📰 Die vergessene Tote vom CSD – ein Plädoyer gegen das Verdrängen

Der Artikel behandelt den Fall von Abdul Ballout, einem 21-jährigen Mann aus Berlin, der am 25. Juli 2026 einen Anschlag verübt hat, bei dem eine Person getötet und über 30 weitere verletzt wurden. Ballout, der in einem von extremistischen Ansichten geprägten Umfeld aufgewachsen ist, wurde als potenzieller islamistischer Attentäter eingestuft. Er hatte bereits in der Vergangenheit versucht, sich dem IS anzuschließen. Trotz seiner gefährlichen Vorgeschichte erhielt er von einem Gericht ein mildes Urteil. Die Autorin des Artikels, Alice Schwarzer, kritisiert dies als Blauäugigkeit und Versagen der Justiz.

Der Artikel thematisiert auch die Herausforderungen der Integration von Muslimen in Deutschland sowie die Problematik des Kulturrelativismus, der es erschwert, über extremistische Ansichten zu sprechen. Es wird argumentiert, dass die Gesellschaft strenger mit solchen Ansichten umgehen sollte, um sowohl die Allgemeinheit als auch die liberalen Muslime, die unter Fundamentalismus leiden, zu schützen.

Schwarzer fordert ein Umdenken in der Gesellschaft und eine klare Haltung gegen Extremismus – unabhängig von der Herkunft oder Religion der Täter:innen. Sie kritisiert die falsche Toleranz, die es Extremisten ermöglicht, ungestört zu agieren.


Aus „Alice Schwarzer schreibt“ „Islamismus: Der Gefährder-Nachbar“ vom –07.08.2026– „EMMA„.


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🎙 Stockholm-Syndrom: Die Beziehung zwischen Geisel und Entführer.

In ihrem Vortrag behandelt Juliane Hornung die Entstehung und die gesellschaftlichen Implikationen des Stockholm-Syndroms, das in den 1970er Jahren erstmals als psychiatrisches Krankheitsbild beschrieben wurde.

Sie beschreibt, wie Geiseln emotional eine Beziehung zu ihren Entführern aufbauen können. Während dies in der Vergangenheit nicht als abnormal galt, wurde es in den 1970er Jahren, insbesondere im Kontext von Geschlechterrollen und Terrorismus, als problematisch angesehen.

Hornung argumentiert, dass die Diagnose des Stockholm-Syndroms mehr über die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen der jeweiligen Zeit aussagt als über den Geisteszustand der Geiseln selbst. Der Vortrag beleuchtet auch, wie Medien und Geschlechterdiskurse die Wahrnehmung von Entführungsopfern beeinflussen und dass diese Dynamiken sowohl im 19. als auch im 20. Jahrhundert bestehen blieben.

Abschließend hebt Hornung die Bedeutung der emotionalen Abhängigkeit zwischen Geisel und Entführer hervor, die in der historischen Analyse von Entführungen eine zentrale Rolle spielt.


Podcastfolge „Entführer und Geisel – Wie das Stockholm Syndrom erfunden wurde“ vom –01.05.2026– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/05/01/deutschlandfunknova_entfuehrer_und_geisel_wie_20260501_92f98d24.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/entfuehrer-und-geisel-wie-das-stockholm-syndrom-erfunden-wurde

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