Eine ungehaltene Rede. | dailyprompt

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

Wir brauchen keine weitere verrückte Geschäftsidee, die uns noch verrückter macht und uns vom Wesentlichen ablenkt. Keine weitere Geschäftsidee innerhalb der Fassaden der Kulissen, die errichtet wurden, damit wir nicht merken, wie wir hinter den Kulissen um unser richtiges Leben betrogen werden. Die Welt, in der wir leben, ist ein Bluff, eine Fälschung. Jede weitere verrückte Geschäftsidee soll uns davon abhalten, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen und unsere Gemeinschaften und Gesellschaften selbst zu organisieren. Nachhaltig. Ohne den Ast, auf dem wir sitzen, abzusägen. Ohne die Erde – wir haben nur diese – auszubeuten.

Meine „Geschäftsidee” ist die Gemeinwohlökonomie (GWÖ), die der Österreicher Christian Felber 2010 initiierte. Wir dürfen nicht länger den finanziellen Gewinn, sondern das Wohl von Mensch und Umwelt in den Mittelpunkt stellen. Die GWÖ ist eine ethische Marktwirtschaft, deren Ziel ein „gutes Leben” für alle ist. Erfolg bedeutet nicht das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts oder ein stetig steigender Finanzgewinn, sondern das wachsende Gemeinwohl.

Die GWÖ fußt auf vier Säulen:
1.) Menschenwürde, 2.) Solidarität und Gerechtigkeit, 3.) Ökologische Nachhaltigkeit sowie 4.) Transparenz und Mitentscheidung.

Die Würde jedes Einzelnen ist zu achten und zu schützen. Ressourcen sind fair zu verteilen und Schwächere sind zu unterstützen. Die Lebensgrundlagen sind für künftige Generationen zu bewahren. In einem definierten demokratischen Prozess ist jede und jeder zu beteiligen, Betroffene sind zu hören und zu beteiligen.

Aus wirtschaftlicher Sicht stehen im Mittelpunkt der sogenannten Gemeinwohl-Matrix die Lieferanten, die …

das falsche Leben
ist zu transformieren in
richtiges Leben

… Eigentümer, die Finanzpartner, die Mitarbeitenden, die Kunden und die Mitunternehmen sowie das gesellschaftliche Umfeld.

Aus dieser Matrix wird das Gemeinwohl bilanziert: Für positives Verhalten erhalten Unternehmen Punkte (z. B. regionale Lieferketten, faire Löhne), für negatives Verhalten gibt es Punktabzüge (z. B. Lohndumping, Umweltverschmutzung).

Unternehmen mit einer hohen Punktzahl würden beispielsweise weniger Steuern zahlen, günstigere Kredite erhalten und vorrangig öffentliche Aufträge erhalten.

Bereits heute nutzen Unternehmen die Gemeinwohl-Bilanz parallel zur herkömmlichen Bilanz, um nachhaltiger zu wirtschaften und als ethische Marke wahrgenommen zu werden. Anstatt rücksichtslos zu konkurrieren, möchten diese Firmen kooperieren.

Geld dient nicht mehr der Maximierung der Gewinne, sondern es wird eingesetzt, um einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen.

Christian Felber erklärte am 13.07.2017 in einem Vortrag an der Universität Trier die Grundzüge der Gemeinwohlökonomie:

Es ist kurz vor zwölf. Wenn wir unser falsches Leben nicht bald radikal ändern, wird die Menschheit radikal verschwinden. Wir müssen aufhören, über unsere Verhältnisse zu leben: über den Verhältnissen der Erde und über den Verhältnissen unserer Nachkommen. Betrachtet man die aktuelle Weltlage mit ihrem Größenwahnsinn, ihren Größenwahnsinnigen und ihren Speichelleckern, sollte man sich nicht einbilden, diese Transformation würde ohne Blutvergießen gelingen. Der Zeitpunkt für eine friedliche Transformation wurde spätestens in den 1970er Jahren verpasst, unmittelbar nach der Veröffentlichung der vom Club of Rome beauftragten Studie „Die Grenzen des Wachstums. Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit”.

Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit gibt es nicht zum Nulltarif. Vor allem nicht im Rückzugsgebiet des Privaten.

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Weder Tag noch Stunde | dailyprompt

Meine Vorstellung, sehr alt zu werden, ist tagesabhängig. Vor allem, wenn ich den Worten unserer Bundesregierung, der Bundestagsabgeordneten, der EU-Kommission, des NATO-Führungsstabs und hochrangiger Militärs Glauben schenke, die sie Woche für Woche von sich geben. (Empfohlen sei hier das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit von Leo Ensel: https://www.nachdenkseiten.de/?tag=woerterbuch-der-kriegstuechtigkeit). Dann endet die Vorstellung in drei bis vier Jahren oder sogar noch früher.

Ich beobachte den „Kampf” der Menschheit gegen die längst begonnene Klimakatastrophe. Dieser endete nämlich mit der Corona-Pandemie. Manchmal stelle ich mir vor, dass es die Pandemie nur gab, um die größte weltweite Protestbewegung mundtot zu machen. Die Klimakatastrophe wird geradezu befeuert. Ich war letztes Jahr im Klimahaus in Bremerhaven und habe mir dort die neue Dauerausstellung „Wetterextreme” angesehen. In den nächsten Jahrzehnten werden wir punktuell Wolkenbrüche erleben, die wir uns heute noch nicht vorstellen können. Dagegen wird die Ahrtalflut „Pillepalle” gewesen sein. Durch Kriegsereignisse, insbesondere einen Atomkrieg, oder durch Extremwetterereignisse vorzeitig zu sterben, wird mit jedem weiteren Jahr unserer Untätigkeit wahrscheinlicher.

Wenn ich mir die Verbreitung von Plastik, Makroplastik, Mikroplastik und Nanoplastik anschaue, weiß ich, wie sehr uns diese Stoffe vergiften. Alle Produkte, die aus Erdöl hergestellt werden, sind davon betroffen. Die Wahrscheinlichkeit, an Krebs …

wir kennen weder
Tag noch Stunde und nicht die
Todesursache

… vorzeitig, ja bereits in jungen Jahren zu sterben, wird ebenfalls von Jahr zu Jahr größer.

Abgesehen von diesen „Petitessen“ kann ich mir alles vorstellen: das demente Dahinsiechen mit Sprachverlust, die Abhängigkeit von einer 24/7-Betreuung nach einem oder mehreren Schlaganfällen oder ein Unfall, der mich die nächsten Jahre oder Jahrzehnte regungslos ans Bett fesselt. Oder ich stelle mir vor, wie Clint Eastwood mit 94 Jahren produktiv und mitten im Leben zu stehen. Ich sage immer leichtfertig, ich hätte keine Pläne oder Ziele. Doch ein Ziel habe ich: Ich möchte der älteste Teilnehmer aller Zeiten am Neuwieder Deichlauf sein (ich sollte mich einmal erkundigen, wo der Rekord gerade steht).

Wer weiß, ob ich am 34 334. Tag meines Lebens noch die Daily Prompts oder mein Tagebuch blogge?

Nein, Schluss mit dem Spuk. Ich stelle mir das nicht vor. Ich kenne weder Tag noch Stunde. Es kann sein, dass ich gerade diesen Text schreibe und tot umfalle. Every day is a new day. Ich versuche, aus jedem Tag das Beste zu machen, die beste Version meiner selbst zu sein, weiter zu reifen und immer da zu sein, wo meine Hilfe gebraucht wird – ohne mich zu überfordern.

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Alles hat seine Zeit. | dailyprompt

Die spannendere Frage wäre, was ich nicht anders machen könnte und warum. Darum geht es heute jedoch nicht. Spontan würde ich sagen, dass ich alles anders machen könnte. Sowohl im Großen als auch im Kleinen. Ich könnte meine Morgenroutine ändern. Ich könnte meine Routine bei der Kaffeezubereitung ändern. Ich könnte in eine andere Wohnung, in eine andere Stadt, in ein anderes Bundesland, in ein anderes Land oder auf einen anderen Kontinent ziehen. Ich könnte mich glatt rasieren oder einen Vollbart tragen. Ich könnte wieder Fleisch- und Milchprodukte essen. Ich könnte wieder ein Auto besitzen. Ich könnte in ein Kloster gehen usw.

Grundsätzlich bin ich willig und fähig, Dinge anders zu machen …

es gibt Zeiten des
Stillstands und die Zeiten für
Veränderungen

… (meine Grenzen werde ich schnell erkennen können). Ich bin in mir zuhause. Nicht in Orten, nicht in Dingen. Ich gehe meinen Weg.

Grundsätzlich stresst es mich, neue Routinen zu erlernen. Eingetretene Pfade zu verlassen. Ich bin introvertiert. Ich habe Schwellenangst. Ich lebe mehr in meinem Inneren als in der Außenwelt. Ich ändere Dinge nur, wenn ich erkenne, dass ich sie ändern muss. Im Großen wie im Kleinen. Und dann erledige ich das Erforderliche unverzüglich. Ich lebe langsam. Mein Leben ändert sich langsam. Aber stetig. Ich bin geduldig. Und leidensfähig.

Es gibt aktuell nichts, was ich anders machen könnte und vor mir herschiebe.

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Was könntest du anders machen?
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Jetzt | dailyprompt

Die Antworten auf die „Daily Prompts” führen zwangsläufig dazu, dass ich über die Vergangenheit und die Zukunft nachdenke. Darüber hinaus grübele ich nicht, schlage mich nicht mit quälenden Gedanken herum.

Ich habe meine Lehren aus der Vergangenheit gezogen und ziehe sie auch aus dem jüngst Vergangenen. Großartige zukünftige Ziele strebe ich nicht an.

Wie bereits geschrieben, lasse ich mich gerne treiben und überraschen. Ebenfalls habe ich bereits einmal geschrieben, dass ich hoffe, dass „die Leute” über mich sagen: „Er liebt.” Er lebt. Er ist …

Denk ich an Deutschland
in der Nacht dann bin ich um
meinen Schlaf gebracht

… treu, zuverlässig, freundlich, umgänglich, verträglich, genügsam, mitfühlend, vorausschauend, selbstlos, hilfsbereit, neugierig, aufgeschlossen, agil, anpassungswillig und veränderungsbereit.“ … Kurz: Er ist lebendig.

Das erreiche ich nicht, wenn ich mich mit der Vergangenheit oder der Zukunft beschäftige. Die Grundsteine dafür möchte ich täglich in der Gegenwart legen.

„Ich erwarte getrost, was kommen mag.” Ich vertraue darauf, dass sich alles fügt. Nicht, dass es so wird, wie ich es mir wünsche, sondern dass rückblickend alles Sinn gehabt hat.

Angst vor dem Tod habe ich nicht. Lampenfieber vielleicht.

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Denkst du öfter über die Zukunft oder die Vergangenheit nach? Warum?

Do you spend more time thinking about the future or the past? Why? | Verbringst du mehr Zeit damit, über die Zukunft oder über die Vergangenheit nachzudenken? Warum?

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This is not a love letter.  | dailyprompt

Meiner Meinung nach gehen Kreativität und Fantasie Hand in Hand. Eine lebhafte Fantasie hatte ich schon, so lange ich zurückdenken kann. Als Kind konnte ich stundenlang mit Legosteinen spielen. Ich schuf mir Handelsflotten und Wohnlandschaften und erweckte sie zum Leben. Später bekam ich eine elektrische Eisenbahn geschenkt, die ihr eigenes Zimmer bei meiner Oma mütterlicherseits hatte. Dort verbrachte ich viele Stunden an ungezählten Tagen. Ich simulierte einen Bahnbetrieb. Bis zum Beginn meiner Pubertät fuhr ich nicht einfach Fahrrad, sondern stellte mir vor, ich sei ein Fernfahrer, der mit seinem langen Sattelschlepper die Welt befährt.

Zur Verabschiedung meiner Berufsschulklasse am Ende meiner Ausbildung kreierte ich eine mehrere Seiten lange Bierzeitung mit dem Titel „Das Leben geht weiter“.

Ende meiner zwanziger Jahre besuchte ich einen Grundkurs Niederländisch. Wir sollten uns auf Niederländisch eine Fortsetzungsgeschichte ausdenken und niederschreiben.
Ik liet een blinde vrouw door een park dwalen.
Der Titel lautete „De blinde vrouw”.

Danach kam eine lange, fantasielose Zeit. Meine Kreativität beschränkte sich darauf, eigene Mixtapes für CDs, MDs …

Kreativität
This is not a love letter
bedingt Fantasie

… und MP3-Player zu erstellen.

Mit meinem ersten WordPress.com-Blog kehrten Fantasie und Kreativität allmählich zurück. Erst als ich regelmäßig an einem Schreibprojekt teilnahm, waren Fantasie und Kreativität wieder präsent. Die Geschichten durften nicht länger als 300 Wörter sein. Es wurden jeweils drei Wörter vorgegeben, die im Text sinnvoll erscheinen mussten. Also dachte ich mir kleine Geschichten aus. Oder ich verdichtete Erlebtes, Gesehenes im Kino oder im Fernsehen oder Gelesenes auf 300 Wörter.

Dann hatte ich mich auch an Gedichten versucht, doch damit war ich weniger glücklich, bis ich die Form des Haikus entdeckte.

Zurzeit lebe ich meine Kreativität durch die Beantwortung der „Daily Prompts” aus und baue dort jeweils ein Haiku ein. –

P. S.: Ich kann auch außergewöhnliche Liebesbriefe schreiben. Von romantisch schmachtend bis absolut sachlich – ich habe einmal einen Liebesbrief als sachliche „Bewerbung” formuliert. Keiner meiner vier Liebesbriefe der vergangenen Jahrzehnte bewirkte etwas. Bei den Empfängerinnen. Bei mir schon: Frustration und Trauer. Es lag nicht an den Liebesbriefen. Vergebliche Liebesmüh – ich schreibe keine mehr. (-;

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Wie lebst du deine Kreativität aus?
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„Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ | dailyprompt

Das Einwirken auf jemanden oder die Möglichkeit dazu wird als Einfluss bezeichnet.

Den größten Einfluss auf mein Leben haben der Staat Bundesrepublik Deutschland mit seiner Gesetzgebung und seinen Verordnungen, das Bundesland, in dem ich lebe, und in geringerem Maße der Landkreis und die Stadt, in der ich lebe. Am stärksten wirkt die Summe aller Rechtsnormen und Rechtsrahmen. Der Einfluss der Erziehung durch meine Eltern, meine Großmutter mütterlicherseits und meine Vorbilder wirkt bis heute nach. Die Kultur, in die ich hineingeboren wurde, inklusive des Christentums, sowie das Vorbild des Mannes, dessen Geburtstag heute gefeiert wird, haben den größten Einfluss auf mich. Dabei bin ich nicht gläubig oder religiös, sondern es geht mir um die Idee und die Leitplanken des christlichen Gedankenguts. Hinzu kommen die Ideen des Humanismus, der Gleichwertigkeit allen Lebens – Mensch und Tier – und die Idee der Bewahrung der Schöpfung.

Da ich allein lebe, gibt es zurzeit niemanden an meiner Seite, der neben den oben Genannten den größten Einfluss auf mein Leben hat. Einen großen Einfluss hat natürlich meine langjährige beste Freundin, mit der ich viele gemeinsame Interessen und Themen habe, die sich langsam und stetig wandeln.

Einen großen Einfluss haben auch die Journalistinnen und Journalisten, Autorinnen und Autoren sowie Bloggerinnen und Blogger, deren Veröffentlichungen ich sehe, höre oder lese. Hier öffnen sich Türen zu Welten und Alltagen, die mir sonst verschlossen blieben. Das Nachdenken über das Gesehene, das Gehörte …

Rechtsnormen Eltern
Christentum Journalisten
Blogger Selbstdenken

… und das Gelesene erweitert meinen Horizont und lässt mich oft meine Perspektive auf etwas ändern oder gar meine Denkweise komplett ändern. –

Abschließend möchte ich den heutigen Daily Prompt in Gedenken an alle Journalistinnen und Journalisten, Fotografinnen und Fotografen widmen, die im Jahr 2025 bei der Ausübung ihres Berufs ihr Leben verloren haben – allein im Gazastreifen waren es 29 durch die israelische Armee.

Ebenso gedenke ich der mindestens zwei Dutzend Journalistinnen und Journalisten, Autorinnen und Autoren sowie Bloggerinnen und Blogger, die 2025 für ihre kritischen Meinungen von der Europäischen Union sanktioniert wurden. Das heißt, ihre Geldkonten sind gesperrt, niemand darf sie finanziell unterstützen und sie dürfen nicht mehr in EU-Staaten ein- oder durchreisen. Alle ihre Social-Media-Kanäle sind gesperrt und sie sind als Bedrohung für die Sicherheit oder die demokratische Ordnung gelistet. Dies kommt einem Berufsverbot gleich. Sie können nur vor dem Europäischen Gerichtshof klagen und sind beweispflichtig.

Verstoßen die Sanktionierten oder Dritte gegen diese Sanktionen, ist dies seit Mai 2025 eine EU-weit harmonisierte Straftat, die mit bis zu zehn Jahren Haft oder Geldbußen für Privatpersonen bis zu 500.000 Euro oder bis zu 40 Millionen Euro für Unternehmen geahndet wird.

Um sanktioniert zu werden, genügt es beispielsweise, zu behaupten, die Ukraine oder die NATO hätten den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine durch ihr Tun oder Unterlassen provoziert. –

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern schöne, friedliche, harmonische und besinnliche Weihnachtsfeiertage!

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Welche Personen haben den größten Einfluss in deinem Leben?

Who are the biggest influences in your life? | Wer hat den größten Einfluss auf dein Leben?

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Ausreichend.  | dailyprompt

Bin ich ein Menschenkenner? Kann ich hinter die Fassaden von Menschen blicken und Verhaltens-, Kommunikations- und Persönlichkeitsmuster präzise deuten?

Spontan würde ich sagen: Ich bin ein Menschenkenner, aber kein guter.

Ich versuche, mir eine abschließende Antwort zu geben.

Als introvertierter Mensch kann ich gut beobachten. Ich erkenne echte Emotionen an flüchtigen Regungen im Gesicht. Auch Haltung, Gestik und den Abstand, den eine Person zu mir einnimmt, deute ich richtig. Wenn Worte und Körpersprache nicht übereinstimmen, merke ich das schnell.

In einem anderen Blogbeitrag erwähnte ich bereits, dass ich nicht zwischen den Zeilen hören oder lesen kann. Ich höre also nicht, was nicht ausgesprochen wird. Das ist ein deutlicher Mangel, um ein guter Menschenkenner zu sein.
Es gelingt mir jedoch gut, die Welt kurzzeitig durch die Augen des anderen zu sehen, und ich verstehe die Motivation und die Ängste, die ihn antreiben.

Ich versuche, jedem Menschen vorurteilsfrei zu begegnen, kann mich aber nicht davon freisprechen, meine eigenen Wünsche oder Ängste auf mein Gegenüber zu projizieren.
Zwar bilde ich mir in den ersten Sekunden ein Urteil, bin …

Verhaltensmuster
Menschenkenner Fassaden
Grundbedürfnisse

… aber jederzeit bereit, meinen ersten Eindruck zu korrigieren. Ich nehme Informationen auf, um meinen ersten Eindruck zu überprüfen. Als verletzlicher Mensch mag ich Menschen, die ihren weichen Kern hinter einer rauen Schale schützen, und ich erkenne sie.

Ich weiß um die Grundbedürfnisse der Menschen, beispielsweise nach Anerkennung, Autonomie oder Sicherheit, und dass Menschen sich in verschiedenen Situationen unterschiedlich verhalten. Dies ist für mich oft die überraschendste Beobachtung.

Ich erkenne schnell meine eigenen Schwächen, Trigger und Verhaltensweisen bei anderen.

Ein weiterer deutlicher Mangel für eine gute Menschenkenntnis ist meine Unfähigkeit, mir meiner eigenen Wirkung auf andere bewusst zu sein, und dass ich nicht weiß, wie ich die Reaktion meines Gegenübers „beeinflussen” kann. Wenn, dann geschieht dies unbewusst.

Zudem schrieb ich bereits darüber, dass es mir nicht möglich ist, (professionelle) Freundlichkeit von Zuneigung zu unterscheiden.

Außerdem fällt es mir als neutraler Beobachter einer Szene leichter, menschliche Wesenseigenschaften zu erkennen, als wenn ich selbst in die Szene eingebunden bin. Bin ich selbst eingebunden, erkenne ich Menschen oft erst mit einem Abstand von einem oder mehreren Tagen: Ich habe so etwas wie Flashbacks und erkenne plötzlich, was wesentlich war.

Abschließend kann ich die heutige Frage damit beantworten, dass ich ein passabler, aber beileibe kein guter Menschenkenner bin.

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Bist du ein guter Menschenkenner?

Are you a good judge of character? | Können Sie Menschen gut einschätzen?

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Plant based | dailyprompt

Ich ernähre mich seit vielen Jahren rein pflanzlich. Das war der Anlass, mich intensiv mit meiner Ernährung und meinem Ernährungsbedarf zu befassen. Außerdem wollte ich mein Gewicht halten und habe eine Zeit lang meinen Kalorienverbrauch und die Kalorienzufuhr gezählt.

Zu meinen fünf wichtigsten Lebensmittelgruppen zählen Obst, Gemüse, Nüsse/Samen, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte/Sojaprodukte.

Von Obst esse ich Äpfel, Mangos, Blaubeeren, Birnen, Avocados und getrocknete Datteln. Zitrusfrüchte habe ich dieses Jahr gemieden, um meine Nesselsucht (Urtikaria) erfolgreich zu beseitigen. Ab 2026 werde ich diese wieder in moderaten Mengen in meinen Speiseplan aufnehmen. Außerdem trinke ich verschiedene Direktsäfte und -mischungen. In meinem Müsli zum Frühstück sind diverse Trockenfrüchte.

Zu den Gemüsesorten, die ich regelmäßig esse, gehören Blumenkohl, Möhren, Brokkoli, Rotkohl, Erbsen, Bohnen, Spinat und Spargel.

Täglich esse ich ca. 25 g verschiedene Nüsse: Pistazien, Macadamia, Paranüsse, Haselnüsse, Maronen …

Gemüse Nüsse
Vollkorngetreide Samen
Obst Hülsenfrüchte

… und Walnüsse. Im Müsli befinden sich Chiasamen, Hanfsamen, Leinsamen und Hefeflocken.

Vollkorngetreide nehme ich in Form von Nudeln oder diversen Flocken im Müsli zu mir. Das Müsli rühre ich über Nacht mit Hafermilch mit Calciumzusatz an. Am Wochenende gibt es statt Müsli Vollkornbrötchen.

Zu den Hülsenfrüchten und Sojaprodukten zählen beispielsweise Tofu, Linsen, Tempeh, Edamame, Bohnen, Kichererbsen und Lupinen.

Als Sättigungsbeilage zu Gemüsen, Vollkorn- oder Kartoffelprodukten gibt es gerne vielfältige pflanzliche Fleischalternativen.

All diese Lebensmittel werden von Zeit zu Zeit neu gemischt und leicht verändert.

Als Gegengewicht zu diesen Lebensmitteln esse ich auch Salziges (Kartoffel-, Linsen- und Kichererbsenchips sowie Tortillas) und Schokolade. Alles in Maßen. Alkohol trinke ich nur sehr selten, da er mir nicht gut tut. Ich trinke aber alkoholfreies Bier und Cola.

Gerne beantworte ich Fragen dazu über die Kommentarfunktion oder per E-Mail.

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Was sind deine fünf Lieblingsartikel im Lebensmittelgeschäft?

List your top 5 grocery store items. | Nennen Sie Ihre 5 wichtigsten Lebensmittelartikel.

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Vor einem Jahr hätte ich mir das nicht ausgemalt. | dailyprompt

Ich habe mich nicht am 16.12.2024 vor den Spiegel gestellt und zu mir gesagt: „Bernd, wie wird dein Leben am 16.12.2025 aussehen?” Vor einem Jahr wusste ich noch nicht, dass mir diese Frage am 16.12.2025 tatsächlich gestellt werden würde. Davon abgesehen stelle ich mir mein Leben nicht vor. Ich nutze die Zeit, um zu leben. Mein Leben ist ein steter Wandel. Ein langsamer Wandel. Ich lebe langsam. Ich vertraue darauf, dass sich alles fügt. Und dem Zufall. Und im Laufe eines Jahres fällt mir so einiges zu. Ich greife spontan zu oder zucke spontan zurück. Ich habe einmal über mich selbst gesagt, dass ich Treibholz des Lebens bin, und es gefällt mir, wohin es mich treibt.

Vor einem Jahr hätte ich mir nicht vorstellen können, dass es 2025 vorgezogene Neuwahlen gibt und man den nicht im Bundestag vertretenen Parteien dadurch die Chance nimmt, überall Kandidaten aufzustellen und Profil zu gewinnen.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorstellen können, dass man einer Partei, die äußerst knapp am Einzug in den Bundestag gescheitert ist, eine Nachzählung der Stimmen verweigert.

Ich habe mir auch nicht vorstellen können, dass die Zusammensetzung des abgewählten Bundestages dafür genutzt wird, eine unvorstellbar hohe Kreditaufnahme zu beschließen – weil der neu gewählte Bundestag dafür keine Mehrheit hätte –, deren Zins- und Tilgungslast den zukünftigen Generationen die Luft zum Atmen nehmen wird.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorstellen können, dass durch die beiden vorgenannten Ereignisse mein Vertrauen in unsere Demokratie restlos zerstört wird und ich den Wandel von einer Demokratie zu einer Demokratur erleben muss.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorgestellt, dass die Wählerinnen und Wähler die im Bundestag vertretenen Parteien wieder und wieder und wieder wählen und nicht mit neuen Parteien diesen Augiasstall ausmisten.

Vor einem Jahr habe ich die Bedeutung des Einstein zugeschriebenen Satzes „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.” nicht vorstellen können. Heute schon.

Vor einem Jahr habe …

Mein Leben heute
sieht so ganz anders aus als
noch vor einem Jahr

… ich nur befürchtet, dass die größten Saboteure diplomatischer Bemühungen deutsche Politikerinnen und Politiker in europäischen Spitzenfunktionen, im Deutschen Bundestag und in der Bundesregierung sind. Heute habe ich Gewissheit.

Vor einem Jahr hätte ich mir nicht vorstellen können, dass die Wehrpflicht wieder eingeführt wird, dass Eltern bereitwillig ihre Söhne und Töchter in ca. vier Jahren an die Front und in den Tod schicken lassen werden – es gab keine Berichte über Proteste, Parteiaustritte und Massenpetitionen in den Medien, selbst nicht in den alternativen – und dass von den knapp 800 000 betroffenen 18-jährigen Schülerinnen und Schülern lediglich 55 000 an einem Freitag dagegen streikten. Somit hat die Masse der Schülerinnen und Schüler der Wehrpflicht und ihrem unaufhaltsam kommenden Tod durch Schweigen zugestimmt.

Heute kann ich mir vorstellen, dass ich die heutige Frage am 16.12.2029 nicht mehr beantworten kann, weil ich dann in einem atomaren Höllenfeuer verdampft sein werde.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorstellen können, dass ich im Jahr 2025 wieder anfangen würde zu bloggen. Es war eine spontane Entscheidung. Bis ich meine Form in diesem Blog gefunden hatte, waren zwei Versuche mit anderen Blogs vorausgegangen, mit denen ich sehr unzufrieden war. Jetzt bin ich zufrieden.

Vor einem Jahr hätte ich mir nicht vorstellen können, täglich Fragen (Daily Prompt) öffentlich zu beantworten, die mir eine App (Day One von Automattic) stellt.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorgestellt, dass ich im Jahr 2025 mein treues Notebook durch einen leistungsstarken Mini-PC ersetzen würde. Auch damit bin ich zufrieden.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorgestellt, dass ich mich selbst von meiner Nesselsucht (Urtikaria) befreien würde, indem ich mich eine Zeit lang histaminfrei ernähre.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorgestellt, dass meine Stimmung heute besser ist als vor einem Jahr.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorgestellt, dass ich heute „Danke” sage zu den Bloggerinnen und Bloggern, mit denen ich im vergangenen halben Jahr so nette, beglückende, heitere, nachdenkliche oder hilfreiche Unterhaltungen hatte: „DANKE!”

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Ist dein Leben heute so, wie du es dir vor einem Jahr vorgestellt hast?
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Blinde Flecken.  | dailyprompt

Ich meditiere seit einigen Jahren. Mit der 7Mind-App. Ich habe verschiedene Apps ausprobiert. Mit 7Mind bin ich glücklich. Jetzt hatte ich einige Jahre pausiert, da ich verschiedene Übungen auch ohne App machen konnte oder in bestimmten Situationen an einzelne Übungen erinnern konnte. Diese Erinnerungen haben mich wieder geerdet. In letzter Zeit war es jedoch nötig, den Kurs „Gelassenheit” noch einmal zu wiederholen. Sieben Einheiten à zehn Minuten, verteilt auf sieben Tage. Das hat mir sehr gut getan. Ich spüre, wenn die Aufregung kommt, und schaffe es, dem Impuls nicht nachzugeben und gelassen zu bleiben. Ich lasse die Dinge so sein. Ich kann darauf vertrauen, dass sich alles fügt. Das tut es tatsächlich. Diese Erfahrung habe ich in der Vergangenheit bereits gemacht.

Wie so oft fallen mir bei den täglichen Schreibanregungen zuerst die Dinge ein, die das Gegenteil der Frage beschreiben.

Bei Personen, die mir nicht vertraut sind, kann ich nicht unterscheiden, ob sie mir nur freundlich gesinnt oder aber gar zugeneigt sind. Das kann manchmal zu leichten Grenzverletzungen …

Zuneigung Botschaft
Gelassenheit Freundlichkeit
Zwischentext Klartext

… führen, aber auch zu verpassten Gelegenheiten. Diesen blinden Fleck scheine ich nicht allein zu haben. Ich habe Gespräche laut sprechender Menschen mitgehört, in denen sie sich darüber beschwerten, dass Männer immer gleich aufdringlich werden, wenn man ihnen gegenüber lediglich freundlich ist. Ich möchte lernen, Freundlichkeit und Zuneigung unterscheiden zu können.

Es gibt Menschen, die können wunderbare oder geschliffene oder funkelnde Sätze formulieren, in denen sie Botschaften zwischen den Zeilen verstecken. So wie das alte BTX (Bildschirmtext), das in der Austastlücke des Fernsehbildes versteckt war. Also ZTX sozusagen. Zwischenzeilentext. Ich habe keinen ZTX-Decoder. Ich kann diese versteckten Botschaften nicht lesen/verstehen. Schon in der Schule baute man mir Eselsbrücken, bei denen ich dachte: Was wollen die von mir? Man winkte mir mit dem Zaunpfahl, und ich dachte: „Warum bewegen die sich so komisch?”

Ich vermute einen Gendefekt. Der kann erst im nächsten Leben geheilt werden. In diesem Leben muss man mit mir im Klartext kommunizieren. Direkt. Eindeutig. „Dann klappt’s auch mit dem Nachbarn.”¹ Blöd nur, dass ich keine Geschirrspülmaschine habe.

1: https://www.pitchpunks.de/werbeslogan-calgonit/

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