📅❓ Hammelhoden sind es nicht

Es ist Juni 2002 und ich besuche Afrika. Südafrika. Johannesburg. Soweto. Ich bin in einer Gruppe von ca. 10 Personen.

Unsere Reiseführerin zeigt uns Soweto, die Hütten, die Villen, die Armut, den Reichtum, Menschen in Hütten vor Fernsehern, zwischen nasser Wäsche und Müllbergen, Menschen, die sich ein wenig Geld verdienen, Touristen durch ihre Hütte latschen zu lassen. Ein Eintritt in die Villen blieb uns verwehrt. Ein Schrank von einem Mann begleitet uns. Ein Leibwächter.

Wir sehen das drittgrößte Krankenhaus der Welt und das größte Afrikas, das Chris Hani Baragwanath Academic Hospital. Wir sehen Menschen am Straßenrand liegen, vegetieren – wir können nicht unterscheiden, was Kleidung und was nackte Haut ist. Auf dem Weg zum Restaurant vertreiben ein paar tanzende und singende Kinder unsere Schamgefühle. Die Kinder sind bestellt und verdienen sich für ihre Familien ein wenig Geld. Reine Folklore.

Wir biegen in die Makhalemele Street ein, in der sich „Wandies Place” befindet.

„Wandies Place“ ist ein Restaurant in einem typischen kleinen Vier-Zimmer-Haus in Soweto. Bis zum Ende der Apartheid war es der schwarzen Bevölkerung verboten, Bars und Ähnliches aufzusuchen, sodass „Wandies Place” heimlich betrieben wurde. Nach dem Ende der Apartheid baute der Besitzer es zu einem offiziellen Restaurant aus, das sich auf traditionelle südafrikanische Gerichte spezialisiert hat.

Hier habe ich die besten regionalen Gerichte gegessen, die ich je auf einer Reise hatte. Das Restaurant mit seinen langen Tischreihen (keine Einzeltische) war bis auf den letzten Platz besetzt, innen wie außen. Für unsere Gruppe war draußen auf der Straße unter Sonnenschirmen ein Platz reserviert und gedeckt.

Gegessen wurde nicht à la carte, sondern vom großen Buffet. Nicht groß in den Ausmaßen, sondern groß in der Vielfalt. Denn das Haus war klein. Die winzige Küche, in der vier Frauen standen, die nicht mehr umfallen konnten, grenzte unmittelbar an den Gastraum, der gleichzeitig das Wohnzimmer war. Vom Buffet aus konnte man in die Küche schauen und den Frauen ein freundliches „Hello” zurufen.

Auf dem Buffet standen große Kochtöpfe, direkt vom Herd, aus denen man die Hauptspeisen auf seinen Teller löffelte. Ebenso pragmatisch wurden die Beilagen angeboten.

Ich weiß nicht, was sich in den Kochtöpfen befand, denn sie waren unbeschildert. Ich wollte es auch lieber nicht wissen (mir fielen Reiseberichte aus fernen Ländern ein, in denen von Hammelhoden oder Ähnlichem die Rede war).

Ich habe von fast allem probiert und es war köstlich. Nicht nur mir ging es so, sondern auch den anderen in der Gruppe. Scheinbar ging es auch den vielen Prominenten der Welt so, deren Bilder alle Wände des Hauses bedeckten. Auf diesen Bildern strahlten sie alle. Brad Pitt, Will Smith, Richard Branson, Chris Rock und Evander Holyfield, um nur einige zu nennen. Auch sogenannte Staatsmänner waren darunter.

Ich kann die heutige Schreibanregung also nicht mit einem bestimmten Gericht beantworten, sondern verweise auf authentische südafrikanische Speisen.

Dieser Tag im Juni 2002 hat mich bis heute beeindruckt.

Wandies Place gibt es offensichtlich noch heute. Die Webseite ist allerdings offline. Die Facebook-Seite endet mit dem 19.06.2015 (https://www.facebook.com/www.wandiesplace.co.za/). Die dort veröffentlichten Bilder decken sich mit meiner Erinnerung. Laut Google Maps ist das Restaurant täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet.

Tägliche Schreibanregung
Was ist das beste lokale Gericht, das du auf Reisen gegessen hast?

What’s the best local dish you’ve ever eaten while traveling?  |  Was war das beste regionale Gericht, das du je auf einer Reise gegessen hast?

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🎙 … die Interessen und die Wünsche und die Sehnsüchte seiner Bürger.

Der Beitrag handelt von dem deutschen Liedermacher Reinhard Mey, der darin über seine Gedanken und Gefühle zu Deutschland reflektiert. Er erzählt von seiner Kindheit und seiner ersten Reise nach Frankreich, bei der er Heimweh nach seiner Familie hatte. Mey beschreibt, wie wichtig ihm die deutsche Sprache ist, obwohl sie kompliziert ist, und wie sehr er sie schätzt.

Er zieht auch Vergleiche zwischen Deutschland und anderen Ländern, insbesondere Frankreich und Dänemark. Dabei bemerkt er, dass die Deutschen oft neidisch sind und hämisch miteinander umgehen, was er als unangenehm empfindet. Mey spricht über die Veränderungen in der Gesellschaft und dass er das Gefühl hat, die Menschen seien rauer und weniger freundlich zueinander geworden.

Trotz dieser Probleme sieht er auch positive Aspekte in Deutschland und betont, dass es viele Dinge gibt, die besser sind als früher. Er wünscht sich eine Regierung, die sich mehr um die Bedürfnisse der Bürger kümmert. Insgesamt plädiert er für mehr Freundlichkeit und Verständnis im Umgang miteinander.


Aus dem Beitrag „Denk ich an Deutschland: der Liedermacher Reinhard Mey“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –12.07.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/07/12/denk_ich_an_deutschland_der_liedermacher_reinhard_mey_dlf_20260712_0822_8e4af81a.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/denk-ich-an-deutschland-der-liedermacher-reinhard-mey-100.html

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🎙 Warum Empathie und Kompromissbereitschaft unsere stärksten Werkzeuge sind

In dieser Podcastfolge „Demokratie NEU DENKEN | Ein Rückblick” von Mission Wertvoll wird ein Überblick über die dritte Staffel des Podcasts NEU DENKEN gegeben, in der das zentrale Thema Demokratie behandelt wird. Im Folgenden sind die Hauptpunkte und Argumente zusammengefasst:

Demokratie verstehen: Demokratie wird nicht nur als Wahlprozess verstanden, sondern als tägliche Mitgestaltung gesellschaftlicher Regeln und Ziele. Es wird betont, dass Demokratie aktive Teilnahme und Feedback erfordert.

Böckenförde-Diktum: Das Diktum von Ernst-Wolfgang Böckenförde wird zitiert, um zu verdeutlichen, dass der freiheitliche Staat von Voraussetzungen abhängt, die er selbst nicht garantieren kann. Dies betrifft die Bereitschaft der Bürger, sich an Regeln zu halten und Kompromisse einzugehen.

Macht in der Demokratie: Es wird diskutiert, dass Macht nicht nur autoritär ausgeübt werden sollte, sondern demokratische Qualitäten haben muss. Gesine Schwan, Politikwissenschaftlerin, wird als Stimme für eine demokratische Machtausübung vorgestellt.

Kompromissbereitschaft: Die Notwendigkeit von Kompromissen in der Politik wird hervorgehoben. Julia Reuschenbach spricht über die Herausforderungen, die eine kompromissorientierte Haltung in der politischen Diskussion mit sich bringt.

Bürokratie und Verwaltung: Uwe Schneidewind thematisiert die Schwierigkeiten, kreative Lösungen innerhalb starrer bürokratischer Strukturen zu finden, und fordert eine Innovationskultur, die Fehler als Teil des Lernprozesses akzeptiert.

Zuhören und Kommunikation: Bernhard Pörksen diskutiert die Bedeutung von Zuhören und empathischer Kommunikation in der Gesellschaft, um Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden und eine gemeinsame Basis zu finden.

Matthias Quent erklärt, wie das Gefühl der Ohnmacht in der Bevölkerung extremistische Tendenzen fördern kann. Der Wunsch nach starken Führern, die schnelle Lösungen versprechen, wird als gefährlich identifiziert.

Positive Ansätze: Der Podcast ermutigt dazu, konstruktive Diskussionen zu führen, Potenziale zu erkennen und Probleme nicht ständig zu skandalisieren. Es wird betont, dass jeder Einzelne zur demokratischen Kultur beitragen kann.

Insgesamt kommt diese Podcastfolge zu dem Schluss, dass Demokratie lebendig bleibt, wenn Bürger aktiv teilnehmen, Kompromisse eingehen und empathisch kommunizieren. Der Podcast „NEU DENKEN” möchte einen Raum für respektvollen und lösungsorientierten Diskurs schaffen.


Aus der Podcastfolge „Demokratie NEU DENKEN | Ein Rückblick“ vom –10.03.2026– des Podcasts „NEU DENKEN„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://youtu.be/AVTAHW8fZtk

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.mission-wertvoll.org/demokratie-neu-denken-ein-rueckblick/

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