In einer Welt, in der die Mächtigen und Herrschenden uns zwischen den Fassaden der für uns errichteten Kulissen glauben machen wollen, das sei das wahre Leben, verändert „Glaube nichts, hinterfrage alles!” das Leben – mindestens die Sicht auf das Leben.
Tägliche Schreibanregung
Wenn du nur einen einzigen Tipp geben dürftest, der das Leben verändert – welcher wäre das?
Ich überprüfe nicht die Begründungen, die in Situationen der Rechtfertigung oder Kritik verwendet werden.
Wenn ich im Nachhinein erfahre, dass eine Begründung auf einer Lüge oder einem unwahren Argument beruhte, spreche ich das Gegenüber darauf an und versuche zu vermitteln, dass ich die Wahrheit vertrage und sie mich nicht kränkt.
Eine Ausrede kann denjenigen, der sie ausspricht, oder denjenigen, an den sie gerichtet ist, oder gar beide schützen.
Ausreden sind menschlich. Für mich gibt es keine guten oder schlechten.
In Comedys gefallen mir spontane, situationsbedingt passende und entwaffnende Ausreden.
Besser als Ausreden sind Aussprachen.
Tägliche Schreibanregung
Was ist die beste Ausrede, die du in letzter Zeit gehört hast?
In seinem Vortrag „Digital-Oligarchie – Der Rechtsruck der Big-Tech-Bosse“ thematisiert Christopher Coenen die wachsende Macht und den Einfluss großer Tech-Oligarchen wie Elon Musk und Peter Thiel auf Gesellschaft und Demokratie. Coenen, Politikwissenschaftler am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, kritisiert diese Akteure als „ultra-egozentrische, größenwahnsinnige Männer“, die sich auf eine Art „offene Verschwörung“ zur globalen Machtübernahme begeben.
Im Folgenden sind die Hauptpunkte des Vortrags zusammengefasst:
Kritik an Tech-Oligarchen: Coenen sieht die Führungspersönlichkeiten der großen US-Tech-Unternehmen als Bedrohung für die liberale Demokratie, da sie seiner Meinung nach gefährliche und faschistische ideologische Konzepte propagieren.
Transhumanismus: Der Vortrag diskutiert auch die Ideologie des Transhumanismus, die ursprünglich aus progressiven Bewegungen stammt, jedoch von rechten Oligarchen vereinnahmt wird. Coenen weist darauf hin, dass diese Ideologien von Menschen propagiert werden, die mit der US-Regierung sympathisieren und demokratische Werte untergraben.
Angriff auf die Wahrheit: Coenen beschreibt die gegenwärtige politische Situation in den USA als einen „Angriff auf die Wahrheit”, der durch Lügen und Desinformation geprägt ist – insbesondere unter der Trump-Administration.
Ideologische Einflussnahme: Coenen warnt, dass die Tech-Oligarchen zunehmend ideologische Konzepte entwickeln, die sich auf dunkle Aspekte der europäischen Geistesgeschichte stützen und die Demokratie gefährden.
Gesellschaftliche Reaktionen: Der Vortrag thematisiert auch die gesellschaftliche Reaktion auf diese Entwicklungen, insbesondere das wachsende Misstrauen und die Spaltung innerhalb der Bevölkerung. Coenen betont dabei die Notwendigkeit einer kritischen Reflexion über die Geschichte und die gegenwärtigen politischen Herausforderungen.
Zukunft der Demokratie: Coenen stellt die Frage, ob die Gesellschaft bereit ist, die Demokratie und Freiheit gegen die Angriffe der Oligarchen zu verteidigen oder ob sie diese Entwicklungen als „Business as usual“ hinnehmen wird.
Insgesamt plädiert Coenen für eine kritische Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen politischen und ideologischen Strömungen, um die demokratischen Werte und die Zukunft der Gesellschaft zu schützen.
Podcastfolge „Digital-Oligarchie – Der Rechtsruck der Big-Tech-Bosse“ vom –27.02.2026– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.
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GABRIELE GYSI ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. Sie wurde 1946 in Berlin als Tochter der kommunistisch-jüdischen Verleger Klaus und Irene Gysi geboren. Sie besuchte die Staatliche Schauspielschule Berlin. Anschließend wurde sie an die Volksbühne Berlin engagiert. 1984 verließ sie die DDR und wechselte das Engagement ans Stadttheater Bochum. Nach Tätigkeiten an verschiedenen Theatern und Schauspielschulen kehrte sie 2006 als Assistentin der Intendanz und später als Chefdramaturgin an die Volksbühne Berlin zurück. Seit 2010 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Berlin.
In der ersten Hälfte der 1990er Jahre wurde ich beruflich zu einer Schulung über Microsoft-Office-Produkte entsandt, die noch unter dem Betriebssystem MS-DOS liefen.
Ich war angefixt.
Als ALDI 1995 den ersten Desktop-PC verkaufte, war ich sofort dabei. Er wurde noch mit Windows 3.1/3.11 ausgeliefert, mit der Option, auf Windows 95 upzugraden.
Am 25.10.1996 veröffentlichte Manfred Dworschak in DIE ZEIT den Artikel „Homepages: Private publizieren kostenlos im WWW – Wir selbst besitzen die herrliche Macht” und ich besorgte mir sofort eine eigene Domain und bastelte mir eine eigene Website.
Seitdem „publiziere” ich. (-;
Ich bezeichne mich bis heute nicht als Blogger, da ich nur selten das Zeitgeschehen selbst kommentiere.
Meine Leidenschaft galt von Anfang an dem Teilen von Informationen, die nicht im Mainstream veröffentlicht wurden oder in ihm untergegangen sind.
Schon in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre gab es viele kritische Artikel, die sich mit dem Handeln (Tun oder Unterlassen) der Gewählten auseinandersetzten.
Erst nach 9/11 begann die Zeit, in der diese Kritiker nach und nach das Etikett „Verschwörungstheoretiker” verpasst bekamen. „Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit.“
Heute werden bereits die ersten kritischen Blogger beispielsweise von der EU und Deutschland sanktioniert und es wird versucht, ihre berufliche und finanzielle Existenz zu vernichten.
Für eine Demokratie ist Meinungsvielfalt überlebenswichtig, denn erst aus der Vielfalt unterschiedlicher Meinungen kann man sich eine eigene Meinung bilden. Es braucht einen breiten Diskursraum.
Und Bildung kommt bekanntlich nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.
Ich blogge also, um Informationen, Gedanken und Meinungen, die ich selbst beim Lesen und Hören aufgeschnappt habe und die ich für allgemein interessant halte, zu teilen.
„Ich glaube, es ist eine traurige Wahrheit, dass wir unserem Affenzustand noch sehr nahe sind und dass die Zivilisation nur eine sehr dünne Decke ist, die sehr schnell abblättert.“
Fritz Bauer (1903–1968), deutscher Jurist und Generalstaatsanwalt, der sich maßgeblich für die Aufarbeitung der NS-Verbrechen einsetzte
Er sagte diesen Satz in einer Tonaufnahme, die zu hören war: in der Frankfurter Ausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht“ von 2014. Bauer war fest davon überzeugt, dass die Zivilisation eine äußerst fragile Errungenschaft ist, die ohne ständige Wachsamkeit und eine funktionierende Rechtsordnung schnell zerfallen kann. In dem Zitat spiegelt sich seine Skepsis gegenüber der menschlichen Natur sowie seine unerschütterliche Entschlossenheit wider, das Recht durchzusetzen und eine Rückkehr zu barbarischen Zuständen zu verhindern.