Über die Kunst | Zitat

» […] Wer Kunst versäumt, verschenkt nicht nur einen wichtigen Teil seines Lebens, sondern leistet auch Vorschub für eine Veränderung der Gesellschaft, die meistens mit Blutvergießen verbunden ist.

Der Mensch braucht Kunst.

Das hat sich immer wieder erwiesen, nicht zur Unterhaltung, da kann er auch zum Pferderennen gehen, sondern weil sie ein Teil seiner selbst ist.

Und wenn er sie nicht kriegt, versucht er sie irgendwie zu ersetzen, oft durch Gewalt.

Wir brauchen Kunst, wir brauchen Kultur und ich glaube, vielen Politikern ist es im Moment ganz recht, dass die Subkultur am Schweigen ist. […] «

~ Wolf Vostell (1932–1998), große Retrospektive, Berlin, 1992, https://www.deutschlandfunk.de/denk-ich-an-deutschland-der-liedermacher-konstantin-wecker-dlf-579f9130-100.html [Denk ich an Deutschland: der Liedermacher Konstantin Wecker]

hören:

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„als ob es kein Morgen gäbe“ | Zitat

» […] Ich denke, so lange die Menschheit sich weiter benimmt wie ein Haufen Assis, die ihren Müll absondern als ob es kein Morgen gäbe und mit anderen Lebewesen nicht achtungsvoll zusammenleben wollen, wird sich auch nichts ändern. […] «

~ Katrin Asmuß (Coach Kat Berlin/Kat´s Storys), Doppelter Jahresbeginn, 05.01.2026, https://psychologischeberatungspraxis.wordpress.com/2026/01/05/doppelter-jahresbeginn/

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„Es gibt keine Fatalität: Ein Kind, das am Hunger stirbt, wird ermordet.“ | dailyprompt

Ich behaupte, dass sich meine politischen Ansichten im Laufe der Zeit nicht verändert haben. Die der in den Landtagen und im Bundestag vertretenen Parteien hingegen schon.

Ich bin in einem sozialdemokratischen Haushalt aufgewachsen. Mein Urgroßvater mütterlicherseits trat 1905 in die SPD ein. Er wurde am 22./23.08.1944 im Rahmen der „Aktion Gitter” von der Gestapo verhaftet. Er hat die Zeit überlebt und sich nach Kriegsende weiter engagiert und Verantwortung übernommen. In meiner Familie gab es mehrere Landtags- und einen Bundestagsabgeordneten.

Als ich meinen eigenen Verstand benutzen konnte, war auch ich ein überzeugter Sozialdemokrat. Bis Helmut Schmidt NATO-Nachrüstung wollte. Die Grünen um Petra Kelly und Jutta Ditfurth sprachen mir mehr aus dem Herzen.

Es war die Zeit, in der ich von meinem Demonstrationsrecht Gebrauch machte und vor den Toren Büchels gegen die Nachrüstung protestierte.
Ein Atomkraftwerk sollte unzulässigerweise auf einer Erdbebenspalte vor unserer Haustür gebaut werden. Ich machte von meinem Demonstrationsrecht Gebrauch. Ein Gericht entzog deshalb über zehn Jahre später die Betriebsgenehmigung.
Ich trat einem kirchennahen Friedensgrüppchen bei. Wir wollten Anfang der 1980er Jahre die Energiewende und gestalteten jährlich selbst einen Energiewendekalender. In dieser Zeit installierte ein Mitglied unseres Grüppchens eine Photovoltaik-Anlage mit Speicher auf seinem Dach.

Seit Mitte der 1970er Jahre verfolgte ich das Magazin „Report Baden-Baden” mit Franz Alt, der über die riesigen Flüchtlingswellen der Boatpeople und den Einsatz von „Ärzte ohne Grenzen” berichtete.
Kein Mensch sollte flüchten müssen. Politisch Verfolgten ist Asyl zu gewähren. Ohne Wenn und Aber. Alle anderen sind gerecht auf die wohlhabenden Länder zu verteilen.
Unser Wohlstand gründet auch auf der Ausbeutung derer, die bis heute flüchten müssen. Wir beuten sie noch heute aus (Freihandelsabkommen).
Wenn wir nicht lernen, bescheiden zu leben, werden wir nicht überleben. Wir leben über unsere Verhältnisse, auf Kosten der armen Weltbevölkerung, und verwandeln die Erde allmählich in einen toten Planeten.
Punkt. Luft holen. Langsam ausatmen.

Mit Helmut Kohl begann die politische Katastrophe, die sogenannte geistig-moralische Wende, die nun langsam ihr Ende erreicht. Seitdem scheinen alle etablierten Parteien so zu handeln, als seien sie fremdbestimmt, mit dem Auftrag, Vermögen von unten nach oben zu verteilen und immer autoritärer zu regieren.

Das Wahlvolk scheint nur noch dazu zu dienen, dieser Entwicklung einen demokratischen Anstrich zu verleihen. Das Wahlvolk macht brav mit.

Das letzte Mal, dass ich eine etablierte Partei gewählt habe, war 1998: Diese Regierung schockierte und traumatisierte mich – u. a. wegen des Umgangs mit Oskar Lafontaine, der Agenda …

Hand reicht Brot weiter
für alle ist Platz am Tisch
Wärme teilt das Licht

… 2020 und den Kriegsbeteiligungen. Seitdem wähle ich ausschließlich nicht etablierte Parteien, die meinen u. g. Werten entsprechen.

Mittlerweile scheinen die Christdemokraten nicht mehr dem Christentum, die Sozialdemokraten nicht mehr dem Sozialen, die Freien Demokraten nicht mehr dem Liberalismus, die Linken nicht mehr dem Volks(eigentum) und die Grünen nicht mehr der Bewahrung der Schöpfung und des Friedens verpflichtet zu sein. Eine Partei, die sich als Alternative bezeichnet, bietet keine Alternative, sondern schart lediglich diejenigen um sich, die vor 90 Jahren auch anstandslos die NSDAP gewählt hätten.

Ich war schon immer dafür, wirtschaftliche Aktivitäten auf ein demokratisch definiertes Gemeinwohl auszurichten, also für die sogenannte Gemeinwohlökonomie. Die sogenannte Soziale Marktwirtschaft war ein Anfang Ende der 1960er Jahre. Alle Ismen lehne ich ab (z. B. Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus).

Die etablierten Parteien reißen uns offensichtlich in den Abgrund. Vielleicht haben wir nur noch vier Jahre, um dies zu verhindern. Statt Wahlen brauchen wir regelmäßig zufällig zusammengesetzte Bürgerräte. Lobbyismus muss verboten werden, und Bürgerräte sind vor Lobbyisten und deren Tarnorganisationen zu schützen. Der Bürgerrat „Ernährung im Wandel” hat dank der Schwarmintelligenz der Menschen mit gesundem Menschenverstand erfolgreich gearbeitet. So erfolgreich, dass die etablierten Parteien dieses Experiment nach seinem Ende nicht weiterführen.

Nein, ich habe meine politischen Ansichten im Laufe der Zeit nicht verändert.

Ich fühle mich den Ideen verpflichtet, u. a. des Christentums (nicht seinen Auswüchsen und Missbräuchen), des Humanismus, der Gleichwertigkeit allen Lebens (Mensch und Tier) sowie der Bewahrung der Schöpfung.

Krieg ist niemals (!) ein Mittel der Politik.

„The world has enough for everyone’s need, but not for everyone’s greed.”
(Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.)
Die Ressourcen der Erde genügen, um die gesamte Menschheit zu versorgen. Armut und Umweltzerstörung sind keine Folgen eines Mangels an Ressourcen, sondern der maßlosen Gier und der ungleichen Verteilung.

Jean Ziegler, ehemaliger UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, sagte sinngemäß

~ 2012: Auf einem Planeten, auf dem alle fünf Sekunden ein Kind verhungert und eine Milliarde Menschen schwerstens unterernährt ist, ist es ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, hunderte Millionen Tonnen Nahrungsmittel zu verbrennen.

~ 2024: Die FAO, die die Opferzahlen ermittelt, sagt, dass die Weltlandwirtschaft problemlos zwölf Milliarden Menschen – fast das Doppelte der gegenwärtigen Weltbevölkerung – ernähren könnte, wenn das universelle Menschenrecht auf Nahrung völkerrechtlich verankert wäre und nicht von der Kaufkraft der Konsumenten abhängig wäre.

Es gibt keine Fatalität: Ein Kind, das am Hunger stirbt, wird ermordet.

Täglicher Schreibanreiz
Wie haben sich deine politischen Ansichten im Laufe der Zeit verändert?

How have your political views changed over time? | Wie haben sich Ihre politischen Ansichten im Laufe der Zeit verändert?

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„Aber wir lernen ja irgendwie nicht daraus.“

Der Artikel behandelt die Verbindung zwischen archaischen Männlichkeitsbildern und der Befürwortung von Kriegen, wie sie in einer aktuellen Studie festgestellt wurde. Der Soziologe Alexander Yendell erklärt, dass Gewalt im Namen eines maskulinen Männerbildes oft mit einer höheren Zustimmung zu militärischen Konflikten einhergeht. Dies wird auch durch die Äußerungen des US-Verteidigungsministers unterstrichen. Yendell warnt, dass die gegenwärtigen gesellschaftlichen Dynamiken und die Inszenierung von Männlichkeit durch politische Führer eine gefährliche Gewaltspirale auslösen können, aus der nur schwer auszubrechen ist.

hören:

Archaische Männerbilder als Kriegstreiber – Alexander Yendell, Soziologe
Schulz, Benedikt, Deutschlandfunk, Information und Musik

Gewaltfördernde Männlichkeitsbilder steigen mit Kriegsbereitschaft. Ein Wandel der Geschlechterrollen könnte Konflikte verringern.

~ Aggressive Männlichkeitsbilder fördern die Bereitschaft zum Krieg.

~ Autoritäre Männlichkeitsmodelle beeinflussen kriegerisches Verhalten.

~ Ein Wandel der Geschlechterrollen wird als Friedensfaktor gesehen.

~ Männlichkeit, Sexualität und Angst sind zentrale Themen in Kriegen.

~ Falsche Überzeugungen über Geschlechterrollen verstärken Konflikte.

~ Prävention durch Familienarbeit und emotionalen Zusammenhalt ist möglich.

Amerikanische Militärs setzen jedoch nach wie vor stark auf tradierte, maskuline Ideale. Eine aktuelle Studie mit über 1.000 Befragten in Großbritannien zeigt, dass Menschen, die Gewalt im Zusammenhang mit Männlichkeit befürworten, Krieg positiver sehen. Diese Vorstellungen sind historisch und aktuell eng mit Militarismus und Konflikten verbunden, wie das Beispiel Russlands und des Ukraine-Kriegs zeigt. Putin inszeniert sich hypermaskulin, wodurch der Krieg auch durch Geschlechterstereotype legitimiert wird.

Traditionelle Geschlechterbilder, die Männlichkeit mit Stärke, Dominanz und Sexualität verbinden, werden kaum hinterfragt, obwohl sie toxisch sind. Rechtspopulistische Bewegungen wie die AfD nutzen diese Vorstellungen gezielt, um Zustimmung zu gewinnen. In Gesellschaften mit gleichberechtigteren Rollen, wie in vielen Demokratien, sind aggressive Tendenzen weniger ausgeprägt. Falsche Rollenbilder können zu Vaterlosigkeit, Gewalt und Konflikten führen.

Eine Abkehr von aggressiven Männlichkeitsbildern könnte das Kriegsrisiko reduzieren. Wichtige Schritte wären gesellschaftlicher Wandel, mehr emotionaler Zusammenhalt und die Förderung von Gleichberechtigung. Aktuell sieht der Experte jedoch eine gefährliche Dynamik: Extreme Mächte inszenieren bewusst Stärke, was Konflikte verschärft. Die Hoffnung ruht auf langfristiger kultureller Veränderung, doch die aktuelle Lage bleibt besorgniserregend.

Um Kriege und Gewalt zu vermindern, ist die Überwindung archaischer Männlichkeitsbilder essenziell. Gesellschaftliche und familiäre Unterstützung kann dazu beitragen, diesen Wandel zu fördern und Konflikte nachhaltiger zu verhindern.

https://www.deutschlandfunk.de/archaische-maennerbilder-als-kriegstreiber-alexander-yendell-soziologe-100.html