Die Unerträglichkeit der Verachtung jeder Menschlichkeit.  |  Citation.

Müssen wir, mit Hilfe von als Politik getarnter Mordlust, die Welt in Brand setzen?

Diese Verachtung jeder Menschlichkeit ist unerträglich. […]

Ich kann aus eigener Anschauung berichten, dass nichts, was hier als Gewissheit über die Verhältnisse im Iran berichtet wird, wahr ist.

~ Gabriele Gysi, 21.06.2025, Friedensdemo, Berlin, https://www.gabriele-gysi.de/news-details/eine-lizenz-zum-toeten

GABRIELE GYSI ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin.
Sie wurde 1946 in Berlin als Tochter der kommunistisch-jüdischen Verleger Klaus und Irene Gysi geboren.
Sie besuchte die Staatliche Schauspielschule Berlin. Anschließend wurde sie an die Volksbühne Berlin engagiert.
1984 verließ sie die DDR und wechselte das Engagement ans Stadttheater Bochum. Nach Tätigkeiten an verschiedenen Theatern und Schauspielschulen kehrte sie 2006 als Assistentin der Intendanz und später als Chefdramaturgin an die Volksbühne Berlin zurück.
Seit 2010 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Berlin.

Faszinosum.

Täglicher Schreibanreiz
Warum bloggst du?

Das WWW ist für mich einfach faszinierend.

In der ersten Hälfte der 1990er Jahre wurde ich beruflich zu einer Schulung über Microsoft-Office-Produkte entsandt, die noch unter dem Betriebssystem MS-DOS liefen.

Ich war angefixt.

Als ALDI 1995 den ersten Desktop-PC verkaufte, war ich sofort dabei. Er wurde noch mit Windows 3.1/3.11 ausgeliefert, mit der Option, auf Windows 95 upzugraden.

Am 25.10.1996 veröffentlichte Manfred Dworschak in DIE ZEIT den Artikel „Homepages: Private publizieren kostenlos im WWW – Wir selbst besitzen die herrliche Macht” und ich besorgte mir sofort eine eigene Domain und bastelte mir eine eigene Website.

Seitdem „publiziere” ich. (-;

Ich bezeichne mich bis heute nicht als Blogger, da ich nur selten das Zeitgeschehen selbst kommentiere.

Meine Leidenschaft galt von Anfang an dem Teilen von Informationen, die nicht im Mainstream veröffentlicht wurden oder in ihm untergegangen sind.

Schon in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre gab es viele kritische Artikel, die sich mit dem Handeln (Tun oder Unterlassen) der Gewählten auseinandersetzten.

Erst nach 9/11 begann die Zeit, in der diese Kritiker nach und nach das Etikett „Verschwörungstheoretiker” verpasst bekamen.
„Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit.“

Heute werden bereits die ersten kritischen Blogger beispielsweise von der EU und Deutschland sanktioniert und es wird versucht, ihre berufliche und finanzielle Existenz zu vernichten.

Für eine Demokratie ist Meinungsvielfalt überlebenswichtig, denn erst aus der Vielfalt unterschiedlicher Meinungen kann man sich eine eigene Meinung bilden. Es braucht einen breiten Diskursraum.

Und Bildung kommt bekanntlich nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.

Ich blogge also, um Informationen, Gedanken und Meinungen, die ich selbst beim Lesen und Hören aufgeschnappt habe und die ich für allgemein interessant halte, zu teilen.

„Affenzustand“.

„Ich glaube, es ist eine traurige Wahrheit, dass wir unserem Affenzustand noch sehr nahe sind und dass die Zivilisation nur eine sehr dünne Decke ist, die sehr schnell abblättert.“

Fritz Bauer (1903–1968), deutscher Jurist und Generalstaatsanwalt, der sich maßgeblich für die Aufarbeitung der NS-Verbrechen einsetzte

Er sagte diesen Satz in einer Tonaufnahme, die zu hören war: in der Frankfurter Ausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht“ von 2014. Bauer war fest davon überzeugt, dass die Zivilisation eine äußerst fragile Errungenschaft ist, die ohne ständige Wachsamkeit und eine funktionierende Rechtsordnung schnell zerfallen kann. In dem Zitat spiegelt sich seine Skepsis gegenüber der menschlichen Natur sowie seine unerschütterliche Entschlossenheit wider, das Recht durchzusetzen und eine Rückkehr zu barbarischen Zuständen zu verhindern.