📅❓ „Im Buch des Lebens stehen die Antworten nicht auf der letzten Seite.“

Wir sind selbstbewusst und unabhängig. Wir führen ein unfassbar reiches und fast schon grenzenloses Innenleben.

ER geht oft auf zwei Beinen, tanzt ausgiebig, spielt Shortstop und liest Bücher – am liebsten „Krieg und Frieden” –, allerdings mit der Lesegeschwindigkeit von einem Wort pro Tag.

Trotz seiner Unabhängigkeit und gelegentlichen Arroganz empfindet ER tiefe Zuneigung zu mir, auch wenn ER das nicht immer zeigt.

Für ihn bin ich meist nur „der Mann mit dem Dreitagebart auf dem Kopf“ (the man with three-day stubble on his head), meine Hauptaufgabe ist es, ihm sein Abendessen zu bringen.

Obwohl ER mein Tier ist, sieht ER sich selbst eher als gleichberechtigt, wenn nicht sogar als überlegen.

Sein auffälligstes Merkmal ist seine Vorstellungskraft. Wenn ihm sein normales Dasein zu langweilig wird, schlüpft ER in verschiedene Rollen.

Oft sitzt ER an seiner Schreibmaschine. Sein Roman beginnt stets mit dem legendären Satz „Es war eine dunkle und stürmische Nacht …”, wird aber von den Verlagen unerbittlich abgelehnt – oft in Form von Absagemails.

Mit Sonnenbrille und Pullover lehnt ER lässig an Wänden und hält sich für den coolsten Typen.

Ausgestattet mit Fliegerbrille und rotem Schal kämpft ER auf dem Dach unseres Hauses imaginäre Luftschlachten gegen seinen unsichtbaren Erzfeind, den Roten Baron.

Mit ihm als lebenslangen Begleiter wäre das Leben immer anregend – wenn ER nicht gerade schläft oder isst.

ER ist ein Träumer, ein Philosoph und ein Lebenskünstler. ER zeigt mir, dass die Realität das ist, was ich aus ihr mache.

Ich könnte stundenlang mit ihm philosophieren, und das Leben wäre leichter.

Tägliche Schreibanregung
Wenn du dir irgendein fiktives Tier als lebenslangen Begleiter aussuchen könntest (wie ein Pokémon oder ein Fantasy-Haustier) – welches wäre das?

If you could pick any fictional animal to be your lifelong companion (like a Pokémon or fantasy pet), what would it be?  |  Wenn du dir ein fiktives Tier als lebenslangen Begleiter aussuchen könntest (zum Beispiel ein Pokémon oder ein Fantasietier), welches wäre das?

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📅❓ Schnurrend durchs Leben: Mein Plädoyer für ein Katzen-Sabbatical

Eine Woche lang eine Katze zu sein, wäre die komplette Entschleunigung vom komplexen menschlichen Alltag.

Ich würde keine Gedanken an Termine, Rechnungen, E-Mails oder den Haushalt verschwenden. Mein Fokus läge vollkommen ungetrübt im Hier und Jetzt: bei einem interessanten Geruch, einem fallenden Blatt oder der Jagd nach einem Staubkorn im Licht.

Ich müsste mich weder um den Abwasch noch um die Nahrungsbeschaffung kümmern. Ein forderndes Miauen oder ein durchdringender Blick würden ausreichen, und mir würde das Essen serviert oder die Tür geöffnet werden.

Wenn ich keine Lust auf Gesellschaft habe, gehe ich einfach, verstecke mich in einem Karton oder drehe mich demonstrativ weg. Niemand nimmt es einer Katze übel, wenn sie eigensinnig oder distanziert ist.

Meine Umgebung würde viel detailreicher werden. Mit meiner hervorragenden Nachtsicht, meinem extrem feinen Gehör und meinen Schnurrhaaren, die selbst die kleinsten Luftströmungen wahrnehmen, würde ich Räume und die Natur völlig neu entdecken.

Die Welt würde zu einem riesigen Klettergerüst. Aus dem Stand auf einen zwei Meter hohen Schrank zu springen, auf schmalsten Kanten zu balancieren und einen Sturz immer auf den Pfoten abzufangen, wäre eine völlig neue Erfahrung für meinen Körper.

Ich hätte den Instinkt, zielsicher den wärmsten und gemütlichsten Ort zu finden, sei es ein wandernder Sonnenstrahl auf dem Teppich, eine warme Tastatur oder ein frisch bezogenes Bett.

Ich würde 12 bis 16 Stunden am Tag mit Schlafen oder Dösen verbringen. Ich könnte mir jederzeit und überall ein ausgiebiges Nickerchen gönnen, ohne auch nur eine Sekunde das Gefühl zu haben, unproduktiv zu sein.

Tägliche Schreibanregung
Wenn du für eine Woche ein Tier sein müsstest – welches wärst du und warum?

If you had to be an animal for a week, which one would you be and why?  |  Wenn du eine Woche lang ein Tier sein müsstest, welches würdest du wählen und warum?

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📅❓ Gastropoda, Testudines und Canis lupus

Es gibt nicht nur ein Tier, mit dem ich mich vergleichen würde. Spontan fallen mir die drei in der Überschrift Genannten ein:

Die Schnecke (Gastropoda) nicht wegen ihrer Langsamkeit, sondern wegen ihrer Rückzugsmöglichkeit. Als introvertierter Mensch brauche ich Zeit für mich und möchte den Kontakt zur Außenwelt kurzzeitig einschränken. Wenn es emotional schwierig wird, ziehe ich meine Fühler ein und ziehe mich in mein sicheres Gehäuse zurück, um mich vor Verletzungen zu schützen. Genau wie die Schnecke habe ich keinen harten Panzer, bin empfindlich gegenüber meiner Umwelt und reagiere sensibel auf vielfältige äußere Reize. Ich vergleiche mich auch mit der Schnecke, da sie sehr ausdauernd ist. Auch wenn es von außen nur schwer zu erkennen ist, bleibe ich stetig in Bewegung in Richtung meiner wenigen Ziele – egal, wie lange es dauert.

Das Gleiche gilt für die Schildkröte (Testudines). Ich lasse mich nur ungern hetzen und erledige Dinge in meinem eigenen Rhythmus. Manches mag von außen betrachtet langsam wirken, aber durch meine Beständigkeit erreiche ich meine Ziele. Der Panzer der Schildkröte bietet zudem eine Rückzugsmöglichkeit bei Stress oder zu viel Trubel. Die harte Schale schützt den weichen, verletzlichen Kern und verhindert, dass andere zu leicht emotional an mich herankommen können. Der Panzer der Schildkröte steht auch für eine gewisse Häuslichkeit. Ich fühle mich grundsätzlich überall dort wohl, wo ich bin und bei mir bleiben kann. Auch die Gelassenheit der Schildkröten korrespondiert mittlerweile mit meiner eigenen. Immer weniger bringt mich aus der Ruhe. Ich bin zwar nicht besonders elegant oder schnell, aber ich bin ausdauernd und lasse mich nicht so leicht unterkriegen.

Ich sympathisiere mit dem einsamen Wolf (Canis lupus) als Einzelgänger. Mir ist es wichtig, unabhängig zu sein, und ich gebe mich der Illusion hin, niemanden zu brauchen, um zurechtzukommen. Dabei schwingt oft ein bisschen Stolz mit, mich nicht der Masse anzupassen. Das erzeugt aber manchmal auch eine Spur Melancholie oder das Gefühl sozialer Distanz. Wie der Wolf gehe ich für mir sehr nahe Menschen durchs Feuer. Aus der Erfahrung heraus, dass man gemeinsam stärker ist, sind mir Zusammenhalt und die „Verteidigung des Reviers” wichtig. Wie der Wolf verlasse ich mich nicht nur auf meinen Verstand und die Logik, sondern auch auf meine Instinkte und mein Bauchgefühl.

Täglicher Schreibanreiz
Mit welchem Tier würdest du dich vergleichen und warum?

Which animal would you compare yourself to and why?  |  Mit welchem Tier würdest du dich vergleichen und warum?

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