🎙 Wissenschaft humorvoll erklärt: Von Krebs-Magneten, KI-Katzen und Waschmaschinen.

In der Podcastfolge „Hörsaal goes Science Slam“ wurden drei Vorträge zu aktuellen wissenschaftlichen Themen präsentiert: „Nanomedizin”, „Künstliche Intelligenz (KI)” und „Mikroplastik”.

Nanomedizin – Verena Schulze:

Sie erklärte den Begriff der Nanomedizin, die sich mit der Anwendung von Nanotechnologie in der Medizin beschäftigt.

Sie erläuterte, dass Nanopartikel (10⁻⁹ Meter) bereits in Alltagsprodukten wie Sonnencreme und Corona-Tests verwendet werden.

Schulze stellte den Lotuseffekt vor, mit dem sich wasserabweisende Oberflächen schaffen lassen, die beispielsweise Wände vor Urin schützen können.

Sie sprach über ihre eigene Forschung zu Eisenoxid-Nanopartikeln, die in der Krebsdiagnose eingesetzt werden. Diese Partikel können Krebszellen anziehen und durch Magnetfelder isoliert werden.

Zum Abschluss der Präsentation betonte Schulze, dass die Nanotechnologie bedeutende Fortschritte in der Medizin ermöglichen kann.

Künstliche Intelligenz – Luca Neuperti:

Luca Neuperti untersuchte die Kommunikationsfähigkeit von KI, insbesondere von Chatbots:

Er stellte die Kommunikationsakkumulationstheorie vor, die beschreibt, wie Menschen in Gesprächen automatisch ihre Kommunikationsstile anpassen.

Neuperti verglich dies mit der Funktionsweise von Chatbots, die Worte in mathematische Vektoren umwandeln, um sie zu verarbeiten.

Er argumentierte, dass Chatbots nicht die gleiche Anpassungsfähigkeit wie Menschen besitzen. Dies könnte zu einem Problem werden, da sich Menschen potenziell an die vorgegebene Kommunikationsweise der KI anpassen könnten.

Der Vortrag endete mit der Aufforderung, die Interaktion mit Chatbots kritisch zu hinterfragen und die Verantwortung in der Entwicklung von KI zu betonen.

Mikroplastik – Dominik Kaczmarek:

Er thematisierte Mikroplastik, das durch das Waschen von synthetischen Textilien in die Umwelt gelangt.

Er erläuterte die verschiedenen Formen von Plastik (Makro-, Mikro- und Nanoplastik) und deren Verbreitung in der Umwelt und im menschlichen Körper.

Kaczmarek stellte seine Forschung vor, in der er die Mikroplastikemissionen beim Waschen von Kleidung untersuchte. Er erklärte den Sinnerschen Waschkreis, der die Waschleistung durch Zeit, Temperatur, Mechanik und Chemie definiert.

Er präsentierte die Methodik seiner Experimente zur Messung der Mikroplastikemissionen und hob die Bedeutung dieser Forschung für den Umweltschutz hervor.

Zusammenfassend zeigen die Vorträge, wie innovative Technologien und interdisziplinäre Ansätze in der modernen Wissenschaft genutzt werden, um bedeutende gesellschaftliche Herausforderungen in Bereichen wie der Medizin, der Kommunikation oder dem Umweltschutz anzugehen.


Podcastfolge „Nanomedizin, Chatbots, Mikroplastik – Hörsaal goes Science Slam“ vom –28.11.2025– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2025/11/28/deutschlandfunknova_nanomedizin_chatbots_20251128_6fbd6f01.mp3

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🎙 Wie „wir“ mit Wasser umgehen.

Im Gespräch mit Stephan Lorenz geht es um die Frage, wem das Wasser gehört und wie es in Zukunft verteilt werden könnte. Er betont, dass Wasser ein lebenswichtiger Stoff ist, der in Deutschland zwar bisher reichlich vorhanden war, durch den Klimawandel und andere Faktoren jedoch zunehmend knapp werden könnte.

Lorenz erklärt, dass Wasserknappheit nicht nur ein physisches, sondern auch ein wirtschaftliches und regulatorisches Problem ist. Er weist darauf hin, dass die Gesellschaft bereits ein gewisses Bewusstsein für Wasserprobleme entwickelt hat – besonders seit den heißen Jahren ab 2018 –, und dass politische Strategien zur Wasserbewirtschaftung eingeführt wurden. Zudem gibt es Diskussionen über die Nutzung und den Schutz von Wasserressourcen.

Lorenz beschreibt, dass viele verschiedene Akteure – wie Landwirtschaft, Industrie und Zivilgesellschaft – an der Wassernutzung beteiligt sind, was die Situation kompliziert macht. Auf individueller Ebene zeigen Umfragen, dass die Menschen unterschiedliche Gewohnheiten im Umgang mit Wasser haben. Diese sind oft weniger vom Preis als vielmehr von Gewohnheiten und Sauberkeitsvorstellungen geprägt.

Lorenz betont, dass sich die Gesellschaft an eine mögliche Wasserknappheit anpassen muss, obwohl Wasser in Deutschland bisher eine Selbstverständlichkeit war. Es gibt Möglichkeiten, Wasser besser zu nutzen und zu schützen, um die Verfügbarkeit zu erhöhen.


Aus dem Interview „Wem gehört das Wasser? Die Konflikte der Zukunft. Stephan Lorenz, Soziologe“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –19.07.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/07/19/wem_gehoert_das_wasser_die_konflikte_der_zukunft_stephan_dlf_20260719_0737_4f492a26.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/wem-gehoert-das-wasser-die-konflikte-der-zukunft-stephan-lorenz-soziologe-100.html

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🎙 Care-Arbeit, Macht und Gleichberechtigung. Was sich in 50 Jahren getan hat.

Die Sommeruniversität für Frauen an der Freien Universität Berlin wurde 1976, also vor 50 Jahren, gegründet, da Frauen an Hochschulen damals stark benachteiligt waren. Eine Gruppe von Dozentinnen wollte einen Raum schaffen, in dem Frauen über ihre Erfahrungen und die Herausforderungen sprechen konnten, mit denen sie konfrontiert waren.

Ilse Lenz, eine der Mitorganisatorinnen, erinnert sich, dass die erste Sommeruniversität ein Ort war, an dem Frauen neue Ideen diskutieren konnten, beispielsweise über die Rolle von Haus- und Care-Arbeit in der Gesellschaft. Die Veranstaltungen waren offen für Frauen aus verschiedenen Berufen, nicht nur aus der Wissenschaft.

Vor 50 Jahren waren die meisten Lehrenden Männer und Frauen hatten nur wenig Einfluss. Die Sommeruniversität trug dazu bei, dies zu ändern, indem sie genderspezifische Forschung an die Universitäten brachte und Frauen ermutigte, ihre Stimme zu erheben.

Auch heute gibt es noch Herausforderungen in der Geschlechterforschung, insbesondere im Hinblick auf Beziehungen zwischen Menschen und deren gleichberechtigte Gestaltung. Trotz der Fortschritte bleibt noch viel zu tun, um die Gleichstellung der Geschlechter weiter voranzubringen.


Aus dem Interview „Männer verboten – 50 Jahre ‚Sommeruniversität für Frauen‘ in Berlin“ der Deutschlandfunk-Kultur-Sendung „Studio 9“ vom –07.07.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/07/07/maenner_verboten_50_jahre_sommeruniversitaet_fuer_frauen_in_drk_20260707_0740_4f2bee82.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/maenner-verboten-50-jahre-sommeruniversitaet-fuer-frauen-in-berlin-100.html

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🎙 Das Geschlecht der Kalorie

In diesem Vortrag wird behandelt, warum heutzutage immer mehr Männer diäten. Früher war das Thema Diät vor allem für Frauen relevant. Durch die Einführung von Fitness-Apps und digitalen Diätprogrammen ist es für Männer jedoch einfacher geworden, ihren Körper zu beobachten und zu verändern. Durch diese digitale Selbstvermessung gelten Fitness und Schlankheit inzwischen als Ideale für alle Geschlechter.

In ihrem Vortrag erklärt die Geschlechterforscherin Corinna Schmechel, wie sich der Umgang mit dem eigenen Körper im Laufe der Geschichte verändert hat. Sie spricht über die Entwicklung von Diäten von der Antike bis heute und zeigt, dass Diäten für Männer erst seit Kurzem üblich sind.

Ein bekanntes Beispiel ist Weight Watchers, das ursprünglich vor allem Frauen ansprach, aber versuchte, auch Männer als Zielgruppe zu gewinnen. In der Werbung wurde betont, dass Männer echte Lebensmittel essen und trotzdem abnehmen können. Mit dieser Ansprache soll gezeigt werden, dass es nicht unmaskulin ist, auf die Ernährung zu achten.

Der Vortrag macht deutlich, dass Diäten nicht nur ein Frauenthema sind, sondern zunehmend auch Männer in den Fokus rücken. Dies geschieht in einem kulturellen Kontext, in dem sich die Geschlechterrollen und die Erwartungen an Männer verändern. Heutzutage tracken Männer ihre Ernährung und Fitness. Das ist Teil eines größeren Trends, bei dem Selbstvermessung und digitale Technologien eine wichtige Rolle spielen.


Podcastfolge „Ernährung – Warum heute mehr Männer Diät machen“ vom –20.11.2025– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2025/11/20/deutschlandfunknova_ernaehrung_warum_heute_20251120_3d336dda.mp3

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