📰 Sicherheit durch Strafrecht? Warum neue Paragrafen keine Polizisten ersetzen können.

In seiner Kolumne beschäftigt sich Heinrich Schmitz mit der häufigen politischen Reaktion auf Verbrechen, bei der sofort nach strengeren Gesetzen gerufen wird. Schmitz argumentiert, dass mehr und härtere Strafgesetze nicht automatisch zu mehr Sicherheit führen. In Deutschland gibt es bereits viele Gesetze, die schwere Verbrechen bestrafen. Das hilft jedoch nicht, wenn Polizei und andere Sicherheitsbehörden nicht effizient arbeiten.

Schmitz erklärt, dass Politiker oft neue Gesetze vorschlagen, um den Anschein zu erwecken, dass sie aktiv gegen Kriminalität vorgehen, ohne zu erklären, welches Problem diese neuen Gesetze lösen sollen. Schmitz betont, dass sich Straftäter nicht an Gesetze halten und die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, für sie wichtiger ist als die Höhe der Strafe.

Schmitz warnt zudem davor, das Strafrecht als Mittel zur Gefahrenabwehr zu missbrauchen. Anstatt neue Gesetze zu schaffen, sollte sich die Politik darauf konzentrieren, bestehende Gesetze besser umzusetzen und die Sicherheitsbehörden zu stärken. Schließlich macht er deutlich, dass mehr Gesetze nicht automatisch mehr Sicherheit bedeuten und eine gute Sicherheitsarchitektur auf funktionierenden Behörden und nicht nur auf neuen Paragrafen basiert.

thecolumnists.org | -Mehr Strafrecht, mehr Sicherheit- | von Heinrich Schmitz | am -29.08.2026- | hier: https://thecolumnists.org/2026/08/29/mehr-strafrecht-mehr-sicherheit/

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🎙 Warum die WHO beim Thema Alkohol Alarm schlägt.

Das Interview behandelt die gesundheitlichen Vorteile von Abstinenz bzw. einer Reduzierung des Alkoholkonsums. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagt, dass es keine unbedenkliche Menge Alkohol gibt und der Verzicht auf Alkohol die beste Möglichkeit ist, Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

Professor Falk Kiefer erklärt, dass Alkohol viele Teile des Körpers schädigt, darunter Gehirn, Herz und Immunsystem. Wenn Menschen weniger Alkohol trinken, können sie einige positive Effekte bemerken: Sie schlafen besser, denken klarer und das Risiko für psychische Erkrankungen sinkt. Langfristig kann auch das Risiko für Demenz sinken.

Die Leber, die für den Abbau von Alkohol zuständig ist, kann sich erholen, wenn man weniger trinkt. Eine Fettleber kann sich zurückbilden, fortgeschrittene Schäden wie Narbenbildung sind jedoch irreversibel.

Alkohol erhöht außerdem das Risiko für verschiedene Krebsarten. Weniger Alkohol zu trinken kann helfen, dieses Risiko zu senken. Insgesamt zeigt der Artikel, dass jede Reduktion des Alkoholkonsums gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.


Aus dem Interview „Alkohol: Welche Gesundheitsprobleme lassen sich durch Abstinenz bessern?“ der Deutschlandfunk-Sendung „Sprechstunde“ vom –30.06.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/06/30/alkohol_welche_gesundheitsprobleme_lassen_sich_durch_dlf_20260630_1041_d13360ba.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/alkohol-welche-gesundheitsprobleme-lassen-sich-durch-abstinenz-bessern-100.html

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🎙 Kochende Emotionen: Warum extreme Temperaturen unsere Psyche belasten.

Längere Hitzeperioden führen oft zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.

Da wir nachts schlechter schlafen, sind wir tagsüber reizbarer. Das kann zu mehr Konflikten im Alltag führen, beispielsweise zu aggressiverem Verhalten im Straßenverkehr oder zu mehr Fouls beim Sport.

Wenn es sehr heiß ist, suchen deutlich mehr Menschen psychiatrische Notaufnahmen auf. Hitze kann bestehende psychische Erkrankungen verschlimmern und auch neue auslösen.

Die genauen Ursachen werden noch erforscht. Es wird jedoch vermutet, dass Hitze starken Stress bedeutet, leichte Entzündungen im Gehirn auslöst und die schützende Blut-Hirn-Schranke schwächt, sodass Giftstoffe leichter ins Gehirn gelangen.

Neben den klassischen Tipps, wie viel zu trinken und Schatten zu suchen, ist der Aufenthalt in der Natur besonders wichtig. Zeit im Grünen oder im Wald kühlt nicht nur den Körper, sondern stärkt auch die Psyche nachweislich.

Es hilft, sich in kühleren Zeiten eine innere Widerstandsfähigkeit (Resilienz) gegen Stress aufzubauen. Das gelingt am besten durch regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und gute soziale Kontakte.


Aus dem Interview „Wie wirkt sich Hitze auf die Psyche aus? Interview Sebastian Karl“ der Deutschlandfunk-Sendung „Sprechstunde“ vom –23.06.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/06/23/wie_wirkt_sich_hitze_auf_die_psyche_aus_interview_sebastian_dlf_20260623_1036_f6f89795.mp3

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Der kommt von innen, ganz tief innen:

Männlichkeitswahn.


In ihrem Artikel „Gekränkte Männer“ behandelt Alice Schwarzer die tragischen Ereignisse in Stade, bei denen ein Vater während eines Sorgerechtsgesprächs sechs Menschen erschoss. Der Täter, ein 45-jähriger türkischer Staatsbürger aus Hannover, hatte eine Vorgeschichte mit Bedrohungsdelikten. Der Vorfall wird im Artikel in den Kontext einer wachsenden Gewaltbereitschaft von Männern gesetzt, die aus gekränkter Ehre oder sozialen Problemen resultiert.

Diesmal müsste es eine echte gesellschaftliche Zeitenwende sein. Ein Wertewandel zu einer anderen Zeit. Eine Zeit, in der zum Beispiel keine epidemische, allgegenwärtige Pornographie den Zusammenhang zwischen sexueller Gewalt und erotischem Begehren propagiert. Eine Zeit, in der das Demonstrieren karikaturaler „Männlichkeit“ – Muskeln, Breitbeinigkeit, Gewalt – nicht cool, sondern lächerlich ist. Eine Zeit, in der „Weiblichkeit“ nicht gleichgesetzt wird mit aufgeblasenen Gummipuppen-Lippen und gesundheitsgefährdenden, obszönen Silikonbusen. Eine Zeit, in der Mitgefühl angesagt ist und „Opfer“ kein höhnisches Schimpfwort, sondern ein Hilferuf ist.

Schwarzer argumentiert, dass diese Gewalttaten kein Einzelfall sind, sondern Teil eines größeren gesellschaftlichen Problems, das mit Männlichkeitswahn und patriarchalen Strukturen verknüpft ist. Schwarzer hebt hervor, dass Männer ihre Aggressionen oft nach außen richten, während Frauen dazu tendieren, sie gegen sich selbst zu richten. Der Artikel verweist auf mehrere ähnliche Gewalttaten in Deutschland der letzten Jahre und kritisiert die gesellschaftlichen und politischen Reaktionen darauf.

Für so eine Zeit dürfen nicht noch mehr Milliarden in die Hardware fließen, sondern müssten „Sondervermögen“ für die Software her. Der Wertewandel muss gefördert werden. Zum Beispiel durch ein Handyverbot für Kinder und rechtsstaatliche Kontrollen des Internets; durch ausreichend LehrerInnen, die sich mit den Kindern beschäftigen, statt sie nur zu verwalten; durch genug Krippen- und Kindergartenplätze sowie Ganztagsschulen; durch das Vorbild von Müttern, die selbstverständlich berufstätig sein können, ohne deswegen als „Rabenmütter“ zu gelten; durch das Vorbild von Vätern, die nicht missbrauchen, sondern bemuttern; durch humane Lebensbedingungen und Respekt für Alte; durch Eindämmung der Macht des Kapitals und mehr soziale Gerechtigkeit. Undsoweiterundsofort.

Schwarzer fordert einen grundlegenden Wertewandel in der Gesellschaft, um die Ursachen dieser Gewalt zu bekämpfen. Sie plädiert für eine Zeit, in der Mitgefühl und soziale Gerechtigkeit an erster Stelle stehen und in die entsprechend investiert wird, anstatt in Sicherheit und Überwachung. Der Artikel schließt mit der Aufforderung, in Menschen und ihre sozialen Rahmenbedingungen zu investieren, um eine nachhaltige Veränderung zu erreichen.

Statt dem (Wahl)Volk unrealistischen Unsinn vorzugaukeln, gilt es, endlich in Menschen zu investieren.


Aus „Alice Schwarzer schreibt“ „Stade: Gekränkte Männer“ vom –3. Januar 2025 / aktualisiert: 30. Juni 2026– „EMMA„.


Artikel in neuem Tab lesen: https://www.emma.de/artikel/gekraenkte-maenner-341525

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