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Es gibt Dinge, die mir nichts bedeuten und mich nicht interessieren.
Wie oft habe ich in den letzten Jahren die Begriffe „SEO” oder „SEO-Strategien” gelesen und einfach überlesen! So sehr, dass ich nicht einmal wusste, wofür SEO überhaupt steht. Nun habe ich mich schlau gemacht und verstanden, dass es um die sogenannte Suchmaschinenoptimierung geht.
Ich fühle mich nicht als Meinungsmacher, ich bin kein Meinungsmacher und ich will auch keiner sein. Deshalb muss ich auch nicht in Suchmaschinen gefunden werden. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, gefunden zu werden, weshalb ich die Indizierung meines Blogs auch zulasse. Aber Aufwand in eine Suchmaschinenoptimierung hineinzustecken? Nein, danke.
Ich verwende gerne Schlagworte und übertreibe es sicherlich mit der Verschlagwortung meiner Veröffentlichungen. Das ist jedoch keine Strategie. Die Verschlagwortung hilft mir vielmehr, die Texte sozusagen noch einmal zu redigieren.
Schreibe ich für mich und meine Leser:innen oder für Suchmaschinen?
Mit 16 lernte ich im Schreibmaschinenkurs meine erste Freundin kennen. Sie schickte ihren Bruder und seinen Freund vor, um mich zu fragen, ob ich „mit ihr gehen” möchte. Ich mochte.
Ihr Hobby war der Karneval, sie war Funkenmariechen in einer Garde. So wurde die Karnevalsgarde auch mein Hobby und blieb es acht Jahre lang. Die Freundin blieb zwei Jahre lang meine Freundin, und nach zwei weiteren Jahren wechselte sie zu einem anderen Karnevalsverein.
Kurz nach meinem Eintritt gründeten wir eine karnevalistische Tanzsportgruppe mit Garde- und Showtänzen. Über die Jahre wurden wir immer besser und unser Höhepunkt war der Gewinn der Vize-Rheinlandmeisterschaft im Showtanz. An diesem Punkt verließ uns unsere Trainerin und unsere Motivation. Ich verließ den Verein nach acht Jahren.
Mein Fazit: Es gibt nichts Ernstes als den Karneval. Ich habe nie wieder getanzt oder eine Karnevalsveranstaltung besucht. Heute ist es mir peinlich.
Mit 15 Jahren haben mich meine Eltern überredet, in ihrem weltlichen Chor mitzusingen. Volkslieder! Der damalige uralte Chorleiter wurde durch einen neuen, jungen Chorleiter ersetzt. Der nahm mich mit in seinen kirchlichen Jugendchor. Sowohl das Umfeld als auch die Musik sagten mir mehr zu, sodass ich dem Chor meiner Eltern Lebewohl sagte.
Insgesamt sang ich elf Jahre in diesem Chor. Höhepunkte waren die Aufführungen des Weihnachtsoratoriums und der Johannes-Passion von Bach. Es war eine der schönsten Zeiten meines Lebens, denn über die Proben und Auftritte hinaus unternahm eine kleine, verschworene Gemeinschaft viel gemeinsam.
Als ich meine spätere Ex-Frau kennenlernte und sie keinen Anschluss in diesem Chor fand, hörte ich mit dem Singen auf. Seitdem habe ich nie wieder gesungen.
Ich war ein Cineast und ging seit meiner Kindheit sehr oft ins Kino. Später kamen Streamingdienste hinzu.
Doch im letzten halben Jahr bereitete mir das Schauen von Filmen und das Streamen von Serien keine Freude mehr. Es langweilte mich. Ich habe in meinem Leben schon zu viel gesehen und das heutige Kino bietet mir zu wenig Neues oder Überraschendes. Ich habe meine Streamingdienste gekündigt und lese auch keine Filmkritiken mehr.
Dafür habe ich eine neue Liebe entdeckt: die Liebe zu Dokumentarfilmen und Podcasts.
Ich bin gespannt, ob ich in einem, zwei oder mehr Jahren schreiben kann: „Ich habe nie wieder einen Film gesehen oder eine Serie gestreamt.”
Täglicher Schreibanreiz
Gibt es Aktivitäten oder Hobbys, denen du im Laufe der Zeit entwachsen bist oder an denen du das Interesse verloren hast?
Are there any activities or hobbies you’ve outgrown or lost interest in over time? | Gibt es Aktivitäten oder Hobbys, denen Sie mit der Zeit entwachsen sind oder an denen Sie das Interesse verloren haben?