Ein Politikwissenschaftler prognostiziert die mögliche Zerstörung Europas. |

In einem Interview warnt der russische Politikwissenschaftler Sergej Karaganow vor der hohen Gefahr eines Atomkriegs, kritisiert die europäische Elite und propagiert eine drastische Abkehr Russlands vom Westen sowie eine Fokussierung auf Sibirien. Dabei prognostiziert er die mögliche Zerstörung Europas im Falle eines großen Krieges.

»„Sollte es zu einem großen Krieg kommen, wird Europa einfach aufhören zu existieren“ – Der russische Politikwissenschaftler und Historiker Sergej Karaganow ist seit Jahrzehnten als Berater der politischen Elite Russlands tätig und sitzt in einflussreichen außen- und wirtschaftspolitischen Gremien. Multipolar sprach mit ihm über die Gefahr eines Atomkriegs, seine Meinung über europäische Staatsführer sowie über seine Vorschläge für eine Abkehr Russlands vom Westen und eine stärkere Fokussierung auf Sibirien. Karaganows Aussagen sind durchaus kriegerisch und radikal, werden ihm zufolge jedoch von 95 Prozent der militärischen und politischen Führungsschicht Russlands geteilt. Multipolar publiziert das Interview, um Öffentlichkeit über das Denken dieser relevanten öffentlichen Person und der entsprechenden Fraktion der russischen Elite herzustellen, die die Haltung Wladimir Putins gegenüber dem Westen für zu gemäßigt hält. Karaganows Aussagen verdeutlichen zudem, unter welchem innenpolitischen Druck Putin steht und welche Art Entscheider ihm dereinst in Moskau nachfolgen könnte. Das Gespräch führte Éva Péli am 30. Oktober in Moskau.«, 14.11.2025, https://multipolar-magazin.de/artikel/interview-karaganow

Deutschland: Ein Land Der Gegensätze

Denk ich an Deutschland: der Musiker und Schriftsteller Johann Scheerer

Deutschlandfunk, Information und Musik

Johann Scheerer reflektiert die deutschen Eigenheiten, ihre Sicherheit, Ordnung und kulturellen Unterschiede im Vergleich zu anderen Ländern.

https://www.deutschlandfunk.de/denk-ich-an-deutschland-der-musiker-und-schriftsteller-johann-scheerer-100.html

Wichtige Punkte

  • Deutsche gelten oft als pünktlich und gewissenhaft, was sich auch in ihrem Verhalten äußert.
  • Zwischen deutschem Ordnungssinn und der manchmal empfundenen schlechten Laune der Menschen besteht eine Diskrepanz.
  • Deutschland gilt als sicheres und krisenfestes Land. Dennoch ist es komplex und nicht frei von dunklen Seiten.
  • Norddeutschland beeindruckt durch eine besondere, reservierte Höflichkeit, die sich im Alltag zeigt.
  • Das deutsche Rhythmus- und Klatschverhalten ist kulturell einzigartig und spiegelt nationale Eigenheiten wider.

Kulturelle Wahrnehmungen und Alltag

Johann Scheerer schildert, wie Musiker aus Mexiko und Puerto Rico Deutschland als ordentlich und zuverlässig erleben, aber auch die deutschen Launen hinterfragen. Er beschreibt, dass Glück und Schuld in Deutschland oft Hand in Hand gehen. Dies könnte auf ein kollektives Bewusstsein und gesellschaftliche Strukturen hinweisen.

Sicherheit und Regionalismus

Das Land ist für seine Sicherheit bekannt. Das ist auch ein Grund, warum Scheerer mit seiner Familie hier lebt. Norddeutschland, insbesondere Hamburg, zeichnet sich durch eine besondere Form der Zurückhaltung und respektvollen Distanz aus, die in der Kultur verankert ist.

Deutsche Besonderheiten in Musik und Verhalten

Scheerer hebt hervor, dass Deutsche beim Klatschen zur Musik meist auf eins und drei klatschen. Das ist typisch für den Marsch. In anderen Ländern klatscht man dagegen auf zwei und vier. Diese Eigenheit zeigt kulturelle Unterschiede im Rhythmus- und Tanzverhalten.

Schlussfolgerung

Deutschland ist ein Land voller Gegensätze, geprägt von Sicherheit, Ordnung und einer einzigartigen Kultur, die sich im Verhalten, im Rhythmus und in der Art der zwischenmenschlichen Begegnungen widerspiegelt.

Polycrisis day by day V

Ein Leben für die Miete – wenn die Würde des Alters unter Finanzierungsvorbehalt steht | Der Artikel thematisiert die wachsende finanzielle Belastung älterer Menschen in Deutschland durch steigende Wohnkosten, die zunehmend zur Armutsfalle werden. Während die Mieten zwischen 2005 und 2017 um 29 Prozent stiegen, wuchsen die Renten nur um 20 Prozent. Das hat zur Folge, dass immer mehr Senioren mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnen aufbringen müssen. Politische Versäumnisse wie der Rückgang des sozialen Wohnungsbestands und unzureichende Mietregulierungen verschärfen die Situation und führen dazu, dass viele ältere Mieter in prekären Lebenslagen stecken.
18.09.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=139202
hören:

„Diese Friedensbewegung verdient den Namen nicht“ – Welche dann? Die „NATO-Friedensbewegung“ mit Bomben und Raketen? | Der Artikel kritisiert die „Frankfurter Rundschau“, die der aktuellen Friedensbewegung in Deutschland den Namen absprechen möchte, da einige Redner Verständnis für die Positionen von Wladimir Putin gezeigt haben. Der Autor Marcus Klöckner argumentiert, dass echte Friedensbewegungen das Ziel verfolgen sollten, Blutvergießen zu stoppen, und dass die Medien die Verantwortung tragen, diesen Diskurs nicht zu torpedieren. Er weist außerdem darauf hin, dass die anhaltende Kriegsberichterstattung und die Ablehnung von Friedensinitiativen auf eine gefährliche Ignoranz gegenüber der Realität hindeuten.
17.09.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=139150
hören:

Dunja Hayali und der „Online-Hass“ | Die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali hat nach ihren Äußerungen über den ermordeten US-Aktivisten Charlie Kirk eine „Online-Pause“ eingelegt, da sie Opfer eines Shitstorms geworden war. In dem Artikel wird die sprachliche Verrohung und die Beleidigungen in Online-Kommentaren kritisiert. Es wird jedoch betont, dass diese Probleme nicht isoliert sind, sondern auch durch die Medien und die politische Rhetorik gefördert werden. Der Autor fordert eine Rückkehr zu sprachlicher Zurückhaltung sowie ein Ende der gegenseitigen Polarisierung in der Gesellschaft.
17.09.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=139167
hören:

Interview mit Michael Werz, Soziologe, zu: US-Polarisierung und Pressefreiheit | Im Interview mit dem Politikanalysten Michael Werz wird die zunehmende Polarisierung in den USA und die damit verbundene Gefährdung der Pressefreiheit thematisiert. Werz betont, dass die politische Rhetorik zunehmend verhärtet ist und es an Stimmen mangelt, die einen respektvollen Dialog fördern könnten. Dies führe zu einer Atmosphäre der Selbstzensur. Zudem wird die Besorgnis über die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die amerikanische Demokratie und die öffentliche Diskussionskultur deutlich – insbesondere im Kontext der bevorstehenden Wahlen.
17.09.2025, https://www.deutschlandfunk.de/interview-mit-michael-werz-soziologe-zu-us-polarisierung-und-pressefreiheit-100.html
hören:

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat … | Der Artikel kritisiert die seit über 20 Jahren andauernden Angriffe auf den deutschen Sozialstaat, die von verschiedenen Regierungen, insbesondere der rot-grünen unter Gerhard Schröder und der aktuellen schwarz-roten, ausgehen. Trotz der verfassungsrechtlichen Verpflichtungen sowie der im Grundgesetz verankerten Ewigkeitsklausel, die den Sozialstaat schützen sollen, ignorieren die Politiker diese Vorgaben. Stattdessen fördern sie eine neoliberale Agenda, die zu einer massiven Verschlechterung der sozialen Bedingungen führt. Der Autor fordert eine Rückbesinnung auf soziale Werte sowie eine kritische Auseinandersetzung mit politischen Maßnahmen, die das Existenzminimum der Bürger gefährden.
17.09.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=139155
hören: