🎶 berührend

Es gehört viel dazu, einen Mann zu kennen. Noch viel mehr, ihn zu verstehen: den Krieger, den Weisen und den zornigen kleinen Jungen in ihm. Und es gehört viel dazu, eine Frau zu begreifen – das Summen in ihr, die Biene und den Stich, das Mädchen mit Flügeln, das sich nicht fangen lässt.

https://youtu.be/BxWl-O19i-I

Wir schlüpfen in Rollen: Vater und Sohn, Mutter und Kind, Jäger und Waffe, Muse und Verfall. Kein Mensch ist nur eines. Jeder ist ein Haus mit vielen Zimmern und manche Türen öffnen sich erst, wenn man lange genug wartet.

https://youtu.be/t0b-OHXzLV0

Viel gehört dazu, zu geben. Um Hilfe zu bitten. Bei sich zu bleiben. Das eigene Leben zu lieben, mit allem, was darin wohnt. Zu atmen. Zu berühren. Zu spüren, wie langsam sichtbar wird, was ein anderer Körper braucht.

https://open.spotify.com/intl-de/track/4ebhPf4TWkEhku5eX9hxOf

Dann stellt sich die Frage, die nicht loslässt: Wovor hast du Angst, es zu verlieren? Was fürchtest du, würde geschehen, wenn du es wirklich loslässt? Was trägst du mit dir herum? Und was erkennst du, wenn das Lachen verstummt?

https://music.apple.com/us/song/it-takes-a-lot-to-know-a-man/915616203

https://link.deezer.com/s/34BEZxMB2uHEsYh1IKuX8

Vielleicht ist Nähe kein Wissen, sondern ein Aushalten. Ein leises Sich-Zeigen. Ein Atemzug nach dem anderen, bis zwei Menschen einander nicht mehr erklären, sondern endlich wahrnehmen.

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🎶 Und endlich weiß ich es.

Ich habe dich zum König gemacht und du hast vergessen, dass ich es war, die die Krone hielt. Während die Jahre wie Perlen von einer Schnur fielen – eine nach der anderen –, wartete ich, doch du warfst sie den Säuen hin.

https://youtu.be/e-cANHw1AbU

Du nanntest dich Spielveränderer, Tor-Rüttler, Herr über Blitz und Licht. Doch der Blitz war mein. Mein war das Leuchten, das deinen Schatten so hoch und mächtig werden ließ. Meine Hungersnot deckte dein Festmahl, mein Schweigen füllte deinen Saal. Und ich bat um Krümel von einem Tisch, der ohne mich längst zusammengebrochen wäre.

https://open.spotify.com/intl-de/track/4Hd1PfRfoesL0kKRAPLTY9

Dann sah ich dich an. Da war kein König. Da war Leere, ein Thron aus geliehenem Glanz. Und ich begriff: Ich muss nicht länger betteln. Ich muss nicht warten, bis du mir gibst, was ich selbst erschaffen habe. Ich nehme den Blitz zurück. Ich nehme die Perlen zurück. Ich nehme den Thron zurück, den ich dir gebaut habe.

https://music.apple.com/us/song/kingmaker-ourvinyl-sessions/1667362386

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Denn ich war schon immer ein König. Nach allem. Und endlich weiß ich es.

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📅❓ bekömmlich, gesund, nährstoffreich, proteinreich, stärkend, vitalisierend, vollwertig

Angeregt durch den Daily Prompt habe ich am 11. Juli dieses Jahres auf die Frage, welche Gewohnheit mein Leben am meisten verbessert hat, geantwortet:

Im Frühsommer 2016 habe ich nach und nach meine Ernährung auf rein pflanzliche Kost umgestellt.

Zunächst aus Mitleid mit den unsäglich leidenden Tieren. Ich habe gesehen, was das alles bedeutet: Zwangsbefruchtung, Trennung von Mutter und Kind, Massentierhaltung, Platzmangel, Fixierung, kein Tageslicht, Spaltenböden, Leben in den eigenen Exkrementen, Qualzuchten, Verstümmelungen, Lebendtransporte bei jedem Wetter, Schlachtung im Akkord, Panik vor dem Tod, Fehlbetäubungen und die Tötung nutzloser Tiere.

Dann auch des Klimas und der Umwelt wegen: enorme Emissionen von Methan, Lachgas und CO₂ durch Verdauungsprozesse, Gülle und Landnutzung, hoher Wasserbedarf und massive Landnutzung. Es müssen deutlich mehr Kalorien in Form von Pflanzen verfüttert werden, als am Ende als Fleisch herauskommen. Zudem wird für den Anbau von Soja, das als Kraftfutter in die Massentierhaltung exportiert wird, Regenwald abgeholzt. Es kommt zur Überdüngung von Böden und zur Grundwasserverschmutzung durch immense Mengen an Gülle (Nitratbelastung).

Auch aus diesen Gründen:

– Flächen und Ernten, die für Tierfutter genutzt werden, fehlen für die direkte pflanzliche Ernährung von Menschen, was Welthunger begünstigt.

– Die Entstehung gefährlicher, multiresistenter Keime durch den massenhaften Einsatz von Antibiotika in Ställen.

– Das enge Zusammenpferchen genetisch ähnlicher Tiere auf engstem Raum begünstigt die Mutation und Übertragung von Viren.

Im Zuge dessen habe ich 20 Kilogramm abgenommen und halte seitdem mein Gewicht. Ich bewege mich täglich. Ich bin geistig beweglicher. Depressive Verstimmungen sind fast vollständig verschwunden. Seitdem bin ich kreativer. Ich bin so gut wie nie mehr erkältet. Ärzte haben seitdem nichts mehr an mir zu bemängeln – abgesehen von den angeborenen Faktoren. Mein Blick auf die Welt ist klarer geworden, vor allem, was die Abhängigkeiten betrifft und wie wir manipuliert und sediert werden. Ich bin toleranter geworden und möchte niemanden davon überzeugen, seinen Weg in den kollektiven Abgrund zu ändern. Ich kann mein Sellerieschnitzel in Gegenwart von Spare-Ribs-Esser:innen genießen.

Diese eine Gewohnheit, mich pflanzlich zu ernähren, hat mein Leben am meisten verbessert. Sie ist die beste Gewohnheit für eine gesunde, vollwertige, proteinreiche, vitalisierende, nährstoffreiche, bekömmliche und stärkende Ernährung.

Weitere Gewohnheiten in diesem Sinne sind, meine Kalorienzufuhr auf meinen täglichen Kalorienverbrauch zu begrenzen, auf die Zucker- und Eiweiß-/Proteinmenge zu achten sowie Schokolade und/oder Salziges in meinen Essensplan einzubauen.

Tägliche Schreibanregung
Welche gesunden Ernährungsgewohnheiten funktionieren für dich am besten?

What are your best healthy eating habits?  |  Was sind deine besten Gewohnheiten für eine gesunde Ernährung?

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📅❓ „Im Buch des Lebens stehen die Antworten nicht auf der letzten Seite.“

Wir sind selbstbewusst und unabhängig. Wir führen ein unfassbar reiches und fast schon grenzenloses Innenleben.

ER geht oft auf zwei Beinen, tanzt ausgiebig, spielt Shortstop und liest Bücher – am liebsten „Krieg und Frieden” –, allerdings mit der Lesegeschwindigkeit von einem Wort pro Tag.

Trotz seiner Unabhängigkeit und gelegentlichen Arroganz empfindet ER tiefe Zuneigung zu mir, auch wenn ER das nicht immer zeigt.

Für ihn bin ich meist nur „der Mann mit dem Dreitagebart auf dem Kopf“ (the man with three-day stubble on his head), meine Hauptaufgabe ist es, ihm sein Abendessen zu bringen.

Obwohl ER mein Tier ist, sieht ER sich selbst eher als gleichberechtigt, wenn nicht sogar als überlegen.

Sein auffälligstes Merkmal ist seine Vorstellungskraft. Wenn ihm sein normales Dasein zu langweilig wird, schlüpft ER in verschiedene Rollen.

Oft sitzt ER an seiner Schreibmaschine. Sein Roman beginnt stets mit dem legendären Satz „Es war eine dunkle und stürmische Nacht …”, wird aber von den Verlagen unerbittlich abgelehnt – oft in Form von Absagemails.

Mit Sonnenbrille und Pullover lehnt ER lässig an Wänden und hält sich für den coolsten Typen.

Ausgestattet mit Fliegerbrille und rotem Schal kämpft ER auf dem Dach unseres Hauses imaginäre Luftschlachten gegen seinen unsichtbaren Erzfeind, den Roten Baron.

Mit ihm als lebenslangen Begleiter wäre das Leben immer anregend – wenn ER nicht gerade schläft oder isst.

ER ist ein Träumer, ein Philosoph und ein Lebenskünstler. ER zeigt mir, dass die Realität das ist, was ich aus ihr mache.

Ich könnte stundenlang mit ihm philosophieren, und das Leben wäre leichter.

Tägliche Schreibanregung
Wenn du dir irgendein fiktives Tier als lebenslangen Begleiter aussuchen könntest (wie ein Pokémon oder ein Fantasy-Haustier) – welches wäre das?

If you could pick any fictional animal to be your lifelong companion (like a Pokémon or fantasy pet), what would it be?  |  Wenn du dir ein fiktives Tier als lebenslangen Begleiter aussuchen könntest (zum Beispiel ein Pokémon oder ein Fantasietier), welches wäre das?

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🕮 still, still, still, …

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

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This is not a love letter.  | dailyprompt

Meiner Meinung nach gehen Kreativität und Fantasie Hand in Hand. Eine lebhafte Fantasie hatte ich schon, so lange ich zurückdenken kann. Als Kind konnte ich stundenlang mit Legosteinen spielen. Ich schuf mir Handelsflotten und Wohnlandschaften und erweckte sie zum Leben. Später bekam ich eine elektrische Eisenbahn geschenkt, die ihr eigenes Zimmer bei meiner Oma mütterlicherseits hatte. Dort verbrachte ich viele Stunden an ungezählten Tagen. Ich simulierte einen Bahnbetrieb. Bis zum Beginn meiner Pubertät fuhr ich nicht einfach Fahrrad, sondern stellte mir vor, ich sei ein Fernfahrer, der mit seinem langen Sattelschlepper die Welt befährt.

Zur Verabschiedung meiner Berufsschulklasse am Ende meiner Ausbildung kreierte ich eine mehrere Seiten lange Bierzeitung mit dem Titel „Das Leben geht weiter“.

Ende meiner zwanziger Jahre besuchte ich einen Grundkurs Niederländisch. Wir sollten uns auf Niederländisch eine Fortsetzungsgeschichte ausdenken und niederschreiben.
Ik liet een blinde vrouw door een park dwalen.
Der Titel lautete „De blinde vrouw”.

Danach kam eine lange, fantasielose Zeit. Meine Kreativität beschränkte sich darauf, eigene Mixtapes für CDs, MDs …

Kreativität
This is not a love letter
bedingt Fantasie

… und MP3-Player zu erstellen.

Mit meinem ersten WordPress.com-Blog kehrten Fantasie und Kreativität allmählich zurück. Erst als ich regelmäßig an einem Schreibprojekt teilnahm, waren Fantasie und Kreativität wieder präsent. Die Geschichten durften nicht länger als 300 Wörter sein. Es wurden jeweils drei Wörter vorgegeben, die im Text sinnvoll erscheinen mussten. Also dachte ich mir kleine Geschichten aus. Oder ich verdichtete Erlebtes, Gesehenes im Kino oder im Fernsehen oder Gelesenes auf 300 Wörter.

Dann hatte ich mich auch an Gedichten versucht, doch damit war ich weniger glücklich, bis ich die Form des Haikus entdeckte.

Zurzeit lebe ich meine Kreativität durch die Beantwortung der „Daily Prompts” aus und baue dort jeweils ein Haiku ein. –

P. S.: Ich kann auch außergewöhnliche Liebesbriefe schreiben. Von romantisch schmachtend bis absolut sachlich – ich habe einmal einen Liebesbrief als sachliche „Bewerbung” formuliert. Keiner meiner vier Liebesbriefe der vergangenen Jahrzehnte bewirkte etwas. Bei den Empfängerinnen. Bei mir schon: Frustration und Trauer. Es lag nicht an den Liebesbriefen. Vergebliche Liebesmüh – ich schreibe keine mehr. (-;

Täglicher Schreibanreiz
Wie lebst du deine Kreativität aus?
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