📰 »Die leeren Flüsse Europas in diesem Jahr sprechen für sich.«

In diesem Kommentar kritisiert Ulrike Winkelmann, dass sich Friedrich Merz, der Bundeskanzler, während der extremen Hitze, Brände und Dürre in Deutschland nicht geäußert hat. Es wird als fatal angesehen, dass er die Gelegenheit verpasst hat, den Opfern und Feuerwehrleuten sein Mitgefühl auszudrücken. Andere europäische Politiker wie die Premierminister von Großbritannien und Spanien haben sich bereits frühzeitig solidarisch mit den Helfern gezeigt.

Die Sprachlosigkeit des Kanzlers währte viel zu lang. Sein Nichtsprechen war deutlicher Ausdruck des Nichtwillens von CDU und CSU, sich überhaupt mit dem Thema Hitze und Dürre zu befassen.

Denn dann müssten sie ja das Wort Klima aussprechen, und davon geht nach Ansicht der Union quasi zustimmungsverdorrende Strahlung aus.

Klima wird bei CDU und CSU als Grünen-Thema identifiziert und Grünen-Themen hat die Union ja selbst so lange mit allem beworfen, was als Dreck hängen bleibt, dass sie jetzt damit naheliegenderweise nichts mehr zu tun haben will.

Winkelmann bemängelt auch, dass die CDU/CSU das Thema Klima ignorieren, da sie es als Thema der Grünen betrachten. Sie befürchten, dass sie durch eine Auseinandersetzung mit dem Klimawandel die Grünen stärken könnten. Diese Haltung führt jedoch dazu, dass wichtige Maßnahmen zum Klimaschutz nicht ergriffen werden, obwohl die Auswirkungen des Klimawandels in Europa immer deutlicher werden.

Aber keine Sekunde darf es darüber hinwegtäuschen, dass diese Koalition gemäß dem Willen von CDU und CSU den Weg zur Klimaneutralität aufgegeben hat.

Dass sie eingeknickt ist vor der Aufgabe, Klimaschutz und Industriepolitik zu verbinden. Dass sie keine Vorstellung hat, wie Deutschland wirtschaften könnte, ohne die Lebensgrundlagen und damit auch die Wirtschaftsgrundlagen kommender Generationen weiter zu zerrütten.

Der Kommentar weist außerdem darauf hin, dass sich die Union nicht um den Klimaschutz kümmert, sondern nur über Hitzeschutz spricht, ohne die zugrunde liegenden Ursachen anzugehen. Es wird betont, dass die Politik der Union den Weg zur Klimaneutralität aufgegeben hat, was langfristige negative Folgen für Umwelt und Wirtschaft haben könnte.


»Kommentar zu Hitze, Brände und Dürre: Merz‘ Schweigen ist fatal gewesen« | Ulrike Winkelmann | 22.08.2026 | Kommentare und Themen der Woche | Deutschlandfunk | https://www.deutschlandfunk.de/kommentar-zu-hitze-braende-und-duerre-merz-schweigen-ist-fatal-gewesen-100.html


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🎙 Wie „wir“ mit Wasser umgehen.

Im Gespräch mit Stephan Lorenz geht es um die Frage, wem das Wasser gehört und wie es in Zukunft verteilt werden könnte. Er betont, dass Wasser ein lebenswichtiger Stoff ist, der in Deutschland zwar bisher reichlich vorhanden war, durch den Klimawandel und andere Faktoren jedoch zunehmend knapp werden könnte.

Lorenz erklärt, dass Wasserknappheit nicht nur ein physisches, sondern auch ein wirtschaftliches und regulatorisches Problem ist. Er weist darauf hin, dass die Gesellschaft bereits ein gewisses Bewusstsein für Wasserprobleme entwickelt hat – besonders seit den heißen Jahren ab 2018 –, und dass politische Strategien zur Wasserbewirtschaftung eingeführt wurden. Zudem gibt es Diskussionen über die Nutzung und den Schutz von Wasserressourcen.

Lorenz beschreibt, dass viele verschiedene Akteure – wie Landwirtschaft, Industrie und Zivilgesellschaft – an der Wassernutzung beteiligt sind, was die Situation kompliziert macht. Auf individueller Ebene zeigen Umfragen, dass die Menschen unterschiedliche Gewohnheiten im Umgang mit Wasser haben. Diese sind oft weniger vom Preis als vielmehr von Gewohnheiten und Sauberkeitsvorstellungen geprägt.

Lorenz betont, dass sich die Gesellschaft an eine mögliche Wasserknappheit anpassen muss, obwohl Wasser in Deutschland bisher eine Selbstverständlichkeit war. Es gibt Möglichkeiten, Wasser besser zu nutzen und zu schützen, um die Verfügbarkeit zu erhöhen.


Aus dem Interview „Wem gehört das Wasser? Die Konflikte der Zukunft. Stephan Lorenz, Soziologe“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –19.07.2026-.


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🎙 Durst

»Nun steht im neuen Wasserbericht der UNO, die Welt verbrauche heute schon mehr Süßwasser aus Flüssen, Seen, Gletschern und Grundwasserleitern, als die Natur durch Niederschläge wieder auffüllen kann.«


Aus dem Interview „Zunehmende Dürren – Wie leben im Zeitalter des „Wasserbankrotts“?“ der Deutschlandfunk-Kultur-Sendung „Studio 9“ vom –17.06.2026-.


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