🎙 Streit um Berechnungsmethoden bei Statistiken zur Armut.

In dieser Podcast-Folge wird das Statistische Bundesamt dafür kritisiert, dass es nur noch bestimmte Zahlen zur Armutsgefährdung veröffentlicht, die auf einer neuen Berechnungsmethode basieren. Dies hat einen Streit mit Armutsforschern ausgelöst.

Betroffene berichten von ihren persönlichen Erfahrungen mit Armut. Dies zeigt, dass Armut nicht nur eine Frage des Einkommens ist, sondern auch von sozialen Kontakten und Teilhabe abhängt.

Es wird diskutiert, dass die Armutsgefährdung in Deutschland bei 15,5 Prozent liegt. Diese Zahl hängt jedoch von der Art der Datenerhebung ab. Zudem ermöglicht die neue Methode weniger detaillierte regionale Analysen.

Wissenschaftler:innen kritisieren, dass die Veröffentlichung der niedrigeren Zahlen möglicherweise dazu dient, ein positiveres Bild der Armutslage zu vermitteln.

Der Streit um die Datenveröffentlichung hat auch politische Implikationen, da solche Zahlen für die Armutsbekämpfung wichtig sind.


Podcastfolge „Hinter der Statistik: Was arm sein bedeutet“ vom –02.10.2025– aus dem Deutschlandfunk-Podcast „Systemfragen“.


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🎙 Stockholm-Syndrom: Die Beziehung zwischen Geisel und Entführer.

In ihrem Vortrag behandelt Juliane Hornung die Entstehung und die gesellschaftlichen Implikationen des Stockholm-Syndroms, das in den 1970er Jahren erstmals als psychiatrisches Krankheitsbild beschrieben wurde.

Sie beschreibt, wie Geiseln emotional eine Beziehung zu ihren Entführern aufbauen können. Während dies in der Vergangenheit nicht als abnormal galt, wurde es in den 1970er Jahren, insbesondere im Kontext von Geschlechterrollen und Terrorismus, als problematisch angesehen.

Hornung argumentiert, dass die Diagnose des Stockholm-Syndroms mehr über die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen der jeweiligen Zeit aussagt als über den Geisteszustand der Geiseln selbst. Der Vortrag beleuchtet auch, wie Medien und Geschlechterdiskurse die Wahrnehmung von Entführungsopfern beeinflussen und dass diese Dynamiken sowohl im 19. als auch im 20. Jahrhundert bestehen blieben.

Abschließend hebt Hornung die Bedeutung der emotionalen Abhängigkeit zwischen Geisel und Entführer hervor, die in der historischen Analyse von Entführungen eine zentrale Rolle spielt.


Podcastfolge „Entführer und Geisel – Wie das Stockholm Syndrom erfunden wurde“ vom –01.05.2026– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/05/01/deutschlandfunknova_entfuehrer_und_geisel_wie_20260501_92f98d24.mp3

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Was bedeutet der Spannungsfall? |

Der Artikel beschreibt die rechtlichen Grundlagen und praktischen Konsequenzen der Ausrufung des Spannungsfalls in Deutschland. Dieser gilt als Vorstufe zum Verteidigungsfall und könnte erhebliche Einschränkungen der Bürgerrechte sowie die Mobilisierung von Ressourcen und Arbeitskräften für militärische Zwecke zur Folge haben.

»Der Spannungsfall – Leitmedien treiben die Debatte über die Ausrufung des „Spannungsfalls“ voran, einer Vorstufe zum „Verteidigungsfall“. Er wäre mit erheblichen Einschränkungen grundlegender Rechte verbunden.«, 14.11.2025, https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10198