🎙 Die vier psychischen Grundbedürfnisse: Warum Trennungen uns im Kern erschüttern.

In dieser Podcastfolge wird verdeutlicht, dass Liebeskummer eine massive psychische Belastung darstellt, die im Gehirn ähnliche Areale aktiviert wie ein Drogenentzug und sogar das physische Herz schädigen kann.

Dabei werden die zentralen Grundbedürfnisse nach Bindung, Kontrolle und Selbstwertgefühl tief verletzt. Dies kann zu einer lähmenden Abwärtsspirale aus Grübeln und Selbstzweifeln führen. Besonders schmerzhaft sind plötzliche Trennungen ohne Erklärung. Sie deuten häufig auf Bindungsängste des Gegenübers hin und können beim Verlassenen alte, unverarbeitete Wunden triggern.

Zur Heilung raten Psychologen, den Ex-Partner zu entidealisieren und die Kontrolle über das eigene Leben in kleinen Schritten zurückzugewinnen.

Letztlich gelingt der Ausweg durch die radikale Annahme der Situation und das bewusste Durchfühlen der Emotionen im Körper, anstatt sich in destruktivem Selbstmitleid oder Gedankenschleifen zu verlieren.


Podcastfolge „Liebeskummer: Berechtigte Trauer oder belastende Qual?“ vom –01.11.2023– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


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📅❓ Mein Rezept für einen guten Tag: Natur, Kaffee, Musik und ein ausgeliehener Hund.

Ich empfinde die Frage, welche kleine Freude mich im Alltag richtig glücklich macht, als doch sehr einengend. Es soll nicht irgendeine Freude sein, sondern nur eine kleine. Diese kleine Freude soll nicht nur einen Glücksmoment erzeugen, sondern mich richtig glücklich machen. Ich halte mich daher an die englischsprachige Frage und meine deutsche Übersetzung: Welche kleine Freude bereitet mir im Leben oder im Alltag Freude?

Es gibt täglich mehrere kleine Freuden, die mir Glücksmomente zaubern beziehungsweise mir Freude bereiten.

Dazu zählen mein täglicher Spaziergang durch die Natur, die tägliche Tasse Kaffee in einem Café mit etwas Gebäck und dem Lesen einer Zeitschrift, das mehrmalige Spazierengehen pro Woche über Wiesen und Felder mit einem Leihhund sowie das tägliche Hören einiger Lieblingssongs.

Täglicher Schreibanreiz
Welche kleine Freude im Alltag macht dich richtig glücklich?

What’s a simple pleasure in life that brings you joy?  |  Was ist eine kleine Freude im Leben, die dir Freude bereitet?

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📔 Die feine Linie zwischen Verzicht und Wahl: Was macht ein echtes Opfer aus?

Wenn mich jemand nach den „Opfern” in meinem Leben fragt, dann geht es dabei sicherlich nicht um rituell geschlachtete Ziegen, sondern um die bewusste Entscheidung, etwas Wertvolles aufzugeben, um ein höheres Ziel zu erreichen.

Es ist vielleicht ein Tauschgeschäft mit dem Schicksal: Ich verzichte im Hier und Jetzt auf bestimmte Dinge (zum Beispiel Bequemlichkeit, Sicherheit oder Zeit), in der Hoffnung, dass es sich später für mich auszahlt oder jemand anderem hilft.

Ich könnte Zeit und Energie geopfert haben, Beziehungen und Nähe, finanzielle Sicherheit, mein Ego und meinen Komfort.

Ein echtes Opfer muss wehtun.

Das Wort „Opfer” impliziert eine gewisse Schwere. Wenn es sich leicht anfühlt, war es stattdessen eine Priorisierung.

Ich habe in meinem Leben sicherlich Entscheidungen getroffen, für die ich etwas mehr oder weniger Wertvolles aufgeben musste, um ein Ziel zu erreichen. Die Entscheidungsfindung fühlt sich für mich schwer an und ist mit „Schmerzen” verbunden. Die Entscheidung selbst hat sich für mich jedoch nicht wie ein Opfer angefühlt, sondern eher wie eine Priorisierung. Da ich in fast allem einen Sinn erkenne und weiß, dass ich nicht alles haben kann, fühlen sich die Entscheidungen nicht wie ein Opfer an. Sie sind das Ergebnis einer Abwägung.

Ich weiß auch, dass ich bisher Glück gehabt habe und die Dinge so betrachten und empfinden kann. Mir ist bewusst, dass das Leben mir jederzeit ein echtes, schmerzhaftes Opfer abverlangen kann. Ich denke dabei an die Entscheidung Helmut Schmidts, der Erpressung durch die Entführung Hanns Martin Schleyers nicht nachzugeben, Schleyers Tod zu riskieren und am Ende diesen Schmerz ertragen zu müssen. Die Schwere dieser Entscheidung ist für mich unermesslich, und die Reaktion der Hinterbliebenen hat Helmut Schmidt die Spitze dieses Schmerzes sicherlich etwas genommen.

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📔 Ausmisten und Möbelrücken.

„Ausmisten“ wäre eine kleine Verbesserung, die ich in meinem Leben umsetzen könnte.

Nach fast zwölf Jahren in meiner kleinen Wohnung finden sich nun überall Stapel: Zeitschriften, Bücher, Briefe und alles, was sich sonst noch so stapeln lässt. Hinzu kommen Altlasten in Umzugskartons, Regalen und Schränken, von denen ich mich trennen könnte. Auch von einigen Kleidungsstücken könnte ich mich trennen.

Dadurch würde sich meine Wohnumgebung luftiger anfühlen.

Und bei dieser Gelegenheit könnte ich auch meine Möbel neu arrangieren.

Die Zeit ist reif für diese kleinen Verbesserungen in meinem Leben.

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🎙 Vom manischen Rausch ins dunkle Loch: Warum die Früherkennung von Bipolarität Leben rettet.

In dieser Podcast-Folge erklärt Expertin Nora Bruckhoff die bipolare Störung als affektive Erkrankung, bei der Betroffene zwischen extremen manischen Hochphasen und schweren depressiven Episoden pendeln.

Die Diskussion verdeutlicht, dass manische Schübe oft zu Realitätsverlust und riskantem Verhalten führen. Dies kann in der späteren depressiven Phase tiefe Scham und ein hohes Suizidrisiko auslösen.

Da die Störung eine starke genetische Komponente hat, sind eine frühzeitige Diagnose und eine Kombination aus spezialisierten Medikamenten und begleitender Psychotherapie für die Stabilisierung entscheidend. Ein zentraler Aspekt der Behandlung ist das Erkennen individueller Frühwarnzeichen sowie die Einhaltung einer geregelten Lebensstruktur, um die extremen Stimmungsausschläge rechtzeitig abzufangen.

Abschließend betonen die Experten, dass die Krankheit neben großen Herausforderungen auch positive Facetten wie gesteigerte Kreativität bereithält und Betroffene bei guter Behandlung ein erfülltes Leben führen können.


Podcastfolge „Extreme Stimmungsschwankungen – was sind bipolare Störungen? – mit Nora Bruckhoff“ vom –08.11.2023– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


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📔 ‚Cogito, ergo sum‘, ‚contradictio in se‘, ‚deus ex machina‘.

Dies ist die kurze Geschichte über einen Menschen, der mein Leben positiv beeinflusst hat.

Es war mein Deutschlehrer H., der Konrektor des Gymnasiums, ein sogenannter alter Knochen, geprägt durch die Erfahrungen der Nazi-, Kriegs- und Nachkriegszeit. Sein Tick waren lateinische Sprüche. Er war ein Lehrer, der die Klasse verstummen ließ, wenn er den Raum betrat. Ich hatte Probleme mit Autoritäten. Ich machte mich klein und hoffte, unsichtbar zu sein. Ich war einer der schlechtesten Deutschschüler. Bis zu dem einen Morgen nach der großen Pause.

In dieser Pause nahm ich meinen kleineren Klassenkameraden P. spaßeshalber unter den Arm. In der darauffolgenden Deutschstunde wurde P. übel und H. fragte ihn, ob er wisse, woher seine Übelkeit komme. P. berichtete von meinem Armgriff.

Danach wackelten die Wände. H. schrie mich an, machte mir die größten Vorwürfe und trug mir auf, bis zum nächsten Tag zwölf DIN-A4-Seiten zu beschriften. Zuhause angekommen, war ich außer mir. Ich bebte vor empfundener Ungerechtigkeit. Ich hatte lediglich in der Pause mit P. geflachst und ihn möglicherweise unglücklich gegriffen. Meine Eltern suchten das Gespräch mit H., und ich gab meine zwölf DIN-A4-Seiten ab. Dann geschah etwas Überraschendes.

In den folgenden Wochen und Monaten gehörte ich immer zu denjenigen, die ihre Deutschhausaufgaben vor der Klasse stehend vortragen mussten. Nicht, weil H. mich vorführen oder beschämen wollte, sondern, wie ich gleich beim ersten Mal merkte, weil er mich von nun an fördern wollte. Im Laufe der Zeit wurde ich zu einem guten Deutschschüler. Ohne H. wäre ich heute vermutlich ein anderer Mensch.

Unsere gegenseitige Sympathie ging sogar so weit, dass mein befreundeter Klassenkamerad R. und ich eine Radtour auf die andere Rheinseite unternahmen, um H. zu Hause überraschend zu besuchen. Wir wurden freundlich empfangen. Ich lernte, was der Spruch „Harte Schale, weicher Kern” bedeutet.

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🎙 Karriere, Kind, Kollaps: Ein Protokoll der Erschöpfung.

Julia Panknin berichtet von ihrem Weg von einer erfolgreichen Medienkarriere hin zu einem schweren Burnout, ausgelöst durch die enorme Doppelbelastung von Beruf und ungeplanter Mutterschaft.

Geprägt durch die Existenzängste ihrer Kindheit versuchte sie lange Zeit trotz fehlender Unterstützung durch ihren Partner und trotz körperlicher Warnsignale, im Job und zu Hause perfekt zu funktionieren.

Ein Zusammenbruch im Büro und eine anschließende Depression führten sie schließlich in eine Klinik. Dort lernte sie, ihre Grenzen zu wahren und die emotionale Bindung zu ihrer Tochter zu heilen.

Aufgrund dieser Erfahrung gründete sie die Plattform „mamibrennt“, um berufstätige Mütter zu vernetzen und auf notwendige gesellschaftliche Veränderungen in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufmerksam zu machen.

Heute führt sie ein ausbalanciertes Leben, in dem ihre Gesundheit und ihre Tochter die Hauptrollen spielen, ohne dass dabei ihre berufliche Erfüllung verloren geht.


Aus der Podcastfolge „Ausgebrannt zwischen Kind und Karriere – Julia Panknin“ vom –09.03.2025– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://pdodswr-a.akamaihd.net/swr/nachtcafe/podcast/ausgebrannt-zwischen-kind-und-karriere-julia-panknin.m.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/nachtcafe/ausgebrannt-zwischen-kind-und-karriere-julia-panknin-100.html

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🎙 Generation Z im Gespräch: Teilzeitjobs, Pop-Psychologie und die Angst vor dem Rechtsruck.

In dem Gespräch gibt der 24-jährige Mediengestalter David Wulf Einblicke in sein Leben in Bremen.

Er setzt bewusst auf ein Teilzeitmodell, um Raum für persönliche Freiheit und seine musikalischen Projekte zu schaffen. Er spricht offen über seinen Weg in der Therapie und das paradoxe Gefühl chronischer Einsamkeit, das trotz eines großen Freundeskreises als Form innerer Unverbundenheit fortbesteht.

David positioniert sich klar für queere Rechte und soziale Solidarität. Er äußert Besorgnis über gesellschaftliche Rechtsruck und starre Geschlechterrollen.

Neben seinem Interesse für Pop-Psychologie und Nischenthemen findet er Erfüllung in der Musikproduktion. Dabei sucht er den Sinn eher im kreativen Flow als in einem fertigen Endprodukt.

Letztlich beschreibt er seinen zentralen Antrieb als den tiefen Wunsch, sowohl die eigene Psyche als auch die komplexe Welt um ihn herum besser zu verstehen.


Aus der Podcastfolge „Viele Freunde und trotzdem oft einsam“ vom –24.07.2024– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -08.08.2026-).


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/140/140390/140390_00552198_audio_stereo.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-david-wulf-100.html

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📅❓ Gelassenheit – Mut – Weisheit

Allgemein ist Orientierung das Sich-Zurechtfinden der eigenen Person in Raum und Zeit, das Sich-Verschaffen eines Überblicks, auch in unübersichtlichen Situationen. Sie ist die grundlegende Bedingung für Handlungsfähigkeit.

Orientierung ist auch die Haltung, die Einstellung oder die Ausrichtung, beispielsweise in politischen Fragen oder in Fragen der Sexualität.

Interessant ist, dass die folgende Definition ehemals nur in der DDR gebräuchlich gewesen sein soll: das Konzentrieren auf bestimmte Grundsätze und Ziele, sich gedanklich danach ausrichten und einen Leitfaden bzw. eine Leitlinie zu eigen machen.

Ich bezweifle, dass diese Definition nur in der DDR gebräuchlich war. Diese Definition kommt mir als „Wessie” am nächsten.

Über diese Frage habe ich tatsächlich noch nie bewusst nachgedacht.

Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz.“

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Diskriminierung Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. In dieser Hinsicht hat das Gesetz jede Diskriminierung zu verbieten und allen Personen gleichen und wirksamen Schutz gegen Diskriminierung wegen Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigen Status zu gewährleisten.“

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Reinhold Niebuhr, US-amerikanischer Theologe, um 1932
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Was gibt dir Orientierung im Leben?

What gives you direction in life?  |  Was gibt dir Orientierung im Leben?

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