» […] Betrachtet man die Debatte in dem Gebäude, das als Hohes Haus bezeichnet wird, dann fragt man sich, was dort außer den Decken überhaupt hoch sein soll?
Bellende Regierungspolitiker, die hinter jeder kritischen Anmerkung den russischen Feind sehen anstatt mit guten Argumenten ihre geplanten Ausgaben zu begründen. Was freilich eine Aporie ist, denn gute Gründe für die Militarisierung der Wirtschaft bei gleichzeitiger Kürzung im Sozialbereich, einer sträflichen Unterversorgung von Bildung, Gesundheit, Infrastruktur, Mobilität, Kunst und Kultur, und dringend nötigen Reformen in der Kranken- wie Rentenversicherung gibt es nicht.
Das Ensemble, das sich mit diesem Desaster-Plan noch als Bollwerk der Demokratie auszuweisen sucht und zu einem Gutteil mit dieser blödsinnigen Argumentation auch noch Unterstützung aus dem Lager der parlamentarischen Opposition erhält, hat keine guten Argumente.
Es ist, ganz im Gegenteil, eifrig dabei, jede wie auch immer geartete Kritik zu diffamieren, zu diskreditieren und wo möglich auch noch zu kriminalisieren.
Wenn die staatliche Hatz sich bereits gegen Schüler richtet, die sich gegen Heerespropaganda in der Schule wenden, dann weiß man, wie die Uhren im Reichshauptquartier der Militarisierung bereits schlagen. […] «
» […] Die Überlegung war, aus den historischen Ereignissen auf deutschem Boden Lehren zu ziehen. Diese sollten vor allem dahin gehend wirken, dass eine Demokratie immer nur so stark ist wie das Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger, dass die Menschenwürde unantastbar sei und die Ausgrenzung von Menschen innerhalb der Gesellschaft aufgrund von Religion, Geschlecht, Ethnie etc. nicht geduldet werden dürfe, dass Kriege auf fremden Territorien ein Tabu und dass die Gewalten im Staat geteilt sein sollten. Und die Vision der die Katastrophe Überlebenden bestand darin, diese Lehren in den Köpfen der nachfolgenden Generationen fortpflanzen zu können. […] «
Warum Hobby-Jäger das Symptom einer kranken Kultur sind
In dem Artikel wird die Hobbyjagd als Ausdruck einer kranken Kultur kritisiert, in der Gewalt und Zerstörung über Kreativität und Respekt vor dem Leben gestellt werden. Hobbyjäger werden als vermeintliche Bewahrer der Natur dargestellt, obwohl sie Teil eines Systems sind, das Tiere zu Ressourcen degradiert und eine militärische Logik propagiert. Anstatt Lebensräume zu schützen und Konflikte intelligent zu lösen, wird Gewalt als einfache Lösung akzeptiert. Der Autor fordert einen kulturellen Wandel hin zu einem respektvollen und kreativen Umgang mit Wildtieren, bei dem die Wertschätzung für das Leben im Mittelpunkt steht. 27.11.2025 https://wildbeimwild.com/warum-hobby-jaeger-das-symptom-einer-kranken-kultur-sind/
Hilfsorganisation kritisiert Wadephuls Umstrukturierungen im Auswärtigen Amt
Die Hilfsorganisation Help hat die von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) geplanten Umstrukturierungen im Auswärtigen Amt kritisiert. Dieser plant bis zum Sommer umfassende Änderungen, bei denen die Länderabteilungen neu zugeschnitten und die sicherheitspolitischen Kompetenzen gebündelt werden sollen. Ziel dieser Umstrukturierungen ist es, Kosten und Personal einzusparen. Die Kritik von Help deutet jedoch darauf hin, dass diese Veränderungen möglicherweise negative Auswirkungen auf die humanitäre Arbeit haben könnten. | 27.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/hilfsorganisation-kritisiert-wadephuls-umstrukturierungen-im-auswaertigen-amt-100.html
Angeklagter im Hanna-Prozess freigesprochen – Richterin kämpft mit den Tränen: „Es tut mir leid“
Im Revisionsprozess um den Tod der Studentin Hanna W. wurde Sebastian T. freigesprochen, nachdem sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung einen Freispruch gefordert hatten. Während der Urteilsverkündung kämpfte die Richterin Heike Will mit den Tränen und entschuldigte sich bei T., da das Rechtssystem ihm Unrecht angetan hatte. Es gab keine belastbaren Beweise für seine Schuld und die Indizien, die zu seiner ersten Verurteilung geführt hatten, erwiesen sich als unglaubwürdig. Der Fall wirft schwerwiegende Fragen zur Justiz auf, und die Verteidiger kündigten an, rechtliche Schritte gegen die Ermittler einzuleiten. | 27.11.2025 | https://www.merkur.de/bayern/den-traenen-hanna-prozess-sebastian-wird-freigesprochen-richterin-kaempft-mit-94055092.html
Aus der Massentierhaltung in die Idylle des Westerwalds: Pauline und Silke sehen zum ersten Mal die Sonne
Die Tierschutzinitiative „PLAnbe“ rettet und vermittelt ausgediente Legehennen, die nach ihrem wirtschaftlichen Legedurchlauf vor dem Schlachthof bewahrt werden. Ein Beispiel sind die Hennen Pauline und Silke, die nach ihrer Adoption im Westerwald ein neues Leben unter artgerechten Bedingungen beginnen. Die Initiative plant bundesweite Übergaben und hat aktuell Hunderte von Hennen, die auf ein neues Zuhause warten, während eine geplante Rettungsaktion aufgrund der Vogelgrippe verschoben werden musste. Die adoptierten Hennen zeigen sich anpassungsfähig und entwickeln individuelle Persönlichkeiten, was die Adoptanten erfreut und zeigt, dass sie mehr als nur Nutztiere sind. | 26.11.2025 | https://www.ww-kurier.de/artikel/164244-aus-der-massentierhaltung-in-die-idylle-des-westerwalds–pauline-und-silke-sehen-zum-ersten-mal-die-sonne
Schwarz-rote Koalition will Idee der Bürgerräte offenbar nicht fortführen
Die schwarz-rote Koalition hat beschlossen, die Idee von Bürgerräten, die die Parlamentsarbeit im Bundestag begleiten sollten, nicht weiterzuverfolgen. Die Stabsstelle für Bürgerräte wurde aufgelöst, was von der Bundestagsverwaltung bestätigt wurde. Parlamentspräsidentin Klöckner äußerte Bedenken, dass die Bürgerräte die Bedeutung des Parlaments und der gewählten Abgeordneten mindern könnten. Trotz des Koalitionsvertrags, der dialogische Beteiligungsformate vorsieht, bleibt die Zukunft der Bürgerräte ungewiss. Ein erster Bürgerrat hatte bereits Empfehlungen zu Ernährungsfragen erarbeitet. | 26.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/schwarz-rote-koalition-will-idee-der-buergerraete-offenbar-nicht-fortfuehren-100.html
Leichter töten als verstehen: Warum die Hobby-Jagd abgeschafft gehört
Der Artikel kritisiert die Hobbymäßige Jagd und argumentiert, dass es einfacher ist, Tiere zu töten, als ein tiefes Verständnis für ihre Lebensweise und die Ökosysteme, in denen sie leben, zu erlangen. Letzteres erfordert eine fundierte Ausbildung in Biologie. Während sich die Jagdausbildung auf praktische Fähigkeiten und rechtliche Aspekte fokussiert, bleibt umfassendes ökologisches Wissen auf der Strecke. Dies führt zu einer gefährlichen Diskrepanz zwischen den Fähigkeiten von Jägern und der Verantwortung, die sie tragen. Der Autor fordert eine Überprüfung der Jagdausbildung und plädiert für höhere Anforderungen, um sicherzustellen, dass diejenigen, die in die Natur eingreifen, auch über das nötige Wissen verfügen. Zudem wird auf die Gefahren hingewiesen, die von älteren Hobbyjägern ausgehen, und eine Abschaffung der Hobbyjagd wird als notwendig erachtet. | 25.11.2025 | https://wildbeimwild.com/leichter-toeten-als-verstehen-warum-die-hobby-jagd-abgeschafft-gehoert/
Skandal um Kulturstaatsminister und „Weimer Group“: Angeblich kein Thema für Merz und sein Kabinett
Der Artikel thematisiert einen Skandal um den Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und seine Weimar Media Group. Diese hat für den Ludwig-Erhard-Gipfel 2026 Netzwerk-Pakete zu hohen Preisen verkauft, die Einfluss auf politische Entscheidungsträger versprechen. Trotz der schwerwiegenden Vorwürfe von Interessenkonflikten und potenzieller Korruption scheint Bundeskanzler Merz und sein Kabinett das Thema nicht für besprechenswert zu halten. Die Situation wird von verschiedenen Seiten als problematisch angesehen, da sie das Vertrauen in die Integrität der Regierung gefährden könnte. Erste Rücktrittsforderungen und Absagen von Ministerteilnahmen an der Veranstaltung zeigen, dass die politische Reaktion auf den Skandal ernst genommen wird. | 21.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142417
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Gas-Kathi und die Wirtschaftsinkompetenz der CDU
In seinem Artikel kritisiert Jens Berger die energiepolitischen Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche, die den Bau neuer Gaskraftwerke vorantreibt. Dies wurde bereits von der EU als problematisch eingestuft. Laut Berger kommt diese Strategie vor allem den großen Energieversorgern zugute, während sie der deutschen Volkswirtschaft schadet. Zudem wirft er der CDU vor, als wirtschaftspolitische Kraft versagt zu haben, da sie technologische Entwicklungen verschlafen habe. Berger hebt hervor, dass die hohen Strompreise in Deutschland nicht nur durch die Energieerzeugung, sondern auch durch ineffiziente Preismechanismen und einen langsamen Netzausbau verursacht werden. Zwar wird die Notwendigkeit von Gaskraftwerken als strategische Reserve anerkannt, jedoch wird betont, dass die Lösung in einem besseren Netzausbau und flexiblen, kommunalen Speicherlösungen liegen sollte. | 21.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142403
Absage mit Ansage – Eröffnung von Stuttgart 21 verspätet sich schon wieder
Die Eröffnung des umstrittenen Projekts Stuttgart 21 wird erneut auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies verkündete die neue DB-Chefin Evelyn Palla. Während Projektgegner hoffen, dass Teile der oberirdischen Infrastruktur gerettet werden können, hat die Deutsche Bahn mit steigenden Baustellenzahlen und einem verschlissenen Schienennetz zu kämpfen. Kritiker warnen vor erheblichen Sicherheitsrisiken und der Gefahr eines Verkehrskollapses. Zudem sind die Kosten des Projekts in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Die neue Führung könnte die Gelegenheit nutzen, um die Planung zu überdenken und den Erhalt des Kopfbahnhofs in Betracht zu ziehen. | 20.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142369
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Netzwerkeln mit Seeblick – ein Gipfel im Bayerischen lässt tief blicken
Der Artikel behandelt das bevorstehende „Meinungsführertreffen“ am Tegernsee, das von Wolfram Weimer, einem Staatsminister der Bundesregierung, organisiert wird. Dies führt zu Vorwürfen des Interessenkonflikts und der möglichen Korruption. Weimer, der zuvor Geschäftsführer einer Mediengruppe war, wird beschuldigt, politischen Entscheidungsträgern gegen Bezahlung Zugang zu verschaffen. Dies gefährdet das Vertrauen in die Integrität der Regierung. Die seit 2014 stattfindende Veranstaltung zieht hochrangige Politiker an, und es gibt Bedenken über die Vermischung von politischen und geschäftlichen Interessen. Die politischen Reaktionen zeigen, dass die Angelegenheit ernst genommen wird: Einige Minister haben bereits ihre Teilnahme an bestimmten Teilen der Veranstaltung abgesagt. | 19.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142326
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Merz’ Friseur und Söders Selbstverblödung – egal, wir zahlen
In seinem Artikel kritisiert Jens Berger die exorbitanten Ausgaben deutscher Politiker für persönliche Stylisten, Fotografen und Visagisten, die von Steuergeldern finanziert werden. Insbesondere werden die jährlichen Kosten von rund 690.000 Euro für diese Dienstleistungen im Kabinett in den ersten vier Monaten der schwarz-roten Koalition hervorgehoben. Dies entspricht der Finanzierung von acht Lehrern oder Polizisten. Berger vergleicht diese Praktiken mit der Abgehobenheit von Monarchen und stellt infrage, welchen Mehrwert die Öffentlichkeit von derartigen Selbstdarstellungen hat. Er plädiert für eine Rückkehr zu einem bescheideneren Ideal von Staatsdienern, die sich nicht durch extravagante Inszenierungen von der Bevölkerung abheben sollten. | 18.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142244
» […] Eine wesentliche Aufgabe der Truppenteile und Einheiten der Heimatschutzdivision ist in den Darstellungen entweder nur versteckt oder gar nicht zu finden: der Einsatz im Innern bei angespannten oder gewaltsamen Auseinandersetzungen größeren Maßstabs, darunter auch gegen Teile der eigenen Bevölkerung. Grundlage dafür ist vor allem Artikel 87a Absatz 4 Grundgesetz. Diese Aufgabe ist nicht neu, könnte aber bei sich zuspitzenden Konflikten (z.B. beim Abbau des Sozialstaates im Gefolge der ansonsten nicht bezahlbaren Hochrüstung) im Lande höchste Aktualität gewinnen. […] «
Dr. Lothar Schröter (Jahrgang 1952) studierte Geschichte, Russische Sprache sowie Militärgeschichte und arbeitete bis 1990 am Militärgeschichtlichen Institut in Potsdam. Er war Major der NVA. Danach war er in der beruflichen Aus- und Weiterbildung tätig. Er veröffentlichte zahlreiche Werke, darunter „Militärgeschichte der BRD“ (1989), „Die NATO im Kalten Krieg“ (2009) und „USA – Supermacht oder Koloss auf tönernen Füßen?“ (2009), „Künftige Supermacht in Asien? Militärpolitik und Streitkräfte der Volksrepublik China“ (2011) sowie „Der Ukrainekrieg – Die Wurzeln, die Akteure und die Rolle der NATO“ (2024).
Krisen in der Welt – Krieg, Hunger, Vertreibungen beenden!
Der Artikel beschreibt die verheerenden humanitären Krisen in verschiedenen Ländern, insbesondere im Sudan. Dort sind seit dem Kriegsausbruch im April 2023 mindestens 140.000 Menschen gestorben und über 500.000 Kinder verhungert. Zudem wird auf die langanhaltende Krise im Jemen hingewiesen, wo seit 2014 zahlreiche Menschen durch Krieg und Hunger ums Leben gekommen sind. Auch im Gazastreifen und in der Ukraine gibt es große Verluste an Menschenleben. Der Artikel betont, dass politische Ideologien, ethnisch-religiöse Konflikte und ausländische Waffenlieferungen die Konflikte anheizen und die Zivilbevölkerung stark leiden lassen. MEP Sebastian Everding fordert strengere Rüstungskontrollen, die Verfolgung von Kriegsverbrechen sowie sofortige humanitäre Hilfe für alle betroffenen Regionen. | 26.11.2025 | https://www.tierschutzpartei.de/krisen-in-der-welt-krieg-hunger-vertreibungen-beenden/
Entmenschte Menschheit
Der Artikel „Entmenschte Menschheit“ thematisiert die zunehmende Gewalt und Bösartigkeit in der Gesellschaft – selbst in vermeintlich friedlichen Ländern. Es wird auf die steigende Zahl von Femiziden und anderen Gewalttaten hingewiesen, die als alarmierend empfunden werden. Der Autor sieht die Ursachen in der gesellschaftlichen Spaltung sowie der Zerstörung familiärer Strukturen. Dies führe dazu, dass sich Menschen von der Gemeinschaft entfremdeten und vandalistisch agierten. Zudem wird kritisiert, dass der öffentliche Raum immer stärker überwacht werden muss, was auf ein grundlegendes Problem im Umgang der Menschen miteinander hindeutet. | 24.11.2025 | https://autorenseite.wordpress.com/2025/11/24/entmenschte-menschheit/
Experte beklagt dramatische Unkenntnis über neue Medien: „Viele Schüler können nur Wischen und Klicken“
In der Debatte über den Umgang mit neuen Medien hat das „Forum Bildung Digitalisierung“ gravierende Defizite bei den digitalen Kompetenzen von Schülern festgestellt. Viele beherrschen lediglich grundlegende Fähigkeiten wie Wischen und Klicken. Laut Vereinsvorstand Müller-Eiselt scheitern 40 Prozent der Schulkinder an den Mindeststandards im Umgang mit Computern und der Verarbeitung digitaler Informationen. Er fordert eine bessere Fortbildung und Qualifizierung der Lehrkräfte sowie die Einführung eines Schulfachs Medienkunde oder Informatik, das auch das Thema Künstliche Intelligenz behandelt. Müller-Eiselt betont, dass Medienkompetenz der Schlüssel zur Bekämpfung von Cybermobbing, Desinformation und Hassrede ist und das Thema daher in alle Fächer integriert werden sollte. | 24.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/experte-beklagt-dramatische-unkenntnis-ueber-neue-medien-viele-schueler-koennen-nur-wischen-und-klic-100.html
Deutschland Schlusslicht bei Ausgaben für Bildung
Laut einer europäischen Vergleichsstudie belegt Deutschland mit gut neun Prozent der Gesamtausgaben für Bildung den letzten Platz. Zum Vergleich: Länder wie Österreich und die Schweiz investieren fast doppelt so viel in den Bildungsbereich. Während Deutschland über 41 Prozent seines Etats für soziale Sicherung ausgibt – mehr als skandinavische Länder –, sind die Ausgaben für die öffentliche Verwaltung von 2001 bis 2023 von sieben auf elf Prozent gestiegen. Die Studie analysierte die Ausgaben im Zeitraum von 2001 bis 2023 und berücksichtigte dabei Länder mit ähnlicher wirtschaftlicher Entwicklung und kultureller Prägung. | 24.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/deutschland-schlusslicht-bei-ausgaben-fuer-bildung-100.html
Weihnachtsmärkte: Nur noch Kommerz im Trauermonat? Gunther Hirschfelder
Der Artikel diskutiert die zunehmende Kommerzialisierung und Entchristlichung von Weihnachtsmärkten, die immer früher im Jahr, oft schon im November, eröffnet werden. Der Kulturwissenschaftler Gunter Hirschfelder äußert die Sorge, dass die ursprüngliche Bedeutung von Weihnachten, die mit christlichen Traditionen verbunden ist, verloren geht und durch Konsum und Kitsch ersetzt wird. Er beobachtet, dass sich viele Menschen, insbesondere jüngere Generationen und Personen aus sozial schwächeren Schichten, von diesen Märkten entfremdet fühlen. Dies ist ein Hinweis auf eine breitere gesellschaftliche Veränderung. Abschließend wird angedeutet, dass in Krisenzeiten eine Rückkehr zu traditionelleren Werten und Bräuchen möglich wäre, während die gegenwärtige Entwicklung als Eventisierung der Weihnachtsmärkte beschrieben wird. | 23.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/weihnachtsmaerkte-nur-noch-kommerz-im-trauermonat-gunther-hirschfelder-100.html
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Die Rentner sind immer zu teuer – egal wie billig sie sind.
In seinem Artikel thematisiert Reiner Heyse die anhaltende Debatte um Rentenkürzungen in Deutschland. Obwohl die Kosten für die Rentenversicherung gesunken sind, besteht politische Einigkeit darüber, dass die Renten gesenkt werden müssen. In den Medien wird vor allem der Widerstand junger Abgeordneter gegen das Rentenpaket thematisiert, während die tatsächlichen finanziellen Belastungen und die steigende Zahl der Rentner kaum eine Rolle spielen. Heyse kritisiert die Darstellung der Renten als unfinanzierbar und argumentiert, dass die Rentenversicherung in der Vergangenheit stabil war, obwohl die Zahl der Rentner gestiegen ist. Er fordert eine ehrliche und umfassende gesellschaftliche Debatte über die Rentenfinanzierung, um die Interessen der Rentner zu wahren. | 23.11.2025 | https://www.seniorenaufstand.de/die-rentner-sind-immer-zu-teuer-egal-wie-billig-sie-sind/
Rentenpaket: Wo bleibt der Aufschrei der Jugend? Politologe Sebastian Kurtenbach
Der Artikel diskutiert die Herausforderungen der Generationengerechtigkeit in Deutschland, insbesondere im Kontext eines neuen Rentenpakets, durch das die junge Generation benachteiligt werden könnte. Der Politologe Sebastian Kurtenbach weist darauf hin, dass junge Menschen in politischen Entscheidungsprozessen oft nicht ausreichend gehört werden. Dies führe zu einem Mangel an Protest und Engagement. Er schlägt die Einrichtung von Zukunftsräten vor, die die Perspektiven junger Menschen in politische Entscheidungen einbringen und deren Stimme stärken könnten. Insgesamt wird die Notwendigkeit betont, die Solidarität zwischen den Generationen zu fördern und jungen Menschen mehr Gehör zu schenken, um eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen. | 23.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/rentenpaket-wo-bleibt-der-aufschrei-der-jugend-politologe-sebastian-kurtenbach-100.html
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Kinderarmut und die Langzeitfolgen – Wie Armut sich in den Körper einbrennt. Serie zu Kinderarmut (Teil 4)
Der Artikel beleuchtet die langfristigen Auswirkungen von Armut auf Kinder und ihre biologischen Manifestationen. Er beschreibt, dass Armut nicht nur soziale, sondern auch messbare biologische Folgen hat, die durch chronischen Stress, Mangelernährung und Gewalt bedingt sind. Kinder aus benachteiligten Verhältnissen weisen häufig dauerhafte Veränderungen ihres Stoffwechsels und ihres Immunsystems auf, die zu einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten führen. Schlussendlich wird deutlich, dass die Gesundheit von Kindern in Armut nicht nur ein individuelles, sondern auch ein kollektives Problem darstellt, das die gesamte Gesellschaft beeinflusst. | 22.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142454
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BMI, BMBFSFJ und BKA veröffentlichen Bundeslagebilder „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ und „Häusliche Gewalt“ für das Jahr 2024
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 53.451 weibliche Opfer von Sexualdelikten registriert, was einen Anstieg von 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt auch einen neuen Höchststand bei Häuslicher Gewalt mit 265.942 Opfern, wobei 70,4 % weiblich sind. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der frauenfeindlichen Straftaten, die um 73,3 % zugenommen haben. Zudem gibt es ein hohes Dunkelfeld bei Häuslicher Gewalt, da viele Taten aus Angst oder Scham nicht angezeigt werden, was die tatsächliche Zahl der Betroffenen erheblich erhöhen könnte. | 21.11.2025 | https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/bmi-bmbfsfj-und-bka-veroeffentlichen-bundeslagebilder-geschlechtsspezifisch-gegen-frauen-gerichtete-straftaten-und-haeusliche-gewalt-fuer-das-jahr-2024/
Scham, Angst und Tabus: Der verborgene Kampf der Frauen in Rheinland-Pfalz
Wie die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2024 zeigt, ist Gewalt gegen Frauen in Rheinland-Pfalz ein ernstes Problem: Sie dokumentiert 8.941 Fälle von Partnerschaftsgewalt, wobei 78 Prozent der Opfer Frauen sind. Vom 25. November bis 10. Dezember wird die internationale Kampagne „Orange the World” durchgeführt, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Das Landeskriminalamt ermutigt betroffene Frauen, Hilfe zu suchen und den Notruf 110 zu wählen, da viele von ihnen aus Scham oder Angst schweigen. Zudem wird ein Kinospot mit dem Titel „Lost Lifetime” ausgestrahlt. Er thematisiert die Herausforderungen, eine gewaltvolle Beziehung zu verlassen, und wird durch das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz unterstützt. | 20.11.2025 | https://www.nr-kurier.de/artikel/163925-scham–angst-und-tabus–der-verborgene-kampf-der-frauen-in-rheinland-pfalz
WHO: Weltweit jede dritte Frau von Gewalt betroffen
Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit etwa 30 Prozent aller Frauen von Gewalt betroffen, was rund 840 Millionen Frauen entspricht. Die WHO betont, dass das tatsächliche Ausmaß des Problems noch größer sein könnte, da viele Betroffene aus Angst nicht über ihre Erfahrungen sprechen. Die meisten Gewalttaten werden von Partnern oder Ex-Partnern verübt. In Deutschland sind etwa 16 Prozent der Frauen betroffen. Der Generaldirektor der WHO, Tedros, kritisierte, dass sich die Situation in den letzten 20 Jahren kaum verbessert hat und Gewalt gegen Frauen eine der am weitesten verbreiteten Ungerechtigkeiten bleibt. | 20.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/who-weltweit-jede-dritte-frau-von-gewalt-betroffen-106.html
Versorgung, Prävention und Systemfehler – Wie Armut das Gesundheitssystem spiegelt. Serie zu Kinderarmut (Teil 3)
Der Artikel thematisiert die Ungerechtigkeiten im deutschen Gesundheitssystem, das trotz hoher Kosten und technischer Ausstattung sozial selektiv wirkt. Besonders betroffen sind Kinder aus armen Familien. Diese Kinder haben oft längere Wartezeiten auf Behandlungen, eine schlechtere medizinische Versorgung und einen geringeren Zugang zu präventiven Maßnahmen. Dies verstärkt die sozialen Unterschiede. Strukturelle Probleme wie Bürokratie und fehlende Ressourcen führen dazu, dass arme Familien häufig von notwendiger medizinischer Versorgung ausgeschlossen sind. Das hat langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der betroffenen Kinder. | 15.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142104
» […] Das änderte sich fundamental mit dem nationalistisch-faschistischen Putsch in der Ukraine Ende 2013/Anfang 2014, dem von Kiew am 6./7. April 2014 mit dem Überfall auf die Donbassgebiete begonnenen Krieg in der Ukraine und dem Eingreifen Moskaus am 24. Februar 2022. […] Die Hoffnung im Westen auf eine gänzliche Wiederherstellung seiner von ihm unter Führung der USA dominierten unipolaren Welt schwand. Sie gegen die weltweite Multipolarität doch noch durchzusetzen, verlangte eine entschiedene – auch militärische – Frontstellung gegenüber (zunächst) Russland, was sich im mit größtem Einsatz geführten Stellvertreterkrieg der NATO gegen Russland auf dem Gebiet der früheren Ukrainischen Sowjetrepublik niederschlägt. […] «
Dr. Lothar Schröter (Jahrgang 1952) studierte Geschichte, Russische Sprache sowie Militärgeschichte und arbeitete bis 1990 am Militärgeschichtlichen Institut in Potsdam. Er war Major der NVA. Danach war er in der beruflichen Aus- und Weiterbildung tätig. Er veröffentlichte zahlreiche Werke, darunter „Militärgeschichte der BRD“ (1989), „Die NATO im Kalten Krieg“ (2009) und „USA – Supermacht oder Koloss auf tönernen Füßen?“ (2009), „Künftige Supermacht in Asien? Militärpolitik und Streitkräfte der Volksrepublik China“ (2011) sowie „Der Ukrainekrieg – Die Wurzeln, die Akteure und die Rolle der NATO“ (2024).
„Existenzielle Bedrohung“: Wie kleine Dosen Meeresplastik das Leben im Meer töten
Meeresplastik bedroht die Vielfalt des Lebens im Meer erheblich, wobei bereits geringe Mengen Kunststoffe für viele Meereslebewesen tödlich sind. Eine Studie der Ocean Conservancy hat ergeben, dass fast die Hälfte der untersuchten Meeresschildkröten und ein Drittel der Seevögel Plastik im Verdauungstrakt hatten, was zu einer hohen Sterbewahrscheinlichkeit führt. Die Forschung betont daher die Notwendigkeit, die Risiken von Plastikmüll zu verstehen und politische Maßnahmen zu ergreifen, um die biologische Vielfalt zu schützen. | 18.11.2025 | https://www.european-circle.de/existenzielle-bedrohung-wie-kleine-dosen-meeresplastik-das-leben-im-meer-toeten/
» […] Kohl erzählte von seinem Bruder Walter, der Ende 1944 bei einem Tieffliegerangriff im Ruhrgebiet erschossen worden war. Kohl war damals vierzehn und, wie Honecker und ich merkten, noch immer davon tief bewegt. Er verabscheute spürbar den Krieg. Wo immer man politisch auch stehe, sagte er, jeder Deutscher, der nicht den Verstand verloren habe, müsse die Lektion begriffen haben. Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik hätten eine besondere Pflicht. Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg, sondern Frieden ausgehen, unterstrich der Kanzler. Diesen Satz sollte man ernst nehmen. An Honecker gewandt sagte er: »Ich glaube, wir beide tun das.« Das war vor vierzig Jahren. […] Die jetzige Bundesregierung verspielt dieses Erbe. […] «
~ Egon Krenz, »Es muss die Systemfrage gestellt werden!«, Hintergrund 9-10-2025, Seite 74/75, https://www.hintergrund.de
Der Artikel „Grenzen überwinden” thematisiert die aktuelle Marketingstrategie der Bundeswehr. Diese zielt darauf ab, die Militärpräsenz in der Gesellschaft zu normalisieren und das Image von Soldaten als „Freund und Helfer” zu fördern. Bis 2029 soll das bisherige Flecktarnmuster durch das Multitarnmuster ersetzt werden, um den Anforderungen moderner urbaner Kriegsführung gerecht zu werden. Dies umfasst auch eine verstärkte Propaganda zur Mobilisierung der Gesellschaft. Es wird erörtert, wie die Bundeswehr soziale Medien und emotionale Ansprache einsetzt, um eine breitere Akzeptanz für Militarisierung zu schaffen und gleichzeitig eine neue Krieger-Elite zu fordern. Der Artikel kritisiert die Vermischung von Werbung und Militärpräsenz im öffentlichen Raum, die den Krieg als Teil des Alltags etablieren soll. | 24.11.2025 | https://www.hintergrund.de/globales/kriege/grenzen-ueberwinden/
Sand ins Getriebe von Wehrdienst und Rekrutierung
Der Artikel kritisiert das neue Wehrdienstmodernisierungsgesetz, das am 1. Januar 2026 in Kraft treten soll, und bezeichnet die damit verbundene „Freiwilligkeit” als irreführend. Denn es zwingt junge Männer zur Abgabe einer Bereitschaftserklärung. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Wehrpflichtige zur Musterung und zur Zustimmung zur Datenübermittlung an die Bundeswehr gezwungen werden, während das Recht auf Widerspruch entfällt. Die DFG-VK bezieht klar Stellung gegen Zwangsdienste und unterstützt Kriegsdienstverweigerer, indem sie über die Möglichkeiten der Kriegsdienstverweigerung informiert und entsprechende Beratungen anbietet. Der Artikel schließt mit einem Aufruf zum zivilen Ungehorsam gegen die neuen Regelungen und betont die Notwendigkeit, Jugendlichen friedenspolitische Alternativen zu bieten. | 24.11.2025 | https://www.imi-online.de/2025/11/24/sand-ins-getriebe-von-wehrdienst-und-rekrutierung/
„Wie kriegstüchtig ist unser Gesundheitssystem?“ – Eine propagandistische Frage und ein Chefarzt, der der Propaganda auf den Leim geht
Der Artikel kritisiert die im Rahmen eines Interviews mit einem Chefarzt aufgeworfene Frage nach der Kriegstüchtigkeit des deutschen Gesundheitssystems als politisch motivierte Propaganda. Der Autor Markus Klöckner argumentiert, dass Mediziner die politische Realität oft unkritisch übernehmen und somit unbewusst zur Verbreitung von Propaganda beitragen. Er weist darauf hin, dass die Aussagen des Arztes, der über die Unzulänglichkeiten des Gesundheitssystems im Kriegsfall spricht, keine kritische Distanz zur politischen Situation aufweisen, sondern die vorherrschenden Narrative bestätigen. Insgesamt stellt Klöckner die Frage nach der Kriegstüchtigkeit als Teil einer gefährlichen gesellschaftlichen Propaganda dar, die von verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren unreflektiert weitergetragen wird. | 24.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142470
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Strack-Zimmermann (FDP): Auch Frauen sollten zur Musterung
Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, hat sich für die Einbeziehung von Frauen in die Musterung für den Wehrdienst ausgesprochen. Sie argumentiert, dass es keinen Grund gebe, auf die Hälfte der Bevölkerung zu verzichten. Während die Bundesregierung plant, eine verpflichtende Musterung für junge Männer einzuführen, kritisiert Strack-Zimmermann den geplanten Fragebogen als überflüssig, da dieser das Verfahren unnötig verlängert. Stattdessen sollten junge Menschen direkt angesprochen werden. Die Attraktivität des Wehrdienstes könne durch konkrete Angebote wie Stipendien gesteigert werden. | 24.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/strack-zimmermann-fdp-auch-frauen-sollten-zur-musterung-100.html
Rüstungskonzern-Chef fühlt sich wie in einer Wunderwelt
Der Artikel beschreibt die euphorische Stimmung von Rheinmetall-Chef Armin Papperger, der sich in einer „Wunderwelt” wähnt, während sein Unternehmen signifikante Umsatzsteigerungen im Rüstungssektor ankündigt. Papperger prognostiziert einen Umsatzanstieg von 9,8 Milliarden Euro auf 50 Milliarden Euro bis 2030, was die Militarisierung Deutschlands und die anhaltende Nachfrage nach Waffen unterstreicht. Kritiker warnen jedoch vor den alarmierenden gesellschaftlichen Konsequenzen dieser Entwicklung, während die Medien eine jubelnde Berichterstattung liefern, die die Realität ignoriert. Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass trotz der Rüstungsgewinne die Zivilgesellschaft leidet und der Frieden nicht zu einer Entspannung führen wird. | 23.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142466
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Infos zum Schulstreik am 5.12.25
Um den Widerstand gegen die Wehrpflicht zu stärken, findet am 5. Dezember 2025 ein Schulstreik statt. Die Organisatoren rufen dazu auf, die Materialien der streikenden Schülerinnen und Schüler zu verbreiten und die Streiks sowie Kundgebungen zu unterstützen. Informationen zu lokalen Protesten sind vor allem auf den Instagram-Seiten des Bündnisses „Nein zur Wehrpflicht“ zu finden. Rückfragen können an die E-Mail-Adresse NeinzurWehrpflicht@proton.me gerichtet werden. | 21.11.2025 | https://friedensratschlag.de/infos-zum-schulstreik-am-5-12-25/
Frau Brantner will für den „Ernstfall“ planen – ihre Idee: ein „freiwilliges Wehr-Register für Ältere“
Die Co-Vorsitzende der Grünen, Frau Brandner, schlägt die Einrichtung eines freiwilligen Wehrregisters für ältere Bürger vor, um das Land auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten. Diese Idee wird im Kontext einer zunehmend militarisierten Politik diskutiert, die den Fokus von Frieden auf Kriegstüchtigkeit verlagert. Kritiker bemängeln, dass solche Vorschläge absurd und gefährlich sind, insbesondere angesichts der möglichen Eskalation eines Krieges mit Russland. Der Artikel beleuchtet die besorgniserregende Entwicklung innerhalb der Grünen sowie die allgemeine politische Stimmung in Deutschland, die sich von einer Friedenspolitik entfernt. | 21.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142424
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Nackte Propaganda fürs Militär und für Rüstungsausgaben
In seinem Artikel kritisiert Albrecht Müller die Darstellung in der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“, die steigende Rüstungsausgaben als Jobmotor anpreist. Müller argumentiert, dass diese Gelder auch für wichtige öffentliche Güter wie Schulen und Verkehrsinfrastruktur verwendet werden könnten, wodurch die Bürger direkt profitieren würden. Er weist außerdem darauf hin, dass solche Artikel nicht zufällig erscheinen, sondern gezielt verfasst werden, um höhere Militärausgaben zu unterstützen. Der Autor fordert die Leser dazu auf, sich über diese Militärpropaganda zu informieren und die Vorteile ziviler Investitionen zu erkennen. | 21.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142446
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„Sicherheit ist unteilbar“ – Die Aktualität der „Charta von Paris“
Der Artikel erinnert an die Charta von Paris, die vor 35 Jahren das Ende des Kalten Krieges besiegelte und eine Ära des Friedens und der Zusammenarbeit in Europa einläutete. Er betont die Notwendigkeit, zu den Prinzipien dieser Charta zurückzukehren, um den aktuellen Konflikt in der Ukraine zu lösen und einen echten Frieden in Europa zu erreichen. Der Autor kritisiert Verletzungen der Charta durch verschiedene Akteure, insbesondere im Kontext des Ukrainekriegs, und warnt vor den Gefahren eines neuen Kalten Krieges. Abschließend fordert er eine radikale Wende in der Denkweise sowie einen Neustart der europäischen Sicherheitsstruktur, um die Zusammenarbeit und den Frieden in der Region zu fördern. | 21.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142440
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Französischer General: “Wir müssen akzeptieren, unsere Kinder zu verlieren”
In einer Rede hat der französische Generalstabschef Mandon die Franzosen dazu aufgefordert, sich auf einen möglichen Krieg gegen Russland vorzubereiten und zu akzeptieren, dass sie möglicherweise ihre Kinder verlieren könnten. Diese Äußerungen haben in der Öffentlichkeit für große Empörung gesorgt – insbesondere, da Mandon eine aggressive Doktrin vertritt, die auch von Verteidigungsminister Pistorius unterstützt wird. Verteidigungsministerin Vautrin verteidigte Mandon und betonte die Legitimität seiner Warnungen bezüglich der Bedrohungslage. Durch die Unterstützung der Ukraine durch Frankreich, einschließlich der Lieferung von Rafale-Kampfjets und der Bereitstellung von Truppen, werden die Spannungen verstärkt und es werden Fragen zur Rolle des Landes im Konflikt aufgeworfen. | 20.11.2025 | https://lostineu.eu/franzoesischer-general-wir-muessen-akzeptieren-unsere-kinder-zu-verlieren/
EU plant Notfallsystem für Militärtransporte
Angesichts der Bedrohung durch Russland plant die EU ein Notfallsystem für militärische Transporte, um eine schnelle grenzübergreifende Verlegung von Streitkräften und Militärausrüstung zu ermöglichen. Ein entsprechender Vorschlag der Europäischen Kommission sieht vor, militärischen Transportoperationen in Krisenzeiten prioritären Zugang zu Verkehrsnetzen und Infrastruktur zu gewähren. Zudem sollen Ausnahmen von nationalen Vorschriften, wie Lenk- und Ruhezeiten sowie Umwelt- und Lärmschutzbestimmungen, eingeführt werden. EU-Verteidigungskommissar Kubilius strebt bis 2027 die Schaffung eines „militärischen Schengen-Raums” an, um die Sicherheitslage in Europa zu verbessern. | 20.11.2025, https://www.deutschlandfunk.de/eu-plant-notfallsystem-fuer-militaertransporte-100.html
Wehrdienst – Grünen-Vorsitzende Brantner fordert freiwilliges Register für Ältere – „Alle Generationen müssen ihren fairen Anteil leisten“
Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner fordert die Einrichtung eines Freiwilligenregisters für die Bundeswehr. In diesem sollen sich ältere Menschen mit ihren Fähigkeiten eintragen können. Sie betont, dass im Verteidigungsfall nicht nur jüngere Wehrdienstleistende, sondern auch Personen mit speziellen Fähigkeiten wie Drohnenprogrammierung, Logistik und Großküchenbetrieb benötigt werden. Brantner argumentiert, dass solche Fähigkeiten altersunabhängig sind und ältere Menschen sich deshalb freiwillig melden sollten. Sie hebt hervor, dass alle Generationen ihren fairen Anteil an der Verteidigung leisten müssen. | 19.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/gruenen-vorsitzende-brantner-fordert-freiwilliges-register-fuer-aeltere-alle-generationen-muessen-ih-100.html
Mehr Menschen verweigern Dienst an der Waffe
In Deutschland ist die Zahl der Kriegsdienstverweigerer auf den höchsten Stand seit der Aussetzung der Wehrpflicht vor 14 Jahren gestiegen. Bis Ende Oktober 2025 wurden über 3.000 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben eingereicht. Dies entspricht dem höchsten Wert seit 2011. Das Grundgesetz garantiert auch nach der Aussetzung der Wehrpflicht das Recht auf Kriegsdienstverweigerung. Die Bundeswehr empfiehlt, von diesem Recht Gebrauch zu machen, um im Falle einer Wiedereinführung der Wehrpflicht einen Überblick über potenzielle Dienstleistende zu erhalten. | 18.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/mehr-menschen-verweigern-dienst-an-der-waffe-100.html
Stationierung der US-Mittelstreckenraketen in Deutschland in 2026 – ein weiterer Schritt der Eskalation
Der Artikel kritisiert die Entscheidung von US-Präsident Joe Biden und Bundeskanzler Olaf Scholz, ab 2026 US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu stationieren, ohne dass eine angemessene Debatte im Bundestag oder in der Öffentlichkeit stattgefunden hat. Die Autorität der USA über diese Systeme wird als problematisch angesehen, da sie die militärische Situation in Europa destabilisieren könnte – insbesondere ohne ein begleitendes Abrüstungsangebot an Russland. Zudem wird darauf hingewiesen, dass das öffentliche Interesse an diesem Thema im Vergleich zu seiner militärischen Relevanz gering ist und jüngere Generationen ein geringeres Bewusstsein für die Gefahren eines Krieges haben. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass eine Rückkehr zu Verhandlungen über den INF-Vertrag notwendig ist, um eine Eskalation zu verhindern. | 18.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142251
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Kleine Schritte für den Frieden – Rückblick auf eine besondere Aktion an der Gesamtschule
Mit der Aktion „Kleine Schritte für den Frieden“ setzte die Gesamtschule am 06.11.2025 ein Zeichen für Frieden und Erinnerungskultur. Dabei wurde der historische Ort der Friedensmauer mit einem eindrucksvollen Bild auf dem Schulhof verbunden. Johannes Heibel überreichte der Klasse 6c die weiße Friedensfahne als Appell für Frieden und würdigte die Schüler:innen für ihr Engagement. Rund 300 Schüler:innen formten ein großes Peace-Zeichen und gestalteten ein langes Friedensband mit Botschaften wie „Nie wieder Krieg!”. Diese Veranstaltung reiht sich in eine Reihe von Aktionen der Schule ein, die sich für Menschlichkeit und Frieden einsetzen. | 18.11.2025 | https://gesamtschule-waldbroel.de/wp/2025/11/18/kleine-schritte-fuer-den-frieden-rueckblick-auf-eine-besondere-aktion-an-der-gesamtschule/
„Wir erleben in Deutschland eine Militarisierung, die in mancher Beziehung an das Kaiserreich erinnert“
Der Artikel thematisiert die zunehmende Militarisierung in Deutschland, die an das Kaiserreich vor dem Ersten Weltkrieg erinnert, und kritisiert die aktuelle Politik als autoritär und krisenverschärfend. Fabian Scheidler, Autor des Buches „Friedenstüchtig“, argumentiert, dass der permanente Ausnahmezustand und die Kriegslogik dazu dienen, Widerspruch zu unterdrücken und die Gesellschaft hinter politischen Führern zu vereinen. Dafür würden äußere Feinde übertrieben dargestellt. Scheidler warnt vor den Gefahren dieser Militarisierung, insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte, und stellt fest, dass die Argumente für eine massive Aufrüstung, insbesondere die Bedrohung durch Russland, nicht haltbar sind. Scheidler plädiert für eine Rückkehr zu einer Politik der gemeinsamen Sicherheit, um Konflikte zu entschärfen und die gesellschaftlichen und sozialen Strukturen zu schützen. | 17.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=142220
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Landesverrat? Kuscheln mit dem Feind? Hochverrat?
In dem Artikel wird kritisiert, dass etablierte Parteien wie CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke die AfD als „Landesverräter“ brandmarken, obwohl sie selbst Versäumnisse in der politischen Verantwortung aufweisen. Der Autor Frank Kemper argumentiert, dass es einen Verrat an der Demokratie darstelle, wenn die Regierung keine Neuauszählung von Wahlen zulasse und keine ernsthaften diplomatischen Bemühungen zur Konfliktlösung zeige. Zudem bezeichnet er die Haltung der Regierung gegenüber EU-Sanktionen und den steigenden Energiepreisen als Hochverrat, da dadurch die Bürgerrechte und die wirtschaftliche Stabilität der Bevölkerung gefährdet werden. Kemper kommt zu dem Schluss, dass nicht die AfD, sondern die etablierten Parteien die wahren Verräter sind, da sie sich nicht um die Belange der Bürger kümmern. | 16.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142077
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Scharfschützen am U-Bahnhof: Bundeswehr bringt den Krieg nach Berlin
Zwischen dem 17. und 21. November führt die Bundeswehr in Berlin die Übung „Bollwerk Berlin III” durch. Dabei werden der Orts- und Häuserkampf sowie der Objektschutz wichtiger Infrastruktur trainiert. Teile der Übung finden im öffentlichen Raum statt, unter anderem am U-Bahnhof Jungfernheide. Dort agieren die Soldaten unter realistischen Bedingungen, um Handlungssicherheit zu erlangen. Während der Übung kommen Scharfschützen zum Einsatz, allerdings wird keine scharfe Munition verwendet. Die Bundeswehr betont, dass von den Übungen keine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Die Berlinerinnen und Berliner müssen mit Verkehrseinschränkungen und einer erhöhten Präsenz von Militärfahrzeugen rechnen. | 16.11.2025 | https://www.berliner-zeitung.de/news/scharfschuetzen-am-u-bahnhof-darauf-muessen-sich-berliner-wegen-bundeswehr-uebung-einstellen-li.10005834
Schulstreik gegen Wehrpflicht am 5. Dezember
Am 5. Dezember 2025 wird in mehreren deutschen Städten ein bundesweiter Schulstreik gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht stattfinden. Der Streik wird vom Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“ und dem Bundesausschuss Friedensratschlag organisiert. Die Jugendlichen und Friedensgruppen warnen vor einer zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft und fordern, dass Bildungseinrichtungen Orte des Friedens bleiben. Der Aktionstag gilt als Testlauf für die Mobilisierungsfähigkeit der Friedensbewegung und soll ein Zeichen setzen, dass junge Menschen in sicherheitspolitische Fragen aktiv einbezogen werden wollen. Ziel ist es, die öffentliche Debatte über Pflichtdienste und soziale Gerechtigkeit neu anzustoßen sowie langfristige Investitionen in Bildung und Frieden zu fördern.
Rosa Luxemburg: “Nein, auf unsere Brüder schießen wir nicht!”
Der Artikel erinnert an Rosa Luxemburg (1871–1919) und ihre bedeutenden antimilitaristischen Positionen, insbesondere in Bezug auf den Ersten Weltkrieg und den deutschen Militarismus. Er hebt ihre Ablehnung von Gewalt hervor und dokumentiert ihre Bemühungen, den Krieg durch Massenstreiks zu verhindern, wofür sie verhaftet und verurteilt wurde. Ein neuer Band mit ihren Schriften, einschließlich der Antikriegsschrift „Krise der Sozialdemokratie”, wurde von Bruno Kern herausgegeben und ist online verfügbar. | 15.11.2025 | https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015524.html
Senkung der Luftverkehrssteuer: Unsinniges Steuergeschenk und ökologischer Irrsinn
Der Artikel kritisiert die Entscheidung des Koalitionsausschusses, die Luftverkehrssteuer um mehr als 350 Millionen Euro zu senken, und bezeichnet diese als ökologischen Irrsinn sowie als weiteres Steuergeschenk an die hochsubventionierte Luftverkehrsbranche. Experten argumentieren, dass die Annahmen über ein steigendes Flugaufkommen und die damit verbundenen Steuereinnahmen unrealistisch sind. Zudem ist der Luftverkehr bereits jetzt für einen erheblichen Anteil der klimaschädlichen Emissionen verantwortlich. Stattdessen wird gefordert, dass die Politik verstärkt auf die Entwicklung klimaneutraler Technologien setzt, um die Branche zukunftsfähig zu machen. | 15.11.2025 | https://www.sonnenseite.com/de/wirtschaft/senkung-der-luftverkehrssteuer-unsinniges-steuergeschenk-und-oekologischer-irrsinn/
2,8 Grad Erwärmung: Was das für Menschen, Tiere und den Planeten bedeutet
Der Artikel beschreibt eine Prognose, der zufolge sich die Erde aufgrund der aktuellen Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts um 2,8 Grad erwärmen könnte. Dies hätte extreme Wetterbedingungen, Artensterben und kritische Kipppunkte zur Folge. Die Auswirkungen dieser Erwärmung wären gravierend: Zunahme von Krankheiten und Ernteausfällen, unbewohnbare Küstenregionen und ein beschleunigtes Artensterben. Trotz dieser alarmierenden Prognosen betont der Artikel, dass die Menschheit die Möglichkeit hat, die schlimmsten Szenarien zu verhindern, indem sie ambitionierte Klimaziele setzt und individuelle Maßnahmen ergreift. | 06.11.2025 | https://utopia.de/28-grad-erwaermung-was-das-fuer-menschen-tiere-und-den-planeten-bedeutet_872482/
Wasser lässt Fels am Matterhorn wanken
Die Forschungen des SLF am Matterhorn zeigen, dass Schmelzwasser im Permafrost zu Felsinstabilität führt, was eine Folge des Klimawandels ist. So kollabierte am 13. Juni 2023 ein Felspfeiler am Hörnligrat, nachdem über Jahre hinweg Wasser in die Felsklüfte eingedrungen war und das Gestein geschwächt hatte. Die Studienergebnisse basieren auf neun Jahren Beobachtungen und belegen, dass das Auftauen des Gesteins den kritischen Reibungswinkel reduziert und somit die Häufigkeit von Steinschlägen im hochalpinen Permafrost erhöht. | 18.11.2025 | https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/wasser-laesst-fels-am-matterhorn-wanken/
Diplomat Steiner: Erneuerbare machen uns unabhängiger |
UN-Diplomat Achim Steiner betont, dass das Pariser Abkommen bedeutende Fortschritte im Klimaschutz bewirkt hat, auch wenn einige Länder zögern. Er hebt hervor, dass der Übergang zu erneuerbaren Energien nicht nur zur Unabhängigkeit führt, sondern auch Chancen für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze bietet. Trotz Rückschlägen in bestimmten Ländern bleibt die globale Klimapolitik auf einem positiven Weg, während die Herausforderungen in der Entwicklungspolitik durch Kürzungen und geopolitische Spannungen zunehmen. | 15.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/umweltschutz-und-entwicklungshilfe-globale-verlierer-int-mit-achim-steiner-100.html |
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Nicht einmal der Schein wird mehr gewahrt
In seinem Artikel kritisiert Jörg Staude die deutsche Klimapolitik unter der schwarz-roten Koalition, die trotz des wichtigen Weltklimagipfels in Brasilien durch eine Senkung der Luftverkehrssteuer und andere klimaschädliche Entscheidungen geprägt ist. Staude hebt hervor, dass diese Politik von Gleichgültigkeit gegenüber dem Klimawandel zeugt und dass Maßnahmen, die das Fliegen fördern, für den Klimaschutz als absurd angesehen werden. Zudem wird betont, dass die Glaubwürdigkeit der deutschen Klimapolitik durch diese Entscheidungen weiter beschädigt wird, da nicht einmal der Anschein gewahrt wird, dass Klimaschutz noch eine Priorität hat. | 17.11.2025 | https://www.klimareporter.de/deutschland/nicht-einmal-der-schein-wird-mehr-gewahrt