In dieser Podcast-Folge spricht Mario Neumann mit Dörte Behrmann.
Dörte Behrmann hat einen Hintergrund in der Kommunikation und ist in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Sie betont die Bedeutung von Neugier in ihrem Beruf.
» […] Richtig, wir sind ja auch mit allem verbunden. Also ich hab gerade neulich gehört, dass wir aus Sternenstaub bestehen und wenn Sie sich das vorstellen, also dass da oben eben die Materie genauso ist, wie wir sie im Körper haben, also das kommt ja nicht von ungefähr. So und also ich glaube fest auch Sympathie zum Beispiel, sie begegnen einem Menschen, sie kennen den überhaupt nicht, sie haben nur ’n Gefühl, ’ne Visage, also das Visuelle und und das Gefühl eben, so was wie Aura oder so ganz genau. […] «
Behrmann erzählt von ihrer Kindheit in Freiburg an der Elbe und ihrem Umzug nach Bremerhaven, wo ihr Vater die Hochschule mitaufgebaut hat. Sie reflektiert über ihre Familie und das Aussterben ihres Familiennamens.
Nach dem Abitur zog Behrmann zum Studieren nach Karlsruhe, wo sie auch eine Lehre im Hotelfach begann. Ihre Leidenschaft für Literatur führte sie schließlich zu einem Studium der Literaturwissenschaft und Geschichte. Sie hat sich mit der Darstellung von Frauen in Kriminalromanen beschäftigt.
Behrmann spricht über die Schwierigkeiten, eine feste Stelle im Verlagswesen zu finden, und die damit verbundenen emotionalen Herausforderungen.
Sie reist gerne und beschreibt ihre Erlebnisse in verschiedenen Städten, insbesondere in New York, das sie sehr schätzt. Zudem äußert sie Bedenken über die politischen Veränderungen in den USA und deren Einfluss auf die Stadt.
» […] da war die Wahlparty der Trump Anhänger, das waren Fernsehschirme aufgebaut rundum und immer wenn er was gewann, johlte die Menge und diese Menge, das war eine Mischung aus Neureich. so neureich, dass sie sämtliche Finger mit dick goldprotzenden Ringen besetzt hatten, Goldketten, Männer wie Frauen, dicke Pelzmäntel, offen, November ist durchaus mal ’ne wärmeren der Zeit in New York, also es ist nicht eiskalt unbedingt, und Menschen, die aussahen, als wenn sie grad von ihrer Farm kamen und ich hatte so ’ne Assoziation, weil die so ’ne Aggressivität ausströmten, von die haben ihr Gewehr sozusagen unter dem Mantel, unter dem grauen Mantel verborgen und sind bereit, sofort loszulegen. Und die Stimmung da war ein, jetzt sind wir dran, das war ja nach Obama und jetzt sind wir dran, ihr Pack könnt nach Hause gehen, das war auch ’n Wort tatsächlich, was sie benutzt haben und ich bin in dem Moment, hab ich das, ich hab da, das war abgeriegelt durch Polizisten und ich hab einfach nur erschrocken, neugierig, aber erschrocken da hingeguckt und das wahrgenommen und gedacht, um Gottes willen, bitte nicht.‘ Und ich bin gegangen, als die Polizisten anfingen, sich mit dieser Menge zu verbinden, als man das Gefühl hatte, da gibt es so ’ne Übereinstimmung im Denken und das hab ich nicht ausgehalten. […] «
» […] dass es für mich im Moment unvorstellbar ist, dass dieses Trump-Denken, dieses ‚Du bist anders, ich will dich nicht, geh weg, ich verhau dich, ich tu dir Böses, du willst nicht das, was ich will, du denkst nicht so, wie ich will, geh weg.‘ Das kann ich mir nicht vorstellen für diese Stadt. Für mich geht gerade die Seele der New Yorks flöten, vor allen Dingen, wenn ich dann höre und lese, dass die Anzahl der Trump Anhänger, also der Wähler auch in New York, enorm zugenommen hat. […] «
Behrmann hat eine positive Einstellung zu Freundlichkeit im Umgang miteinander und wünscht sich mehr Offenheit in zwischenmenschlichen Beziehungen.
» […] Ich bin viel auch jetzt in Berlin, weil meine Freundinnen und Freunde sind da, aber die Stadt hat sich verändert, sie ist sehr schnell und hart und ich scheu mich fast, aber ich spür auch eine gewisse Brutalität. Ja, muss ich wirklich sagen, so eine heißt konkret, Aggressivität der Menschen zueinander. […] «
Sie spricht über ihre Leidenschaft für Motorradreisen und teilt eine gefährliche Erfahrung, die sie auf einer solchen Reise gemacht hat.
Behrmann betont die Wichtigkeit von Freundschaften und zwischenmenschlichen Beziehungen und beschreibt, wie sie soziale Kontakte und Rückzug in Balance bringt.
Insgesamt vermittelt das Gespräch ein Bild von Dörte Behrmann als neugieriger, reflektierter und abenteuerlustiger Person, die sowohl berufliche als auch persönliche Herausforderungen gemeistert hat.
Aus der Podcastfolge „Beim Klima kennt sie kein Pardon“ vom –17.02.2026– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -18.02.2028-).
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