🎙 Falsche Entschuldigungen und ihre Auswirkungen.

In der Podcastfolge „Entschuldigen oder rechtfertigen? Warum wir uns oft falsch entschuldigen“ von Lukas Klaschinski und Stefanie Stahl diskutiert das Thema Entschuldigung und die damit verbundenen Herausforderungen. Die beiden Psychologen sprechen darüber, wie wichtig eine aufrichtige Entschuldigung ist und welche psychologischen Faktoren dabei eine Rolle spielen.


Podcastfolge „Entschuldigen oder rechtfertigen? Warum wir uns oft falsch entschuldigen“ vom 26.11.2025 aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


Sie erklären, dass viele Menschen Schwierigkeiten damit haben, sich zu entschuldigen, da sie Angst vor Scham oder Ablehnung haben. Eine Entschuldigung, die mit Ausreden oder Rechtfertigungen verbunden ist, wird oft nicht ernst genommen. Eine echte Entschuldigung sollte daher aus drei Teilen bestehen: der Übernahme von Verantwortung, dem Ausdruck von Bedauern und der Bitte um Verzeihung.

Stahl und Klaschinski betonen, dass eine aufrichtige Entschuldigung nicht nur dem anderen, sondern auch dem Entschuldigenden hilft, da sie Schuldgefühle abbaut und das Selbstwertgefühl stärkt. Zudem diskutieren sie, wie Entschuldigungen in zwischenmenschlichen Beziehungen Vertrauen aufbauen und Konflikte lösen können.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Entschuldigungen auch gesellschaftliche Konflikte entschärfen können, beispielsweise in politischen Auseinandersetzungen. Die Psychologen schließen mit der Idee, dass das Verständnis für die Schwierigkeiten anderer, sich zu entschuldigen, die eigene Reaktion auf solche Situationen verbessern kann.

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Verantwortung. Entschuldigung. Vergebung. Versöhnung.

Der Artikel behandelt das Buch „Die fehlenden Worte” von Thomas Bohnenberger. Darin setzt sich der Autor mit der Verantwortung und den Entschuldigungen der Verantwortlichen während der Corona-Pandemie auseinander. Der Rezensent Martin Beck thematisiert die aus seiner Sicht unzureichenden Entschuldigungen von Politikern wie Jens Spahn und Angela Merkel. Bohnenberger ist der Meinung, dass sie nicht die richtigen Worte finden, um sich für die ergriffenen Maßnahmen zu entschuldigen.

»In seinem neuen Buch „Die fehlenden Worte“ bietet Thomas Bohnenberger (wenn auch fiktiv) genau das an, worauf viele Betroffenen der Corona-Maßnahmen immer noch vergeblich warten – eine ernst gemeinte Entschuldigung der Verantwortlichen. Eine Rezension von Martin Beck.«

Ein zentrales Argument des Buches ist die Sehnsucht nach Versöhnung sowie die Notwendigkeit, vergangene Fehler aufzuarbeiten. Bohnenberger kritisiert die unklare Kommunikation und die fehlende Einsicht der Verantwortlichen, die oft mehr Rechtfertigungen als echte Entschuldigungen anbieten. Auch die Rolle der Medien und Wissenschaftler wird beleuchtet, wobei viele Akteure um Selbstkritik gebeten werden.

Das Buch enthält 52 fiktive Entschuldigungen verschiedener Entscheidungsträger, die sich mit ihren Handlungen während der Pandemie auseinandersetzen. Diese Entschuldigungen sind strukturiert und reflektieren die Auswirkungen der Maßnahmen auf die Gesellschaft.

Schließlich wird die Frage aufgeworfen, ob die Demokratie aus den Fehlern der Pandemie gelernt hat oder ob die unkritische Ehrung der Verantwortlichen Zweifel an ihrer Stärke aufwirft. Der Artikel schließt mit der Hoffnung auf einen gesellschaftlichen Dialog und die Bereitschaft zur Versöhnung, statt sich in Spaltung und Vorwürfen zu verlieren.

30.08.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=138176
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