🎙 Physikalisch machbar, ökonomisch fragwürdig: Armin Grunwald über die Zukunft der Kernkraft.

Anlässlich des 40. Jahrestags der Tschernobyl-Katastrophe analysiert der Physiker und Philosoph Armin Grunwald den Wandel des deutschen Verhältnisses zur Kernenergie – von der einstigen Ablehnung bis hin zu den aktuellen Wiedereinstiegsdebatten.

Er führt die laut einer Umfrage aus dem Jahr 2025 steigende Zustimmung zur Atomkraft darauf zurück, dass Katastrophenerinnerungen mit der Zeit verblassen und aktuelle politische Prioritäten in den Vordergrund rücken.

Trotz der theoretischen Machbarkeit steht er der Nutzung neuer Reaktoren skeptisch gegenüber, da diese ökonomisch kaum mit erneuerbaren Energien konkurrieren können und belastbare Daten zur Marktreife kleinerer Reaktoren fehlen.

Grunwald betont zudem, dass die Atomkraft aufgrund langer Entwicklungszeiten keine kurzfristige Lösung für die gegenwärtige Energiekrise darstellt.

Abschließend bewertet er die damalige Reaktion der Bundesrepublik Deutschland auf den GAU als gelungenes Beispiel für staatliche Vorsorge und einen reifen gesellschaftlichen Diskurs im Umgang mit unerwarteten Krisen.


Aus dem Interview „40 Jahre Tschernobyl und die Folgen für Deutschland“ der Deutschlandfunk-Kultur-Sendung „Studio 9“ vom –23.04.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/04/23/40_jahre_tschernobyl_und_die_folgen_fuer_deutschland_drk_20260423_0740_d0ded923.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/40-jahre-tschernobyl-und-die-folgen-fuer-deutschland-100.html

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Krise? Welche Klimakrise? Solaranlagen? Wozu? |

In Deutschland wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 weniger neue Solaranlagen installiert als im Vorjahr. Dies wird auf eine abgeschwächte Energiekrise sowie die finanzielle Lage vieler Haushalte zurückgeführt. Der Zubau bei Freiflächenanlagen stieg hingegen stark an.

In Deutschland wurden bis zum dritten Quartal 2025 weniger neue Solaranlagen installiert als im Vorjahr. Im Heimsegment betrug der Rückgang 22 Prozent. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, Körnig, führt dies auf die abgeschwächte Energiekrise und die schlechtere finanzielle Lage vieler Haushalte zurück. Das Interesse an Solaranlagen bleibt jedoch weiterhin hoch. Im Gegensatz dazu gab es einen starken Zuwachs bei Freiflächenanlagen: Die neu installierte Leistung stieg um fast 90 Prozent auf rund 2,4 Gigawatt.

»Weniger Solaranlagen in Deutschland installiert – In Deutschland sind in diesem Jahr weniger neue Solaranlagen installiert worden als in den ersten drei Quartalen des Vorjahrs.«, 08.11.2025, https://www.deutschlandfunk.de/weniger-solaranlagen-in-deutschland-installiert-100.html