Zwischen Überleben und Symbolpolitik | Zitat

» […] Wer ständig am Limit lebt, kann keine langfristigen Gesundheitsentscheidungen treffen. Die Rede von der Eigenverantwortung in der Prävention ist deshalb nichts anderes als ein Verschieben der Schuld: vom System auf das Individuum. […]

Leistungen wie Bürgergeld, Kindergeld oder Bildungs- und das Teilhabepaket sichern das physische Überleben, nicht aber gesellschaftliche Teilhabe. Die Verfahren sind bürokratisch, kompliziert und demütigend. Soziale Hilfe mutiert zum Gnadenakt, obwohl es ein Recht sein sollte. Die „Kindergrundsicherung“ […] bleibt Symbolpolitik. […]

Währenddessen steigen die Lebenshaltungskosten, und Familien am unteren Rand leben weiter im Modus des Improvisierens. […] «

~ Detlef Koch, Warum Kinderarmut kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung ist. Serie zu Kinderarmut (Teil 5), 29.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=142839

Der Artikel thematisiert Kinderarmut in Deutschland und argumentiert, dass diese nicht schicksalhaft bedingt ist, sondern auf politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Strukturen beruht. Es wird aufgezeigt, dass das Bildungssystem soziale Ungleichheiten reproduziert und Kinder aus armen Verhältnissen oft dauerhaft benachteiligt sind. Zudem kritisiert der Artikel die politische Rhetorik, die Eigenverantwortung propagiert, während sie die strukturellen Ursachen von Armut ignoriert. Abschließend wird betont, dass eine Gesellschaft, die ihre Kinder in Armut leben lässt, nicht nur ihren ökonomischen, sondern auch ihren moralischen Kompass verliert.

Die bisherigen Teile dieser Serie finden Sie

hier: »Noch bevor ein Kind atmet – Wie Armut bereits in der Schwangerschaft Spuren hinterlässt.« und

hier: »Das vererbte Risiko – Wenn Herkunft über Gesundheit entscheidet: Alltag und Schule.« und

hier: »Versorgung, Prävention und Systemfehler – Wie Armut das Gesundheitssystem spiegelt.« und

hier: »Kinderarmut und die Langzeitfolgen – Wie Armut sich in den Körper einbrennt.«.

Warum Kinderarmut kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung ist. Serie zu Kinderarmut (Teil 5)

Kinderarmut ist kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung.

Kinderarmut in Deutschland ist die Folge politischer Entscheidungen, die soziale Ungleichheit zementieren und zu gesundheitlichen sowie bildungstechnischen Nachteilen führen.

Schlüsselthemen

  • Kinderarmut ist eine Folge politischer und gesellschaftlicher Entscheidungen.
  • Frühprägung, psychosoziale Belastungen und strukturelle Barrieren beeinflussen gesundheitliche Risiken.
  • Das Bildungssystem reproduziert soziale Unterschiede, anstatt Chancengleichheit zu schaffen.
  • Kinderarmut hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Selbstbild, die Lebensentwürfe und die Gesundheit.
  • Politische Maßnahmen wie die Kindergrundsicherung sind unzureichend; das System verwaltet nur, statt zu verändern.
  • Gesundheit ist ein Menschenrecht, doch das deutsche Gesundheitswesen folgt marktwirtschaftlichen Prinzipien.

Gesellschaftliche Verantwortung und Politik

  • Deutschland besitzt einen Sozialstaat, doch die Unterstützung ist oft bürokratisch, demütigend und unzureichend.
  • Kinderarmut bleibt epidemiologisch konstant, da langfristige Investitionen fehlen.
  • Gesellschaftliche und politische Strukturen fördern die kumulative Benachteiligung und den sozialen Abstieg.
  • Die Erzählung der Leistungsgesellschaft gilt nicht für Kinder aus sozial benachteiligten Familien.
  • Armut ist mehr als Geldmangel, denn sie beeinflusst Biografien, Gesundheit und Chancen ein Leben lang.

Gesundheit und Bildung als Menschenrecht

  • Das Gesundheitssystem sollte soziale Gleichheit fördern, operiert jedoch marktwirtschaftlich.
  • Kinderarmut ist eine moralische Diagnose, die auf gesellschaftliche Versäumnisse hinweist.
  • Investitionen in Bildung, Wohnen und frühkindliche Förderung sind notwendig, sind aber politisch unpopulär.
  • Armut in der Kindheit ist kein Randproblem, sondern ein gesellschaftlicher Skandal und Maßstab für den moralischen Zustand eines Landes.
  • Der Schutz der Schwächsten ist ein Prinzip der Menschenwürde und das Fundament einer demokratischen Gesellschaft.

Fazit

Kinderarmut ist keine natürliche Gegebenheit, sondern eine politisch verursachte Ungerechtigkeit, die die Zukunft unserer Gesellschaft bedroht. Es braucht Mut und politisches Handeln, um fundamentale Veränderungen herbeizuführen.

Was von der Woche übrig blieb. | 202549

Starlink & Co. werden fast alle Bilder künftiger Weltraumteleskope kontaminieren

Die zunehmende Anzahl von Satelliten – insbesondere durch Megakonstellationen wie Starlink – beeinträchtigt nicht nur die erdgebundene Astronomie, sondern auch Weltraumteleskope erheblich. Eine Analyse zeigt, dass bei der gegenwärtig geplanten Anzahl von Satelliten bis zu einem Drittel der Aufnahmen des Hubble-Teleskops kontaminiert werden könnten, während es bei neueren Teleskopen wie ARRAKIHS und Xuntian bis zu 96 Prozent sein könnten. Diese Satelliten hinterlassen im Durchschnitt zahlreiche Streifen auf den Bildern, wodurch sich die Qualität der Forschungsergebnisse erheblich verschlechtern könnte. Experten warnen, dass die Auswirkungen auf die zukünftige Astronomie gravierend sein werden und es keine einfachen Lösungen zur Minderung dieser Probleme gibt. 04.12.2025 https://www.heise.de/news/Starlink-Co-werden-fast-alle-Bilder-kuenftiger-Weltraumteleskope-kontaminieren-11102855.html

Wenn Korrektur schadet – über Demenz, Würde und den stoischen Weg

Der Artikel thematisiert die Herausforderungen, mit denen Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen konfrontiert sind, und betont die Bedeutung von Akzeptanz und Empathie im Umgang mit der Krankheit. Anstatt die betroffene Person zu korrigieren, sollte man ihre Gefühle validieren und ihr Sicherheit geben. Korrekturen können nämlich oft zu Stress führen und den Abbau der kognitiven Fähigkeiten beschleunigen. Als Leitfaden wird die stoische Philosophie vorgestellt, um sowohl den Umgang mit der Demenz als auch die eigene emotionale Gesundheit zu verbessern. Der Artikel schließt mit der Aufforderung, die Würde der an Demenz erkrankten Person zu bewahren und sich selbst nicht zu verlieren, indem man authentisch bleibt. 03.12.2025 https://lichtstim.me/2025/12/03/wenn-korrektur-schadet-uber-demenz-wurde-und-den-stoischen-weg/

Anpassung des Grundgesetzes an die Realität

Der Artikel kritisiert die Notwendigkeit, das Grundgesetz an die moderne Realität anzupassen, und argumentiert, dass solche Anpassungen häufig zu Verschlechterungen führen. Der Autor betont, dass das Bundesverfassungsgericht einen Artikel des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt hat. Dies sieht er als problematisch an, da den Deutschen somit die Möglichkeit verwehrt wird, selbst über ihre Verfassung zu entscheiden. Zudem kritisiert er den Fraktionszwang der Abgeordneten, der ihrer Unabhängigkeit widerspricht, sowie die unzureichende Umsetzung von Kinderrechten im Grundgesetz. Insgesamt wird die Gefahr einer Erosion der Demokratie in Deutschland thematisiert. 02.12.2025 https://autorenseite.wordpress.com/2025/12/02/anpassung-des-grundgesetzes-an-die-realitat/

Cécile Colombo: Collagen aus fernen Ländern und Farben der Kindheit.

Cécile Colombo kreiert ihre Kunstwerke auf Papier und Leinwand, indem sie verschiedene Fragmente des Lebens – wie alte Papiere und Stoffreste – zu emotionalen Collagen verbindet. Ihre Werke zeichnen sich durch eine Mischung aus unterschiedlichen Materialien und Techniken aus, die lebendige und träumerische Kompositionen entstehen lassen. Von ihren Reisen nach Afrika und Südamerika inspiriert, fängt sie die Essenz der Kulturen und Stimmungen dieser Länder in ihren Bildern ein. Colombos Kunst vermittelt eine Botschaft der Freundlichkeit und kindlichen Leichtigkeit und lädt den Betrachter ein, an die Schönheit der Welt zu glauben. 07.11.2025 https://harleyte.wordpress.com/2025/11/07/cecile-colombo/

Wie man einen Brief voller Erinnerungen schreibt, komponiert Cécile Colombo auf Papier oder Leinwand: Sie klebt Fragmente des Lebens, die sie zufällig im Laufe der Tage gesammelt hat, darauf. Alte Papiere, die sie auf Flohmärkten gefunden hat, Etiketten, die sie von ihren Reisen mitgebracht hat, zerknülltes Seidenpapier und ausgefranste Stoffreste – all das wird zum Rohstoff für Werke, die von Erlebnissen, Reisen und Empfindsamkeit zeugen.
Doch das ist erst der Anfang. Sobald der Hintergrund neu erfunden und fast traumhaft ist, zeichnet sie mit Tusche, Walnussbrühe, farbiger Tinte oder Acrylfarbe. Wie einen letzten Hauch verstärkt sie dann die Aquarellfarben mit Öl- oder Trockenpastellfarben und fügt hier einen Glanz, dort eine Sanftheit hinzu. Sie liebt diese Mischung aus Materialien, Intuition und Techniken, die ihre Bilder so lebendig und dynamisch macht.

Jedes Bild vermittelt den Eindruck eines flüchtig eingefangenen Augenblicks, eines Tagtraums, der aus der Tinte entsteht, die spritzt, fließt und sich anmutig und frei ausbreitet. Der Einfluss des expressionistischen Malers Pierre Alechinsky ist spürbar: Auch für Cécile ist Malen ein Sich-Hingeben, ein freudiges Eintauchen in Gestik und Farbe.
Auf ihren zahlreichen Reisen nach Afrika und Südamerika hat sie gelernt zu beobachten, zuzuhören und aufzunehmen. Mit wenigen Pinselstrichen und Linien gibt sie die Bräuche, die Stimmung, das Licht und die Gesänge eines Landes wieder. Ihre Gemälde sind wie Reisetagebücher: Sie öffnen ein Fenster zum unendlichen Blau des Meeres, zum Ocker der Fassaden und zur vibrierenden Wärme des Mittelmeers.

Céciles Werke sind voller Wohlwollen. Sie empfangen den Betrachter wie einen Freund: mit einem offenen Lächeln, einer Tasse dampfendem Tee und einer Prise guter Laune. Die Farben, Formen und Figuren ihrer Bilder tanzen, lachen und erzählen Geschichten. In ihrer Kunst steckt etwas von einer wiedergefundenen Kindheit: Spontaneität, Fantasie und das Recht, unbeschwert zu sein.
Ihre Bilder sind eine ausgestreckte Hand für all jene, die noch an die Schönheit der Welt glauben möchten.

KINDER! 29 Prozent aller Todesopfer sind Kinder. KINDER!

» […] Nach aktuellen UN-Zahlen (Stand 26. November) [1] hat Israel im Gazastreifen bisher 69.785 Palästinenser getötet, davon 20.179 Kinder und 10.427 Frauen.

Das heißt, Kinder machen im sogenannten „Gaza-Krieg“ allein 29 Prozent aller Todesopfer aus. Eine weltweit und historisch einmalige hohe Zahl bei einem kriegerischen Konflikt. […] «

~ Florian Warweg, Bundesregierung: Russisches Staatsvermögen in der EU für Ukraine-Wiederaufbau enteignen ja, israelisches für Gaza nein, 02.12.2025, LINK https://www.nachdenkseiten.de/?p=143016

[1] https://www.ochaopt.org/content/reported-impact-snapshot-gaza-strip-26-november-2025

Gesellschaftskatastrophe | weekly 202549

„Ihr Elend lässt mich nicht los“

Magdalena Fässler ist Kriminalpolizistin in der Schweiz und setzt sich seit acht Jahren gegen Prostitution im Rotlichtmilieu ein. In dieser Zeit hat sie viele Frauen getroffen, die unter extremen Bedingungen leiden und oft Opfer von Menschenhandel sind. Sie beschreibt die gravierenden Missstände, die diese Frauen erleiden, und kritisiert das bestehende System. Dieses sollte ihrer Meinung nach abgeschafft werden, um den Frauen zu helfen. Fässler fordert das „Nordische Modell“, bei dem Freier bestraft werden, um die Prostitution zu bekämpfen. Sie äußert außerdem ihre Besorgnis über die Wahrnehmung von „Selbstbestimmung“ in der Prostitution und sieht diese als irreführend an. Mit der Gründung eines Vereins möchte sie auf die Missstände aufmerksam machen und sich für die Rechte der Frauen einsetzen. 01.12.2025 https://www.emma.de/artikel/die-rote-linie-342061

„Wir sollten keine Angst vor den Bürgern haben“

Der Artikel thematisiert die Schließung der Stabsstelle für Bürgerräte im Bundestag durch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) sowie die damit einhergehende Abkehr von der bürgerschaftlichen Mitbestimmung in der Politik. Der SPD-Parlamentarier Helge Lindh kritisiert diese Entscheidung und fordert ein Umdenken, da das Vertrauen der Bürger in die Politik sinkt und die Politik mehr Vertrauen in die Bürger haben sollte. Bürgerräte, die als Instrument zur Förderung der Demokratie gedacht sind, werden als wichtig erachtet, um das Vertrauen in die politische Teilhabe zu stärken. Aktuell sind sie jedoch lediglich beratend tätig und können keine verbindlichen Entscheidungen treffen. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass die Politik keine Angst vor den Bürgern haben sollte und dass eine Einbeziehung der Bürger in politische Prozesse notwendig ist, um die Demokratie zu beleben. 01.12.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=142961

Kommunen in Rheinland-Pfalz schlagen Alarm: „Es hängt an allen Ecken und Enden“

Die finanzielle Lage der Kommunen in Rheinland-Pfalz spitzt sich zu, da Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister auf unzureichende Förderprogramme und bürokratische Hürden hinweisen. Viele Gemeinden empfinden die bereitgestellten Mittel als unzureichend und die bürokratischen Anforderungen als überfordernd. Besonders besorgniserregend ist der Zustand der Kindergärten, die nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Dies erfordert dringende Entscheidungen. Eine Initiative mit über 740 Gemeinden hat sich gebildet, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen und konkrete Entlastungsmaßnahmen zu fordern. 30.11.2025 https://www.nr-kurier.de/artikel/164375-kommunen-in-rheinland-pfalz-schlagen-alarm—es-haengt-an-allen-ecken-und-enden-

Klug, fit, gut ausgebildet: Das Potential der Boomer-Generation

Der Artikel behandelt das Potenzial der Babyboomer-Generation, die nun in Rente geht. Sie wird als fit, klug und gut ausgebildet beschrieben. Jana Nikitin, Psychologin an der Universität Wien, erklärt, dass diese Generation nicht nur gesund älter wird, sondern auch motiviert ist, sich gesellschaftlich zu engagieren. Trotz ihrer Fähigkeiten gibt es jedoch Herausforderungen: Negative Altersbilder und Diskriminierung verhindern oft, dass ältere Menschen aktiv werden können. Um das Engagement dieser Generation zu fördern, sind intergenerationale Kontakte sowie ein positiveres Bild des Alters in der Gesellschaft erforderlich. 28.11.2025 https://www.deutschlandfunkkultur.de/klug-fit-gut-ausgebildet-das-potential-der-boomer-generation-100.html

Zurück auf Staat! Gegen Wohnungslosigkeit hilft Vergesellschaftung

Der Artikel thematisiert die alarmierende Zunahme von Wohnungslosigkeit in Deutschland. Obwohl die Zahl der Betroffenen bereits über eine Million beträgt und stetig steigt, soll das Problem bis 2030 durch die Bundesregierung gelöst werden. Aktivisten in Berlin fordern die Enteignung großer Wohnungsunternehmen, um die Situation zu verbessern. Die bisherigen politischen Maßnahmen erscheinen unzureichend und berücksichtigen oft nicht die tatsächlichen Bedürfnisse der Betroffenen. Die häufigsten Ursachen für Wohnungslosigkeit sind Miet- und Energieschulden sowie soziale Konflikte. Die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung dieses Problems werden als unzureichend kritisiert. Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass die aktuelle Wohnungspolitik und die Prioritäten der Regierung nicht ausreichen, um die Krise zu bewältigen, und dass die Versprechen der Politiker oft unrealistisch sind. 28.11.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=142802

Wie kann sich die Welt ernähren?

Der Artikel behandelt die Herausforderungen der globalen Nahrungsmittelproduktion im Kontext des Klimawandels und der Übernutzung natürlicher Ressourcen. Aktuell überschreitet die Nahrungsmittelproduktion planetare Grenzen, was zu einer unnachhaltigen Landwirtschaft führt. Diese ist für 26 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Autorin argumentiert, dass eine Reduzierung des Fleischkonsums und eine Umstellung auf nachhaltigere Anbaumethoden notwendig sind, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Gleichzeitig weist sie auf die strukturellen Probleme des Kapitalismus hin, die eine gerechte Verteilung und nachhaltige Praktiken behindern. Schließlich wird betont, dass neue gesellschaftliche Verhältnisse und kooperative Ansätze erforderlich sind, um die Ernährungssicherheit in einer sich verändernden Umwelt zu gewährleisten. 27.11.2025 https://philosophenstuebchen.wordpress.com/2025/11/27/wie-kann-sich-die-welt-ernahren/

Soziologe will Rentner zur Unterstützung an Schulen holen

Der Bildungssoziologe Aladin El-Mafaalani schlägt vor, Rentnerinnen und Rentner als Mentoren an Schulen einzusetzen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Er argumentiert, dass die ältere Generation wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse mitbringt, von denen Schüler und Lehrkräfte profitieren können. Angesichts aktueller Herausforderungen wie Migration und Digitalisierung müssen Schulen multifunktionaler werden und Aufgaben übernehmen, die traditionell in Familien lagen. El-Mafaalani betont die Notwendigkeit eines Kulturwandels in den Bildungseinrichtungen sowie die Schaffung neuer Strukturen, um Rentnerinnen und Rentner für die Mitarbeit in Schulen zu gewinnen. 27.11.2025 https://www.deutschlandfunk.de/schulaufsichtskongress-in-duesseldorf-interview-aladin-el-mafaalani-soziologe-100.html

Kampf gegen die Armut? Nein, Kampf gegen die Armen!

Der Artikel kritisiert die deutsche Politik für ihr Versagen im Kampf gegen Armut und stellt fest, dass der Fokus eher auf einem Kampf gegen Arme liegt. Obdachlosigkeit und soziale Notlagen sind in Deutschland offensichtlich, dennoch wird das Problem nicht ernsthaft angegangen. Der Autor fordert die Einrichtung eines Sozialfonds für arme Kinder, um ihnen gezielt zu helfen und die Vererbung von Armut zu durchbrechen. Er argumentiert, dass eine wirkliche Armutsbekämpfung im Interesse der gesamten Gesellschaft liegt, da die negativen Auswirkungen von Armut auch die mittleren und oberen Schichten betreffen können. 26.11.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=142650

Die Rentner sind immer zu teuer! – Egal, wie billig sie sind …

Der Artikel thematisiert die anhaltende Debatte über die Rentenpolitik in Deutschland, insbesondere die geplanten Rentenkürzungen und die damit verbundenen politischen Auseinandersetzungen zwischen der Jungen Union und der Bundesregierung. Trotz der Behauptung, die Rentenfinanzierung sei untragbar, wird argumentiert, dass die tatsächlichen Kosten der Rentenversicherung gesunken sind, während die Zahl der Rentner gestiegen ist. Der Autor kritisiert die Medienberichterstattung, die Rentner:innen als finanzielle Belastung darstellt, und fordert eine ehrliche Diskussion über die Rentenfinanzierung und mögliche Reformen. Abschließend wird betont, dass eine Lösung des Problems nur durch direkte Volksabstimmungen und umfassende gesellschaftliche Debatten erreicht werden kann. 25.11.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=142607

Endstation Staatsversagen? Eine Abrechnung mit Wirtschaft, Bildung und Politik

» […] Die Ökonomie funktioniert nicht mehr so, wie bisher, die alten Wege führen in die Krise und die neuen sind noch nicht etabliert.

Die Ergebnisse der Bildungsanstrengungen haben als Resultat, das überall Fachpersonal fehlt.

Das Gesundheitswesen geht trotz hoher Beiträge der Versicherten genauso in die Knie wie die Rentenversicherung.

Die Infrastruktur leidet unter jahrzehntelanger Vernachlässigung, die Bundesbahn ist zu einer allgemeinen Metapher für staatliches Versagen avanciert, die Außenpolitik kennt nur noch Konfrontation, die Freiheit wurde durch eine Inflation von Regelungen ersetzt, für die es große Sträuße von Sanktionen gibt, der Kulturbereich mausert sich zunehmend zu einem affirmativen Staatszirkus und das politische System bringt systematisch Volksvertreter hervor, die sich nicht um den Willen der Auftraggeber scheren. […] «

~ Dr. Gerhard Mersmann, Eisberge können warten!, 30.11.2025, https://form-7.com/2025/11/30/eisberge-konnen-warten/

Bildung als Sortierapparat: Wie das deutsche System soziale Ungleichheit zementiert. | Zitat

» […] In der Realität ist es [das deutsche Bildungssystem] ein Sortierapparat, welcher soziale Unterschiede reproduziert. Kinder werden früh getrennt, und wer in Armut aufwächst, trägt das Risiko, dauerhaft „unten“ zu bleiben. […]

Doch es geht um mehr als um Bildung oder Einkommen. Armut ist eine Erfahrungswelt, die sich tief in Selbstbilder und Lebensentwürfe einschreibt. […]

Diese Kinder leben nicht nur ärmer, sie leben anders: kurzsichtiger, vorsichtiger, weniger zuversichtlich. Das ist keine Charakterschwäche, sondern eine Anpassungsleistung an Unsicherheit. […] «

~ Detlef Koch, Warum Kinderarmut kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung ist. Serie zu Kinderarmut (Teil 5), 29.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=142839

Der Artikel thematisiert Kinderarmut in Deutschland und argumentiert, dass diese nicht schicksalhaft bedingt ist, sondern auf politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Strukturen beruht. Es wird aufgezeigt, dass das Bildungssystem soziale Ungleichheiten reproduziert und Kinder aus armen Verhältnissen oft dauerhaft benachteiligt sind. Zudem kritisiert der Artikel die politische Rhetorik, die Eigenverantwortung propagiert, während sie die strukturellen Ursachen von Armut ignoriert. Abschließend wird betont, dass eine Gesellschaft, die ihre Kinder in Armut leben lässt, nicht nur ihren ökonomischen, sondern auch ihren moralischen Kompass verliert.

Die bisherigen Teile dieser Serie finden Sie

hier: »Noch bevor ein Kind atmet – Wie Armut bereits in der Schwangerschaft Spuren hinterlässt.« und

hier: »Das vererbte Risiko – Wenn Herkunft über Gesundheit entscheidet: Alltag und Schule.« und

hier: »Versorgung, Prävention und Systemfehler – Wie Armut das Gesundheitssystem spiegelt.« und

hier: »Kinderarmut und die Langzeitfolgen – Wie Armut sich in den Körper einbrennt.«.

Warum Kinderarmut kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung ist. Serie zu Kinderarmut (Teil 5)

Kinderarmut ist kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung.

Kinderarmut in Deutschland ist die Folge politischer Entscheidungen, die soziale Ungleichheit zementieren und zu gesundheitlichen sowie bildungstechnischen Nachteilen führen.

Schlüsselthemen

  • Kinderarmut ist eine Folge politischer und gesellschaftlicher Entscheidungen.
  • Frühprägung, psychosoziale Belastungen und strukturelle Barrieren beeinflussen gesundheitliche Risiken.
  • Das Bildungssystem reproduziert soziale Unterschiede, anstatt Chancengleichheit zu schaffen.
  • Kinderarmut hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Selbstbild, die Lebensentwürfe und die Gesundheit.
  • Politische Maßnahmen wie die Kindergrundsicherung sind unzureichend; das System verwaltet nur, statt zu verändern.
  • Gesundheit ist ein Menschenrecht, doch das deutsche Gesundheitswesen folgt marktwirtschaftlichen Prinzipien.

Gesellschaftliche Verantwortung und Politik

  • Deutschland besitzt einen Sozialstaat, doch die Unterstützung ist oft bürokratisch, demütigend und unzureichend.
  • Kinderarmut bleibt epidemiologisch konstant, da langfristige Investitionen fehlen.
  • Gesellschaftliche und politische Strukturen fördern die kumulative Benachteiligung und den sozialen Abstieg.
  • Die Erzählung der Leistungsgesellschaft gilt nicht für Kinder aus sozial benachteiligten Familien.
  • Armut ist mehr als Geldmangel, denn sie beeinflusst Biografien, Gesundheit und Chancen ein Leben lang.

Gesundheit und Bildung als Menschenrecht

  • Das Gesundheitssystem sollte soziale Gleichheit fördern, operiert jedoch marktwirtschaftlich.
  • Kinderarmut ist eine moralische Diagnose, die auf gesellschaftliche Versäumnisse hinweist.
  • Investitionen in Bildung, Wohnen und frühkindliche Förderung sind notwendig, sind aber politisch unpopulär.
  • Armut in der Kindheit ist kein Randproblem, sondern ein gesellschaftlicher Skandal und Maßstab für den moralischen Zustand eines Landes.
  • Der Schutz der Schwächsten ist ein Prinzip der Menschenwürde und das Fundament einer demokratischen Gesellschaft.

Fazit

Kinderarmut ist keine natürliche Gegebenheit, sondern eine politisch verursachte Ungerechtigkeit, die die Zukunft unserer Gesellschaft bedroht. Es braucht Mut und politisches Handeln, um fundamentale Veränderungen herbeizuführen.

Kriegskatastrophe | weekly 202549

SOS Kinderdörfer: Klimawandel und Konflikte führen zu immer mehr Behinderungen bei Kindern

Die SOS-Kinderdörfer berichten, dass der Klimawandel und Konflikte zu einem Anstieg von Behinderungen bei Kindern führen. So wurden im Jahr 2024 fast 8.500 Kinder in Kriegen verstümmelt, die meisten davon in Gaza und im Sudan. Die Hilfsorganisation betont, dass Kinder, die nicht für die aktuellen Krisen verantwortlich sind, am stärksten unter den Folgen leiden und ihr Leben lang eingeschränkt sein können. Zudem führt Mangelernährung, die durch klimabedingte Ernteausfälle verursacht wird, zu weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen. 02.12.2025 https://www.deutschlandfunk.de/sos-kinderdoerfer-klimawandel-und-konflikte-fuehren-zu-immer-mehr-behinderungen-bei-kindern-102.html

Auf dem Weg in die erste Rüstungsliga (I)

Der Artikel berichtet über einen Anstieg der Umsätze der hundert größten Rüstungskonzerne weltweit um 5,9 Prozent auf den Rekordwert von 679 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024. Insbesondere Unternehmen aus den USA, Europa, Japan und Südkorea profitierten davon. Mit einem Umsatz von 334 Milliarden US-Dollar bleibt die US-Rüstungsindustrie führend, während europäische Unternehmen, angeführt von BAE Systems, ein Wachstum von 13 Prozent auf 151 Milliarden US-Dollar verzeichneten – stark beeinflusst durch den Ukraine-Krieg. Deutsche Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall erzielten ein bemerkenswertes Umsatzwachstum von 36 Prozent und könnten bald die führende Position in der EU übernehmen. Der Artikel hebt zudem hervor, dass auch die Rüstungsunternehmen in Israel und der Türkei von regionalen Konflikten profitierten, während chinesische Firmen Umsatzeinbußen verzeichneten. 02.12.2025 https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10223

Es knirscht bei der SAP-Umstellung der Bundeswehr

Die Umstellung der Bundeswehr auf das neue SAP-System S/4HANA verläuft problematisch: Die Software funktioniert nicht zuverlässig und eine fehlerfreie Datenweitergabe ist nicht gewährleistet. In einem internen Dokument des Verteidigungsministeriums wird die „mangelhafte Funktionalität” sowie die unzureichende Einsatzreife der Software bemängelt. Dies führte zu einer Verschiebung des geplanten Go-Live-Termins auf Frühjahr 2026. SAP hat die mangelhafte Softwarequalität eingeräumt und die Bundeswehr benötigt mehr Zeit, um die Lösung zu optimieren und die Akzeptanz zu verbessern. Dies ist bereits das zweite große Digitalprojekt der Bundeswehr, das auf erhebliche Schwierigkeiten stößt, nachdem auch die Ausrüstung mit digitalen Funkgeräten problematisch verlief. 29.11.2025 https://www.heise.de/news/Es-knirscht-bei-der-SAP-Umstellung-der-Bundeswehr-11097336.html?view=print

Eine alarmierende Entwicklung: Immer mehr Jobs in der Rüstungsindustrie

Der Artikel thematisiert den alarmierenden Anstieg von Arbeitsplätzen in der Rüstungsindustrie, während in anderen Branchen in Deutschland zahlreiche Stellen abgebaut werden. So plant etwa der Rüstungskonzern Rheinmetall, sein Personal um mehr als zehn Prozent zu erweitern. Dies ist Teil eines globalen Trends, bei dem auch große US-Rüstungsunternehmen Tausende neue Stellen schaffen. Diese Entwicklung wirft Fragen zu den wirtschaftlichen und politischen Implikationen auf – insbesondere vor dem Hintergrund der Forderungen nach einer Umstellung auf Kriegswirtschaft in Europa. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass diese Situation besorgniserregend ist und eine wachsame Haltung erfordert. 28.11.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=142771

Präsident Macron stellt neuen freiwilligen Militärdienst vor

Präsident Macron hat ein neues Programm für einen freiwilligen Militärdienst für 18- und 19-Jährige in Frankreich vorgestellt. Es soll zehn Monate dauern. Die ersten Teilnehmer sollen im kommenden Jahr beginnen und ausschließlich in Frankreich und den französischen Außengebieten dienen, ohne an Auslandseinsätzen teilzunehmen. Das Programm zielt darauf ab, die Streitkräfte Frankreichs angesichts zunehmender Bedrohungen durch Russland zu stärken. Eine Wiedereinführung der zuvor abgeschafften Wehrpflicht ist jedoch nicht geplant. 27.11.2025 https://www.deutschlandfunk.de/praesident-macron-stellt-neuen-freiwilligen-militaerdienst-vor-100.html

Tödliche Technologie

Der Artikel thematisiert die Gefahren der Militarisierung von künstlicher Intelligenz, insbesondere durch autonome Waffensysteme wie Kamikazedrohnen, die aktuell in Konflikten eingesetzt werden. Er verweist auf das Video „Slaughterbots” des Future of Life Institute, das die potenziellen Folgen solcher Technologien aufzeigt und zur Ächtung letaler autonomer Waffensysteme (LAWS) aufruft. Trotz internationaler Bemühungen, diese Technologien zu regulieren, zeigt Deutschland eine ambivalente Haltung und plant den Erwerb autonomer Drohnen. Dies wird als Rückschritt in der Debatte um Rüstungskontrolle gewertet. Zudem wird auf die koloniale Prägung dieser Technologien hingewiesen: Viele Daten werden in Ländern des Globalen Südens erhoben und Tests durchgeführt, was die betroffenen Bevölkerungsgruppen stark belastet. | 26.11.2025 | https://www.imi-online.de/2025/11/26/toedliche-technologie/

Friedensplan zum Kriegsplan gemacht

Der Artikel kritisiert die Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz, der Ukraine 11,5 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, während in Deutschland die Renten gekürzt werden. Es wird argumentiert, dass die Bundesregierung den Friedensplan von Donald Trump in einen Kriegsplan umgewandelt habe, indem sie die NATO-Ostexpansion fortsetze und eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine nicht mehr zur Diskussion stelle. Dies wird als Zeichen des Desinteresses an einer Konfliktbeendigung interpretiert und könnte einen Dritten Weltkrieg heraufbeschwören. Zudem stellt der Artikel die Doppelmoral der Diplomatie infrage und kritisiert die fortgesetzte militärische Unterstützung für die Ukraine. | 26.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142680

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Schulstreiks gegen Wehrpflicht: Kommen jetzt die „Fridays for Frieden“?

Für den 5. Dezember 2025 planen Schüler- und Jugendbündnisse bundesweite Schulstreiks gegen die von der schwarz-roten Koalition beschlossene Wiedereinführung der Wehrpflicht. Die Initiative wird von lokalen Bündnissen und Friedensorganisationen unterstützt. Es sind bereits zahlreiche Aktionen in verschiedenen Städten vorbereitet. Die Schüler:innen fordern das Recht auf Frieden und Selbstbestimmung und kritisieren die Militarisierung sowie die drohende Zwangseinberufung. Die Bewegung könnte auf erheblichen ideologischen Widerstand stoßen, was die Bedeutung ihres Engagements für die Zukunft unterstreicht. | 26.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142673

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Pax Americana: Trump schockt Kiew und Brüssel mit Friedensplan

Der durchgesickerte Friedensplan der Trump-Regierung deutet auf eine signifikante geopolitische Verschiebung hin, die sowohl Europa als auch das globale Sicherheitssystem betrifft. Der Plan sieht vor, dass die USA die geopolitische Karte Osteuropas nach eigenen Interessen neu zeichnen, während die EU weiter marginalisiert und Russland teilweise anerkannt wird. Die Ukraine befindet sich in einer schwierigen Lage, da sie unter Druck steht, territoriale Zugeständnisse zu machen. Dies könnte als politischer Selbstmord angesehen werden, während sie gleichzeitig die Unterstützung der USA aufrechterhalten möchte. Der Plan könnte in der Ukraine zu einer tiefen politischen Krise führen und die Suche nach einem unabhängigen europäischen Weg fördern. Die Aussicht auf einen echten Frieden bleibt jedoch weiterhin ungewiss. | 25.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142581

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Europa will von Frieden nichts wissen: „Land muss bereit sein, seine Kinder zu verlieren“ und Luftwaffe soll „Siegfähigkeit“ mitbringen

Der Artikel kritisiert die militärische Rhetorik und die Fokussierung auf Krieg in Europa. Insbesondere werden dabei Äußerungen von Militärs zur „Siegfähigkeit“ der deutschen Luftwaffe sowie die Bereitschaft Frankreichs, im Krieg Kinder zu verlieren, thematisiert. Der Autor Markus Klöckner hinterfragt die Notwendigkeit solcher Aussagen und betont, dass im Krieg niemand „gewinnt“, da das menschliche Leid im Vordergrund steht. Zudem kritisiert er die Medienberichterstattung, insbesondere die des Spiegels, da diese den Krieg und militärische Strategien statt Friedensverhandlungen thematisiert. Klöckner fordert ein Umdenken und eine Rückbesinnung auf die Lehren der Geschichte, um zukünftige Konflikte zu vermeiden. | 25.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142589

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Friedensangst

In seinem Artikel „Friedensangst“ thematisiert Jens Berger die Schwierigkeiten der deutschen politischen und medialen Eliten, die Realität des Ukrainekriegs, insbesondere die Möglichkeit einer Niederlage des Westens, zu akzeptieren. Berger kritisiert die Weigerung, einen ernsthaften Friedensprozess einzuleiten, und beschreibt die „Friedensangst” als zynische Selbsttäuschung, die aus der Angst vor der Realität resultiert. Er zieht Parallelen zur Endphase des Ersten Weltkriegs, als ähnliche Ängste und Widerstände gegen Friedensverhandlungen vorherrschten. Insgesamt wird deutlich, dass die gegenwärtige Haltung der deutschen Eliten sowohl historisch als auch moralisch problematisch ist. | 24.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142551

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Systemische Armut ist kein Zufall. | Zitat

Kinderarmut in Deutschland ist keine zufällige Nebenwirkung gesellschaftlicher Ungleichheit. Sie ist das Resultat politischer Entscheidungen, wirtschaftlicher Prioritäten und eines kulturellen Selbstverständnisses, das Wohlstand mit individueller Leistung, nicht mit gemeinsamer Verantwortung verknüpft.

~ Detlef Koch, Warum Kinderarmut kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung ist. Serie zu Kinderarmut (Teil 5), 29.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=142839

Der Artikel thematisiert Kinderarmut in Deutschland und argumentiert, dass diese nicht schicksalhaft bedingt ist, sondern auf politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Strukturen beruht. Es wird aufgezeigt, dass das Bildungssystem soziale Ungleichheiten reproduziert und Kinder aus armen Verhältnissen oft dauerhaft benachteiligt sind. Zudem kritisiert der Artikel die politische Rhetorik, die Eigenverantwortung propagiert, während sie die strukturellen Ursachen von Armut ignoriert. Abschließend wird betont, dass eine Gesellschaft, die ihre Kinder in Armut leben lässt, nicht nur ihren ökonomischen, sondern auch ihren moralischen Kompass verliert.

Die bisherigen Teile dieser Serie finden Sie

hier: »Noch bevor ein Kind atmet – Wie Armut bereits in der Schwangerschaft Spuren hinterlässt.« und

hier: »Das vererbte Risiko – Wenn Herkunft über Gesundheit entscheidet: Alltag und Schule.« und

hier: »Versorgung, Prävention und Systemfehler – Wie Armut das Gesundheitssystem spiegelt.« und

hier: »Kinderarmut und die Langzeitfolgen – Wie Armut sich in den Körper einbrennt.«.

Warum Kinderarmut kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung ist. Serie zu Kinderarmut (Teil 5)

Kinderarmut ist kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung.

Kinderarmut in Deutschland ist die Folge politischer Entscheidungen, die soziale Ungleichheit zementieren und zu gesundheitlichen sowie bildungstechnischen Nachteilen führen.

Schlüsselthemen

  • Kinderarmut ist eine Folge politischer und gesellschaftlicher Entscheidungen.
  • Frühprägung, psychosoziale Belastungen und strukturelle Barrieren beeinflussen gesundheitliche Risiken.
  • Das Bildungssystem reproduziert soziale Unterschiede, anstatt Chancengleichheit zu schaffen.
  • Kinderarmut hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Selbstbild, die Lebensentwürfe und die Gesundheit.
  • Politische Maßnahmen wie die Kindergrundsicherung sind unzureichend; das System verwaltet nur, statt zu verändern.
  • Gesundheit ist ein Menschenrecht, doch das deutsche Gesundheitswesen folgt marktwirtschaftlichen Prinzipien.

Gesellschaftliche Verantwortung und Politik

  • Deutschland besitzt einen Sozialstaat, doch die Unterstützung ist oft bürokratisch, demütigend und unzureichend.
  • Kinderarmut bleibt epidemiologisch konstant, da langfristige Investitionen fehlen.
  • Gesellschaftliche und politische Strukturen fördern die kumulative Benachteiligung und den sozialen Abstieg.
  • Die Erzählung der Leistungsgesellschaft gilt nicht für Kinder aus sozial benachteiligten Familien.
  • Armut ist mehr als Geldmangel, denn sie beeinflusst Biografien, Gesundheit und Chancen ein Leben lang.

Gesundheit und Bildung als Menschenrecht

  • Das Gesundheitssystem sollte soziale Gleichheit fördern, operiert jedoch marktwirtschaftlich.
  • Kinderarmut ist eine moralische Diagnose, die auf gesellschaftliche Versäumnisse hinweist.
  • Investitionen in Bildung, Wohnen und frühkindliche Förderung sind notwendig, sind aber politisch unpopulär.
  • Armut in der Kindheit ist kein Randproblem, sondern ein gesellschaftlicher Skandal und Maßstab für den moralischen Zustand eines Landes.
  • Der Schutz der Schwächsten ist ein Prinzip der Menschenwürde und das Fundament einer demokratischen Gesellschaft.

Fazit

Kinderarmut ist keine natürliche Gegebenheit, sondern eine politisch verursachte Ungerechtigkeit, die die Zukunft unserer Gesellschaft bedroht. Es braucht Mut und politisches Handeln, um fundamentale Veränderungen herbeizuführen.

Klimakatastrophe | weekly 202549

Heizen mit Holz: Klimakiller und Gesundheitsgefahr mit Romantikbonus

In seinem Artikel kritisiert Tino Eberl die Verwendung von Holzheizungen als umweltfreundliche Alternative und beleuchtet deren negative Auswirkungen auf das Klima und die Gesundheit. Trotz der von der Holzlobby propagierten Klimaneutralität verursacht die Verbrennung von Holz erhebliche CO₂-Emissionen. Dadurch wird der Klimawandel verschärft, da Wälder geschwächt werden und weniger CO₂ speichern können. Zudem führt die Holzverbrennung zu gesundheitlichen Risiken, da dabei Schadstoffe freigesetzt werden, die mit Atemwegserkrankungen und vorzeitigen Todesfällen in Verbindung gebracht werden. Abschließend wird darauf hingewiesen, dass die Abhängigkeit von Holz als Brennstoff langfristig zu Ressourcenknappheit und steigenden Preisen führen kann. 27.11.2025 https://www.oekologisch-unterwegs.de/energiewende/1201-heizen-mit-holz-klimakiller-und-gesundheitsgefahr-mit-romantikbonus.html

„Es ist unrealistisch, am Autosystem festzuhalten“

Tom Dubois hat mit dem „Système alternatif de mobilité“ (SAM) ein alternatives Mobilitätssystem entwickelt, das auf drei Säulen basiert: einem umfassenden öffentlichen Verkehr, einem sicheren Rad- und Fußwegenetz sowie einer Bündelung von Informationen und Ticketing. Um die Abhängigkeit vom Auto zu reduzieren, sollen 19 Prozent des Straßennetzes für Fußgänger und Radfahrer reserviert werden. Darüber hinaus sind Maßnahmen wie Fahrverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen notwendig. Dubois betont, dass das derzeitige Autosystem ökologisch, gesundheitlich und sozial untragbar ist und ein Umstieg auf das neue System nicht nur kostengünstiger, sondern auch integrativer und umweltfreundlicher wäre. Aktuell werden in mehreren Regionen Frankreichs Testversuche durchgeführt, um die Umsetzung des neuen Mobilitätssystems zu erproben. 26.11.2025 https://taz.de/Stadtforscher-Es-ist-unrealistisch-am-Autosystem-festzuhalten/!6128404/ und https://saaletal.wordpress.com/2025/11/30/es-ist-unrealistisch-am-autosystem-festzuhalten/

Liebesbriefe an die Erde

Der Artikel beschreibt den Vorschlag von Thich Nhat Hanh, einen Friedensvertrag mit der Erde abzuschließen, um den Planeten zu schützen und das individuelle Verhalten zu ändern. Er betont, dass jeder Einzelne aktiv werden sollte, anstatt auf die Regierung zu warten, da persönliche Veränderungen eine große Wirkung entfalten können. Der Vertrag umfasst alltägliche Verhaltensweisen in Bereichen wie Ernährung und Mobilität, um ein bewussteres und liebevolleres Leben zu fördern. Der Artikel ermutigt dazu, sich auf wenige Punkte zu konzentrieren und diese schrittweise zu verändern, um die notwendige Transformation einzuleiten. | 26.11.2025 | https://earthholderde.wordpress.com/2025/11/26/liebesbriefe-an-die-erde/

Aus Liebe zum Leben – Friedensvertrag mit Mutter Erde
https://earthholderde.wordpress.com/liebesbrief/
Der Artikel „Aus Liebe zum Leben – Friedensvertrag mit Mutter Erde” thematisiert die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur und plädiert für ein bewusstes Leben im Einklang mit der Erde. Inspiriert von Thich Nhat Hanh wird betont, dass individuelle Verhaltensänderungen, insbesondere in den Bereichen Ernährung, Mobilität und Konsum, entscheidend sind, um die ökologische Krise zu bewältigen. Der Text ermutigt dazu, alltägliche Gewohnheiten zu hinterfragen und sich aktiv für einen nachhaltigeren Lebensstil einzusetzen, um sowohl das eigene Wohl als auch das der Erde zu fördern. Abschließend wird hervorgehoben, dass ein kollektives Bewusstsein und Engagement notwendig sind, um die erforderlichen Veränderungen in der Gesellschaft herbeizuführen.

„Wir steuern auf drei Grad Erwärmung zu“

Der Artikel thematisiert die unzureichenden Ergebnisse des UN-Klimagipfels COP30 in Belém. Dort ist es der Staatengemeinschaft erneut nicht gelungen, Fortschritte bei der Begrenzung der Erderwärmung zu erzielen. Mojib Latif kritisiert, dass zentrale Themen wie der Ausstieg aus fossilen Energien in der Abschlusserklärung nicht behandelt wurden und die internationale Klimadiplomatie am Boden liegt. Er warnt davor, dass die Welt auf eine Erwärmung von mindestens drei Grad zusteuert, was zu extremen Wetterereignissen und einem beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels führen wird. Latif fordert eine neue Strategie, die auf einer „Allianz der Willigen” basiert, um die für den Klimaschutz notwendigen systemischen Veränderungen zu erreichen. | 24.11.2025 | https://www.klimareporter.de/klimakonferenzen/wir-steuern-auf-drei-grad-erwaermung-zu

Wie aus Fantasie Realität wurde. | Zitat

» […] Ringschaltungen von Datenbanken aller Behörden können die menschliche Person bis zur Unerträglichkeit transparent machen, mit ihrer gesamten, innerlich vielleicht bereits verarbeiteten, politischen und strafrechtlichen Vergangenheit. Nur Fantasie kann den Machtzuwachs von Amtspersonen und Politikern ermessen, der hier möglich ist. […] «

~ Aus den Archiven des Deutschlandfunks: Mit dem Computer an die Macht – Die programmierte Wunderwaffe (DLF 1971), 29.11.2025, https://www.deutschlandfunkkultur.de/mit-dem-computer-an-die-macht-die-programmierte-wunderwaffe-dlf-1971-100.html

In der Radiosendung aus dem Jahr 1971 thematisiert der Deutschlandfunk Kultur die aufkommende Macht und die potenziellen Gefahren von Computern in der Gesellschaft. Er beschreibt, wie Computer die Effizienz in verschiedenen Bereichen steigern, aber auch die Privatsphäre der Menschen gefährden, indem sie umfassende Datenbanken über individuelle Lebensgeschichten erstellen. Zudem wird die Vorstellung diskutiert, dass Computer über menschliche Intelligenz hinaus operieren und Entscheidungen treffen könnten, was sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Abschließend weist er auf die Notwendigkeit hin, ethische und rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Einfluss von Computern auf das menschliche Leben zu regulieren und Missbrauch zu verhindern.

inspiriert durch: https://healthyplanet4u.de/2025/11/29/dlf-kultur-aus-den-archiven-1971-mit-dem-computer-an-die-macht-die-programmierte-wunderwaffe/