🎙 Care-Arbeit, Macht und Gleichberechtigung. Was sich in 50 Jahren getan hat.

Die Sommeruniversität für Frauen an der Freien Universität Berlin wurde 1976, also vor 50 Jahren, gegründet, da Frauen an Hochschulen damals stark benachteiligt waren. Eine Gruppe von Dozentinnen wollte einen Raum schaffen, in dem Frauen über ihre Erfahrungen und die Herausforderungen sprechen konnten, mit denen sie konfrontiert waren.

Ilse Lenz, eine der Mitorganisatorinnen, erinnert sich, dass die erste Sommeruniversität ein Ort war, an dem Frauen neue Ideen diskutieren konnten, beispielsweise über die Rolle von Haus- und Care-Arbeit in der Gesellschaft. Die Veranstaltungen waren offen für Frauen aus verschiedenen Berufen, nicht nur aus der Wissenschaft.

Vor 50 Jahren waren die meisten Lehrenden Männer und Frauen hatten nur wenig Einfluss. Die Sommeruniversität trug dazu bei, dies zu ändern, indem sie genderspezifische Forschung an die Universitäten brachte und Frauen ermutigte, ihre Stimme zu erheben.

Auch heute gibt es noch Herausforderungen in der Geschlechterforschung, insbesondere im Hinblick auf Beziehungen zwischen Menschen und deren gleichberechtigte Gestaltung. Trotz der Fortschritte bleibt noch viel zu tun, um die Gleichstellung der Geschlechter weiter voranzubringen.


Aus dem Interview „Männer verboten – 50 Jahre ‚Sommeruniversität für Frauen‘ in Berlin“ der Deutschlandfunk-Kultur-Sendung „Studio 9“ vom –07.07.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/07/07/maenner_verboten_50_jahre_sommeruniversitaet_fuer_frauen_in_drk_20260707_0740_4f2bee82.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/maenner-verboten-50-jahre-sommeruniversitaet-fuer-frauen-in-berlin-100.html

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🎙 Das Geschlecht der Kalorie

In diesem Vortrag wird behandelt, warum heutzutage immer mehr Männer diäten. Früher war das Thema Diät vor allem für Frauen relevant. Durch die Einführung von Fitness-Apps und digitalen Diätprogrammen ist es für Männer jedoch einfacher geworden, ihren Körper zu beobachten und zu verändern. Durch diese digitale Selbstvermessung gelten Fitness und Schlankheit inzwischen als Ideale für alle Geschlechter.

In ihrem Vortrag erklärt die Geschlechterforscherin Corinna Schmechel, wie sich der Umgang mit dem eigenen Körper im Laufe der Geschichte verändert hat. Sie spricht über die Entwicklung von Diäten von der Antike bis heute und zeigt, dass Diäten für Männer erst seit Kurzem üblich sind.

Ein bekanntes Beispiel ist Weight Watchers, das ursprünglich vor allem Frauen ansprach, aber versuchte, auch Männer als Zielgruppe zu gewinnen. In der Werbung wurde betont, dass Männer echte Lebensmittel essen und trotzdem abnehmen können. Mit dieser Ansprache soll gezeigt werden, dass es nicht unmaskulin ist, auf die Ernährung zu achten.

Der Vortrag macht deutlich, dass Diäten nicht nur ein Frauenthema sind, sondern zunehmend auch Männer in den Fokus rücken. Dies geschieht in einem kulturellen Kontext, in dem sich die Geschlechterrollen und die Erwartungen an Männer verändern. Heutzutage tracken Männer ihre Ernährung und Fitness. Das ist Teil eines größeren Trends, bei dem Selbstvermessung und digitale Technologien eine wichtige Rolle spielen.


Podcastfolge „Ernährung – Warum heute mehr Männer Diät machen“ vom –20.11.2025– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2025/11/20/deutschlandfunknova_ernaehrung_warum_heute_20251120_3d336dda.mp3

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