren depressiven Phase tiefe Scham und ein hohes Suizidrisiko auslösen.

Da die Störung eine starke genetische Komponente hat, sind eine frühzeitige Diagnose und eine Kombination aus spezialisierten Medikamenten und begleitender Psychotherapie für die Stabilisierung entscheidend. Ein zentraler Aspekt der Behandlung ist das Erkennen individueller Frühwarnzeichen sowie die Einhaltung einer geregelten Lebensstruktur, um die extremen Stimmungsausschläge rechtzeitig abzufangen.

Abschließend betonen die Experten, dass die Krankheit neben großen Herausforderungen auch positive Facetten wie gesteigerte Kreativität bereithält und Betroffene bei guter Behandlung ein erfülltes Leben führen können.


Podcastfolge „Extreme Stimmungsschwankungen – was sind bipolare Störungen? – mit Nora Bruckhoff“ vom –08.11.2023– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://open.acast.com/public/streams/695b7e82511175cf3ed1d504/episodes/695b7e9e7c30ad75ba5329b8.mp3

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🎙 Inklusion mal anders: Das Experiment einer WG mit Vater und Studenten.

Im Podcast berichtet Sophia Jüngling über ihr Leben mit ihrem Vater, der infolge seiner Multiple-Sklerose-Erkrankung an schwerer Demenz leidet.

Um sich um ihn kümmern zu können, lebt die 27-Jährige gemeinsam mit ihm und studentischen Mitbewohnern in einer inklusiven Wohngemeinschaft im ehemaligen Elternhaus. Trotz der großen Verantwortung und des Verzichts auf die typischen Freiheiten ihrer Altersklasse zieht Sophia Kraft aus der bedingungslosen Liebe ihres Vaters und seiner Fähigkeit, kleine Glücksmomente achtsam wahrzunehmen, Kraft.

Im Gespräch erzählt sie von ihrem Weg, die Krankheit ihres Vaters früh zu akzeptieren, und von der heutigen intensiven Betreuungssituation, die sie pragmatisch und liebevoll gestaltet.

Letztlich betont Sophia, dass sie trotz aller Herausforderungen nicht auf die emotionale Nähe zu ihrem Vater verzichten möchte und das gemeinsame Erleben im Hier und Jetzt schätzt.


Aus der Podcastfolge „Studenten-WG mit meinem dementen Vater – Sofia Jüngling“ vom –11.08.2024– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


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🎙 Schleichende Symptome: Woran man Parkinson frühzeitig erkennt

Der Mediziner James Parkinson (1755–1824) legte im Jahr 1817 mit seiner präzisen Beschreibung der „Schüttellähmung“ den wissenschaftlichen Grundstein für das Verständnis der nach ihm benannten, heute als Morbus Parkinson bekannten neurodegenerativen Erkrankung.

Die Krankheit entsteht durch einen Dopaminmangel im Gehirn und äußert sich zunächst durch motorische Symptome wie Steifheit sowie nicht-motorische Vorboten wie Riechstörungen oder Erschöpfung. Obwohl Parkinson bis heute nicht heilbar ist, ermöglichen frühzeitige medikamentöse Therapien und spezialisierte Behandlungen eine deutliche Linderung der Beschwerden und verzögern den Fortschritt der Symptome.

Betroffene wie Katrin Wersing zeigen durch ihr sportliches Engagement beim Tischtennis und ihren Podcast, wie wichtig ein aktiver und mutiger Umgang mit der Diagnose für die Lebensqualität ist.

Während die Forschung an neuen Antikörpertherapien arbeitet, bleibt die genaue ärztliche Beobachtung – ganz im Sinne des Pioniers Parkinson – das maßgebliche Instrument der Diagnostik.


Aus der Podcastfolge „Entdecker der „Schüttellähmung“: James Parkinson“ vom –11.04.2025– des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/ondemand/weltweit/fsk0/327/3271222/3271222_61703927.mp3

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🎙 Nachtschicht im Körper: So beschützt uns die „Immun-Polizei“ im Schlaf.

In dieser Podcast-Folge geht es um die Verbindung zwischen Schlaf und unserem Immunsystem. Es wird erläutert, dass ausreichender Schlaf wichtig ist, um gesund zu bleiben bzw. um schneller wieder gesund zu werden, insbesondere bei Krankheit. Während wir schlafen, finden wichtige Prozesse in unserem Körper statt, die Entzündungen reduzieren und das Immunsystem stärken.


Podcastfolge „Immunsystem – Schlaf – wichtig, um gesund zu werden und zu bleiben“ vom 18.03.2025 aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Über Schlafen“.


Schlaf unterstützt sowohl das angeborene als auch das erworbene Immunsystem. Während das angeborene Immunsystem Eindringlinge wie Viren und Bakterien erkennt und bekämpft, lernt das erworbene Immunsystem durch Impfungen beispielsweise, wie man mit neuen Erregern umgeht. Studien zeigen, dass Menschen, die weniger als sieben Stunden pro Nacht schlafen, ein höheres Risiko haben, sich mit Erkältungsviren anzustecken.

Besonders der Tiefschlaf ist wichtig für die Immunfunktion. Wenn wir krank sind, benötigt unser Körper mehr Schlaf, um gegen die Krankheit zu kämpfen. Es wird auch darauf hingewiesen, dass selbst vorübergehender Schlafmangel negative Auswirkungen auf das Immunsystem haben kann.

Die Podcastfolge schließt mit der Empfehlung, bei Anzeichen einer Erkältung ausreichend zu schlafen, um das Immunsystem zu unterstützen. Schlaf ist also ein wichtiger Faktor, um gesund zu bleiben und schnell wieder gesund zu werden..

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2025/03/18/deutschlandfunknova_immunsystem_macht_zu_20250318_f433fa56.mp3

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Es kann keine gerechte Gesellschaft ohne Sozialstaat geben!

Welche Gerechtigkeit braucht der Sozialstaat? Stefan Gosepath, Philosoph | Der Artikel diskutiert die mit dem deutschen Sozialstaat verbundenen Herausforderungen und Gerechtigkeitsfragen, insbesondere im Hinblick auf die wachsende Ungleichheit und die Notwendigkeit einer gerechten Umverteilung von Vermögen, um die Schwächeren in der Gesellschaft zu unterstützen.
31.08.2025, https://www.deutschlandfunk.de/welche-gerechtigkeit-braucht-der-sozialstaat-stefan-gosepath-philosoph-100.html
hören:

Objektive Fakten:

  1. Die Idee des Sozialstaates in Deutschland ist etwa 150 Jahre alt.

  2. Der Sozialstaat soll Bürgerinnen und Bürger im Falle von Krankheit und Arbeitslosigkeit sowie für Kinder, Bildung und Gesundheitsvorsorge absichern und im Alter für ein ausreichendes Einkommen sorgen.

  3. Im Jahr 2024 betrugen die Sozialausgaben in Deutschland mehr als 1,3 Billionen Euro.

  4. Die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland geht immer weiter auseinander, was zu der Wahrnehmung führt, dass die Gesellschaft ungerechter wird.

  5. Stefan Gosepath lehrt praktische Philosophie an der Freien Universität Berlin.

  6. Gosepath argumentiert, dass es eine Frage der Gerechtigkeit ist, den Sozialstaat zu begründen und Sozialleistungen zu rechtfertigen.

  7. Er betont, dass stärkere Schultern mehr zum Gemeinwohl beitragen sollten, während schwächere Schultern Unterstützung benötigen.

  8. Die Ungleichheit, insbesondere die Vermögensungleichheit, hat in Deutschland zugenommen. Gosepath schlägt deshalb vor, ererbte Vermögen stärker zu besteuern.

  9. In Deutschland wird Chancengleichheit als wichtig erachtet, jedoch wird festgestellt, dass sie nicht ausreichend gegeben ist, insbesondere im Bildungssystem.

Meinungen des Autors:

  1. Gosepath ist der Ansicht, dass es ohne einen Sozialstaat keine gerechte Gesellschaft geben kann, da die Schwächeren Unterstützung benötigen.

  2. Er kritisiert Almosen und Mitleid als ineffiziente Methoden zur Unterstützung Bedürftiger und plädiert für eine staatlich organisierte Hilfe.

  3. Gosepath sieht die Notwendigkeit, über den Verdienstgedanken zu diskutieren, da viele Menschen glauben, dass sie ihr Einkommen und Vermögen verdient haben, was jedoch oft nicht der Fall ist, besonders bei Erbschaften.

  4. Er hält die progressive Besteuerung für notwendig und gerechtfertigt, um soziale Ungleichheit auszugleichen.

  5. Gosepath äußert Zweifel daran, dass der zunehmende Reichtum der Gesellschaft tatsächlich den am schlechtesten Gestellten zugutekommt.

  6. Er kritisiert das dreigliedrige Schulsystem in Deutschland als ungerecht und nicht chancengleich, insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund.

  7. Gosepath betrachtet Chancengleichheit als Minimalmodell und Umverteilung als stärkeres Modell für Gerechtigkeit.