🎙 Ist unser Wohlstand noch zu retten oder müssen wir unsere Prioritäten völlig neu setzen?

Der Soziologe Heinz Bude konstatiert das Ende des Zeitalters des stetigen Wachstums und Wohlstands in Deutschland.

Dies ist auf geopolitische Krisen und notwendige Prioritätensetzungen bei den Staatsausgaben zurückzuführen. Er erläutert, dass der Erhalt der allgemeinen Wohlfahrt – etwa des hochentwickelten Gesundheitssystems – künftig nur noch durch spürbare Einbußen beim individuellen Lebensstandard möglich sein wird.

Laut Bude führt diese Entwicklung zu einer tiefgreifenden Vertrauenskrise in die Regierungsfähigkeit und befeuert den Zulauf zu populistischen Strömungen quer durch alle sozialen Schichten. Bude warnt dabei vor einer wachsenden Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die aus reinem Eigennutz prinzipienlose Politik unterstützen würden, solange diese ihren persönlichen Wohlstand sichert.

Abschließend plädiert er für politische Wahrhaftigkeit und die Einsicht, dass die Gesellschaft die Zukunft des Landes als gestaltende Kraft in Europa wieder aktiv selbst in die Hand nehmen muss.


Aus dem Interview „Verlust als Grundproblem der Gegenwart – Heinz Bude, Soziologe“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –19.04.2026-.


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🎙 Schmerzhafter als gedacht: Warum unser Gehirn Einsamkeit wie körperliche Wunden behandelt

Auf der Leipziger Buchmesse 2026 diskutierten die Moderatoren Katrin Kühn und Paulus Müller mit der Psychologin Prof. Dr. Maike Luhmann über die wissenschaftlichen Hintergründe und die gesellschaftliche Relevanz von Einsamkeit.

Die Expertin erläuterte dabei den Unterschied zwischen schmerzhafter Einsamkeit und gewolltem Alleinsein und stellte verschiedene Formen vor, von emotionaler bis hin zu kollektiver Einsamkeit. Im Gespräch wurden diverse Risikofaktoren wie Armut, Diskriminierung und mangelnde Mobilität beleuchtet, wobei besonders die hohe Betroffenheit junger Menschen seit der Pandemie thematisiert wurde.

Die Veranstaltung ordnet Einsamkeit als evolutionäres Warnsignal ein, das jedoch in eine gefährliche Negativspirale führen kann, wenn Betroffene ihre Umwelt zunehmend als bedrohlich wahrnehmen.

Als Auswege wurden konkrete Strategien wie ehrenamtliches Engagement, die Pflege „schwacher Verbindungen” im Alltag und die Nutzung niedrigschwelliger digitaler Kontaktangebote aufgezeigt.


Podcastfolge „Sozialer Schmerz: Wann wir besonders einsam sind“ vom –26.03.2026– aus dem Deutschlandfunk-Podcast „Systemfragen“.


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🎙 „My home is my castle“ – aber wie groß muss die Burg eigentlich sein?

In der Podcastfolge wird das Paradoxon beleuchtet, dass die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in Deutschland trotz akuten Wohnraummangels stetig steigt, da viele Einzelpersonen in für sie zu großen Wohnungen verbleiben.

Eine Wohnpsychologin führt diesen Trend auf mediale Einflüsse, das Bedürfnis nach Selbstdarstellung sowie psychologische Hürden wie den „Besitztumseffekt“ und die Angst vor Veränderung zurück. Praxisbeispiele wie Tiny Houses zeigen jedoch, dass ein reduzierter Lebensstil, der sich auf das Wesentliche konzentriert und durch smarte Grundrisse umgesetzt wird, die Lebenszufriedenheit und Nachhaltigkeit steigern kann.

ForschungsExpertinnen fordern daher politische Anreize wie den Wegfall der Grunderwerbssteuer beim Verkleinern, um das „Downshifting“ attraktiver zu machen.

Abschließend wird betont, dass flexiblere Bauweisen und ein attraktiver öffentlicher Raum entscheidend sind, um den privaten Flächenverbrauch ohne Wohlstandsverlust zu senken.

Stell dir vor, du müsstest dich morgen auf die Hälfte deiner aktuellen Quadratmeter verkleinern – welches Teil könntest du auf keinen Fall aussortieren?


Podcastfolge „Wohnungsnot: Wie viel Platz brauchen wir wirklich?“ vom –05.12.2024– aus dem Deutschlandfunk-Podcast „Systemfragen“.


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🎙 Leistung allein reicht nicht mehr – die Lebenslüge der deutschen Mittelstandsgesellschaft.

In dem Interview stellt die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja die Diagnose, dass Deutschland auch im Jahr 2026 eine ausgeprägte Klassengesellschaft bleiben wird, in der die Kluft zwischen Kapitalbesitzern und Lohnabhängigen stetig wächst.

Sie argumentiert, dass das einstige Aufstiegsversprechen durch Leistung für einen Großteil der Bevölkerung erloschen ist, da harte Arbeit heute kaum noch zu einer besseren Bezahlung oder einem höheren Status führt. Zur „arbeitenden Klasse“ zählt sie alle, von der Reinigungskraft bis zur Professorin, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen und in fremdbestimmten Strukturen den Reichtum anderer mehren.

Mayer-Ahuja kritisiert politische Appelle an den gesellschaftlichen Zusammenhalt als unglaubwürdige Floskeln, solange der Arbeitsalltag durch Konkurrenzdruck und soziale Spaltung geprägt ist.

Als Lösung fordert sie eine Politik, die Klasseninteressen offen anerkennt und die Bedürfnisse der Arbeitnehmenden wieder konsequent über die Interessen der Wirtschaft stellt.


Aus dem Interview „Gesellschaft und Gleichheit: Ende vom Aufstiegsversprechen? Nicole Mayer-Ahuja“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –06.04.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/04/06/gesellschaft_und_gleichheit_ende_vom_aufstiegsversprechen_dlf_20260406_0713_7095ed8a.mp3

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🎙 Sanktionen sind Mord

Eine im Jahr 2025 im Fachmagazin The Lancet Global Health veröffentlichte Studie zeigt, dass internationale Sanktionen jährlich für rund 500.000 Todesopfer verantwortlich sind und damit ähnlich tödlich wie Kriege sind.

Vor allem einseitige Wirtschaftssanktionen der USA erhöhen die Sterblichkeit massiv. Am stärksten betroffen sind Kinder unter fünf Jahren, während UN-Sanktionen keine vergleichbaren Effekte aufweisen.

Am Beispiel von Kuba und Venezuela wird verdeutlicht, wie diese Maßnahmen zu einem wirtschaftlichen Kollaps, Stromausfällen und einer mangelhaften medizinischen Versorgung der Zivilbevölkerung führen.

Experten und UN-Sonderberichterstatter kritisieren, dass auch „gezielte” Sanktionen oft gegen das Völkerrecht verstoßen und das Recht auf Leben verletzen.

Da Sanktionen ihre politischen Ziele zudem häufig verfehlen, plädieren die Forschenden für ein langfristiges Umdenken in der Weltpolitik.


Podcastfolge „Hunderttausende Tote: Die humanitären Folgen von Sanktionen“ vom –22.01.2026– aus dem Deutschlandfunk-Podcast „Systemfragen“.


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🎙 Brücken zur Inklusion: Was wir von Skandinavien und Südtirol lernen können.

Im Gespräch wird die mangelhafte Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland thematisiert. Diese fordert einen Paradigmenwechsel von bloßer Fürsorge hin zu echter gleichberechtigter Teilhabe.

Susanne Groworsch von der Monitoringstelle kritisiert dabei insbesondere die weiterhin bestehenden „Sonderwelten“ wie Förderschulen und Werkstätten, die Menschen mit Behinderung systematisch von der Gesellschaft separieren. Während Länder wie Italien oder skandinavische Staaten als Vorbilder für inklusive Bildung dienen, verhindern in Deutschland verhärtete Strukturen und ein starker Fokus auf Leistungsfähigkeit messbare Fortschritte.

Die Expertin warnt zudem davor, die für die Inklusion notwendigen Mittel aufgrund von Sparzwängen zu kürzen, da es sich hierbei um grundlegende Menschenrechte und nicht um freiwillige Sozialleistungen handelt. Insgesamt zeigt das Interview, dass die Dynamik der Umsetzung in Deutschland deutlich nachgelassen hat und weiterhin große Barrieren in der Politik und in den Köpfen der Menschen bestehen.


Aus dem Interview „Gesellschaft und Gleichheit: Zum Stand der Inklusion.“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –05.04.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/04/05/gesellschaft_und_gleichheit_zum_stand_der_inklusion_susann_dlf_20260405_0715_47283482.mp3

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