🎙 Leistung allein reicht nicht mehr – die LebenslĂŒge der deutschen Mittelstandsgesellschaft.

In dem Interview stellt die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja die Diagnose, dass Deutschland auch im Jahr 2026 eine ausgeprÀgte Klassengesellschaft bleiben wird, in der die Kluft zwischen Kapitalbesitzern und LohnabhÀngigen stetig wÀchst.

Sie argumentiert, dass das einstige Aufstiegsversprechen durch Leistung fĂŒr einen Großteil der Bevölkerung erloschen ist, da harte Arbeit heute kaum noch zu einer besseren Bezahlung oder einem höheren Status fĂŒhrt. Zur „arbeitenden Klasse“ zĂ€hlt sie alle, von der Reinigungskraft bis zur Professorin, die ihre Arbeitskraft verkaufen mĂŒssen und in fremdbestimmten Strukturen den Reichtum anderer mehren.

Mayer-Ahuja kritisiert politische Appelle an den gesellschaftlichen Zusammenhalt als unglaubwĂŒrdige Floskeln, solange der Arbeitsalltag durch Konkurrenzdruck und soziale Spaltung geprĂ€gt ist.

Als Lösung fordert sie eine Politik, die Klasseninteressen offen anerkennt und die BedĂŒrfnisse der Arbeitnehmenden wieder konsequent ĂŒber die Interessen der Wirtschaft stellt.


Aus dem Interview „Gesellschaft und Gleichheit: Ende vom Aufstiegsversprechen? Nicole Mayer-Ahuja“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –06.04.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/04/06/gesellschaft_und_gleichheit_ende_vom_aufstiegsversprechen_dlf_20260406_0713_7095ed8a.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/gesellschaft-und-gleichheit-ende-vom-aufstiegsversprechen-nicole-mayer-ahuja-100.html

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Autor: Bernd @rueckzuginsprivate.de

» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der OberflĂ€che des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese OberflĂ€che, die doch immerhin etwas gewesen wĂ€re, mit einem unglaublich langweiligen Stoff ĂŒberzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================

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