🎙 „Du kannst von mir aus sterben gehen“: Die unsichtbaren Wunden emotionaler Misshandlung

In dieser Podcast-Folge spricht Michael Steinbrecher mit Lia über ihre schwierige Kindheit. Lia wuchs in einer wohlhabenden Familie auf. Ihre Mutter war emotional distanziert. Außerdem war sie manipulativ. Sie erhielt nie die Liebe, die sie sich wünschte, und musste oft um Anerkennung kämpfen. Ihre Mutter machte sie für viele Probleme verantwortlich und behandelte sie schlechter als ihre Geschwister.

Lia erzählt, dass sie schon in jungen Jahren oft traurig war und sich nicht geliebt fühlte. Sie musste viel im Haushalt helfen und hatte das Gefühl, dass ihre Leistungen die einzige Möglichkeit waren, um die Liebe ihrer Mutter zu gewinnen. Als sie 15 Jahre alt war, rief sie in ihrer Not das Jugendamt an, das ihr jedoch keine Hilfe gewährte.

Im Laufe der Jahre hat Lia viel über ihre Kindheit nachgedacht und eine Therapie begonnen, um ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Sie hat gelernt, für sich selbst zu sorgen und Grenzen zu setzen. Heute hat sie ein besseres Verhältnis zu ihren Geschwistern und versucht, anderen zu helfen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Lia betont, dass die Verantwortung für ihre Heilung bei ihr selbst liegt und dass es wichtig ist, Frieden und Selbstbestimmung im Leben zu finden.


Aus der Podcastfolge „Manipuliert von meiner toxischen Mutter – Lia“ vom –27.07.2025– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


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🎙 Warum emotionales Essen kein Kontrollverlust, sondern ein Kontrollversuch ist.

In dieser Podcast-Folge wird die Geschichte von Kilian erzählt, der unter Binge-Eating leidet. Das bedeutet, dass er in kurzen Zeiträumen große Mengen an Essen konsumiert. Diese Essstörung steht in engem Zusammenhang mit seinen Selbstzweifeln und Depressionen, die auf traumatische Erfahrungen in seiner Kindheit zurückzuführen sind, insbesondere auf eine schwierige Beziehung zu seiner Großmutter, die ihn emotional verletzt hat.

Kilian erzählt, dass er sich oft selbst hasst und mit seinem Übergewicht unzufrieden ist. Er hat das Essen als Trostmittel entdeckt, um mit seinen negativen Gefühlen umzugehen. Das Problem ist jedoch, dass dieser kurzfristige Trost nach dem Essen oft in noch stärkere Selbstabwertung und Scham umschlägt, wodurch ein Teufelskreis entsteht.

Im Gespräch wird deutlich, dass Kilians innere Kritikerstimme, die ihn ständig herabsetzt, eine Art Schutzmechanismus ist. Sie versucht, ihn vor weiteren Verletzungen zu bewahren – allerdings auf eine sehr destruktive Weise. Um aus diesem Kreislauf auszubrechen, wird ihm geraten, mehr Selbstmitgefühl zu entwickeln und die wahren Bedürfnisse hinter seinem Essverhalten zu erkennen.

Zusammenfassend zeigt diese Podcastfolge, dass Kilians Kampf mit Binge-Eating und seinem Selbstwertgefühl tief in seiner Kindheit verwurzelt ist. Er muss lernen, sich selbst zu akzeptieren und liebevoller mit sich umzugehen, um seine Probleme langfristig zu überwinden.


Podcastfolge „Binge-Eating ist meine Flucht vor mir selbst – wie komme ich da raus?“ vom –05.07.2026– aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.


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📅❓ Sina

Leider kann ich kein Foto beisteuern. Aber ich kann eine Geschichte aus den Jahren 1991 bis 2002 erzählen:

Nachdem sie den roten Kater von der Hauptstraße kratzten, zogen sie weg. Höher, in ein Dorf. Es war verkehrsberuhigt. Es lag am Waldrand. Es sollte für die beiden übriggebliebenen Katzen besser sein.

Die Zeit war günstig für einen Hund. Sie meldeten sich auf eine Anzeige und verabredeten sich mit der Züchterin, die in Wirklichkeit eine Händlerin war. Im ehemaligen Schweinestall waren zehn Hunde. Eine Rauhaardackel-Yorkshire-Terrier-Hündin machte besonders auf sich aufmerksam. Nein, von Tierhändlern kauften sie nichts. Sie fuhren wieder. Auf halber Strecke schauten sie sich an. Ein Blick genügte. Sie wendeten und schenkten sich 12 Jahre lang gegenseitig Freude.

Die Rauhaardackel-Yorkshire-Terrier-Hündin Sina hatte den Körper eines Dackels, das Fell und die Lebendigkeit eines Yorkshire Terriers. Sie war ein aufgewecktes, lebensfrohes und intelligentes Lebewesen. Sie war leicht überstimuliert und lernte alles, was man ihr beibrachte. Sina konnte zehn verschiedene Quietschtiere anhand ihres Namens unterscheiden und bringen. Sie freute sich wahnsinnig, wenn die Quietschtiere durch die Luft flogen und sie sie apportieren durfte. Bei Spaziergängen machte Sina Sitz und ihre Menschen verschwanden hinter der Kurve aus ihrem Blickfeld. Erst wenn sie ihren Namen hörte, lief sie los und kam mit fliegenden Beinen und Ohren um die Kurve gerannt. Sina durfte nicht ins Bett. So war der Plan. Den hatten sie ohne sie gemacht. Ihr Körbchen stand neben dem Bett. Kaum schliefen ihre Menschen, sprang sie ins Bett. Unzählige Male wurde sie wieder in ihr Körbchen zurückgelegt. Genauso oft sprang sie wieder ins Bett. Wenn sie aus dem Schlafzimmer verbannt wurde, heulte sie stundenlang wie ein kleiner Wolf.

Sina setzte sich durch.

Im Winter lag sie unter seiner Bettdecke auf seiner rechten oder linken Schlafseite, eingerollt vor seinem Bauch. Beide mochten es nicht mehr missen. Wenn die Menschen im Bett kuschelten, blieb Sina ruhig am Fußende liegen.

Wenn er traurig war – und das war er oft, während er auf den Adoptionsvermittlungsvorschlag wartete –, zauberte Sina ihm bei ihren täglichen Spaziergängen ein Lächeln ins Gesicht, sodass er seine Traurigkeit für eine Weile vergaß.

Kurz nachdem sie den Dreijährigen in Südafrika adoptiert hatten, starb Sina. Selbst ihr Tod und ihre Beerdigung waren für die kleine Familie im Allgemeinen und für den Dreijährigen im Besonderen ein Glücksfall. Nach Sinas Beerdigung lag der Junge stundenlang auf dem Bauch seiner neuen Mutter und erzählte stockend, wie seine leibliche Mutter in ein Loch gelegt worden war, nachdem Männer sie geboxt hatten. Anschließend hätten sie ihn in einen Park gebracht und sich selbst überlassen. Den Angestellten des Kinderheims und den Sozialarbeiterinnen des Adoptionsvereins vor Ort hatte er nichts erzählt. Er konnte nicht erzählen. Weil die Erinnerung weggesperrt war. Zu seinem Schutz. Sinas Tod löste die Sperre. So bekam er die dringend benötigte Hilfe. Das Geschehene wird ihn lebenslang begleiten.

Mit ihren leuchtenden Augen schuf sie leuchtende Momente. Ich lächle, wenn ich daran denke.

Tägliche Schreibanregung
Teile ein Foto von deinem Haustier und erzähl uns eine Sache, die es so einzigartig macht.

Share a photo of your pet and tell us one thing that makes them uniquely them.  |  Teile ein Foto von deinem Haustier und erzähle uns eine Sache, die es so einzigartig macht.

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🎙 Verpflichtungsallergie trifft auf Aufmerksamkeitshunger – ein ungleiches Duell.

In dieser Podcastfolge mit Stefanie Stahl versuchen Mutter Marie und Tochter Anna, nach langjährigen Konflikten und Missverständnissen wieder näher zueinanderzufinden.

Es wird deutlich, dass Anna sich seit ihrer Kindheit emotional ungesehen fühlt und heute aufgrund unaufgearbeiteter Schmerzen schon bei Kleinigkeiten sehr impulsiv reagiert, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Marie wiederum fällt es aufgrund eigener Kindheitstraumata schwer, Zugang zu ihren Gefühlen zu finden. Deshalb zieht sie sich bei Konflikten oft zurück, um ihre mühsam erkämpfte Freiheit im Alter zu schützen.

Am konkreten Beispiel eines Streits über einen Sportwettbewerb wird eine destruktive Teufelskreisdynamik aus Annas Kampf um Anerkennung und Maries Rückzug aus Ohnmacht sichtbar.

Zum Abschluss erarbeitet Stefanie mit beiden eine „Metahaltung“, die ihnen helfen soll, gegenseitige Auslöser zukünftig nicht mehr persönlich zu nehmen und Konflikte erst nach einer emotionalen Abkühlung zu klären.

Dies ist die Fortsetzung dieser beiden Gespräche:


Podcastfolge „Das Mutter-Tochter-Gespräch – finden wir wieder zusammen?“ vom –16.11.2025– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: „https://ais.audiorella.com/podcasts/1748-stahl-aber-herzlich-der-psychotherapie-podcast-mit-stefanie-stahl/227313-das-mutter-tochter-gespraech-finden-wir-wieder-zusammen.mp3

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