🎶 »Wär es nicht Zeit, dass diese Frage uns alle auf die Straßen treibt?«

Wenn ich mich in dieser seltsamen Welt umsehe, frage ich mich ernsthaft, ob ich meinen eigenen Augen noch trauen kann. Wir leben in einer Zeit voller Widersprüche: Plötzlich wird fossiles Gas als umweltfreundlich und grün deklariert, während das Gras um uns herum in der Hitze vertrocknet und gelb wird. Es entbehrt jeder Vernunft, dass leere Flugzeuge einfach weiterfliegen, während wir tatenlos zusehen, wie die letzten sieben Jahre die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen waren. Minütlich fließen elf Millionen an Subventionen in Öl, Gas und Kohle – ein Wahnsinn, den kaum jemand noch begreift.

https://youtu.be/jZr90jsvAWs

Mit aufgesetzter Heiterkeit werden wir von den Verantwortlichen vertröstet. Solange die Wirtschaft floriert, scheint es niemanden zu stören, dass wichtige Arten wie die Bienen verschwinden. Und wenn wir dann doch einmal mit Vehemenz etwas schützen, dann ist es zynischerweise kein echtes Lebewesen zu Lande oder in den Flüssen, sondern ein Kampfpanzer vom Typ Leopard 2.

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Angesichts dieser Zustände ist es leicht, zu resignieren oder melancholische Lieder über den Untergang zu singen. Doch damit stellt sich die drängendste Frage unserer Zeit: Wer gibt uns noch eine Perspektive, und woher soll die Hoffnung kommen? Die Antwort darauf findet sich nicht in leeren Phrasen, sondern auf der Straße, wo die Menschen lautstark rufen, dass Lützerath bleiben muss.

https://music.apple.com/de/song/grasgelb/1706417257

Die vorherrschende Politik versucht, die Wirtschaft um jeden Preis zu entfesseln, dabei legt sie die Menschen aber in metaphorische Ketten. Um unsere Welt noch zu retten, müssten wir dieses Prinzip umkehren. Während wir hier im Überfluss baden, ertrinken zeitgleich Menschen im Meer. Die Menschenwürde verkommt in einem System, das der globalen Erwärmung mit sozialer Kälte begegnet, zu einem reinen Konjunktiv. Wer diesen Kapitalismus kritisiert und zynische Wahrheiten ausspricht, hat es schwer, denn echte Kritik verkauft sich schlecht.

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Letztlich bleibt uns keine Zeit mehr für passives Schweigen. Anstatt uns der Resignation hinzugeben, müssen wir um jede Perspektive und jede Hoffnung ringen. Die offensichtlichen Ungerechtigkeiten müssen uns alle auf die Straßen treiben, damit wir die Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen. Wir alle stellen uns dieselben drängenden Fragen – also lass uns gemeinsam aufstehen und ein aktiver Teil der Antwort werden!

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📅❓ Mein bester Tipp für günstiges Reisen

Das günstigste Reisen ist nicht das Reisen mit dem geringsten Geldeinsatz, sondern das Vermeiden von Reisen. Das ist Teil der weltweiten Rettungsaktion, die unseren Kindern, Enkeln, Urenkeln und Ururenkeln ein gerade noch lebenswertes Leben ermöglicht.

Heute kann ich mittellange Distanzen in wenigen Stunden mit dem Flugzeug für ein 29-Euro-Ticket überbrücken. Die wahren Kosten dieses Fluges sind dabei ausgelagert: Die Kosten für die Folgen der CO2-Emissionen – wie die Beseitigung von Unwetterschäden, Ernteausfälle oder der Bau höherer Deiche – tauchen auf keinem Ticket auf. Sie werden von der Allgemeinheit getragen. Es ist die klassische Privatisierung von Gewinnen (für Fluggesellschaften und Schnäppchenjäger) und die Sozialisierung von Verlusten (für die Umwelt und die Gesellschaft).

Eine Reise ist dann klimaneutral, wenn die Klimabilanz für Transport, Unterkunft, Verpflegung und alle Aktivitäten vor Ort bei exakt null liegt. Bei jeder anderen Reise ist die Währung nicht der Euro, sondern das Leben. Das eigene vielleicht in wenigen Jahrzehnten, das Leben der nachfolgenden Generationen bestimmt.

Die Menschen, die am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben, zahlen den höchsten Preis. Ein „billiger” Wochenendtrip auf die Kanaren wird mit der Existenzgrundlage von Menschen bezahlt, die durch Dürren oder Überflutungen ihre Heimat verlieren. Inzwischen trifft dieser Preis auch uns in Europa immer häufiger und direkter, wie Überschwemmungen und extreme Hitzewellen zeigen.

Eine „günstige”, fossil betriebene Reise ist im Grunde ein Kredit, der im Namen kommender Generationen unter Zwang aufgenommen wird. Was wir heute vermeintlich an Geld sparen, hinterlassen wir jungen Erwachsenen und künftigen Generationen als unbezahlbare Schuldenlast. Es ist ein „Leben auf Pump” in der extremsten Form, bei dem die nachfolgende Generation die Rechnung in Form einer unbewohnbaren Welt präsentiert bekommt.

Wahrer Luxus beim Reisen ist nicht die zurückgelegte Entfernung, sondern die Entschleunigung. Wer sich auf den Weg macht – ob bei einer ausgedehnten Wanderung, einer Radtour oder beim sanften Gleiten auf Schienen – der lässt den Stress von Flughafenkontrollen und Staus hinter sich.

Beim langsamen, bodengebundenen Reisen beginnt die Erholung bereits an der eigenen Haustür. Das ist Balsam für die Seele, stärkt die innere Gelassenheit und belastet den Planeten nicht.

Es ist die einzige Form des Reisens, die uns wirklich bereichert, anstatt uns etwas zu nehmen.

Tägliche Schreibanregung
Was ist dein bester Tipp für günstiges Reisen?

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