🎙 Vom Heimweh zum Heimathafen: Die Geschichte hinter den Paletten

Johannes Becker ist Unternehmer und hat sich auf das Recycling von Paletten spezialisiert. Er stammt ursprünglich aus Kasachstan und kam im Alter von 16 Jahren nach Deutschland. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wie Heimweh und Rassismus fand er in Bremen ein neues Zuhause, in dem er sich wohlfühlte.


Aus der Podcastfolge „Wie dieser Unternehmer der mauen Auftragslage trotzt“ vom 17.09.2024 (Online bis: 18. September 2026) des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten„.


Er begann seine Karriere in der Gastronomie, arbeitete dann in verschiedenen Jobs und gründete schließlich sein eigenes Unternehmen. Mit nur 200 Euro startete er und baute sein Unternehmen über die Jahre auf. Momentan hat er jedoch große Sorgen, da die Auftragslage in seiner Branche schlecht ist. Trotz dieser Schwierigkeiten denkt er nicht daran, aufzugeben, und hofft, dass sich die Situation bald verbessert.

In diesem Podcast erzählt er von seiner beruflichen Reise, von seinen persönlichen Herausforderungen und von der Unterstützung seiner Familie. Er ist stolz auf das, was er erreicht hat, und betrachtet seine Firma als Teil seines Lebens. Er betont die Wichtigkeit von harter Arbeit und Durchhaltevermögen, um in schwierigen Zeiten erfolgreich zu bleiben.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/142/142881/142881_00560449_audio_stereo.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-johannes-becker-100.html

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Was siehst du hier, Bernd? | III

Heimweh & Sehnsucht

Heimweh. Jan hat Heimweh. Sehnsucht. Jan hat Sehnsucht.

Er ist Architekt und arbeitet für ein international tätiges Architekturbüro. Seit sechs Wochen ist er in Katar. Er beaufsichtigt den Bau eines Wolkenkratzers.

Es ist nicht sein erster Auslandsaufenthalt. Aber ihm fallen sie immer schwerer. Erst in zwanzig Wochen kann er über Weihnachten nach Hause.

Zuhause ist das moderne Energieeffizienzhaus am Stadtrand. Zuhause sind seine Frau Zoé, seine Tochter Sophie, sein Sohn Paul, Wuff, der Hund, und Miau, die Katze.

Jeden zweiten Abend haben sie Facetime. Das verstärkt sein Heimweh und seine Sehnsucht.

Heimweh nach Hause. Sehnsucht nach seinen Kindern, nach seiner Frau, nach ihrer liebevollen Art, ihrem duftenden Haar und ihrer samtenen Haut.

Jeden zweiten Abend stellt er das Bild von sich und seiner Familie auf den Schreibtisch, hält inne und betrachtet es mit liebevollem Blick gedankenverloren.

Heimweh und Sehnsucht.

Bilder erzählen Geschichten und jede Geschichte sagt etwas aus über den Menschen, der sie erzählt. Angelehnt an einen alten projektiven Test, den TAT, zeigt die Psychologie Heute ein Bild und bittet, die Szene zu deuten. – Psychologie Heute 1/2026 – https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/44599-was-sehen-sie-hier-till-broenner.html

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Ines. oder For today, I am inconsolable …

Sie war meine Küchenfee in meinem Lieblingscafé. Jeden Freitag beginne ich dort mein Wochenende, ich schöpfe Kraft beim Lesen meiner Zeitschriftenabonnements und genieße die leckeren Salate, einen frisch gebackenen Kuchen und den selbst gerösteten Kaffee. Irgendwann, in den Sommerwochen, brachte sie mir meinen Salat persönlich an den Tisch, obwohl sie sonst immer nur im Hintergrund in der Küche arbeitete. Mit einem Lächeln im Gesicht und strahlenden Augen. Anfangs war ich leicht irritiert, doch irgendwann genoss ich es und spürte, wie dabei die Sonne aufging. Erst zuletzt begannen wir, ein Gespräch zwischen Tisch und Küche zu führen. Uns trennen Jahrzehnte. Wir empfanden das jedoch nicht so. Es blieb dabei.

Heute betrat ich „mein“ Café und T., der Chef und Barista, begrüßte mich wie immer und fügte hinzu: „Heute verabschieden wir Ines. Sie verlässt uns Richtung Heimat.“ Ich war konsterniert und vertiefte mich in meine Zeitschriften.

Nach einer Viertelstunde stand Ines an meinem Tisch, hielt die Salatschüssel „Avocadoliebe” in der Hand und sagte, dass ich es wohl schon erfahren hätte, dass sie fünfhundert Kilometer zurück in ihre Heimatstadt zieht. Aus Heimweh, kurzfristig entschieden. Aus diesem Grund habe sie heute den Salat gekrönt, sagte sie, während sie die Schüssel vor mir abstellte. Ich war sichtlich gerührt. Wir unterhielten uns noch ein paar Minuten und verabschiedeten uns schließlich mit einer Umarmung.

Heimat ruft Ines
Avocadoliebe bleibt
die Sonne geht auf

… but tomorrow is a new day.

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