Werden politische und gesellschaftliche Krisen zu Katastrophen, bleibt nur noch der Rückzug ins Private.
Autor: Bernd
» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien?
Ja, es ist möglich. ... «
– Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910
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In der ersten Hälfte der 1990er Jahre wurde ich beruflich zu einer Schulung über Microsoft-Office-Produkte entsandt, die noch unter dem Betriebssystem MS-DOS liefen.
Ich war angefixt.
Als ALDI 1995 den ersten Desktop-PC verkaufte, war ich sofort dabei. Er wurde noch mit Windows 3.1/3.11 ausgeliefert, mit der Option, auf Windows 95 upzugraden.
Am 25.10.1996 veröffentlichte Manfred Dworschak in DIE ZEIT den Artikel „Homepages: Private publizieren kostenlos im WWW – Wir selbst besitzen die herrliche Macht” und ich besorgte mir sofort eine eigene Domain und bastelte mir eine eigene Website.
Seitdem „publiziere” ich. (-;
Ich bezeichne mich bis heute nicht als Blogger, da ich nur selten das Zeitgeschehen selbst kommentiere.
Meine Leidenschaft galt von Anfang an dem Teilen von Informationen, die nicht im Mainstream veröffentlicht wurden oder in ihm untergegangen sind.
Schon in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre gab es viele kritische Artikel, die sich mit dem Handeln (Tun oder Unterlassen) der Gewählten auseinandersetzten.
Erst nach 9/11 begann die Zeit, in der diese Kritiker nach und nach das Etikett „Verschwörungstheoretiker” verpasst bekamen. „Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit.“
Heute werden bereits die ersten kritischen Blogger beispielsweise von der EU und Deutschland sanktioniert und es wird versucht, ihre berufliche und finanzielle Existenz zu vernichten.
Für eine Demokratie ist Meinungsvielfalt überlebenswichtig, denn erst aus der Vielfalt unterschiedlicher Meinungen kann man sich eine eigene Meinung bilden. Es braucht einen breiten Diskursraum.
Und Bildung kommt bekanntlich nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.
Ich blogge also, um Informationen, Gedanken und Meinungen, die ich selbst beim Lesen und Hören aufgeschnappt habe und die ich für allgemein interessant halte, zu teilen.
Wenn eine innere Situation nicht bewusst gemacht wird, erscheint sie im Außen als Schicksal.
C. G. Jung, Aion – Beiträge zur Symbolik des Selbst
Es ist ein zentrales Thema seiner analytischen Psychologie sowie seiner Auseinandersetzung mit dem Unbewussten. Es drückt die Überzeugung aus, dass unbewusste Konflikte oder Aspekte der Persönlichkeit, die ignoriert oder verdrängt werden, sich in der äußeren Welt in Form von scheinbar unkontrollierbaren Ereignissen oder „Schicksalsschlägen” manifestieren.
–30.08.1980– | track: –Hymn– | artist: –Barclay James Harvest– | album: -Berlin (A Concert for the people)-
Der Song erzählt die Geschichte von Jesus Christus aus christlicher Perspektive.
Es beginnt mit einem allgemeinen spirituellen Hinweis: Um Gott zu finden, muss man Hindernisse überwinden („Valley’s deep and the mountain’s so high“). Die Zeilen „Don’t try to fly, you know, you might not come down” mahnen zur Demut – man sollte nicht versuchen, durch eigene Anstrengungen Gott gleichzukommen.
Danach erzählt der Text die biblische Geschichte von Jesus:
* Er kam vom Himmel auf die Erde, geboren von einer Jungfrau.
* Er erzählte von Gott und wurde als Erlöser angesehen.
* Für seine Botschaft wurde er getötet und gekreuzigt.
* Er ist wieder auferstanden und in den Himmel aufgefahren.
Der Song interpretiert diese Ereignisse so, dass Jesus den Menschen durch seine Auferstehung und Himmelfahrt zeigt, wie sie wahre Erfüllung finden: nicht durch eigene Überheblichkeit, sondern nur durch den Glauben an Gott. Die letzten Strophen wiederholen diese Botschaft.
In dem Artikel „Soziale Spaltung als Regierungstechnik – Disziplin für die da unten, Spielräume für die da oben” analysiert Detlef Koch die soziale Ungleichheit in Deutschland, die durch politische Entscheidungen und ideologische Rahmenbedingungen verstärkt wird.
»Deutschland betreibt eine Umverteilung von unten nach oben – gesetzlich verankert und ideologisch abgesichert. Unter Kanzler Merz, der von „Leistung“ schwadroniert, zahlen die größten Profiteure kaum Steuern, während für Panzer munter neue Kredite aufgenommen werden. Das ist kein Widerspruch, sondern Absicht: Der Arbeitsmarkt ist zum Instrument sozialer Kontrolle verkommen. Von Detlef Koch.«
»Methode 1: Reiche schonen, Arme belasten – die Schuldenbremse gehorcht dem Diktat der Macht Methode 2: Chancengleichheit proklamieren, Selektion zementieren Methode 3: Wohnraumverteilung und städtische Segregation Methode 4: Sicherheitspolitik: Kontrolle von Räumen und Gruppen Methode 5: Symbolische Macht: Sprache, Bilder und Deutungshoheit«
Im Folgenden sind die wesentlichen Punkte zusammengefasst:
Umverteilung von unten nach oben: Der Artikel argumentiert, dass in Deutschland ein systematisches Umverteilungssystem existiert, das die Reichen begünstigt und die ärmeren Schichten belastet. Dies geschieht durch eine ungerechte Steuerpolitik, bei der über 80 Prozent der Steuereinnahmen aus Löhnen und Konsum stammen, während Vermögenssteuern nur einen marginalen Beitrag leisten.
Schuldenbremse und Prioritäten: Die Schuldenbremse wird als politisches Instrument kritisiert, das nur bei sozialen Ausgaben strikt eingehalten wird, während für militärische Ausgaben wie die Bundeswehr Ausnahmen gemacht werden. Dies zeigt eine doppelte Buchführung der Regierung.
Prekarität und Arbeitsmarktregime: Die Hartz-Reformen haben ein Arbeitsmarktregime geschaffen, das Erwerbslose unter Druck setzt, jede Arbeit anzunehmen. Dies führt zu einem Anstieg unsicherer Arbeitsverhältnisse. Die Politik führt eine aggressive Rhetorik gegen Arbeitslose, während die strukturellen Ursachen von Armut ignoriert werden.
Bildungsungleichheit: Das deutsche Schulsystem zementiert soziale Ungleichheit, da der Bildungserfolg stark von der Herkunft abhängt. Kinder aus armen Familien haben deutlich geringere Chancen auf einen Bildungsabschluss als Kinder aus wohlhabenden Familien.
Wohnraumverteilung und Segregation: Der Rückzug des Staates aus dem sozialen Wohnungsbau hat zu einer Verknappung von bezahlbarem Wohnraum geführt und die soziale Segregation verstärkt. Wohlhabende leben in privilegierten Stadtteilen, während einkommensschwache Haushalte an die Stadtränder gedrängt werden.
Sicherheitspolitik und Kontrolle: Die Sicherheitspolitik wird als Mittel zur gesellschaftlichen Spaltung eingesetzt, indem bestimmte Stadtteile als gefährlich eingestuft werden, in denen dann verstärkte Kontrollen stattfinden. Dies führt zu einem Verlust des Vertrauens in staatliche Institutionen und verstärkt das Gefühl der Ausgrenzung.
Symbolische Macht: Der Artikel betont, dass Sprache und Medien die bestehende soziale Ungleichheit legitimieren. Begriffe wie „Leistungsträger” und „Eigenverantwortung” fördern ein Bild, in dem Reiche als verdiente Gewinner und Arme als selbstverschuldet in ihrer Lage dargestellt werden.
Fazit: Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass die soziale Spaltung in Deutschland durch politische Entscheidungen und gesellschaftliche Narrative verstärkt wird. Um diese Ungleichheit zu bekämpfen, ist ein radikaler Kurswechsel in der Politik notwendig, der die strukturellen Ursachen von Armut und Ungleichheit adressiert. Die Debatte über soziale Gerechtigkeit muss neu gestaltet werden, um echte Veränderungen zu ermöglichen.
Da mir kurzfristig niemand für ein Interview zur Verfügung stand, habe ich mich selbst interviewt – angelehnt an den sogenannten Marcel-Proust-Fragebogen.
Was ist für Sie das größte Unglück? Für mich ist es das größte Unglück, eine Regierung zu haben, die vorgibt, den Interessen des Staatsvolkes zu dienen, in Wirklichkeit aber den Interessen des militärisch-industriell-finanziellen Komplexes folgt.
Wo möchten Sie leben? Ich möchte an einem Ort leben, der im Mittel nicht zu heiß, nicht zu feucht und nicht zu kalt ist.
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück? Das vollkommene irdische Glück ist für mich „La petite mort” und die Augenblicke eines harmonischen Zusammenseins.
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten? Alle Fehler, die menschlich sind.
Ihre liebsten Romanhelden? Zurzeit sind das u. a. Robin Byrne in „Erstaunen” (von Richard Powers) und Ender Wiggin in „Enders Spiel” (von Orson Scott Card).
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte? In der jüngeren Geschichte ist es Willy Brandt, der mehr Demokratie wagte und mit allen Mitteln bekämpft wurde.
Was wäre für Sie das größte Unglück? Für mich wäre es das größte Unglück, wenn alles um mich herum in Schutt und Asche gelegt würde, sei es durch einen (Bürger-)Krieg oder eine Naturkatastrophe.
Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit? Das sind alle Frauen, die sich gegen jede Form des Patriarchats auflehnen.
Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung? Aktuell ist es Luise in „Was man von hier aus sehen kann” von Mariana Leky.
Ihr Lieblingsmaler? Meine Lieblingsmalerin ist Käthe Kollwitz.
Ihr Lieblingskomponist? Mein Lieblingskomponist ist Johann Sebastian Bach.
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten? Bei einem Mann schätze ich es am meisten, wenn er anderen Menschen auf Augenhöhe begegnet.
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten? Bei einer Frau schätze ich eine humorvolle (auch schwarzhumorige) Intelligenz (auch emotionale) am meisten.
Ihre Lieblingstugend? Meine Lieblingstugend ist Klugheit/Weisheit.
Ihre Lieblingsbeschäftigung? Meine Lieblingsbeschäftigung ist Musik hören.
Wer oder was hätten Sie gern sein mögen? Ich mag, wer ich bin.
Welcher ist Ihr Hauptcharakterzug? Ich bin sehr introvertiert.
Was schätzen Sie an Ihren Freund:innen am meisten? Bei meinen Freund:innen schätze ich es am meisten, wenn sie mich spiegeln.
Was ist Ihr größter Fehler? Zu impulsiv zu sein.
Was ist Ihr Traum vom Glück? Mein Traum vom Glück ist Frieden und die Abwesenheit von Aggression.
Was möchten Sie sein? Ich möchte mitfühlender sein.
Ihre Lieblingsfarbe? Meine Lieblingsfarbe ist RAL 5013.
Ihre Lieblingsblume? Meine Lieblingsblume ist der Enzian.
Ihr Lieblingsvogel? Mein Lieblingsvogel ist der Specht.
Ihr Lieblingsschriftsteller? Aktuell ist es Han Kang.
Ihr Lieblingslyriker? Mein Lieblingslyriker ist Rainer Maria Rilke.
Ihre Helden der Wirklichkeit? Aktuell sind meine Held:innen alle Menschen, die Völkermord als solchen bezeichnen und fordern, den Völkermördern in die Arme zu fallen.
Ihre Heldinnen in der Geschichte? Meine Heldin in der Geschichte ist Sophie Scholl.
Ihre Lieblingsnamen? Meine Lieblingsnamen sind Sophie und Julian.
Was verabscheuen Sie am meisten? Am meisten verabscheue ich Überheblichkeit.
Welche historischen Persönlichkeiten verabscheuen Sie am meisten? Ich verabscheue alle Steigbügelhalter widerwärtiger Diktatoren und Völkermörder.
Welche Reform bewundern Sie am meisten? Am meisten bewundere ich die lutherische Reformation.
Welche natürliche Gabe würden Sie gerne besitzen? Ich würde gerne eine musikalische Begabung besitzen.
Wie möchten Sie gern sterben? Ich möchte kurz und mit wenigen Schmerzen sterben.
Wie ist Ihre gegenwärtige Geistesverfassung? Ich bin zuversichtlich.
Hannah Arendt würde heute in Deutschland nicht für den nach ihr benannten Preis infrage kommen. |
„Hannah Arendt would not qualify for the Hannah Arendt prize in Germany today“
[-Samantha Hill, Arendt-Biografin, 18.12.2024, Guardian] | »Hill begründet das so:
„Sie würde heute in Deutschland gecancelt werden wegen ihrer politischen Position in Bezug auf Israel und ihren Ansichten zum zeitgenössischen Zionismus, gegenüber dem sie von 1942 bis zu ihrem Tod 1975 kritisch blieb.“
Hill zitiert aus einem Brief, den Arendt 1955 in Jerusalem an ihren Mann Heinrich Blücher schrieb:
„… sie behandeln die Araber, jene, die noch hier sind, auf eine Weise, dass schon dies Grund genug wäre, die ganze Welt gegen Israel aufzubringen“.
Die jüdisch-kanadische Journalistin Naomi Klein, von der taz und anderen auch schon als „antisemitisch“ bezeichnet, sagt einem Interview mit der Frankfurter Rundschau (5. Januar 2024):
„Für Hannah Arendt war es in den 1950er-Jahren normal zu sagen, dass israelische Politiker sich wie Faschisten verhalten. Wenn Masha Gessen 2023 etwas Ähnliches sagt, heben Leute den Zeigefinger und sagen: ‚Wie können Sie es wagen?‘“
Schon im Dezember 1948 hat Hannah Arendt zusammen mit Albert Einstein und anderen einen Leserbrief an die New York Times geschrieben, der scharf gegen den Besuch des späteren israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin protestiert. Begin, vorher Mitglied der terroristischen Untergrundorganisation Irgun, war damals Führer der neuen „Cherut“-Partei. Er gründete dann 1973 die Likud-Partei, der auch Benjamin Netanjahu angehört. Und Begin war mitverantwortlich für das Massaker von Deir Yasin im April 1948, einem palästinensischen Dorf, dessen Bewohner sich aus dem Palästinakrieg heraushalten wollten, von der Irgun jedoch gnadenlos niedergemetzelt wurden.
„Die Terroristen, weit entfernt davon, sich ihrer Taten zu schämen, waren stolz auf das Massaker“, schreiben Arendt, Einstein und Co. in ihrem Brief und fahren fort: Sie „machten es weithin bekannt und luden sämtliche Auslandskorrespondenten im Land ein, die Leichenberge und die allgemeine Zerstörung in Deir Yasin in Augenschein zu nehmen“. Begins Partei, so zieht der Brief ein Fazit, trage den Stempel einer „Faschistischen Partei“, ihr Ziel sei ein „Führerstaat“. Begin hat das Massaker immer für notwendig erklärt. Mut sei die politische Tugend par excellence, habe Hannah Arendt geschrieben, so Samantha Hill, „weil er verlangt, seinen Ruf und sein Leben zu riskieren, um eine politische Meinung zu äußern“«
–29.08.2014– | track: –Nichts von dir preis– | artist: –Michel van Dyke– | album: -Doppelleben-
Der Songtext beschreibt eine Person, die sehr verschlossen und zurückhaltend ist, sowohl emotional als auch in ihrem Verhalten. Der Erzähler kennt einige äußerliche Details über sie, beispielsweise ihr Aussehen, bestimmte Gewohnheiten oder Eigenheiten wie ein Muttermal, eine Narbe oder das Zähneknirschen. Doch wirklich persönliche oder tiefe Einblicke in ihr Inneres erhält er nicht. Die zentrale Aussage „Du gibst gar nichts von dir preis“ wiederholt sich wie ein Refrain und unterstreicht ihre Distanziertheit und Zurückhaltung.
Die Person vermeidet Nähe und Intimität: Zwar trägt sie gerne schwarze Kleidung im Sommer und helle im Winter, lässt sich berühren, aber selten umarmen und küsst nie in der Öffentlichkeit. Sie lebt allein, schützt ihre Privatsphäre und scheint selbst in Momenten der Schwäche, wie dem Zähneknirschen, oder nach einer gemeinsamen Nacht nicht bereit zu sein, sich zu öffnen.
Der Erzähler erinnert sich an eine besondere Nacht, in der eine kurze Annäherung stattfand, die jedoch am nächsten Morgen mit einer Entschuldigung und erneuter Distanz endete. Seitdem begegnen sie sich zwar gelegentlich, doch die Person bleibt ungebunden und unberechenbar. Der Erzähler sehnt sich nach mehr Vertrauen und Nähe und bietet sogar bedingungslose Unterstützung an, doch am Ende bleibt alles beim Alten. Die Person behält ihre Distanz und gibt „nichts von sich preis“.
Der Text endet mit einem kleinen Hoffnungsschimmer: Ein Moment der Nähe, in dem die Person den Kopf an die Schulter des Erzählers legt, könnte ein „Anfang“ sein – doch selbst das bleibt ungewiss. Insgesamt geht es um die Themen emotionale Distanz, Sehnsucht nach Nähe und die Schwierigkeit, jemanden zu erreichen, der sich bewusst verschließt.
Der Artikel behandelt die Ansichten des Politologen Johannes Varwick zur aktuellen Situation in der Ukraine und zu den für einen Frieden notwendigen Schritten. In den letzten Wochen gab es intensive diplomatische Gespräche, darunter Treffen zwischen dem US-amerikanischen Präsidenten Trump, dem russischen Präsidenten Putin und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Varwick wertet dies als Zeichen für ein mögliches Ende des Krieges, wenngleich der Weg dorthin noch unklar ist.
Varwick argumentiert, dass territoriale Veränderungen bzw. Abtretungen in der Ukraine unvermeidlich sind. Er glaubt nicht, dass die Ukraine die Krim oder den Donbass militärisch zurückgewinnen kann, und erachtet Verhandlungen als den einzigen realistischen Lösungsweg.
Er betont, dass sich die Ukraine den „schmutzigen Realitäten” des Konflikts beugen muss, auch wenn dies bedeutet, Gebietsansprüche aufzugeben. Varwick kritisiert die unrealistischen Erwartungen an eine Rückeroberung aller besetzten Gebiete durch die Ukraine.
Er diskutiert die Notwendigkeit von Sicherheitsgarantien für die Ukraine, die jedoch nicht von Russland ausgehen können, da dies die Aggressoren in die Position brächte, die Sicherheit der Angegriffenen garantieren zu müssen.
Er befürwortet die Lieferung von Waffen an die Ukraine als Teil einer politischen Lösung, um das Land für zukünftige Aggressionen zu wappnen. Gleichzeitig warnt er davor, falsche Versprechungen über militärische Unterstützung zu machen.
Varwick sieht eine mögliche Stabilisierung der Lage in der Ukraine, auch wenn er einen „gerechten Frieden” als unrealistisch erachtet. Er glaubt, dass eine Einigung, die beide Seiten berücksichtigt, langfristig zu einer Entspannung führen könnte.
Insgesamt vermittelt der Artikel Varwicks pragmatische Sichtweise auf die komplexe Situation in der Ukraine und die Herausforderungen, die mit dem Streben nach Frieden verbunden sind.
Vor dieser Frage und ihrer Beantwortung habe ich immer Angst.
Ich habe nie ein eindeutiges Gefühl. Außer, wenn ich mich unbändig freue (Glücksgefühl) oder zu Tode betrübt bin (Trauer).
Ich empfinde mein Leben wie einen beständigen Pendelschlag, wobei die Schwingungen mit den Jahren langsamer und flacher werden.
Wenn ich mich gerade zufrieden fühle, fallen mir sofort Dinge ein, die mich unzufrieden machen. Wenn ich unzufrieden bin, fallen mir hingegen die Dinge ein, die gerade gut laufen.
Ich sehe die Entwicklung der Welt realistisch – andere sagen, ich sähe sie pessimistisch – und trotzdem schaue ich zuversichtlich in die Zukunft.
Eines meiner Mottos ist, dass es immer einen Workaround gibt – und tatsächlich finde ich (fast) immer einen, nicht nur für mich, sondern auch für Ratsuchende.
Außerdem fürchte ich mich nicht vor dem Tod – schauen wir mal, wenn es soweit ist.
Wenn ich also nicht gerade depressiv verstimmt bin – vielleicht ist es auch nur Melancholie –, geht es mir gut.
Die mächtigsten Bande sind die an jene, die uns geboren haben … Es scheint kaum eine Rolle zu spielen, wie viele Jahre seitdem vergangen sind, wie viel Verrat es vielleicht gab, wie viel Elend in der Familie. Das Band, das uns verbindet, besteht fort, selbst gegen unseren Willen.