🎙 Eigentumselite: Wissen, Macht und soziale Strukturen.

In diesem Vortrag geht es um die Forschung von Isabell Stamm zur Eigentumselite in Deutschland.

Diese umfasst Familien mit einem Vermögen von über 100 Millionen Euro. Stamm führte Interviews mit diesen Familien und analysierte deren Eigentumsstrukturen sowie das innerhalb dieser Elite weitergegebene Wissen.

Sie betont, dass die soziale Position dieser Familien nicht nur durch finanzielles, sondern auch durch kulturelles und soziales Kapital geprägt ist. Dabei spielt das Verständnis von Eigentumsbeziehungen eine zentrale Rolle.

Die Eigentumselite nutzt spezifische Strategien zur Vermögenssicherung und -vermehrung über Generationen hinweg. Dadurch entwickelt sie eine sogenannte Eigentumskompetenz, die es ihr ermöglicht, ihre sozialen Bindungen und Machtstrukturen aufrechtzuerhalten.

Der Vortrag schließt mit der Erkenntnis, dass die Eigentumselite nicht nur durch ihr Vermögen, sondern auch durch ihre Praktiken und das damit verbundene Wissen als Klasse definiert wird.


Podcastfolge „Making Class – Das Wissen schwer reicher Familien“ vom –08.01.2026– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/01/08/deutschlandfunknova_making_class_das_wissen_20260108_28ca61aa.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/making-class-das-wissen-schwer-reicher-familien

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🎙 Zwei Väter, zwei Wege, eine Liebe: Unser Abenteuer mit Pflege- und Adoptivkindern.

In dieser Podcastfolge berichtet Bastian über sein Familienleben mit seinem Ehemann Dominik und ihren zwei Töchtern.

Ein Kind wurde als Pflegekind, das zweite als Adoptivkind aufgenommen. Trotz Dominiks Multiple-Sklerose-Erkrankung entschied sich das Paar bewusst für diesen Weg. Bei der älteren Tochter begann dieser sehr kurzfristig, bei der jüngeren mündete er in einer Adoption nach einer vertraulichen Geburt.

Ein wesentlicher Aspekt ihrer Erziehung ist der offene Umgang mit der Herkunft der Kinder, inklusive kindgerechter Erklärungen zur „Bauchmama“ und Briefkontakt zur leiblichen Mutter der Pflegetochter. Bastian betont, dass beide Mädchen ungeachtet ihres rechtlichen Status mit der gleichen Liebe aufgezogen werden und sich ihr Alltag, vom Kuscheln bis zum Vorlesen, kaum von dem anderer Familien unterscheidet.

Letztlich zeigt das Gespräch, dass für das Paar vor allem Ehrlichkeit, Gesundheit und Gelassenheit die Pfeiler ihres persönlichen Familienabenteuers bilden.


Aus der Podcastfolge „Unser Familienabenteuer mit Adoptiv- und Pflegekind“ vom –30.11.2025– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://pdodswr-a.akamaihd.net/swr/video/nachtcafe/podcast/unser-familienabenteuer-mit-adoptiv-und-pflegekind.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/nachtcafe/unser-familienabenteuer-mit-adoptiv-und-pflegekind-100.html

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🎙 Eine Gefahr für die Demokratie? Warum Superreiche mehr als nur ihr Geld kontrollieren.

In ihrem Forschungsprojekt untersucht die Soziologin Nicole Burzan Reichtum als komplexes Beziehungsgeflecht innerhalb von Familien und bezieht dabei bereits Vermögen im einstelligen Millionenbereich mit ein.

Die Studie zeigt, dass Familienstrukturen und Vermögenswerte oft durch strikte, langfristige Verträge und Geheimhaltungsregeln untrennbar miteinander verwoben sind. Auffallend ist das Bestreben vieler dieser wohlhabenden Personen, sich selbst als „normal“ darzustellen, um ihren privilegierten Status zu legitimieren und soziale Unterschiede zu verschleiern.

Der Zugang zu den Befragten erwies sich dabei als äußerst schwierig, da Reichtum in Deutschland ein Tabuthema ist und ein großes Maß an Vertrauensaufbau erfordert. Abschließend wird zwischen „kleinem Reichtum“ und Superreichen unterschieden.

Letztere üben einen enormen Einfluss auf Politik und Recht aus, was als schädlich für die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt bewertet wird.


Aus dem Interview „Vermögende Familien – Warum es mehr Reichtumsforschung braucht“ der Deutschlandfunk-Kultur-Sendung „Studio 9“ vom –13.04.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/04/13/vermoegende_familien_warum_es_mehr_reichtumsforschung_drk_20260413_0740_f26ffcbe.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/vermoegende-familien-warum-es-mehr-reichtumsforschung-braucht-100.html

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Was ein Drohnenkrieg ist. | Zitat

» […] „Wenn Soldatinnen und Soldaten im Zuge des Rotationsprinzips von der Front zurückkehren, sind sie nicht mehr, wer sie einmal waren:

Dieser Krieg ist ein Krieg der Drohnen mit ihrem durchdringenden Geräusch. Vor ihnen kann man sich nicht schützen.

Sie trennen die Gliedmaßen eines Soldaten ab, Arme, Beine oder beides. Das ist etwas ganz anderes als eine Schussverletzung.

Verletzte können wegen der Drohnen nicht geborgen werden. Der mentale Stress der Soldaten ist in diesem Krieg immens.

Wenn sie nach Hause kommen, wollen sie oft sofort wieder zurück an die Front. Sie ertragen die Stille nicht mehr.

Sie wollen zu ihren Kameraden und ihnen beistehen.

In den Familien entlädt sich ihre enorme Anspannung mitunter in familiärer Gewalt.

All das muss man erst einmal wissen, um dann Wege zu finden, damit umzugehen.“ […] «

~ Robert van Voren, Menschenrechtsaktivist und Gründungsvater einer Reihe von psychologischen Diensten in der Ukraine, Die Psyche in Zeiten des Krieges, 09.12.2025, Psychologie Heute, https://www.psychologie-heute.de/gesundheit/artikel-detailansicht/44610-die-psyche-in-zeiten-des-krieges.html

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Zwischen Überleben und Symbolpolitik | Zitat

» […] Wer ständig am Limit lebt, kann keine langfristigen Gesundheitsentscheidungen treffen. Die Rede von der Eigenverantwortung in der Prävention ist deshalb nichts anderes als ein Verschieben der Schuld: vom System auf das Individuum. […]

Leistungen wie Bürgergeld, Kindergeld oder Bildungs- und das Teilhabepaket sichern das physische Überleben, nicht aber gesellschaftliche Teilhabe. Die Verfahren sind bürokratisch, kompliziert und demütigend. Soziale Hilfe mutiert zum Gnadenakt, obwohl es ein Recht sein sollte. Die „Kindergrundsicherung“ […] bleibt Symbolpolitik. […]

Währenddessen steigen die Lebenshaltungskosten, und Familien am unteren Rand leben weiter im Modus des Improvisierens. […] «

~ Detlef Koch, Warum Kinderarmut kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung ist. Serie zu Kinderarmut (Teil 5), 29.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=142839

Der Artikel thematisiert Kinderarmut in Deutschland und argumentiert, dass diese nicht schicksalhaft bedingt ist, sondern auf politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Strukturen beruht. Es wird aufgezeigt, dass das Bildungssystem soziale Ungleichheiten reproduziert und Kinder aus armen Verhältnissen oft dauerhaft benachteiligt sind. Zudem kritisiert der Artikel die politische Rhetorik, die Eigenverantwortung propagiert, während sie die strukturellen Ursachen von Armut ignoriert. Abschließend wird betont, dass eine Gesellschaft, die ihre Kinder in Armut leben lässt, nicht nur ihren ökonomischen, sondern auch ihren moralischen Kompass verliert.

Die bisherigen Teile dieser Serie finden Sie

hier: »Noch bevor ein Kind atmet – Wie Armut bereits in der Schwangerschaft Spuren hinterlässt.« und

hier: »Das vererbte Risiko – Wenn Herkunft über Gesundheit entscheidet: Alltag und Schule.« und

hier: »Versorgung, Prävention und Systemfehler – Wie Armut das Gesundheitssystem spiegelt.« und

hier: »Kinderarmut und die Langzeitfolgen – Wie Armut sich in den Körper einbrennt.«.

Warum Kinderarmut kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung ist. Serie zu Kinderarmut (Teil 5)

Kinderarmut ist kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung.

Kinderarmut in Deutschland ist die Folge politischer Entscheidungen, die soziale Ungleichheit zementieren und zu gesundheitlichen sowie bildungstechnischen Nachteilen führen.

Schlüsselthemen

  • Kinderarmut ist eine Folge politischer und gesellschaftlicher Entscheidungen.
  • Frühprägung, psychosoziale Belastungen und strukturelle Barrieren beeinflussen gesundheitliche Risiken.
  • Das Bildungssystem reproduziert soziale Unterschiede, anstatt Chancengleichheit zu schaffen.
  • Kinderarmut hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Selbstbild, die Lebensentwürfe und die Gesundheit.
  • Politische Maßnahmen wie die Kindergrundsicherung sind unzureichend; das System verwaltet nur, statt zu verändern.
  • Gesundheit ist ein Menschenrecht, doch das deutsche Gesundheitswesen folgt marktwirtschaftlichen Prinzipien.

Gesellschaftliche Verantwortung und Politik

  • Deutschland besitzt einen Sozialstaat, doch die Unterstützung ist oft bürokratisch, demütigend und unzureichend.
  • Kinderarmut bleibt epidemiologisch konstant, da langfristige Investitionen fehlen.
  • Gesellschaftliche und politische Strukturen fördern die kumulative Benachteiligung und den sozialen Abstieg.
  • Die Erzählung der Leistungsgesellschaft gilt nicht für Kinder aus sozial benachteiligten Familien.
  • Armut ist mehr als Geldmangel, denn sie beeinflusst Biografien, Gesundheit und Chancen ein Leben lang.

Gesundheit und Bildung als Menschenrecht

  • Das Gesundheitssystem sollte soziale Gleichheit fördern, operiert jedoch marktwirtschaftlich.
  • Kinderarmut ist eine moralische Diagnose, die auf gesellschaftliche Versäumnisse hinweist.
  • Investitionen in Bildung, Wohnen und frühkindliche Förderung sind notwendig, sind aber politisch unpopulär.
  • Armut in der Kindheit ist kein Randproblem, sondern ein gesellschaftlicher Skandal und Maßstab für den moralischen Zustand eines Landes.
  • Der Schutz der Schwächsten ist ein Prinzip der Menschenwürde und das Fundament einer demokratischen Gesellschaft.

Fazit

Kinderarmut ist keine natürliche Gegebenheit, sondern eine politisch verursachte Ungerechtigkeit, die die Zukunft unserer Gesellschaft bedroht. Es braucht Mut und politisches Handeln, um fundamentale Veränderungen herbeizuführen.