»Die Pornofizierung der Gesellschaft. In einer Zeit, in der Sexualität allgegenwärtig ist, hat sich die Beziehung zum eigenen Körper, zur Lust und zum Gegenüber verändert. Die Schwelle zur Erregung steigt – während die Fähigkeit zur echten, emotional verankerten Nähe sinkt. Sexualität wird in diesem Kontext oft entkoppelt von Beziehung, Vertrauen und Intimität. Das Gegenüber wird nicht mehr als Mensch mit eigenem Erleben wahrgenommen, sondern zum Objekt einer inszenierten Bedürfnisbefriedigung. Die Folge: Die eigene Sexualität verarmt.«
~ M. H., Psychotherapeutin
EMMA Nr. 5 (382), Seite 96, Leserinnenbrief zum Artikel „Sex: Frust oder Lust? – 50 Jahre kleiner Unterschied (4/25)“
Aufgrund der Vielzahl an Chemikalien, die in Kunststoffen enthalten sind, ist das Recycling von Plastik äußerst ineffizient. Um die Umwelt zu schützen, ist es daher dringend notwendig, die globale Plastikproduktion drastisch zu reduzieren.
In seinem Artikel „Der Recycling-Mythos” thematisiert Robert Gabel die Herausforderungen des Plastikrecyclings. Nur etwa 9 % des weltweit anfallenden Plastikmülls werden recycelt, was unter anderem an der Vielzahl der in Plastik enthaltenen Chemikalien liegt. Eine effektive Lösung wäre es, Plastik in seine Grundstoffe zurückzuführen. Dies ist jedoch aufgrund der vielen Zusatzstoffe nahezu unmöglich. Der Autor fordert eine drastische Reduktion der Plastikproduktion und weist darauf hin, dass die aktuelle Recyclingpraxis ineffizient ist und die Gefahren von Mikro- und Nanoplastik für Mensch und Tier nicht ignoriert werden dürfen.
»Der Recycling-Mythos | Recyceln klingt erst einmal nach einer guten Lösung, um das weltweit produzierte Plastik wieder in den Produktionskreislauf zurückzuführen. Aber ganz so einfach ist das nicht!
Eine vegane Welt hätte zahlreiche positive Auswirkungen: Sie würde das Leid von Tieren beenden, die Gesundheit der Menschen verbessern, die Umwelt entlasten, den Klimawandel bekämpfen, den Welthunger reduzieren und eine gerechtere sowie friedvollere Gesellschaft fördern.
In dem Artikel zum Weltvegantag 2025 wird argumentiert, dass eine vegane Welt das Tierleid drastisch reduzieren und die Gesundheit der Menschen verbessern würde, da das Risiko für verschiedene Krankheiten sinkt. Zudem wird betont, dass eine pflanzliche Ernährung positive Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima hätte: Landwirtschaftliche Flächen würden freigemacht und Treibhausgasemissionen würden erheblich gesenkt. Abschließend wird die Idee einer gerechteren und friedlicheren Gesellschaft propagiert, in der sowohl Tiere als auch Menschen von Ausbeutung befreit wären.
Weniger Tierleid Tiere müssten nicht mehr massenhaft leiden und grausam in Schlachthöfen sterben. Jedes Jahr werden weltweit rund 80 Milliarden Landtiere für den menschlichen Konsum getötet – Meerestiere nicht mitgezählt. Eine vegane Welt wäre eine Welt ohne systematische Tierausbeutung.
Menschen wären gesünder Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um ca. 25–30 %, für Typ-2-Diabetes um bis zu 50 % und für bestimmte Krebsarten (z. B. Darmkrebs) deutlich senken. Studien belegen: Je pflanzlicher die Ernährung, desto geringer das Krankheitsrisiko.
Die Umwelt würde sich erholen Etwa 75 % der landwirtschaftlichen Flächen werden weltweit für Tierhaltung genutzt (Weideland + Futteranbau), liefern aber nur 18 % der Kalorien und 37 % des Proteins für die Menschen. Güllefluten und endlose Monokulturen belasten die Umwelt. Eine pflanzliche Ernährung würde enorme Flächen frei machen – für Wälder, Artenvielfalt und Renaturierung.
Das Klima könnte aufatmen Die „Viehwirtschaft“ verursacht rund 14,5 % der globalen Treibhausgasemissionen, was mehr als der gesamte Verkehrssektor ist (Autos, Flugzeuge, Schiffe und Züge zusammen). Eine vegane Ernährung könnte diese Emissionen um bis zu 70–75 % senken.
Der Welthunger würde abnehmen Etwa 80 % der weltweiten Sojaernte und über ein Drittel aller Getreidepflanzen werden heute an Tiere verfüttert. Wenn essbare Pflanzen direkt den Menschen zugutekämen, könnten bis zu 50 % mehr Kalorien bereitgestellt werden – genug, um viele Hungernde zu ernähren.
Wasser würde geschont Für 1 kg Rindfleisch werden im globalen Durchschnitt 13 000–15 000 Liter Wasser benötigt (dies schließt grünes, blaues und graues Wasser ein). – Im Vergleich dazu braucht 1 kg Linsen nur etwa 1 250 Liter. Weniger Tierhaltung bedeutet: mehr sauberes Wasser für alle.
Die Natur könnte sich erholen Durch Wiederbewaldung freiwerdender Weide- und Futterflächen ließen sich bis zu 547 Milliarden Tonnen CO₂ binden – das entspricht etwa 10 bis 15 Jahren der aktuellen globalen, energiebedingten CO₂-Emissionen. Diese Maßnahme gilt als eine der effektivsten Lösungen im Kampf gegen die Klimakrise.
Eine gerechtere Welt In einer veganen Zukunft müssten Tiere nicht mehr für menschliche Zwecke leiden – und auch die rund 80 Millionen Menschen, die heute in Schlachthöfen und Tierfabriken arbeiten, wären frei von diesem Kreislauf der Gewalt. Sogenannte „Tierwohllabels“, die in Wahrheit nicht Tiere schützen, sondern Verbraucher:innen täuschen, wären überflüssig, und niemand müsste sich mehr selbst belügen oder sein schlechtes Gewissen verdrängen.
In dem Moment (…), da der Mensch, im Anfang des Zeitalters der Maschinen und der Masse, beginnt, aus einem Subjekt zum Objekt zu werden, aus einem handwerklich schöpferischen Individuum zu einem Diener, ja Sklaven der Maschine – in diesem Moment der Verluste, da droht, dass der Mensch sich selber verliert.
~ Jean Gebser, Philosoph, Schriftsteller und Sprachwissenschaftler, 1949, „Ursprung und Gegenwart” [Quelle: Gemini, nicht überprüft – alternativ: Gebser, Jean: Einbruch der Zeit. Novalis Verlag. Köln 1995.]
Gebser entwickelte eine Kulturphilosophie, die verschiedene Bewusstseinsstrukturen in der Geschichte der Menschheit beschreibt. Das von Zitat ist Teil seiner Kritik an der modernen Technisierung und der damit einhergehenden Entfremdung des Menschen.
Gebser setzte sich intensiv mit dem Übergang von der handwerklichen zur maschinellen Produktion sowie den damit verbundenen gesellschaftlichen und psychologischen Folgen auseinander. Er sah in diesem Prozess die Gefahr, dass der Mensch seine Subjektivität verliert und zu einem bloßen „Objekt” im Mechanismus der modernen Welt wird.
Wenn du eingehend deine Handfläche betrachtest, siehst du dort deine Eltern und sämtliche Generationen deiner Vorfahren. Sie alle sind in diesem Moment lebendig. Sie alle sind in deinem Körper präsent. Jeder dieser Menschen lebt in dir weiter.
~ Thích Nhất Hạnh, buddhistischer Mönch, Das Herz von Buddhas Lehre (A lifetime of peace), 1998, Vier Edle Wahrheiten/Achtfacher Pfad
Das Zitat betont das Konzept der Interbeing (gegenseitige Durchdringung oder wechselseitiges Sein), das Thich Nhat Hanh prägte. Es beschreibt, wie alle Dinge miteinander verbunden sind und ineinander existieren.
Er hat diesen Gedanken in mehreren seiner Bücher und Vorträge formuliert. Eine fast identische Passage findet sich in seinem Buch „The Other Shore: A New Translation of the Heart Sutra with Commentaries“ (2017), sowie in „No Death, No Fear: Comforting Wisdom for Life“ (2002).
Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen – ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Wir erfahren uns, unsere Gedanken und Gefühle als etwas vom Rest Getrenntes – eine Art optischer Täuschung des Bewusstseins.
~ Albert Einstein an Robert S. Marus, 12.02.1950
Es handelt sich um eine Aussage aus einem Brief, den Einstein an Robert S. Marcus, den Direktor der „Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem”, schrieb.
In dem Brief vom 12. Februar 1950 verwendete Einstein diese Worte, um seine philosophische Weltsicht auszudrücken. Er beschrieb das Gefühl der Trennung des Individuums als eine „optische Täuschung” des Bewusstseins und betonte, dass der Mensch aus dieser Illusion ausbrechen müsse, indem er sein Mitgefühl auf alle Lebewesen und die gesamte Natur ausweite.
Sag einmal, wohin werden wir rennen, sag einmal, wohin werden wir rennen, wohin werden wir rennen am letzten Tag?
Rennen wir dann zum Wald, und der Wald schreit: Ich bin schon verbrannt! Der Wald schreit: Ich bin schon verbrannt! Ich bin längst im Rauch aufgegangen! Und ich schrei: Wald! Wald, wer hat dir dieses Feuer gelegt? Wer hat dir dieses Feuer gelegt?
Sag, wer war das? Keiner weiß, wie lange es noch so weitergeht, keiner weiß, wie lange es noch so weitergeht, keiner weiß, wie lange es noch so weitergeht, keiner weiß, wie lange.
Keiner weiß, was der „Gescherte“ (der Mächtige / der mit Macht spielt) noch alles vorhat, keiner weiß, was der Gescherte noch alles vorhat, was der Gescherte noch alles vorhat, drüben in Amerika.
Keiner weiß, wann wieder einer durchdreht, keiner weiß, wann wieder einer durchdreht, wann wieder einer durchdreht, keiner weiß, ob heute.
Hey, sag einmal, wohin soll das gehen? Hey, sag einmal, wohin sollen wir gehen? Wohin sollen wir gehen am letzten Tag?
Sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder, sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder, sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder, an jedem freien Tag.
Power! (Power … wiederholt)
Keiner weiß, wie lange es die Welt noch geben wird, keiner weiß, wie lange es die Welt noch geben wird, wie lange es die Welt noch geben wird, keiner weiß, wie lange.
Keiner weiß, wie lange unser Haus noch steht, keiner weiß, wie lange unser Haus noch steht, wie lange unser Haus noch steht, keiner weiß, wie lange.
Wo ist dann noch ein Rennen, wenn alles brennen wird? Wo ist dann noch ein Rennen, wenn alles brennen wird, wenn alles brennen wird am letzten Tag?
Sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder, sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder, sie zeigen schon auf die Sünder an jedem freien Tag.
Power! (Power … wiederholt)
Der Song „Sünder” von Hubert von Goisern ist ein warnendes, beinah apokalyptisches Lied.
Er beschreibt ein Gefühl der Unsicherheit über die Zukunft: Niemand weiß, wie lange die Welt noch existieren oder „unser Haus“ noch stehen wird.
Das Bild des brennenden Waldes steht für die Zerstörung der Natur sowie für von Menschen verursachte Katastrophen.
Mit dem „Gescherte“ (wörtlich: der Geschorene, sinnbildlich: jemand Mächtiges oder Skrupelloses, eventuell Politiker oder Anführer) kritisiert er jene, die über die Zukunft der Welt entscheiden und deren Handlungen gefährlich sind.
Auch die Gefahr von Gewalt und Kriegen klingt an („wann wieder einer durchdreht“).
Besonders eindringlich ist die Stelle, an der sogar die Kinder die Schuldigen erkennen, was bedeutet, dass die Verantwortungslosigkeit unübersehbar geworden ist.
Den Refrain „Power“ kann man als ironische Kritik am Machtstreben und am blindem Fortschrittsglauben deuten.
Insgesamt ist das Lied eine Klage über Umweltzerstörung, politische Machtspiele und den drohenden Untergang, verbunden mit der Frage: „Wohin soll das noch führen?”
He sog amoi wohi wern ma rennen He sog amoi wohi wern ma rennen Wohi wern ma rennen Am letztn Tog
Rennen ma donn zum Woid Und da Woid schreit: I bin schun verbrennt Da Woid schreit: I bin schun verbrennt I bi schu long im Rauch aufgongen Und i schrei: Woid! Woid, wer hot des Feier dir glegt? Wer hot des Feier dir glegt?
Sog, wer is des gwen Koana woaß wia longs nu so dahin geht Koana woaß wia longs nu so dahin geht Koana woaß wia longs nu so dahin geht Koana woaß wia long
Koana woaß wos der Gscherte nu olls vur hot Koana woaß wos der Gscherte nu olls vor hot Wos der Gscherte nu olls vor hot Drübn in Amerika