🎙 „Eine Peepshow für jedermann“: Die beispiellose Jagd auf Typhoid Mary.

Andrea Kath beschreibt in ihrem WDR-Zeitzeichen das Schicksal von Mary Mallon, die als „Typhoid Mary“ bekannt wurde, da sie die erste gesunde Typhus-Dauerausscheiderin in den USA war. Hier sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Hintergrund: Mary Mallon wurde am 23. September 1869 in Irland geboren und wanderte Ende des 19. Jahrhunderts in die USA aus. Sie arbeitete als Köchin und genoss einen tadellosen Ruf.

Typhus-Ausbrüche: 1906 erkrankten mehrere Mitglieder einer Familie, für die Mallon arbeitete, an Typhus, während sie selbst gesund blieb. Dies führte zu Verdacht und Ermittlungen durch die Gesundheitsbehörden.

Ermittlungen: Der Abwasseringenieur George Soper identifizierte Mallon schließlich als möglichen Überträger des Typhus, da sie in mehreren Haushalten gearbeitet hatte, in denen es Typhusfälle gegeben hatte.

1907 wurde Mallon auf North Brother Island in Isolation gebracht, wo sie wie ein medizinisches Versuchskaninchen behandelt wurde. Ihre Klage gegen die Gesundheitsbehörde wurde abgewiesen und sie blieb 26 Jahre in Quarantäne.

Das Zeitzeichen beleuchtet die sozialen Vorurteile, die Mallons Behandlung beeinflussten, insbesondere ihre Identität als alleinstehende irische Frau, und thematisiert damit auch die Gesundheitspolitik und Diskriminierung. Männer in ähnlichen Situationen wurden weniger streng behandelt.

Nach ihrer Freilassung im Jahr 1910 arbeitete sie unter falschem Namen in einer Klinik, in der es zu einem weiteren Typhusausbruch kam. Sie wurde erneut isoliert und verbrachte den Rest ihres Lebens auf der Quarantäneinsel.

Mary Mallon starb am 11. November 1938 an den Folgen eines Schlaganfalls, nachdem sie ein Leben in Isolation geführt hatte.

Das Zeitzeichen thematisiert die ethischen und sozialen Implikationen der Quarantäne sowie die Rolle der Geschlechterdiskriminierung in der Gesundheitsversorgung. Mallon wird darin als unschuldiges Opfer dargestellt, das aufgrund von Angst und Vorurteilen behandelt wurde.


Aus der Podcastfolge „Stigmatisiert und weggesperrt: Das Schicksal der „Typhus-Mary““ vom –23.09.2024– des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.


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• Auswanderung • Eingewöhnung • Freund • Heimat • Hund • Pflege • Polen • Sprachkurs • Tochter • Zuhause •

Kasia ist eine 35-jährige Frau, die in Polen aufgewachsen ist und vor etwa zwölf Jahren nach Deutschland ausgewandert ist, um neue Erfahrungen zu sammeln. Ihr Cousin, der bereits in Bremen lebte, half ihr bei der Eingewöhnung. Obwohl sie inzwischen in Deutschland lebt, fühlt sie sich nicht vollständig als Bremerin und überlegt manchmal, ob sie nicht doch nach Polen zurückkehren sollte.


Aus der Podcastfolge „Wurzeln in Polen – Herz in Bremen“ vom 06.03.2024 des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten„, verfügbar bis 28.03.2026.


In Deutschland hatte sie anfangs Schwierigkeiten, da sie kein Deutsch sprach. Sie arbeitete als Gärtnerin und Tierpflegerin, bevor sie einen Sprachkurs machte und eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin absolvierte, da sie gerne Menschen hilft. Kasia hat eine Tochter und einen Hund und hat sich in ihrem neuen Zuhause in Ritterhude-Ihlpohl gut eingelebt.

Im Podcast erzählt sie von ihren Erfahrungen als Einwanderin, von den Herausforderungen in ihrem Beruf, insbesondere während der Corona-Pandemie, und von den emotionalen Momenten, die sie in der Pflege erlebt hat. Sie spricht auch über ihre Familie in Polen, ihre Beziehung zu ihrer Mutter und die Schwierigkeiten, die sie beim Erlernen der deutschen Sprache hatte.

Kasia hat sich in Deutschland ein Leben aufgebaut, fühlt sich jedoch oft hin- und hergerissen zwischen ihrer neuen und ihrer alten Heimat. Sie genießt die Zeit mit ihrer Tochter und ihrem Hund, hat sich gut in die Gesellschaft integriert und wurde dennoch manchmal mit Vorurteilen konfrontiert.

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