🎙 „Business as usual“ oder echte Bedrohung? Wie müssen wir auf den Rechtsruck im Silicon Valley reagieren?

In seinem Vortrag „Digital-Oligarchie – Der Rechtsruck der Big-Tech-Bosse“ thematisiert Christopher Coenen die wachsende Macht und den Einfluss großer Tech-Oligarchen wie Elon Musk und Peter Thiel auf Gesellschaft und Demokratie. Coenen, Politikwissenschaftler am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, kritisiert diese Akteure als „ultra-egozentrische, größenwahnsinnige Männer“, die sich auf eine Art „offene Verschwörung“ zur globalen Machtübernahme begeben.

Im Folgenden sind die Hauptpunkte des Vortrags zusammengefasst:

Kritik an Tech-Oligarchen: Coenen sieht die Führungspersönlichkeiten der großen US-Tech-Unternehmen als Bedrohung für die liberale Demokratie, da sie seiner Meinung nach gefährliche und faschistische ideologische Konzepte propagieren.

Transhumanismus: Der Vortrag diskutiert auch die Ideologie des Transhumanismus, die ursprünglich aus progressiven Bewegungen stammt, jedoch von rechten Oligarchen vereinnahmt wird. Coenen weist darauf hin, dass diese Ideologien von Menschen propagiert werden, die mit der US-Regierung sympathisieren und demokratische Werte untergraben.

Angriff auf die Wahrheit: Coenen beschreibt die gegenwärtige politische Situation in den USA als einen „Angriff auf die Wahrheit”, der durch Lügen und Desinformation geprägt ist – insbesondere unter der Trump-Administration.

Ideologische Einflussnahme: Coenen warnt, dass die Tech-Oligarchen zunehmend ideologische Konzepte entwickeln, die sich auf dunkle Aspekte der europäischen Geistesgeschichte stützen und die Demokratie gefährden.

Gesellschaftliche Reaktionen: Der Vortrag thematisiert auch die gesellschaftliche Reaktion auf diese Entwicklungen, insbesondere das wachsende Misstrauen und die Spaltung innerhalb der Bevölkerung. Coenen betont dabei die Notwendigkeit einer kritischen Reflexion über die Geschichte und die gegenwärtigen politischen Herausforderungen.

Zukunft der Demokratie: Coenen stellt die Frage, ob die Gesellschaft bereit ist, die Demokratie und Freiheit gegen die Angriffe der Oligarchen zu verteidigen oder ob sie diese Entwicklungen als „Business as usual“ hinnehmen wird.

Insgesamt plädiert Coenen für eine kritische Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen politischen und ideologischen Strömungen, um die demokratischen Werte und die Zukunft der Gesellschaft zu schützen.


Podcastfolge „Digital-Oligarchie – Der Rechtsruck der Big-Tech-Bosse“ vom –27.02.2026– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/02/27/deutschlandfunknova_digital_oligarchie_der_20260227_91e98a4c.mp3

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Merz will im US-Angriffskrieg gegen Venezuela nichts Verurteilenswertes erkennen, zeigt sich zufrieden mit der Verschleppung von Maduro

Der Artikel beschreibt die militärischen Aggressionen der USA gegen Venezuela, zu denen auch die Bombardierung von Booten und die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gehören. Kritisiert wird, dass die US-Regierung unter Donald Trump völkerrechtswidrig handelt, indem sie venezolanische Erdöltanker kapert und das Land militärisch „quarantänisiert“. Internationale Reaktionen, insbesondere von der Afrikanischen Union und aus Ghana, verurteilen diese Aktionen als koloniale Ambitionen und fordern eine sofortige Deeskalation. Die deutsche Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich hingegen neutral und kritisiert lediglich die venezolanische Regierung, ohne die völkerrechtswidrigen Handlungen der USA zu benennen.

»BERLIN/WASHINGTON/CARACAS (Eigener Bericht) – Mit einer ideologischen Bankrotterklärung startet die Bundesregierung ins neue Jahr. Bundeskanzler Friedrich Merz, der seit je weltweit darauf dringt, Sanktionen gegen Russland wegen dessen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu verhängen, will im Angriffskrieg der USA gegen Venezuela und in der Verschleppung von dessen gewähltem Präsidenten nichts Verurteilenswertes erkennen. Die „rechtliche Einordnung“ des US-Überfalls, behauptet Merz, sei „komplex“. Damit verliert die Bundesregierung, die ohnehin wegen ihrer doppelten Standards international kritisiert wird, weltweit noch mehr an Glaubwürdigkeit und isoliert sich gegenüber den Staaten des Globalen Südens ein weiteres Stück. Aus afrikanischen Ländern zum Beispiel sind – sachlich korrekt – äußerst kritische Stellungnahmen zu dem völkerrechtswidrigen US-Überfall auf Venezuela zu hören. So erklärt etwa das Außenministerium Ghanas, die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die USA würden Venezuela bis auf weiteres „regieren“, erinnere „an die koloniale und imperalistische Ära“; „derlei koloniale Ambitionen“ sollten heute „keinen Platz mehr haben“. Berlin hingegen schlägt sich umstandslos auf die Seite Washingtons.«, 05.01.2026, https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10248

Zwischen September und Dezember 2025 haben die USA vor der Küste Venezuelas mindestens 35 Boote bombardiert, wobei 115 Menschen getötet wurden. Für die Vorwürfe gegen die Opfer gab es keine rechtlichen Beweise.

Die US-Regierung hat unter dem Vorwand, US-Sanktionen zu überwachen, Erdöltanker illegal kapert, was eine Verletzung des internationalen Rechts darstellt.

Ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg der USA auf Venezuela hat mindestens 40 Menschenleben gefordert und die Trump-Administration legitimiert die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.

Trump kündigte an, die USA würden Venezuela „regieren“ und drohte mit einer weiteren Angriffswelle, falls seine Bedingungen nicht erfüllt würden.

Die US-Außenpolitik richtet sich nun auch gegen andere lateinamerikanische Staaten wie Kuba, Kolumbien und Mexiko, was eine Eskalation der militärischen Aggression bedeutet.

Die Afrikanische Union und Ghana verurteilten die US-Intervention scharf und forderten die Rückkehr zur politischen Unabhängigkeit Venezuelas.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich neutral zur US-Intervention und kritisierte lediglich die venezolanische Regierung, ohne die rechtlichen Aspekte des US-Einsatzes klar zu benennen.

Die Reaktionen aus Europa zeigen eine allgemeine Billigung der US-Gewaltpolitik, während sich Länder mit kolonialer Vergangenheit wie Ghana offen dagegen aussprechen.

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