Die wichtigste Erfindung, die in meiner Lebenszeit gemacht wurde, ist …

… die Digitale Revolution.

Zur digitalen Revolution zähle ich die Erfindung des Mikroprozessors im Jahr 1971, die Erfindung des Internets und des World Wide Web (WWW) in den Jahren 1969 bzw. 1989 sowie die Erfindung des Smartphones im Jahr 2007.

Der Mikroprozessor Intel 4004 machte den Computer klein genug, um ihn auf den Schreibtisch zu stellen und später sogar in die Hosentasche zu stecken.

Tim Berners-Lee verwandelte 1989 das ursprünglich 1969 als militärisches Informationsnetzwerk gestartete Internet in das globale Informationsnetzwerk World Wide Web.

Mit dem iPhone wurden 2007 Internet, Kamera und Computer in einem Gerät vereint, das wir immer griffbereit haben.

Bevor es Mikroprozessoren gab, füllten Computer ganze Räume. Mit dem Mikroprozessor wurde Rechenleistung zu einem Werkzeug für jeden. In die Arbeits- und Privatwelt zogen beispielsweise Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation ein, die mittels einer grafischen Benutzeroberfläche intuitiv bedient werden konnten.

Das zunächst textbasierte Internet wurde zu einem visuellen und navigierbaren Raum für alle.

Seitdem ersetzen E-Mails zunehmend Briefe und Faxe. Neben dem Telefon beschleunigte dies die globale Kommunikation von Tagen auf Sekunden und reduzierte die Kommunikationskosten erheblich.

Vorausschauende Händler und Händlerinnen begannen mit dem sogenannten E-Commerce.

Die Organisation in Netzwerken ermöglichte einen bis dahin unbekannten Austausch mit Menschen auf der ganzen Welt. Wissen steht jedem jederzeit zur Verfügung. Die Meinungsvielfalt hatte eine Bühne.

WLAN machte all das mobil und jederzeit zugänglich. Prozesse, die früher Wochen dauerten, passieren heute in Millisekunden. Die Technik ermöglicht es uns, geografische, sprachliche und soziale Grenzen zu überwinden oder sie bedeutungslos zu machen.

Die Menschheit steht erst am Anfang der digitalen Revolution. Die Gesellschaften müssen ihren Herrschaften deutliche Grenzen beim Missbrauch des Digitalen setzen. Freiwillig werden die Herrschaften es nicht tun, denn die Möglichkeiten der Überwachung, Manipulation und des Datenmissbrauchs sind zu verlockend. Auch für kriminell veranlagte Menschen.

Die Menschheit muss sich mühsam eine Kompetenz fürs Digitale erarbeiten.

Die kritischsten Gefahren der digitalen Transformation in Stichpunkten:

– Einschränkung oder Verlust der Privatsphäre,

– Missbrauch der persönlichen Daten,

– Verführung durch Algorithmen, eigene Anstrengungen der Informationsbeschaffung und Meinungsbildung zu vermeiden,

– Neben der Kompetenz fürs Digitale ist eine Medienkompetenz unabdingbar, die den Einzelnen befähigt, Fake News und Deepfakes zu erkennen – dazu zählt auch die Quellenkritik und die Fähigkeit, sich mehrerer Quellen zu bedienen,

– Die schnellen und einfachen Möglichkeiten des Digitalen bergen für anfällige Menschen ein großes Suchtpotenzial bzw. können die mentale Gesundheit stark beeinträchtigen,

– Einem Jobverlust durch Automation kann der Einzelne durch räumliche und geistige Mobilität begegnen – nie war es wichtiger, ein Leben lang zu lernen,

– Viele Menschen fühlen sich durch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der digitalen Transformation abgehängt,

– Die sogenannte kritische Infrastruktur ist verletzlich und die Geschwindigkeit ihrer Härtung gegen Angriffe muss erhöht werden.

– Die Menschheit muss in der Lage sein, zu schnelle digitale Prozesse zu verlangsamen, wenn sie mit dieser Geschwindigkeit nicht Schritt halten kann.

– Die digitale Revolution verbraucht zu viele kostbare Ressourcen wie Seltene Erden, Strom und Wasser. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Erfinderinnen und Erfindern ermöglichen, Alternativen zu diesem Ressourcenverbrauch zu finden.

Kurz gesagt: Der digitalen Revolution muss eine Revolution der digitalen Mündigkeit folgen. Es kommt darauf an, was der Mensch daraus macht.

Täglicher Schreibanreiz
Die wichtigste in deiner Lebenszeit gemachte Erfindung ist …

The most important invention in your lifetime is…  |  Die wichtigste Erfindung in Ihrem Leben ist…

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Faszinosum.

Täglicher Schreibanreiz
Warum bloggst du?

Das WWW ist für mich einfach faszinierend.

In der ersten Hälfte der 1990er Jahre wurde ich beruflich zu einer Schulung über Microsoft-Office-Produkte entsandt, die noch unter dem Betriebssystem MS-DOS liefen.

Ich war angefixt.

Als ALDI 1995 den ersten Desktop-PC verkaufte, war ich sofort dabei. Er wurde noch mit Windows 3.1/3.11 ausgeliefert, mit der Option, auf Windows 95 upzugraden.

Am 25.10.1996 veröffentlichte Manfred Dworschak in DIE ZEIT den Artikel „Homepages: Private publizieren kostenlos im WWW – Wir selbst besitzen die herrliche Macht” und ich besorgte mir sofort eine eigene Domain und bastelte mir eine eigene Website.

Seitdem „publiziere” ich. (-;

Ich bezeichne mich bis heute nicht als Blogger, da ich nur selten das Zeitgeschehen selbst kommentiere.

Meine Leidenschaft galt von Anfang an dem Teilen von Informationen, die nicht im Mainstream veröffentlicht wurden oder in ihm untergegangen sind.

Schon in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre gab es viele kritische Artikel, die sich mit dem Handeln (Tun oder Unterlassen) der Gewählten auseinandersetzten.

Erst nach 9/11 begann die Zeit, in der diese Kritiker nach und nach das Etikett „Verschwörungstheoretiker” verpasst bekamen.
„Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit.“

Heute werden bereits die ersten kritischen Blogger beispielsweise von der EU und Deutschland sanktioniert und es wird versucht, ihre berufliche und finanzielle Existenz zu vernichten.

Für eine Demokratie ist Meinungsvielfalt überlebenswichtig, denn erst aus der Vielfalt unterschiedlicher Meinungen kann man sich eine eigene Meinung bilden. Es braucht einen breiten Diskursraum.

Und Bildung kommt bekanntlich nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.

Ich blogge also, um Informationen, Gedanken und Meinungen, die ich selbst beim Lesen und Hören aufgeschnappt habe und die ich für allgemein interessant halte, zu teilen.