In dieser Vorlesung wird das Thema „Sexuelle Gewalt im Krieg” und deren Verwendung als Waffe behandelt. Die Vorstellung, dass Vergewaltigung in Konflikten gezielt eingesetzt wird, ist historisch gesehen relativ neu und hat sich insbesondere seit den 1990er Jahren verbreitet. Diese Form der Gewalt dient dazu, den Gegner zu erniedrigen und soziale Strukturen zu zerstören. Beispiele hierfür sind Konflikte in Bosnien, dem Sudan und der Ukraine.
Podcastfolge „Vergewaltigungen: Militär und Männlichkeit – Sexuelle Gewalt im Krieg“ aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal“ vom 17.04.2025.
Regina Mühlhäuser, Historikerin, erklärt, dass das Verständnis von sexueller Gewalt als Kriegswaffe dazu geführt hat, dass diese Gewalt als politisches Verbrechen anerkannt wird. Dadurch können Betroffene ihre Erfahrungen nicht nur als persönliche Tragödien, sondern auch als Teil eines größeren militärischen Unrechts betrachten.
Jedoch gibt es auch Probleme mit diesem Narrativ. So kann die Komplexität und die unterschiedlichen Ursachen sexueller Gewalt verschleiert werden. Oft wird sexuelle Gewalt nur im Kontext von Kriegen betrachtet, während andere Formen von Gewalt wie häusliche Gewalt oder sexuelle Übergriffe innerhalb der eigenen Gemeinschaft ignoriert werden.
Mühlhäuser betont, wie wichtig es ist, den Betroffenen eine Stimme zu geben und ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihre Erfahrungen zu teilen, ohne sie in politische Narrative zu drängen. Der Artikel betont die Notwendigkeit, die Realität sexueller Gewalt im Krieg differenziert zu betrachten und sie nicht nur auf ihre Verwendung als Waffe zu reduzieren.
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In dem Interview geht es um den neuen Podcast „Die Lieblingsschülerin“, in dem drei Frauen über ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt in der Schule berichten. Die Journalistin Britta Rotsch ist selbst betroffen und möchte herausfinden, warum solche Übergriffe von Lehrkräften oft unbemerkt bleiben.
Im Podcast erzählen die Frauen, die zum Zeitpunkt der Belästigungen 15 Jahre alt waren, von ihren verwirrenden Gefühlen. Einerseits fühlten sie sich geschmeichelt, andererseits waren sie von der Aufmerksamkeit, die sie von den Lehrern erhielten, überfordert. Deutlich wird, dass viele Schüler*innen in schwierigen persönlichen Situationen sind, wodurch sie anfälliger für solche Übergriffe werden.
Rotsch beschreibt, dass Lehrerinnen oft schrittweise vorgehen: Zunächst bauen sie Vertrauen auf und senden dann immer sexualisiertere Nachrichten. Dies führt dazu, dass die Schülerinnen verwirrt sind und oft nicht wissen, wie sie reagieren sollen. Es wird betont, dass es sich dabei nicht um eine gesunde Beziehung handelt, sondern um Machtmissbrauch.
Die Konsequenzen für die Lehrer:innen sind oft gering: Sie werden manchmal einfach an eine andere Schule versetzt, ohne bestraft zu werden. Viele Betroffene schweigen aus Angst vor den Folgen für ihre Zukunft.
Der Podcast konzentriert sich auf weibliche Betroffene, da die Mehrheit der Fälle von männlichen Lehrern begangen wird. Es wird auch darauf hingewiesen, dass emotionaler und sexueller Missbrauch an Schulen ein größeres Problem darstellen, mit dem sich weiterhin befasst wird.
In dieser Podcastfolge geht es um Stefan Drühmel, einen 46-jährigen Mann, der fast die Hälfte seines Lebens im Gefängnis verbracht hat. Seine kriminelle Karriere begann in seiner schwierigen Kindheit, die von einem alkoholkranken Vater und einer hilflosen Mutter geprägt war. Er war Mitglied einer Gang namens „Ostblock-Boys” und beging zahlreiche Straftaten, darunter Diebstähle und Raubüberfälle.
Aus der Podcastfolge „20 Jahre eingesperrt“ vom 04.09.2024 des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten„.
Nach fast 20 Jahren Haft ist er seit zwei Jahren wieder auf freiem Fuß. In diesem Podcast erzählt er von seinen Erfahrungen und bedauert die verlorene Zeit. Er reflektiert über seine Vergangenheit und erkennt, dass seine Taten letztendlich nur eine „Seifenblase” waren, die ihm keinen echten Gewinn gebracht haben. Heute möchte er ein ruhiges Leben führen und hat keine Lust mehr auf kriminelle Aktivitäten. Er arbeitet in einem sozialen Projekt, bei dem er Wohnungen von verstorbenen Menschen räumt. Dadurch kommt er mit verschiedenen sozialen Schichten in Kontakt.
Stefan spricht auch über seine schwierige Beziehung zu seinem Vater und seine Kindheit, in der er oft Gewalt erlebt hat. Er möchte sich von seiner kriminellen Vergangenheit distanzieren und ein besseres Leben führen, auch wenn er mit seinen inneren Konflikten und der Beziehung zu seinem Sohn kämpft.
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In der Podcast-Folge „Meine Spielsucht brachte mich ins Gefängnis“ des Podcasts „Das wahre Leben – Der NACHTCAFÉ Podcast“ spricht Marco Schmidt über seine Erfahrungen mit Spielsucht und deren Folgen. Er wuchs in einer Familie auf, in der sein Vater alkohol- und spielsüchtig war, was das Familienleben stark belastete. Mit 20 Jahren begann auch Marco selbst mit Sportwetten und verlor im Laufe der Jahre mehr als 250.000 Euro. Aufgrund seiner Spielsucht wurde er straffällig und kam schließlich ins Gefängnis.
Während seiner Haftzeit begann er, über sein Leben nachzudenken. Nach seiner Entlassung musste er nachweisen, dass er seine Schulden monatlich zurückzahlt. Er sagt, dass er sich zwar freier fühlt als vor der Haft, aber immer noch von den Erfahrungen in der Gefangenschaft und den damit verbundenen Ängsten belastet ist.
Marco erzählt auch von seiner Kindheit, die zunächst schön war, bis die Probleme mit seinem Vater begannen. Dieser war oft betrunken und übte psychischen Druck auf die Familie aus. Im Laufe der Zeit zweifelte Marco an sich selbst, entwickelte ein gestörtes Verhältnis zu Geld und wurde schließlich spielsüchtig.
Die Podcastfolge zeigt, welche tiefgreifenden Auswirkungen Sucht auf eine Familie haben kann und wie schwer es ist, aus einem solchen Teufelskreis auszubrechen. Marco ist zwar frei, kämpft aber weiterhin mit den Folgen seiner Vergangenheit.
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Magdalena Fässler ist Kriminalpolizistin in der Schweiz und setzt sich seit acht Jahren gegen Prostitution im Rotlichtmilieu ein. In dieser Zeit hat sie viele Frauen getroffen, die unter extremen Bedingungen leiden und oft Opfer von Menschenhandel sind. Sie beschreibt die gravierenden Missstände, die diese Frauen erleiden, und kritisiert das bestehende System. Dieses sollte ihrer Meinung nach abgeschafft werden, um den Frauen zu helfen. Fässler fordert das „Nordische Modell“, bei dem Freier bestraft werden, um die Prostitution zu bekämpfen. Sie äußert außerdem ihre Besorgnis über die Wahrnehmung von „Selbstbestimmung“ in der Prostitution und sieht diese als irreführend an. Mit der Gründung eines Vereins möchte sie auf die Missstände aufmerksam machen und sich für die Rechte der Frauen einsetzen. 01.12.2025 https://www.emma.de/artikel/die-rote-linie-342061
„Wir sollten keine Angst vor den Bürgern haben“
Der Artikel thematisiert die Schließung der Stabsstelle für Bürgerräte im Bundestag durch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) sowie die damit einhergehende Abkehr von der bürgerschaftlichen Mitbestimmung in der Politik. Der SPD-Parlamentarier Helge Lindh kritisiert diese Entscheidung und fordert ein Umdenken, da das Vertrauen der Bürger in die Politik sinkt und die Politik mehr Vertrauen in die Bürger haben sollte. Bürgerräte, die als Instrument zur Förderung der Demokratie gedacht sind, werden als wichtig erachtet, um das Vertrauen in die politische Teilhabe zu stärken. Aktuell sind sie jedoch lediglich beratend tätig und können keine verbindlichen Entscheidungen treffen. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass die Politik keine Angst vor den Bürgern haben sollte und dass eine Einbeziehung der Bürger in politische Prozesse notwendig ist, um die Demokratie zu beleben. 01.12.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=142961
Kommunen in Rheinland-Pfalz schlagen Alarm: „Es hängt an allen Ecken und Enden“
Die finanzielle Lage der Kommunen in Rheinland-Pfalz spitzt sich zu, da Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister auf unzureichende Förderprogramme und bürokratische Hürden hinweisen. Viele Gemeinden empfinden die bereitgestellten Mittel als unzureichend und die bürokratischen Anforderungen als überfordernd. Besonders besorgniserregend ist der Zustand der Kindergärten, die nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Dies erfordert dringende Entscheidungen. Eine Initiative mit über 740 Gemeinden hat sich gebildet, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen und konkrete Entlastungsmaßnahmen zu fordern. 30.11.2025 https://www.nr-kurier.de/artikel/164375-kommunen-in-rheinland-pfalz-schlagen-alarm—es-haengt-an-allen-ecken-und-enden-
Klug, fit, gut ausgebildet: Das Potential der Boomer-Generation
Der Artikel behandelt das Potenzial der Babyboomer-Generation, die nun in Rente geht. Sie wird als fit, klug und gut ausgebildet beschrieben. Jana Nikitin, Psychologin an der Universität Wien, erklärt, dass diese Generation nicht nur gesund älter wird, sondern auch motiviert ist, sich gesellschaftlich zu engagieren. Trotz ihrer Fähigkeiten gibt es jedoch Herausforderungen: Negative Altersbilder und Diskriminierung verhindern oft, dass ältere Menschen aktiv werden können. Um das Engagement dieser Generation zu fördern, sind intergenerationale Kontakte sowie ein positiveres Bild des Alters in der Gesellschaft erforderlich. 28.11.2025 https://www.deutschlandfunkkultur.de/klug-fit-gut-ausgebildet-das-potential-der-boomer-generation-100.html
Zurück auf Staat! Gegen Wohnungslosigkeit hilft Vergesellschaftung
Der Artikel thematisiert die alarmierende Zunahme von Wohnungslosigkeit in Deutschland. Obwohl die Zahl der Betroffenen bereits über eine Million beträgt und stetig steigt, soll das Problem bis 2030 durch die Bundesregierung gelöst werden. Aktivisten in Berlin fordern die Enteignung großer Wohnungsunternehmen, um die Situation zu verbessern. Die bisherigen politischen Maßnahmen erscheinen unzureichend und berücksichtigen oft nicht die tatsächlichen Bedürfnisse der Betroffenen. Die häufigsten Ursachen für Wohnungslosigkeit sind Miet- und Energieschulden sowie soziale Konflikte. Die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung dieses Problems werden als unzureichend kritisiert. Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass die aktuelle Wohnungspolitik und die Prioritäten der Regierung nicht ausreichen, um die Krise zu bewältigen, und dass die Versprechen der Politiker oft unrealistisch sind. 28.11.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=142802
Wie kann sich die Welt ernähren?
Der Artikel behandelt die Herausforderungen der globalen Nahrungsmittelproduktion im Kontext des Klimawandels und der Übernutzung natürlicher Ressourcen. Aktuell überschreitet die Nahrungsmittelproduktion planetare Grenzen, was zu einer unnachhaltigen Landwirtschaft führt. Diese ist für 26 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Autorin argumentiert, dass eine Reduzierung des Fleischkonsums und eine Umstellung auf nachhaltigere Anbaumethoden notwendig sind, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Gleichzeitig weist sie auf die strukturellen Probleme des Kapitalismus hin, die eine gerechte Verteilung und nachhaltige Praktiken behindern. Schließlich wird betont, dass neue gesellschaftliche Verhältnisse und kooperative Ansätze erforderlich sind, um die Ernährungssicherheit in einer sich verändernden Umwelt zu gewährleisten. 27.11.2025 https://philosophenstuebchen.wordpress.com/2025/11/27/wie-kann-sich-die-welt-ernahren/
Soziologe will Rentner zur Unterstützung an Schulen holen
Der Bildungssoziologe Aladin El-Mafaalani schlägt vor, Rentnerinnen und Rentner als Mentoren an Schulen einzusetzen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Er argumentiert, dass die ältere Generation wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse mitbringt, von denen Schüler und Lehrkräfte profitieren können. Angesichts aktueller Herausforderungen wie Migration und Digitalisierung müssen Schulen multifunktionaler werden und Aufgaben übernehmen, die traditionell in Familien lagen. El-Mafaalani betont die Notwendigkeit eines Kulturwandels in den Bildungseinrichtungen sowie die Schaffung neuer Strukturen, um Rentnerinnen und Rentner für die Mitarbeit in Schulen zu gewinnen. 27.11.2025 https://www.deutschlandfunk.de/schulaufsichtskongress-in-duesseldorf-interview-aladin-el-mafaalani-soziologe-100.html
Kampf gegen die Armut? Nein, Kampf gegen die Armen!
Der Artikel kritisiert die deutsche Politik für ihr Versagen im Kampf gegen Armut und stellt fest, dass der Fokus eher auf einem Kampf gegen Arme liegt. Obdachlosigkeit und soziale Notlagen sind in Deutschland offensichtlich, dennoch wird das Problem nicht ernsthaft angegangen. Der Autor fordert die Einrichtung eines Sozialfonds für arme Kinder, um ihnen gezielt zu helfen und die Vererbung von Armut zu durchbrechen. Er argumentiert, dass eine wirkliche Armutsbekämpfung im Interesse der gesamten Gesellschaft liegt, da die negativen Auswirkungen von Armut auch die mittleren und oberen Schichten betreffen können. 26.11.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=142650
Die Rentner sind immer zu teuer! – Egal, wie billig sie sind …
Der Artikel thematisiert die anhaltende Debatte über die Rentenpolitik in Deutschland, insbesondere die geplanten Rentenkürzungen und die damit verbundenen politischen Auseinandersetzungen zwischen der Jungen Union und der Bundesregierung. Trotz der Behauptung, die Rentenfinanzierung sei untragbar, wird argumentiert, dass die tatsächlichen Kosten der Rentenversicherung gesunken sind, während die Zahl der Rentner gestiegen ist. Der Autor kritisiert die Medienberichterstattung, die Rentner:innen als finanzielle Belastung darstellt, und fordert eine ehrliche Diskussion über die Rentenfinanzierung und mögliche Reformen. Abschließend wird betont, dass eine Lösung des Problems nur durch direkte Volksabstimmungen und umfassende gesellschaftliche Debatten erreicht werden kann. 25.11.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=142607
» […] Jella … lässt ihr bisheriges Leben Revue passieren und fragt sich verzweifelt, wie es so weit kommen konnte. Sie schaut noch einmal genauer hin auf ihr Aufwachsen in der Lausitz, auf Mädchenfreundschaften und -ängste, sexuelles Erwachen, frustrierende Erfahrungen mit toxischer Männlichkeit. Wie viel demütigenden Sex mit Kleinstadt-Machos muss ein hübsches Mädchen über sich ergehen lassen, wie viele Blow-Jobs, die sie ekeln, um dazuzugehören? […] Erst im Rückblick kann sie eine Vergewaltigung durch einen gewissen Ansgar auch als solche beschreiben. Es war ja kein ekliger alter Mann im Park, sondern ihr Kumpel, der gutaussehende Ansgar. „Du machst doch jetzt aber kein Drama, oder?“ Ihr „Ich habe doch Nein gesagt“, hatte keine Bedeutung, für ihn gehörte das zum Vorspiel. […] Die Stärke dieses Buches liegt in der Intensität der Sprache, die mal poetisch, mal drastisch ist, un in den genauen Beschreibungen, die die Situation der traumatisierten Frau, die kein Opfer mehr sein will, nachvollziehbar machen. „Wie oft ich denke, ich hätte das alles verdient“, ist die bittere Bilanz noch nach Monaten. […] «
~ Barbara von Machui in EMMA Nr. 5 (382) September/Oktober 2025, Seite 71, Rezension zu Ruth-Maria Thomas‘ Buch „Die schönste Version“, Rowohlt, 24 EUR