🎙 Reparaturbedarf beim Menschen? Warum der Begriff „Störung” im Autismus-Spektrum falsch ist.

In dieser Radio-Sendung mit dem Titel „Autismus und Stigma“ wird die Sprache beleuchtet, die verwendet wird, um neurodivergente Menschen, insbesondere autistische Personen, zu beschreiben. Er erläutert, wie negative Begriffe und Ausdrücke in der Gesellschaft dazu beitragen, dass autistische Menschen abgewertet werden.

Ivan Nenchev, Facharzt für Psychiatrie, und seine Kollegen haben untersucht, wie die Sprache in wissenschaftlichen Artikeln über psychische Erkrankungen wie Schizophrenie und Depression verwendet wird. Sie fanden heraus, dass negative Formulierungen oft stärker im Gedächtnis haften bleiben und die Wahrnehmung von Krankheiten prägen. Insbesondere über Schizophrenie wird negativer gesprochen als über Depressionen.

In der Sendung wird betont, dass die Begriffe „Störung“ oder „Krankheit“ für Autismus nicht angemessen sind, da Autismus keine Krankheit im klassischen Sinne ist. Stattdessen könnte man von einer „neurologischen Variation“ sprechen. Das bedeutet, dass autistische Menschen anders denken und kommunizieren, aber nicht krank sind.

Es wird auch diskutiert, dass die Sprache, die wir verwenden, unser Denken und Handeln beeinflusst. Während viele Betroffene es bevorzugen, sich als „Autisten“ zu bezeichnen, verwenden Fachleute oft die Formulierung „Person mit Autismus“. Beide Ansätze zielen darauf ab, die Identität der Betroffenen zu respektieren und Stigmatisierung zu vermeiden.

Zusammenfassend zeigt diese Radiosendung, wie wichtig die richtige Sprache ist, um das Bild von autistischen Menschen in der Gesellschaft zu verbessern und Stigmatisierung abzubauen. Es wird betont, dass sich Sprache ändern kann und sollte, um eine inklusivere und respektvollere Kommunikation zu fördern.


Podcastfolge „Autismus und Stigma – Wie Sprache neurodivergente Menschen abwertet“ vom –21.05.2026– aus dem Deutschlandfunk-Podcast „Systemfragen“.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/05/21/psychiatrische_diagnosen_wie_sprache_menschen_abwertet_dlf_20260521_2010_9af27553.mp3

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🎙 Schleichende Symptome: Woran man Parkinson frühzeitig erkennt

Der Mediziner James Parkinson (1755–1824) legte im Jahr 1817 mit seiner präzisen Beschreibung der „Schüttellähmung“ den wissenschaftlichen Grundstein für das Verständnis der nach ihm benannten, heute als Morbus Parkinson bekannten neurodegenerativen Erkrankung.

Die Krankheit entsteht durch einen Dopaminmangel im Gehirn und äußert sich zunächst durch motorische Symptome wie Steifheit sowie nicht-motorische Vorboten wie Riechstörungen oder Erschöpfung. Obwohl Parkinson bis heute nicht heilbar ist, ermöglichen frühzeitige medikamentöse Therapien und spezialisierte Behandlungen eine deutliche Linderung der Beschwerden und verzögern den Fortschritt der Symptome.

Betroffene wie Katrin Wersing zeigen durch ihr sportliches Engagement beim Tischtennis und ihren Podcast, wie wichtig ein aktiver und mutiger Umgang mit der Diagnose für die Lebensqualität ist.

Während die Forschung an neuen Antikörpertherapien arbeitet, bleibt die genaue ärztliche Beobachtung – ganz im Sinne des Pioniers Parkinson – das maßgebliche Instrument der Diagnostik.


Aus der Podcastfolge „Entdecker der „Schüttellähmung“: James Parkinson“ vom –11.04.2025– des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/ondemand/weltweit/fsk0/327/3271222/3271222_61703927.mp3

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